Erfahrungsbericht von Danielle2000
Weisheitszähne
Pro:
--
Kontra:
man braucht diese Zähne nicht und sie werden früher oder später sowieso entfernt
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Leser!
Heute möchte ich einmal zu einem völlig anderen Thema schreiben als sonst. Es geht um meine Weisheitszähne, die ich mittlerweile los bin.
Alles fing damit an, dass mir mein Kieferorthopäde, der mich fünf Jahre lang mit einer Zahnspange gequält hatte, mitteilte, ich solle meine Weisheitszähne (WZ) entfernen lassen. Der Grund: Wenn sie durch das Zahnfleisch brechen und wachsen würden, würden sie meine mühsam korrigierten Zähne wieder verschieben! Zu wenig Platz in meinem Kiefer! So ein Sch..., dachte ich und wollte im ersten Moment sagen: \"Die bleiben drin!\" Aber es ist eben wie es ist: sie mussten raus. Doch ein bisschen Glück hatte ich auch. Ich hatte nämlich nur 2 statt 4 WZ überhaupt im Kiefer angelegt und zwar im Unterkiefer!! *hihihi* Glück gehabt!
Nun hatte ich mich damit abgefunden, die Zähne müssen raus, ob ich will oder nicht. Und so machte meine Mama für die Ferien einen Termin beim Kieferchirurgen. Ihr denkt jetzt vielleicht: \"Kieferchirurg? Warum nicht Zahnarzt?\"
Bei meinen WZ war\'s so: Sie waren noch recht klein, hatten fast keine Wurzeln, steckten dafür noch ganz im Kiefer drin. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten:
a) warten, bis die WZ weiter aus dem Kiefer raus wachsen würden. Dann wären sie leichter zu fassen, hätten aber auch größere Wurzeln, hätten also schon mehr Halt im Kiefer. Außerdem könnten dann diese Wurzeln, gerade im Unterkiefer, näher an den Unterkiefernerv wachsen und das Entfernen würde wieder etwas komplizierter werden.
b) Die WZ jetzt entfernen, wo sie noch klein sind und fast keine Wurzeln haben, dafür komplett im Kiefer stecken.
Mein Zahnarzt empfahl mir letztere Möglichkeit und riet mir, zum Kieferchirurgen zu gehen. Immerhin wäre das dann schon eine \"Operation\". Der Kieferchirurg ist bei solchen Eingriffen im Kiefer und nahe des Nervs einfach routinierter, als ein \"normaler\" Zahnarzt.
So sollte es nun sein. Meine Mama vereinbarte mit dem Kieferchirurgen einen Termin am 27.08.02, an dem meine zwei WZ entfernt werden sollten und je näher dieser Termin rückte, desto ängstlicher wurde ich. Schließlich hört man ja allerlei Horrorgeschichten über WZ und ich hatte ganz schön Angst, wie das wohl werden würde!!
Schließlich war es soweit und ich saß auf dem bösen Stuhl des Kieferchirurgen. Zu meinem Staunen war der Typ richtig nett, also kein Zähne-klauendes Monster!
Erst musste ich einen Zettel ausfüllen auf dem Sachen gefragt wurden wie: Ohnmachtsneigung? Herzkrankheiten? Allergien? Schwangerschaft? Aids? Medikamentenunverträglichkeit? Usw. Ich konnte alles verneinen und so erzählten der Arzt und sein Assistentin noch etwa über den Eingriff und meine Mutter musste eine Einverständniserklärung unterschreiben, wegen möglicher Risiken (z.B. Beschädigung des Unterkiefernervs).
Langsam wurde ich dann auch etwas ruhiger, weil mir gesagt wurde, dass das ganze nur ca. 20 bis 30 Minuten dauern würde und nicht, wie ich befürchtet hatte, eine Stunde oder länger! Außerdem wurde mir erlaubt Musik zu hören! Denn so würde das laute Bohrgeräusch, das mich erwartete, etwas gemindert.
Schließlich ging\'s dann endlich los, nachdem mir noch ein Schmerzpatient dazwischen kam. Ich wurde mit einem blauen Tuch abgedeckt, das nur über Mund, Nase und Augen ein Loch hatte. Dann bekam ich erstmal für jeden Zahn jeweils zwei Spritzen. Das war natürlich ein bisschen unangenehm, aber der Arzt war sehr vorsichtig und es war wirklich nicht zu schlimm. Im allgemeinen empfinde ich Impfungen als schmerzhafter! Ja, ehrlich! Dann hieß es kurz warten, bis die lokale Betäubung wirkte und dann Musik ein und abwarten! Was genau so vor sich ging merkte ich nicht. Die Betäubung war echt perfekt ich hab nix, aber auch gar nix, in meinem Unterkiefer gespürt!! Ziemlich unangenehm war dann das richtig laute Bohrgeräusch, das auch ziemlich lange dauerte. Der Arzt musste sich ja schließlich im Kieferknochen zum Zahn durchbohren. Aber bis auf das Geräusch war auch das kein Problem! Nach dem Bohren hat es mal ein bisschen geknackt als den Zahn raus hat, aber auch da hab ich nix gespürt. Dass er dann das Zähen angefangen hat, hab ich nur daran gemerkt, dass mich der Faden an der Oberlippe gekitzelt hat, aber sonst hab ich auch da nix gespürt! Die ganze Prozedur dann noch auf der anderen Seite - und nach 20 Minuten war ich fertig! Puh, geschafft!
Der Arzt hat mir noch auf jeder Seite einen Tupfer zum draufbeißen rein, mir ein Rezept rausgeschrieben (Schmerztabletten (Nedolon P) + Mundspülung (Chlorhexamed fluid)), mir gesagt, dass ich in ca. 1 Woche die Fäden ziehen lassen soll und ab ging\'s nach Hause.
Ich war so erleichtert, dass ich das endlich hinter mir hatte!! Und vor allem, dass überhaupt nicht so schlimm war, wie ich mir vorgestellt hatte! Es war nämlich überhaupt kein Problem! Das könnt ihr mir ruhig glauben!
Den Rest des Nachmittages und Abends waren meine Backen und meine Unterlippe noch betäubt und haben nix gemerkt. Dementsprechend war auch das Essen und Trinken nicht wirklich einfachen. Aber zum Glück hatte ich auch gar keinen Hunger. Was die Schmerzen angeht, hab ich so um 20 Uhr eine Tablette genommen, weil ich gemerkt habe, dass sich da was tut. Und weil ich nachts nicht schlafen konnte, weil ich halt ein bisschen was gemerkt habe, hab ich um Mitternacht noch eine Tablette genommen. Aber nicht, weil ich riesige Schmerzen hatte, es waren nur ganz leichte Schmerzen und ich wollte nur verhindern, dass sie nicht schlimmer werden. Dann hab ich ganz normal geschlafen, nur ein bisschen drauf geachtet, dass ich nicht voll auf einem Backen liege.
Nächster morgen: Dicke Backen, keine Schmerzen. Und das ist heute, dritter Tag nach dem Eingriff genauso. Die Backen sind zwar geschwollen und ich kann deshalb den Mund nicht ganz so weit auf machen wie normal, aber ich habe keinerlei Schmerzen!!! Ab und zu kühle ich meine Backen mit Eiswürfeln im Waschlappen, aber wirklich brauchen tut\'s das nicht.
Mit dem Essen bin ich halt noch vorsichtig und esse eigentlich nur Sachen, die ich nicht kauen muss (Suppe, Baby Gläschen) oder ich schneide mein Essen eben in ganz kleine Stückchen.
Von der Naht merke ich gar nix, auch nicht, wenn ich mit der Zunge drüber fahre.
Zähne putzen tu ich nur ganz leicht, schon deshalb, weil mein Mund gar nicht so weit aufgeht. Aber dafür hab ich ja die Mundspülung bekommen, die die Naht bakterienfrei hält und so Entzündungen vorbeugt.
***update***
Heute, eine Woche nach der Behandlung, wurden mir von meinem normalen Zahnarzt die Fäden gezogen. Diese Prozedur stellte ich mir natürlich auch wieder fürchterlich vor, aber es war - wie sollte es anders sein - wieder kein Problem! Nicht mal ein ziepen, hab gar nix gemerkt!
Jetzt bin ich aber doch superfroh, dass ich das ganze WZzeug hinter mir hab!!!
***update Ende***
Fazit:
Die ganze Behandlung und die Tage danach waren - zumindest bei mir - überhaupt nicht schlimm!! Ich hab mir das alles wahnsinnig böse und schmerzhaft vorgestellt, aber im Endeffekt ist das alles kein Problem. Und die Schwellung lässt schon irgendwann wieder nach und wenn die Fäden gezogen sind, glaube ich auch, dass man wieder ganz normal Essen kann.
Wenn es soweit ist, mach ich bestimmt noch einen kleinen Nachtrag.
Also, wem soetwas bevorsteht:
Habt keine Angst!! Alles wird gut!
Heute möchte ich einmal zu einem völlig anderen Thema schreiben als sonst. Es geht um meine Weisheitszähne, die ich mittlerweile los bin.
Alles fing damit an, dass mir mein Kieferorthopäde, der mich fünf Jahre lang mit einer Zahnspange gequält hatte, mitteilte, ich solle meine Weisheitszähne (WZ) entfernen lassen. Der Grund: Wenn sie durch das Zahnfleisch brechen und wachsen würden, würden sie meine mühsam korrigierten Zähne wieder verschieben! Zu wenig Platz in meinem Kiefer! So ein Sch..., dachte ich und wollte im ersten Moment sagen: \"Die bleiben drin!\" Aber es ist eben wie es ist: sie mussten raus. Doch ein bisschen Glück hatte ich auch. Ich hatte nämlich nur 2 statt 4 WZ überhaupt im Kiefer angelegt und zwar im Unterkiefer!! *hihihi* Glück gehabt!
Nun hatte ich mich damit abgefunden, die Zähne müssen raus, ob ich will oder nicht. Und so machte meine Mama für die Ferien einen Termin beim Kieferchirurgen. Ihr denkt jetzt vielleicht: \"Kieferchirurg? Warum nicht Zahnarzt?\"
Bei meinen WZ war\'s so: Sie waren noch recht klein, hatten fast keine Wurzeln, steckten dafür noch ganz im Kiefer drin. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten:
a) warten, bis die WZ weiter aus dem Kiefer raus wachsen würden. Dann wären sie leichter zu fassen, hätten aber auch größere Wurzeln, hätten also schon mehr Halt im Kiefer. Außerdem könnten dann diese Wurzeln, gerade im Unterkiefer, näher an den Unterkiefernerv wachsen und das Entfernen würde wieder etwas komplizierter werden.
b) Die WZ jetzt entfernen, wo sie noch klein sind und fast keine Wurzeln haben, dafür komplett im Kiefer stecken.
Mein Zahnarzt empfahl mir letztere Möglichkeit und riet mir, zum Kieferchirurgen zu gehen. Immerhin wäre das dann schon eine \"Operation\". Der Kieferchirurg ist bei solchen Eingriffen im Kiefer und nahe des Nervs einfach routinierter, als ein \"normaler\" Zahnarzt.
So sollte es nun sein. Meine Mama vereinbarte mit dem Kieferchirurgen einen Termin am 27.08.02, an dem meine zwei WZ entfernt werden sollten und je näher dieser Termin rückte, desto ängstlicher wurde ich. Schließlich hört man ja allerlei Horrorgeschichten über WZ und ich hatte ganz schön Angst, wie das wohl werden würde!!
Schließlich war es soweit und ich saß auf dem bösen Stuhl des Kieferchirurgen. Zu meinem Staunen war der Typ richtig nett, also kein Zähne-klauendes Monster!
Erst musste ich einen Zettel ausfüllen auf dem Sachen gefragt wurden wie: Ohnmachtsneigung? Herzkrankheiten? Allergien? Schwangerschaft? Aids? Medikamentenunverträglichkeit? Usw. Ich konnte alles verneinen und so erzählten der Arzt und sein Assistentin noch etwa über den Eingriff und meine Mutter musste eine Einverständniserklärung unterschreiben, wegen möglicher Risiken (z.B. Beschädigung des Unterkiefernervs).
Langsam wurde ich dann auch etwas ruhiger, weil mir gesagt wurde, dass das ganze nur ca. 20 bis 30 Minuten dauern würde und nicht, wie ich befürchtet hatte, eine Stunde oder länger! Außerdem wurde mir erlaubt Musik zu hören! Denn so würde das laute Bohrgeräusch, das mich erwartete, etwas gemindert.
Schließlich ging\'s dann endlich los, nachdem mir noch ein Schmerzpatient dazwischen kam. Ich wurde mit einem blauen Tuch abgedeckt, das nur über Mund, Nase und Augen ein Loch hatte. Dann bekam ich erstmal für jeden Zahn jeweils zwei Spritzen. Das war natürlich ein bisschen unangenehm, aber der Arzt war sehr vorsichtig und es war wirklich nicht zu schlimm. Im allgemeinen empfinde ich Impfungen als schmerzhafter! Ja, ehrlich! Dann hieß es kurz warten, bis die lokale Betäubung wirkte und dann Musik ein und abwarten! Was genau so vor sich ging merkte ich nicht. Die Betäubung war echt perfekt ich hab nix, aber auch gar nix, in meinem Unterkiefer gespürt!! Ziemlich unangenehm war dann das richtig laute Bohrgeräusch, das auch ziemlich lange dauerte. Der Arzt musste sich ja schließlich im Kieferknochen zum Zahn durchbohren. Aber bis auf das Geräusch war auch das kein Problem! Nach dem Bohren hat es mal ein bisschen geknackt als den Zahn raus hat, aber auch da hab ich nix gespürt. Dass er dann das Zähen angefangen hat, hab ich nur daran gemerkt, dass mich der Faden an der Oberlippe gekitzelt hat, aber sonst hab ich auch da nix gespürt! Die ganze Prozedur dann noch auf der anderen Seite - und nach 20 Minuten war ich fertig! Puh, geschafft!
Der Arzt hat mir noch auf jeder Seite einen Tupfer zum draufbeißen rein, mir ein Rezept rausgeschrieben (Schmerztabletten (Nedolon P) + Mundspülung (Chlorhexamed fluid)), mir gesagt, dass ich in ca. 1 Woche die Fäden ziehen lassen soll und ab ging\'s nach Hause.
Ich war so erleichtert, dass ich das endlich hinter mir hatte!! Und vor allem, dass überhaupt nicht so schlimm war, wie ich mir vorgestellt hatte! Es war nämlich überhaupt kein Problem! Das könnt ihr mir ruhig glauben!
Den Rest des Nachmittages und Abends waren meine Backen und meine Unterlippe noch betäubt und haben nix gemerkt. Dementsprechend war auch das Essen und Trinken nicht wirklich einfachen. Aber zum Glück hatte ich auch gar keinen Hunger. Was die Schmerzen angeht, hab ich so um 20 Uhr eine Tablette genommen, weil ich gemerkt habe, dass sich da was tut. Und weil ich nachts nicht schlafen konnte, weil ich halt ein bisschen was gemerkt habe, hab ich um Mitternacht noch eine Tablette genommen. Aber nicht, weil ich riesige Schmerzen hatte, es waren nur ganz leichte Schmerzen und ich wollte nur verhindern, dass sie nicht schlimmer werden. Dann hab ich ganz normal geschlafen, nur ein bisschen drauf geachtet, dass ich nicht voll auf einem Backen liege.
Nächster morgen: Dicke Backen, keine Schmerzen. Und das ist heute, dritter Tag nach dem Eingriff genauso. Die Backen sind zwar geschwollen und ich kann deshalb den Mund nicht ganz so weit auf machen wie normal, aber ich habe keinerlei Schmerzen!!! Ab und zu kühle ich meine Backen mit Eiswürfeln im Waschlappen, aber wirklich brauchen tut\'s das nicht.
Mit dem Essen bin ich halt noch vorsichtig und esse eigentlich nur Sachen, die ich nicht kauen muss (Suppe, Baby Gläschen) oder ich schneide mein Essen eben in ganz kleine Stückchen.
Von der Naht merke ich gar nix, auch nicht, wenn ich mit der Zunge drüber fahre.
Zähne putzen tu ich nur ganz leicht, schon deshalb, weil mein Mund gar nicht so weit aufgeht. Aber dafür hab ich ja die Mundspülung bekommen, die die Naht bakterienfrei hält und so Entzündungen vorbeugt.
***update***
Heute, eine Woche nach der Behandlung, wurden mir von meinem normalen Zahnarzt die Fäden gezogen. Diese Prozedur stellte ich mir natürlich auch wieder fürchterlich vor, aber es war - wie sollte es anders sein - wieder kein Problem! Nicht mal ein ziepen, hab gar nix gemerkt!
Jetzt bin ich aber doch superfroh, dass ich das ganze WZzeug hinter mir hab!!!
***update Ende***
Fazit:
Die ganze Behandlung und die Tage danach waren - zumindest bei mir - überhaupt nicht schlimm!! Ich hab mir das alles wahnsinnig böse und schmerzhaft vorgestellt, aber im Endeffekt ist das alles kein Problem. Und die Schwellung lässt schon irgendwann wieder nach und wenn die Fäden gezogen sind, glaube ich auch, dass man wieder ganz normal Essen kann.
Wenn es soweit ist, mach ich bestimmt noch einen kleinen Nachtrag.
Also, wem soetwas bevorsteht:
Habt keine Angst!! Alles wird gut!




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