Unreal II: The Awakening (PC Spiel Shooter) Testbericht

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ab 15,58
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Erfahrungsbericht von simpsonsfreak

Unreal2

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Fortsetzung zu \"Unreal\" aus dem Hause \"Epic\" sorgte ja im Vorfeld schon für einigen Wirbel. Und da kann meckern wer will, \"Unreal\" gehört nun mal zu den besten Ego-Shootern der letzten Jahre. Da ist es wohl klar, dass die Erwartungen der Fans an den zweiten Teil groß sind.

Schon als sich im Jahre 2000 die ersten Gerüchte zu einem Nachfolger langsam verbreiteten, verfolgte die Zockergemeinde die Spieleschmiede \"Epic\" und \"Legend Entertainment\" ganz genau. Ja Ihr habt richtig gelesen. Dieses Mal nimmt \"Epic\" die Programmierkunst nicht ganz alleine auf Ihre Schultern sondern hat die Programmierer der Firma \"Legend\" beauftragt \"Unreal 2\" zu entwickeln. Die Spieleschmiede konnte bereits mit \"Wheel of Time\" demonstrieren, dass sie mit der \"Unreal\"-Engine gut umgehen kann. \"Epic\" lies natürlich die ganze Entwicklung nicht unbeaufsichtigt, sondern arbeitete mit den Kollegen eng zusammen.
Eigentlich sollte \"Unreal 2: The Awakening\" schon im Frühjahr 2002 auf den Markt kommen. Doch wie es nun mal so in der Spielebranche ist, kann man sich nicht immer auf solche Aussagen verlassen. Jay Wilbur, Ex \"id\"-Mitarbeiter und Kopf von \"Epic\", verwies auch immer wieder auf den Ausspruch \"when it\'s done\". Auch die Ankündigung von \"Epic\"-Vizepräsident Mark Rein, dass kein Multiplayer-Modus enthalten sein werde, brachte so manchen Fan zum Kopf schütteln. Doch seien wir mal ehrlich, wieso noch einen Multiplayermodus wenn es \"Unreal Tournament 2003\" gibt? Außerdem hatten die Entwickler so mehr Zeit sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und das zu Recht. Was ich heute gesehen habe, ist wirklich verblüffend. Doch wo soll ich anfangen? Am besten bei der Story.

Story
Wir schlüpfen in die Rolle von Marshall John Dalton. Früher ein Marine, patroullieren wir nun am Rande der Zivilisation und sorgen für Recht und Ordnung. Wir sind also eine Art Weltraum-Sheriff. Zusammen mit unserer dreiköpfigen Crew kreuzen wir auf der \"Atlantis\" als uns plötzlich ein Hilferuf erreicht. Natürlich machen wir uns gleich auf den Weg, um uns das genauer anzusehen. This is where it all begins...

Natürlich steckt noch viel mehr dahinter. Mittlerweile wird alles durch drei große Konzerne regiert, die wir noch im Verlauf des Spiels kennenlernen werden. Außerdem ist da ja noch die Crew. Neben dem Alien Ne\'ban und dem Ingeneur Isaak gibt es noch die hübsche Aida, die uns laufend per Funk mit neuen Informationen versorgt. Jede dieser Spielfiguren hat einen eigenen Hintergrund, der im Verlauf des Games deutlicher wird. Außerdem sind da noch diese außerirdischen Artefakte hinter denen die Skaarj her sind... mmh... komisch...

Gameplay
Mit \"Unreal 2\" erscheint endlich mal wieder ein Sci-Fi Singleplayershooter. Gleich in der ersten Mission wird klar das nicht nur düstere Innenräume sondern auch weite Außenlandschaften auf ihre Erforschung warten. Alles natürlich mit wundervollen Details verziert. Insgesamt zwölf Missionen warten auf Euch - und die haben es in sich. Schon am Anfang merkt man das die Skaarj mittlerweile richtig ernstzunehmende Gegner geworden sind. Mal springen sie auf Euch zu, mal ducken sie unter Eurem Beschuss davon, immer darauf aus, Euch möglichst schnell zu erledigen. Neben diesen \"Unholden\" warten aber noch 23 weitere Gegner darauf, Euch das Leben schwer zu machen. Hinzu kommen noch ein paar Endbosse die aber insgesamt relativ klein ausgefallen sind.
Doch was wäre ein Ego-Shooter ohne die durchschlagskräftigen Wummen? Wahrscheinlich genauso spannend wie das Abendprogramm der ARD. So gibt es 16 Utensilien, die Ihr zu Eurer Verteidigung oder zum Angriff benutzen könnt. Neben der normalen Assault Rifle gibt es noch Waffen wie Granatwerfer, Schrotflinte, Drakk Laser Gun, Scharfschützengewehr, Raketenwerfer und Field Generators, um nur ein paar zu nennen. Diese sind dann teilweise auch noch mit einem zweiten Feuermodus ausgestattet. Ich kanns kaum erwarten, ein paar Skaarj mit dem Flammenwerfer zu grillen.
Die Missionsziele sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Mal müsst Ihr ein paar Kollegen befreien oder die Stellung halten und einen gewissen Punkt verteidigen. Dann stehen Euch vielleicht noch ein paar Marines zur Verfügung, die Ihr per \"Use\"-Knopf zu verschiedenen Verhaltensmustern verdonnern könnt - was allerdings nicht immer so gut klappt.

Grafik
Grafik macht den Spielspaß nicht aus, aber sie trägt auf jeden Fall dazu bei. Und bei \"Unreal 2\" ist es einfach wunderbar, die Außenwelt zu erforschen dank neuester Unreal Warfare Engine. Da erscheinen einem die Unhorden von Monstern schon teilweise als Störfaktor, wenn man gerade dabei ist, sich an der Umwelt zu ergötzen. Oder gerade einfach mal so mit seiner Plasmalanze auf eine entfernte Mauer schießt, weil es so schön aussieht. Man merkt dass selbst das Nachladen der Waffen mit wahnsinnig viel Detail umgesetzt wurde. Und beim Schuss spürt man förmlich den Rückschlag.
Überall verstecken sich kleine Details, die das Gesamtbild einfach glaubwürdiger erscheinen lassen. So hat man selbst in der \"Atlantis\" das Gefühl, durch ein echtes Raumschiff zu wandern. Hier kann man eine Luke aufmachen, dort ist unsere unaufgeräumte Kabine. Die Atmosphäre ist wirklich ganz gut gelungen. Wenn man am Ende des Ganges einen Gegner vorbeihuschen sieht, bewegt man sich schon mal eine Spur langsamer.
Doch gibt es nicht nur Gutes zu berichten. So ist es erstaunlich wie wenig man von der Umgebung zerstören kann. Wer mal Lust hat, einfach so ein paar Glasscheiben oder dergleichen zu zerschießen liegt mit \"Unreal 2\" falsch.
Die Texturen sind natürlich hochauflösend und passen perfekt ins Szenario. Teilweise noch mit Bump Mapping veredelt wirkt alles viel plastischer. Ob kalte Metallwand oder grüne Grasoberfläche, alles geht perfekt ineinander über. Da sag ich bloß: Check out the Textures on Aida! ;-)

Sound
Die Soundeffekte sind auch sehr gut gelungen. Hier knarrzt die Treppe beim runtergehen, da winselt im Hintergrund irgendeine verlorene Seele um ihr Leben. Nichts für schwache Nerven. Gerade wenn man in einem großen Raum ist und sich der Feind schon durch sein außerirdisches Grunzen anmeldet, ist man versucht in alle Richtungen gleichzeitig zu schauen. Sowas hat man schon seit langem nicht mehr am eigenen Leib \"gespürt\". Da wird es schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Allerdings hätten sich manche der Wummen, besonders die Assault Rifle, ein bisschen \"satter\" anhören können.
Musikalisch ist das Spiel mit einem klasse sphärischen Technobeat unterlegt der richtig an den ersten Teil erinnert. Genauso hat man sich das vorgestellt.

Fazit
\"Unreal 2\" macht wirklich Spaß. Doch nicht Spaß genug um den Shooterthron zu besteigen. Einige der Levels sind durchaus hervorragend designed und bieten auch sehr viel Abwechslung, doch leider wird der Spielfluss durch die Teils unnötigen Cutscenes und Landungen auf der Atlantis einfach ein bisschen gestört. Zwar gehören die zur Story doch kann man leider nicht jede Zwischensequenz überspringen. Und dann sind da auch noch die viel zu langen Ladezeiten.
Ein anderes Manko ist die Synchro. Diese ist einfach zu unglaubwürdig und unmotiviert rübergebracht, als dass man sie wirklich ernst nehmen könnte.
Die Missionsziele sind recht gut und sorgen für die nötige Abwechslung, dennoch ist \"Unreal 2\" sehr linear gestaltet. Für abschweifende Ausflüge war wohl kein Platz. Und anstatt sich neuer eigener Ideen zu bedienen, kommt es so vor als haben die Entwickler sich so manche Idee aus \"Halo\", \"Star Wars\" und \"Starship Troopers\" abgeguckt.
Um es in einem Satz zu sagen: Mit \"Unreal 2\" präsentiert \"Legend\" einen kurzweiligen, wunderschön verpackten klassischen Egoshooter ohne viele Neuerungen - doch leider muss man schon mehr abliefern wenn man heutzutage die Spitze erklimmen will. Fans des ersten Teils sollten auf jeden Fall zugreifen

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