VW Bora Testbericht

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Abbildung beispielhaft
ab 39,82
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  gut
  • Fahrkomfort:  gut
  • Platzangebot:  durchschnittlich
  • Zuverlässigkeit:  gut

Erfahrungsbericht von maertens

ein Nachruf

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachruf

Der folgende Bericht wird ein Nachruf. Denn vor einiger Zeit ist er hingegangen, mein VW Bora Variant. Nicht den Weg alles Irdischen, eher den Weg nach Osteuropa, wie ich vermute. Gerade mal anderthalb Jahre wurde er alt, ca. 50.000 Kilometer hat er mich durch die Lande gefahren, dann wurde er mir aus den Händen gerissen. Nie hat er mich im Stich gelassen. Zwar hat er mich oft die Tankstelle anfahren lassen, aber da er mit Diesel auskam, relativierte das die Sache etwas.

Was hat mich am meisten beeindruckt?

Zunächst sind mir die ausgezeichneten Fahreigenschaften aufgefallen. Der Wagen hatte ein ausgezeichnetes Kurvenverhalten, selbst bei hoher Geschwindigkeit und unebener Straße musste man das Lenkrad nicht krampfhaft umklammern.
Auf freier Strecke schaffte er mühelos 190 km/h, wurde er richtig warm und die Autobahn frei, schaffte er auch den Sprung knapp über die 200ter-Marke. Höchstgeschwindigkeit angegeben was 195 km/h für meine 115 PS-Version mit Schaltgetriebe. Im oberen Drehzahlbereich konnte man jedoch kein großes Beschleunigungsverhalten mehr erwarten, hier hatten die Fahrer mit diesen blau/weißen Emblemen die Nase vorn. Bevor jemand zu meckern beginnt: Ich bin kein Raser!
Weiterhin gefiel mir immer sein äußeres und auch inneres Erscheinungsbild. Ein klassischer Kombi-Wagen ohne Schnörkel, zeitlos schön. Die Verarbeitung war ohne Beanstandungen, selbst nach 50.000 Kilometern Fahrleistung fing nix an zu klappern.
Ein weiterer „Begeisterungspunkt“ war die Geräuschentwicklung des Motors. Mit einem „Diesel“ im herkömmlichen Sinn hat das nichts zu tun, der Motor ist flüsterleise, auch ohne entsprechenden Aral-Diesel.

Sicherheit:

Der Bora war mit 4 Airbags, ABS, ESP und Antischlupfregelung serienmäßig ausgestattet. Dazu kam sein gutes Bremsverhalten und die sichere Straßenlage. Sicherheit ist, lacht mich nicht aus, auch so eine Art Gefühl. Ich fühlte mich in diesem Auto einfach auch sicher.

Verbrauch:

Sofern man im Geschwindigkeitsbereich bis 130 km/h blieb, war der Dieselverbrauch mit 4,9 bis 5,7 l/100 km recht ansprechend, aber wehe man drückte das Gaspedal mal tiefer!!! Das nützt dann auch der 6. Gang nix mehr, der sonst allerdings bei Geschwindigkeiten jenseits der 100 recht nützlich ist. Ich schätze mal, seine 8-10 Liter auf 100 Kilometer kamen da schon zusammen. Eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf maximal 170 km/h ist daher angeraten, will man seinen Geldbeutel schonen. Dabei soll die „Pumpe-Düse-Version schon sparsamer sein als der herkömmliche Diesel...

Platzangebot:

Auf den Vordersitzen hatte man ausreichend Platz, auch die Beinfreiheit auf den hinteren Sitzen war ausreichend.
Das Kofferraumangebot war bei umgeklappten Sitzen recht ansprechend, kleine Menschen konnten recht bequem drin schlafen (*g*). Allerdings mit leicht eingeknickten Beinen (ich bin 1,72 groß...) Auch konnte ich leicht 2 Fahrräder im Kofferraum transportieren. Dazu musste man nur die Vorderräder herausnehmen.
Durch die niedrige Ladekante waren die Be- und Entladevorgänge sehr komfortabel.

Nützliche Sonderausstattung:

Vorab muss man sagen, dass bei VW einiges als Sonderausstattung zählt, was bei anderen Herstellern selbstverständlich zur Basisvariante zählt.
Ich jedenfalls genehmigte mir ein Winterpaket mit Sitzheizung und beheizten Scheibenwaschdüsen. Das erwarte ich von meinen neuen Wagen auch, denn vor allem die Sitzheizung möchte ich nicht mehr missen. Ebenso die Klimaanlage, die im Sommer und auch im Winter zum Scheibenabtauen Ihren Dienst ohne Klagen verrichtete.
Fensterheber gehören seltsamerweise auch zur Sonderausstattung im Rahmen eines „Technikpaketes“, also bestellte ich die auch dazu.
Das VW-Radio „Beta“ fand ich mit knapp 1000 DM total überteuert, aber ich biss in diesen sauren Apfel, um mir das eigene Herumwerkeln zu ersparen.

Preis:

Inclusive alles Sonderausstattungen und ausgehandelten Rabatte zahlte ich ca. 45.000 DM.(23.000 Euro)

Fazit:

Ich trauere dem Bora echt nach. Allerdings wurde mir nie so richtig klar, was eigentlich der Unterschied zwischen Bora und Golf ist. Man bezahlt für den Bora knapp 1500 Euro mehr, nur weil die Frontpartie etwas anders aussieht. Das war auch der Grund, mir nach meinem Bora einen Golf zu bestellen. Generell kann ich den Bora empfehlen, tendiere allerdings eher zur Golf-Variante.

13 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Netti1982

    06.03.2002, 10:23 Uhr von Netti1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    will auch mein eigenes Auto!!! MfG Netti

  • MikeStar

    06.03.2002, 10:20 Uhr von MikeStar
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut geschrieben, aber Opel ist besser, ;-)