Varta Accu Plus Ultra NiHM Testbericht

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ab 4,73
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Summe aller Bewertungen
  • Lebensdauer:  gut

Erfahrungsbericht von kulosa

POWER FÜR DIGICAM , MP3 UND CO

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mittlerweile habe ich fast meine ganzen Betteriebetrieben Geräte mit Akkus versorgt. Einzige Ausnahme bilden da sämtliche Fernbedienungen, da sich dort ein Einsatz von Akkus nicht lohnt. Unter anderem verwende ich dazu die Varta Accu Plus Ultra NiHM 1100 mAh Zellen. Warum die hier nun als für Digitalkameras eingestellt sind, verstehe ich nicht. Sie sind doch für die meisten Geräte mit Mignonbatterien geeignet, und nicht nur für Digitalkameras. Hier nun meine Erfahrungen damit.


Allgemeines zu NiHM Akkus

Genauso wie NC Akkus verfügen sie über eine Klemmspannung von ca 1,2 Volt. Daher sind sie überall dort einsetzbar, wo auch NC Akkus Verwendung gefunden haben. Sie haben durchschnittlich eine ca 40% höhere Kapazität bei gleicher Baugröße. Mittlerweile sind sie mit bis zu 2 Ah erhältlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Memoryeffekt bei NiHM Akkus nicht so leicht eintritt, aber auch hier unter Umständen möglich ist. Auch sie können theoretisch bis zu 1000 Mal wieder aufgeladen werden, was aber in der Praxis meist nie ereicht wird.
Natürlich gibt es auch Nachteile. Als erstes natürlich der Preis. Als nächstes wäre da der höhere Innenwiderstand zu nennen, der besonders bei Hochstromanwendungen negative Auswirkungen haben kann. Dabei tritt dann eine übermäßige Erwärmung verbunden mit einem geringerem Entladewirkungsgrad auf. Allerdings überwiegen bei der Verwendung in Taschenlampen, MP3 - Playern und co. sowie den besagten Digitalkameras, die Vorteile.


Die richtige Ladung

Der beste Akku nutzt einem wenig, wenn er durch ein schlechtes Ladegerät oder Unwissenheit des Users, nicht richtig aufgeladen und gepflegt werden kann. Daher ist bei häufiger Benutzung von Akkus ein Ladegerät mit Entladefunktion und Endabschaltung zu Empfehlen. NiHM Akkus sollten immer im voll aufgeladenem Zustand gelagert werden. Spätestens nach ca 3 Monaten sollten sie bei Nichtverwendung, Entladen und wieder Aufgeladen werden, wenn man noch lange Freude daran haben möchte.


Anwendungsgebiete

Diese Akkuzellen sind eigentlich für alle Geräte mit Mignonbatterien geeignet. Vorzugsweise natürlich in Geräten mit höherem oder hohem Stromverbrauch. Dazu zählem vor allen Digitalkameras, Discman, Walkman oder Taschenlampen mit Leuchtstoffröhre. Eigentlich könnte man sie auch in Fernbedienungen verwenden, wovon ich allerdings abrate. Der Stromverbrauch einer Fernbedienung ist so gering, daß die Selbstentladung meist höher ist.
Da aber NiHM Akkus nur 1,2 Volt statt 1,5 Volt habe, wie es bei den Battereien ist, kann es bei wenigen Geräten zu Problemem führen, die dann nicht mit der geringeren Spannung auskommen. Bisher habe ich da aber nur ein Gerät bei mir gefunden, wo ich da Probleme hatte. Dabei handelt es sich um meine alte Sony Videokamera, die zu den normalen Lithium Info Akkus noch eine Batteriebox im Lieferumfang hatte. Wenn ich diese statt mit Batterien mit Akkus bestücken wollte, wollte die Kamera nicht. Möglichwerweise war das aber auch von Sony extra so gemacht, damit man nicht die teuren Lithiumakkus ersetzen kann.


Erfahrungen

Ich habe seit vielen Jahren verschiedene Akkutyper verschiedener Hersteller verwendet. Sowohl No Name, als auch Markenakkus, wie zum Beispiel Panasonic, Sanyo, Friwo oder Ansmann. Im direkten Vergleich, was die Lebensdauer anbetrifft, habe da die Panasonic am besten abgeschnitten. Aber von den Vertaakkus hatte ich nur geringfügig mehr Ausfälle. Allerdings habe ich da bei einigen festgestellt, daß diese schneller zu Gasen anfangen, was unter Umständen Schäden in empfindlichen Geräten verursachen könnte. Das sieht man dann an einem komischen Rand oben am Kopfkontakt, wo sich das Sicherheitsventil befindet, welches ein explodieren bei Überladung verhindern soll. Mit dem Conrad Chargemanager, mit dem man genau die Kapazität prüfen kann, habe ich alle Akkus immer unter Kontrolle. Bei den Varta NiHM habe ich meistens nach ca 3 bis 4 Jahren einen Kapazitätsverlust von ca 20% feststellen müssen, bei ca 30 Ladevorgängen im Jahr. Bei den anderen Akkus war der Kapazitätsverlust aber auch festzustellen. Vorallem bei den No Name Typen war dieser teils noch viel größer. Im Langzeitvergleich verschiedener Akkutypen und Hersteller hat sich, zumindest bei mir im Mignonbereich, die Panasonicfront am besten geschlagen. Im Modellsport bei den Sub C Zellen aber eher die Akkus von Sanyo. In diesem Bericht soll es aber um die Vartaakkus gehen, dashalb nochwas zu diesen.
Im normalen Gebrauch halten sie bei mir ca 4-6 Jahre bei ca 30 Ladungen im Jahr. Sie liegen beim Preis mit ca 2 Euro nur geringfügig über dem Durschnittspreis. Bei dem Betrieb in Geräten mit relativ hohem Stromverbrauch, habe ich bisher keine deutlichen Nachteile feststellen können. Sie erwärmen sich bei einem Entladestom von ca 1/C, also bei den 1100 mAh Typen 1,1 Ampere, nur höchstens Handwarm. Ein Dauerladen in einem Billiglader nehmen sie nicht krumm, sofern sie mit höchstens 100mA geladen werden. Besser ist jedoch ein Ladegerät mit Delta Peak Endabschaltung, welches aber kaum unter 30 Euro zu haben ist.


Fazit

Bei den Vertaakkus NiHM Accu Plus Ultra kann ich gutem Gewissens eine Empfehlung aussprechen. Auch wenn sie nicht unbedingt die besten ihrer Klasse sind, sind die Unterschiede zur Konkurenz nicht so groß, daß man dringend zu anderen Herstellern Raten müßte. Schließlich kochen die anderen auch nur mit Wasser. Und die Technologie, sprich die chemische Zusammensetzung in der Akkuzelle, ist bei allen sowieso fast gleich. Lediglich im Hochstrombereich gibt es da Unterschiede, die aber bei Mignonzellen kaum eine Rolle spielen.


Viel Spaß beim digitalem Knipsen wünscht Jan

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