Erfahrungsbericht von 25188
Die unheimliche Begegnung der OTTO-Art
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Wahrscheinlich habt Ihr schon einmal davon gehört, was manchen Menschen so passiert.
Immer wieder kommt es vor, dass man sein Leben verändern muss und daher den Wohnort ändert. Andere wiederum brauchen urplötzlich neue Einrichtungsgegenstände.
Wie das Leben eben so spielt.
In meinem Fall ist es so, dass derzeit beides auf mich zukommt.
Ich ziehe von Österreich nach Deutschland.
Viele von Euch werden diese Situation und deren Begleiterscheinungen kennen. In erster Linie bedeutet es Stress.
Da versucht man schon mal, die Luft rauszunehmen und etwas Bequemlichkeit einfliessen zu lassen. So haben wir uns entschieden, in den Katalogen der Versandhäuser vorerst nach den Dingen Ausschau zu halten, die wir künftig brauchen. Einfach mal, um uns zu orientieren.
Und so fiel unser Blick auf eine Type Esszimmerstühle, die uns eigentlich gut gefiel. Verschiedene Versandhäuser boten die selben an, der Preis war unterschiedlich. Am günstigsten war OTTO-Österreich. Ein Vergleich in den Möbelhäuser brachte rasch das Ergebnis: bestes Preis-Leistungsverhältnis bietet der Versandhausstuhl.
Nun, ich nicht faul und auch gleich noch den Katalog von Otto-Deutschland gecheckt und sieht da: nochmals um 15% günstiger!
Na, das passt doch!!
Da die Kundenschaft bei Otto-Österreich in dem Fall nicht weiterhilft, galt es nun, sich bei Otto-Deutschland anzumelden. Also rein in die HomePage.
Mann-Otto-Mann, da wird ja was geboten!
- Online-Anmeldung
- Wunschlieferterminvereinbarung
-Lieferterminübersicht
- Warenverfolgung via Internet
- und, und, und
Herz, was willst Du mehr.
Also: bestellen!
Artikel ausgewählt, etwas kompliziert in das Bestellformular übertragen, Wunschliefertermin eingegenen (heute in fünf Wochen) – geht nicht!
Nochmals das Ganze – geht nicht!
???
Tja, die Ware ist nicht auf Lager, daher kann der Liefertermin nicht exakt fixiert werden!
Aha.
Naja.
OK.
Dann eben eine normale Bestellung, ohne Wunschliefertermin.
Bingo, funktioniert. Liefertermin: 4 Wochen!!
Hnnnhn??
Ich dachte, Liefertermin ist nicht bekannt?
In fünf Wochen kann ich mir die Ware nicht wünschen, aber in vier Wochen kommt sie automatisch??
Was soll denn dass?
Aber bueno. In vier Wochen sind wir zwar noch nicht an die Lieferadresse übersiedelt, aber der Frächter kommt ja nach HomePage-Informationen bis zu drei Mal kostenlos. Das riskieren wir.
Also Bestellung ab!
Ah ja, jetzt noch Anmelden (Kundennummer uns so).
Geht nicht!
Gut, versuchen wir eine ältere Netscape-Version.
Geht nicht!
OK, Internet Explorer.
Geht nicht!
Kein Problem, älterer IE ans Werk.
Geht nicht!
(Übrigens, bei jedem Versuch mit anderer Version musste natürlich die Bestellung neu erstellt werden!!)
Wie jetzt?!
Nein, es geht einfach nicht!
Pfoa!
Ich hab‘ ja sonst nix zu tun, also wende ich mich an den Online Kundendienst von Otto und beschreibe denen, dass ich diesen und jenen Artikel bestellen und mich anmelden wollte, was aber nicht ging und bat um Unterstützung.
Am nächsten Abend (24 Stunden später) erreichte mich die frohe Nachricht, dass man schon mal die Stühle bestellt hätte, zwar nicht wissen, wann sie genau kommen, man aber noch meine Daten bräuchte, um ein Kundenkonto zu eröffnen. Mit meiner Kundennummer könnte ich dann ja den Fortschritt der Bestellung/Lieferung jederzeit selbst überprüfen.
Auf dieses Schreiben hin bedankte ich mich, drückte aber auch meine Verwunderung darüber aus, dass eine Systemunterstützungsanfrage direkt eine Bestellung auslöst! Aber trotzdem gut.
Meine Daten gab ich bekannt.
Zwei Tage später erlaubte ich mir, nach meiner Kundennummer zu fragen.
24 Stunden später die Antwort: meine Anmeldung ist noch nicht durchs System, Kundennummer kann nicht gefunden werden.
??
Am nächsten Tag die selbe Frage, die selbe Antwort!
?? Ja spinnen die Römer??
Ich drückte Otto mein Misstrauen darüber aus, dass eine Bestellung funktionieren soll, wenn die Anmeldung schon eine Doktorarbeit ist.
Einen Tag später: wenn ich es wünsche, können man den Auftrag auch stornieren. Liefertermin gibt’s noch immer keinen, Kundennummer auch nicht!
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass jede Antwort von Otto von einer anderen Person kam und stets nach 20.00 Uhr. Offensichtlich sind das Studentenjobs!
Jedenfalls dürfte ich bis zum Ende dieser Geschichte 12! Otto-Mitarbeiter per Mail kennenlernen!!!!!
Wieder einen Tag später: (ICH WILL JETZT MEINE KUNDENNUMMER!)
Kein Problem, Konto eröffnet, Kundennummer vorhanden, aber: Datenschutz!
Die Kundennummer kann nur persönlich via Telefon unter der Nummer 0800..... bekanntgegeben werden.
Endlich, Licht am Ende des Tunnels.
Am nächsten Vormittag die Nummer gewählt, das Problem erklärt und....
Eine Kundennummer via Telefon gibt’s nicht – Datenschutz!!
WAAASSSS!
Versteckte Kamera, oder?
Also wieder an die Tasten und die Antwort war top: Kundennummer können nicht preisgegeben werden!!??!!, aber man könne mir einen Katalog schicken, dort steht die Kundennummer drauf!!
Aus Jugendschutzgründen gebe ich nicht meine exakten Wortlaute wider. Sagen wir, ich war sauer.
Nochmals der Versuch der Erklärung, dass ich noch nicht dort wohne, wo die Lieferung schlussendlich hingehen soll und das ich die Infos vorher brauche, um alles organisieren zu können.
Am nächsten Abend – frei nach Otto (aber O. Waalkes!): einen habe ich noch!
Ich solle doch meine Telefonnummer bekanntgeben, man würde mich dann morgen tagsüber anrufen.
Gut, meine Nummer gemailt.
Am nächsten Abend (21.30): leider ist es heute schon zu spät um den Kunden (meinen die mich?) anzurufen, aber morgen vormittag, da passiert’s!!!
Am nächsten Abend (wenn ich mich nicht verzählt habe, der elfte!!):
Lieber Kunde. Die von Ihnen angegeben Telefonnummer ist eine österreichische!
Bitte nennen Sie uns eine deutsche Telefonnummer oder wenden Sie sich an Otto-Österreich!!!
Ich glaub‘ ein Schwein pfeift!
Sind die alle besoffen?
Dann meine Erkenntnis: ES IST FASCHING!!!!
Ich wusste bisher nicht, dass mein verbaler Schatz so ausgereift ist, aber ich laufe zu Höchstform auf.
Am nächst...blablabla....!!!
Erstmals so etwas wie eine Entschuldigung, aber die Stühle wären eingetroffen (nach zwei Wochen??????) und ich können mit der Hausspedition unter der Telefonnummer 0800..... einen Termin zur Lieferung vereinbaren!
Hurraaaaa!
In aller Früh am nächsten Tag läutet beim Spediteur das Telefon, dran bin ich. Die erste Frage des Sachbearbeiters: WIE IST IHRE KUNDENNUMMER!!!!!!!!!!!!!
Ein dumpfer Schlag, hörbar durch den Telefonhörer, lässt den Sachbearbeiter richtig vermuten. Ich bin in Ohnmacht gefallen!
Bin ich bei der Telekom???
Ich kann nicht mehr. Ich gebe auf, OTTO hat mich geschafft. Es lebe die Bürokratie. Nieder mit der freien Marktwirtschaft!!
Ein letztes Mail meinerseits. Ich setze eine Frist von einem Tag. Verstreicht diese Frist, wende ich mich an den Konsumentenschutz. Ausserdem stelle ich in den Raum, die selbe Ware bei Neckermann zu ordern.Drohung pur.
Eine Sprache, die auch OTTO versteht.
„Wir freuen uns, Sie als neuen Kunden begrüssen zu dürfen, sichern Ihnen schon heute grösstmöglichen Service zu und teilen Ihnen hiermit Ihre Kundennummer mit...!
Ich bin zu geschafft, um nun noch etwas zu organisieren und nehme mir dies für die kommende Woche vor.
Am Tag nach Bekanntgabe der Kundennummer fahre ich mit den ersten Siedlungskartons zu unserem neuen Haus. Was denkt Ihr, was ohne Kommentar (sieht man von der beigelegten Rechnung ab) vor meiner zukünftigen Haustüre steht????
Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spass beim lesen. Ich kann inzwischen drüber lachen.
Übrigens: ich hab ja jetzt die Ware. Und ein bar gute Ideen, wie ich das nun mit der Rechnung mache, habe ich ja inzwischen erhalten!
Immer wieder kommt es vor, dass man sein Leben verändern muss und daher den Wohnort ändert. Andere wiederum brauchen urplötzlich neue Einrichtungsgegenstände.
Wie das Leben eben so spielt.
In meinem Fall ist es so, dass derzeit beides auf mich zukommt.
Ich ziehe von Österreich nach Deutschland.
Viele von Euch werden diese Situation und deren Begleiterscheinungen kennen. In erster Linie bedeutet es Stress.
Da versucht man schon mal, die Luft rauszunehmen und etwas Bequemlichkeit einfliessen zu lassen. So haben wir uns entschieden, in den Katalogen der Versandhäuser vorerst nach den Dingen Ausschau zu halten, die wir künftig brauchen. Einfach mal, um uns zu orientieren.
Und so fiel unser Blick auf eine Type Esszimmerstühle, die uns eigentlich gut gefiel. Verschiedene Versandhäuser boten die selben an, der Preis war unterschiedlich. Am günstigsten war OTTO-Österreich. Ein Vergleich in den Möbelhäuser brachte rasch das Ergebnis: bestes Preis-Leistungsverhältnis bietet der Versandhausstuhl.
Nun, ich nicht faul und auch gleich noch den Katalog von Otto-Deutschland gecheckt und sieht da: nochmals um 15% günstiger!
Na, das passt doch!!
Da die Kundenschaft bei Otto-Österreich in dem Fall nicht weiterhilft, galt es nun, sich bei Otto-Deutschland anzumelden. Also rein in die HomePage.
Mann-Otto-Mann, da wird ja was geboten!
- Online-Anmeldung
- Wunschlieferterminvereinbarung
-Lieferterminübersicht
- Warenverfolgung via Internet
- und, und, und
Herz, was willst Du mehr.
Also: bestellen!
Artikel ausgewählt, etwas kompliziert in das Bestellformular übertragen, Wunschliefertermin eingegenen (heute in fünf Wochen) – geht nicht!
Nochmals das Ganze – geht nicht!
???
Tja, die Ware ist nicht auf Lager, daher kann der Liefertermin nicht exakt fixiert werden!
Aha.
Naja.
OK.
Dann eben eine normale Bestellung, ohne Wunschliefertermin.
Bingo, funktioniert. Liefertermin: 4 Wochen!!
Hnnnhn??
Ich dachte, Liefertermin ist nicht bekannt?
In fünf Wochen kann ich mir die Ware nicht wünschen, aber in vier Wochen kommt sie automatisch??
Was soll denn dass?
Aber bueno. In vier Wochen sind wir zwar noch nicht an die Lieferadresse übersiedelt, aber der Frächter kommt ja nach HomePage-Informationen bis zu drei Mal kostenlos. Das riskieren wir.
Also Bestellung ab!
Ah ja, jetzt noch Anmelden (Kundennummer uns so).
Geht nicht!
Gut, versuchen wir eine ältere Netscape-Version.
Geht nicht!
OK, Internet Explorer.
Geht nicht!
Kein Problem, älterer IE ans Werk.
Geht nicht!
(Übrigens, bei jedem Versuch mit anderer Version musste natürlich die Bestellung neu erstellt werden!!)
Wie jetzt?!
Nein, es geht einfach nicht!
Pfoa!
Ich hab‘ ja sonst nix zu tun, also wende ich mich an den Online Kundendienst von Otto und beschreibe denen, dass ich diesen und jenen Artikel bestellen und mich anmelden wollte, was aber nicht ging und bat um Unterstützung.
Am nächsten Abend (24 Stunden später) erreichte mich die frohe Nachricht, dass man schon mal die Stühle bestellt hätte, zwar nicht wissen, wann sie genau kommen, man aber noch meine Daten bräuchte, um ein Kundenkonto zu eröffnen. Mit meiner Kundennummer könnte ich dann ja den Fortschritt der Bestellung/Lieferung jederzeit selbst überprüfen.
Auf dieses Schreiben hin bedankte ich mich, drückte aber auch meine Verwunderung darüber aus, dass eine Systemunterstützungsanfrage direkt eine Bestellung auslöst! Aber trotzdem gut.
Meine Daten gab ich bekannt.
Zwei Tage später erlaubte ich mir, nach meiner Kundennummer zu fragen.
24 Stunden später die Antwort: meine Anmeldung ist noch nicht durchs System, Kundennummer kann nicht gefunden werden.
??
Am nächsten Tag die selbe Frage, die selbe Antwort!
?? Ja spinnen die Römer??
Ich drückte Otto mein Misstrauen darüber aus, dass eine Bestellung funktionieren soll, wenn die Anmeldung schon eine Doktorarbeit ist.
Einen Tag später: wenn ich es wünsche, können man den Auftrag auch stornieren. Liefertermin gibt’s noch immer keinen, Kundennummer auch nicht!
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass jede Antwort von Otto von einer anderen Person kam und stets nach 20.00 Uhr. Offensichtlich sind das Studentenjobs!
Jedenfalls dürfte ich bis zum Ende dieser Geschichte 12! Otto-Mitarbeiter per Mail kennenlernen!!!!!
Wieder einen Tag später: (ICH WILL JETZT MEINE KUNDENNUMMER!)
Kein Problem, Konto eröffnet, Kundennummer vorhanden, aber: Datenschutz!
Die Kundennummer kann nur persönlich via Telefon unter der Nummer 0800..... bekanntgegeben werden.
Endlich, Licht am Ende des Tunnels.
Am nächsten Vormittag die Nummer gewählt, das Problem erklärt und....
Eine Kundennummer via Telefon gibt’s nicht – Datenschutz!!
WAAASSSS!
Versteckte Kamera, oder?
Also wieder an die Tasten und die Antwort war top: Kundennummer können nicht preisgegeben werden!!??!!, aber man könne mir einen Katalog schicken, dort steht die Kundennummer drauf!!
Aus Jugendschutzgründen gebe ich nicht meine exakten Wortlaute wider. Sagen wir, ich war sauer.
Nochmals der Versuch der Erklärung, dass ich noch nicht dort wohne, wo die Lieferung schlussendlich hingehen soll und das ich die Infos vorher brauche, um alles organisieren zu können.
Am nächsten Abend – frei nach Otto (aber O. Waalkes!): einen habe ich noch!
Ich solle doch meine Telefonnummer bekanntgeben, man würde mich dann morgen tagsüber anrufen.
Gut, meine Nummer gemailt.
Am nächsten Abend (21.30): leider ist es heute schon zu spät um den Kunden (meinen die mich?) anzurufen, aber morgen vormittag, da passiert’s!!!
Am nächsten Abend (wenn ich mich nicht verzählt habe, der elfte!!):
Lieber Kunde. Die von Ihnen angegeben Telefonnummer ist eine österreichische!
Bitte nennen Sie uns eine deutsche Telefonnummer oder wenden Sie sich an Otto-Österreich!!!
Ich glaub‘ ein Schwein pfeift!
Sind die alle besoffen?
Dann meine Erkenntnis: ES IST FASCHING!!!!
Ich wusste bisher nicht, dass mein verbaler Schatz so ausgereift ist, aber ich laufe zu Höchstform auf.
Am nächst...blablabla....!!!
Erstmals so etwas wie eine Entschuldigung, aber die Stühle wären eingetroffen (nach zwei Wochen??????) und ich können mit der Hausspedition unter der Telefonnummer 0800..... einen Termin zur Lieferung vereinbaren!
Hurraaaaa!
In aller Früh am nächsten Tag läutet beim Spediteur das Telefon, dran bin ich. Die erste Frage des Sachbearbeiters: WIE IST IHRE KUNDENNUMMER!!!!!!!!!!!!!
Ein dumpfer Schlag, hörbar durch den Telefonhörer, lässt den Sachbearbeiter richtig vermuten. Ich bin in Ohnmacht gefallen!
Bin ich bei der Telekom???
Ich kann nicht mehr. Ich gebe auf, OTTO hat mich geschafft. Es lebe die Bürokratie. Nieder mit der freien Marktwirtschaft!!
Ein letztes Mail meinerseits. Ich setze eine Frist von einem Tag. Verstreicht diese Frist, wende ich mich an den Konsumentenschutz. Ausserdem stelle ich in den Raum, die selbe Ware bei Neckermann zu ordern.Drohung pur.
Eine Sprache, die auch OTTO versteht.
„Wir freuen uns, Sie als neuen Kunden begrüssen zu dürfen, sichern Ihnen schon heute grösstmöglichen Service zu und teilen Ihnen hiermit Ihre Kundennummer mit...!
Ich bin zu geschafft, um nun noch etwas zu organisieren und nehme mir dies für die kommende Woche vor.
Am Tag nach Bekanntgabe der Kundennummer fahre ich mit den ersten Siedlungskartons zu unserem neuen Haus. Was denkt Ihr, was ohne Kommentar (sieht man von der beigelegten Rechnung ab) vor meiner zukünftigen Haustüre steht????
Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spass beim lesen. Ich kann inzwischen drüber lachen.
Übrigens: ich hab ja jetzt die Ware. Und ein bar gute Ideen, wie ich das nun mit der Rechnung mache, habe ich ja inzwischen erhalten!
Bewerten / Kommentar schreiben