Mad City (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von trampastheo

Sehenswerter Film mit Dustin Hoffman und John Travolta

Pro:

Dustin Hoffman, Travolta, Spannung

Kontra:

nicht der atemberaubendste Thriller

Empfehlung:

Ja

Zwei ausgezeichnete Schauspieler wie Dustin Hoffman und John Travolta in einem Film zusammen agieren zu sehen, ist sicherlich eine große Freude. Diese Freude hatte ich vor wenigen Tagen, als ich mir erneut, zum dritten Mal, den Thriller Mad City angeschaut habe. Ein Film aus dem Jahre 1997, der mir im Nachhinein gut gefallen hat und über den ich heute schreiben will.


Max Brackett (gespielt von Dustin Hoffman) ist ein abgekommener Reporter. Er arbeitete früher bei einem großen Nachrichtensender, doch nach einer on-air Panne, wurde er in die Wüste geschickt. Diese Wüste ist ein kleiner Fernsehsender in Kalifornien. Auch dort scheint er Probleme mit seinem Chef zu haben. Max ist der erfahrene Reporter aus der Grosstadt und versucht dort durch seine Überlegenheit in Form von sensationellen Reportagen wieder nach oben zu gelangen. Doch Sensationsreportagen interessieren den Programmchef dieses Senders nicht. Ein Kulturthema, wie die Probleme eines Museums in der Kleinstadt, scheinen für ihn interessanter zu sein, als die Skandalstories, die Max zu suchen scheint. Genau in diesem Museum, dass Max kurz danach für seine Reportage aufsucht, kommt es zur einer Geiselnahme. Ein ehemaliger Angestellter des Museums, Museumswächter, Sam Bailey (gespielt von John Travolta), beschwert sich bei seiner Ex-Chefin wegen seiner Entlassung. Als diese mit ihrer negativen Haltung ein Gespräch mit ihm verweigert, greift der zur Waffe. Ohne Absicht, schießt Sekunden später die Waffe ab und verletzt den anderen Wächter des Museums namens Cliff. Max verfolgt aus der Toilette das Geschehen und nimmt sofort Kontakt zu seinem Sender auf, um darüber zu berichten. Die ganze Sache im Museum entwickelt sich zur einer Geiselnahme von mehreren Kindern, deren Aufsichtsperson, der Museumsbesitzerin und des Reporters Max Brackett. Doch bei Sam handelt es sich nicht um einen gewalttätigen Menschen, sondern um einen verzweifelten Familienmensch, der nach seiner Entlassung in Panik geraten ist. Genau aus diesen Blickpunkt möchte Max den Geiselnehmer den Zuschauern präsentieren, als er ihn Stunden später zu einem exklusiven Interview und während der Geiselnahme überredet. Kann Max das Bild der Geiselnehmers in den Augen der Masse verbessern und seine missliche Situation richtig rüberbringen? Wird es dabei gleichzeitig wieder zu Ruhm und Erfolg in seinem Job kommen?

Mad City ist zwar nicht der hochspannende Thriller, wie man vom Titel des Films vielleicht meinen würde, aber er schafft es trotzdem mit der Geschehnisentwicklung gut zu unterhalten. Man sollte in Mad City keine Blutszenen und auch keine Gewalt erwarten. Die letztere ist im ganzen Film nicht vorhanden, was ich für einen Thriller zwar merkwürdig aber gleichzeitig auch sehr interessant finde. Man kann Spannung und Reiz in einem Film auch ohne die bekannten Gewaltszenen entwickeln. Das ist dem Griechen Regisseur Costas Gavras auch perfekt gelungen. Die Geschehnisse des Films selbst teilen sich eigentlich in zwei Teile auf: von der einen ist es die Geiselnahme und die missliche Situation, in der sich der Täter befindet und von der anderen der Versuch eines abgekommenen Reporters wieder festen Fuss in den großen Medienanstalten zu fassen. Am Ende des Films wird es sogar zu einer Schlacht zwischen diesem Reporter und dem Journalist aus der Grosstadt kommen. Dass es in Mad City am Schluss kein Happy End gibt, sollte ich vielleicht an dieser Stelle verraten, damit man auch vorgewarnt ist.

John Travolta ist in Mad City wohl in einer seiner wenigen Filmrollen zu sehen, bei denen er als hilflos und armseelig präsentiert wird. Mad City ist nun mal kein Face Off! Travolta mag zwar im Film der Geilsenehmer sein, doch sein Auftritt ist alles andere als actionreich. Er ist der enttäuschte, entlassene Angestellte, der zu Hause Frau und Familie durchbringen muss und aus Verzweiflung bzw. einer unglücklichen Handhabung der Waffe in diese auch für ihn gefährliche Situation gerät. Er macht sich aber auch in dieser Rolle ganz gut und überzeugt.
Viele werden Dustin Hoffman aus seinen meist ruhigen Filmauftritten kennen. Bei Mad City ist seine Rolle eher von viel Bewegung und Action gekennzeichnet. Er ist nun mal Reporter und in diesem Job muss man immer sehr aktiv sein. Doch in den Krisenmomenten des Films beweist er als Max unglaubliche Selbstbeherrschung und Ruhe. Diese scheint auch aus seinem Versuch die Karriereleiter des Journalismus wieder hochzusteigen, hervorzugehen. Im Film ist auch Larry King, der bekannte Journalist von CNN, zu sehen. In seiner Show hat er ein Liveinterview mit dem Geiselnehmer im Museum.

Die Gelegenheit zwei Schauspieler des Kalibers von Dustin Hoffman und John Travolta zusammen in einem Film zu sehen, hat man selten. Mit Mad City, bietet sich diese Chance an. Es ist nicht der atemberaubendste Thriller den man sehen wird, aber die Entwicklung der Story, die an Spannung immer mehr gewinnt, macht Mad City sicherlich sehenswert.

46 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    04.06.2004, 16:54 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo Theo, ich finde diesen Film auch total klasse ... Allerdings finde ich auch, daß er spannend ist ... Gruß, Sven (MadCityFan-Zoobremia) P.S.: John Travolta sehe ich sowieso gerne ...

  • SexyEva

    03.04.2002, 13:36 Uhr von SexyEva
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kenne ich gar nicht, hört sich aber interessant an