Weathered - Creed Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Pampashase
Zum Rocken und zum Träumen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vor ca. 2 Jahren hab ich die Musik von Creed kennen und lieben gelernt. Sie ist einfach ein kleiner Teil meines Lebens geworden und mit vielen Liedern der Band verbinde ich schöne Erinnerungen. Zwar ist es schon über ein halbes Jahr her, dass Creed ihr 3. Mega-Album \"Weathered\" veröffentlicht haben, aber da ich diese CD einfach so liebe, musste ich hier einfach auch noch meinen Senf dazu geben ;-)
Das Album:
... ist extrem abwechslungsreich. Wer mit der Musik von Creed schon einmal in Berührung gekommen ist oder vielleicht auch selbst eine CD der Band besitzt, dem sei gesagt: dieses Album ist einerseits härter, andererseits ruhiger als die Musik der Band es je war!!
Auf der CD sind 11 Songs enthalten (bis auf einen hin beträgt die Laufzeit aller zwischen 2 und 6 Minuten), die Musik ist soundtechnisch sehr viel melodischer, textlich jedoch um ein Vielfaches verworrener, was man zwar irgendwie schon von Creed gewohnt ist, aber eben doch nicht in dieser Art und Weise.
Das Cover & Booklet:
... passen zwar sehr gut zu der Stimmung der Musik, beim Artwork und der Umsetzung der Ideen wurde sich meiner Meinung nach allerdings nicht sonderlich viel Mühe gemacht. Das finde ich eigentlich schade, denn das beinahe billig aussehende Cover schreckt den einen oder anderen Interessierten vielleicht doch etwas ab.
Es sind viele verschiedene Dinge im Booklet abgebildet, Im Vordergrund steht jedoch immer die Natur (im Zusammenhang mit dem Menschen), die in fantasiereichen - aber eben nicht gut umgesetzten - \"Collagen\" dargestellt ist.
Ein positiver Aspekt allerdings ist, dass sämtliche Songtexte im Booklet abgedruckt sind, was ganz gut ist, da man beim Zuhören ja doch nicht immer alles versteht ;-)
Aber was soll\'s, die Musik ist doch die Hauptsache!!
Die Songs:
1.) \"Bullets\"
Schon der erste Song ist ein absoluter Ohrwurm. Stark am Metal orientiert, wird man mit der Stimme des Sängers Scott Stapp geradezu in den Bann des Liedes gezogen. Wütend und verzweifelt zugleich fordert er Ehrlichkeit und Offenheit sowie das Aufgeben von Feigheit. Mit dem Sprechen einiger Zeilen am Anfang bis hin zum energiegeladenen Refrain - kalt lässt da niemanden.
2.)\"Freedom Fighter\"
Wieder ein Metal-ähnlicher Song, diesmal jedoch stimmlich \"entspannter\" als sein Vorgänger. Die Melodie ist nett, der eigentliche Wahnsinn aber ist, wenn Gitarrist Mark Tremonti gegen Ende des Songs richtig loslegt. Man will sich einfach nur noch bewegen!!
Textlich geht es um - geistige - Freiheit, die in einem Kampf gewonnen werden soll. Meiner Meinung nach ist das jedoch ironisch gemeint.
3.) \"Who\'s got my back?\"
Und nun wird es etwas ruhiger. Eingeleitet wird der Song durch einen sehr schönen \"Cherokee\"-Gesang, welcher von einem Mann gesungen wird. Danach setzt der Gesang von Scott Stapp ein, sehr ruhig und sehr entspannt, der nur von einer spärlich eingesetzten Gitarre begleitet wird, deren Klang jedoch im Hintergrung steht. Im Laufe von über 8 Minuten steigert sich der Song, er wird lauter, immer mehr Instrumente werden eingesetzt. Das Lied gewinnt an Energie und zugleich an Magie. Kurz vor dem Ende wird der Gesang leiser, die Gitarre erhält die Oberhand - bis auch diese allmählich leiser wird. Am Ende erklingt wieder der \"Cherokee\"-Gesang des Anfangs.
Die Cherokee sind ein nordamerikanischer Indianerstamm, \"Who\'s got my back?\" handelt vom Kampf der Indianer um ihre Kultur. Ängste der Heimatlosigkeit werden deutlich, ein Lied zum Nachdenken.
4.) \"Signs\"
...ist ein mittelmäßiger Song. Eingeleitet von einem relativ harten Gitarrenpart bleibt er ein wenig agressiv, im Refrain klingt die Stimme des Sängers jedoch beinahe säuselnd.
Worum es in dem Lied genau geht, ist mir noch nicht ganz klar, denn wie schon gesagt, sind die Texte des Albums teilweise etwas sehr tiefgründig. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass das Lied dazu auffordert, die Augen nicht länger vor der Realität zu verschließen, es ist ein wenig Gesellschaftskritik enthalten.
5.) \"One last breath\"
Mein absoluter Favorit! Obwohl die Thematik des Songs eigentlich deprimierend und düster ist, macht die dagegen beinahe fröhliche Melodie den Song zu einem \"klingenden Widerspruch\". Es geht um das Gefühl, wenn man nicht mehr weiter weiß, vollkommen am \"Abgrund\" steht und am liebsten einfach aufgeben will. In der Bridge des Liedes wird jedoch doch noch etwas Hoffnung und Optimismus gefasst, was den Song abrundet und ihm ein wenig die Dramatik nimmt
Sänger Scott Stapp legt die ganze Kraft seiner Stimme in den Refrain, seine eigene Identifikation mit dem Lied wird dadurch deutlich und verleiht dem Ganzen Tiefe. Ein absolut gelungenes Lied und ein Ohrwurm dazu!!
6.)\"My Sacrifice\"
Diesen Song hat bestimmt jeder schon einmal gehört, er ist sehr melodisch, beinahe schon rockiger Pop. Die Melodie geht ziemlich schnell ins Ohr, ist eben Radio-geeignet und hebt sich dadurch vom Rest des Albums ab. Er handelt vom Wiedersehen nach langer Zeit und beinhaltet eine Liebeserklärung. An wen, das wage ich mich an diesem Punkt mal nicht zu interpretieren. An einen Freund, an eine Frau, an Gott... wer weiß?
7.) \"Stand here with me\"
Und schon wieder eine Liebeserklärung und auch hier wird nicht wirklich deutlich, an wen. Das Lied verbreitet allgemein eine sehr positive Stimmung. Ist auch verständlich, da im Refrain des Songs für den Beistand in allen Lebenslagen gedankt wird.
Melodisch ist der Song wieder sehr rockig, aber eben irgendwie fröhlich (ich kann es mir nicht erklären), der Höhepunkt ist wohl das kurze Gitarrensolo kurz vorm Ende des Liedes.
8.) \"Weathered\"
Und da wären wir schon beim Titeltrack der CD angekommen. Anfangs noch sehr ruhig, vielleicht auch ein wenig erschöpft und kraftlos, steigert sich der Song immerhin noch in einen Midtempo-Refrain, der aber schon nach einmaligem Hören ins Ohr geht. Zwar ist die Stimmung des Songs deprimierend, jedoch verbreitet er zugleich das Gefühl, dass etwas schweres geschafft sei (vielleicht der Aufbau der Karriere der Band?), dass das jetzt aber endlich vorbei ist.
9. \"Hide\"
... klingt wieder fröhlich und positiv, es sind sehr viele Pop-Elemente enthalten. Der Song verbreitet eine total harmonische und schöne Stimmung man könnte ihn, denke ich, ganz gut als Hintergrundmusik für \"Dawsons Creek\" einsetzen, was den Song aber nicht schlechter macht. Vielleicht könnte man ihn aber gerade deshalb auch schnell als langweilig empfinden.
Es geht in dem Lied darum, dass man sich hinter keinen Vorwänden verstecken sollte und dass man einfach man selbst sein sollte. Klingt zwar nicht besonders einfallsreich, klingt aber schön.
10.) \"Don\'t stop dancing\"
Ich denke, dieser Song spiegelt die Gefühle des Sängers Scott Stapp zu seinem Kind wieder. Das Kind handelt davon, dass sich Kinder ihre Unschuld nicht nehmen lassen sollten und das auch Erwachsene etwas davon beibehalten sollten.
In einer kurzen Sequenz ist sogar eine Frauenstimme zu hören, die dem Midtempo-Song Zerbrechlichkeit und Tiefe verleiht. Das macht das Lied interessant und neugierig darauf, was in Zukunft wohl noch von Creed zu erwarten ist.
11.) \"Lullaby\"
Den Abschluss des Albums bildet ein Schlaflied, welches Scott Stapp seinem Kind gewidmet hat. Es ist demzufolge sehr ruhig, einzig Stimme und eine leise Gitarre zur Begleitung sind zu hören. Die Melodie ist jedoch eher langweilig und das Ganze auch nicht sonderlich spannend oder einfallsreich.
Schlaflieder sollten im Kinderzimmer verbleiben.
Fazit:
Dieses Album ist ein absolutes Muss für jeden Rock-Fan. Man kann es sowohl zum Träumen, zum Frust ablassen oder einfach nur nebenbei hören.
Einer meiner absoluten Lieblinge und auf jeden Fall empfehlenswert!!
Das Album:
... ist extrem abwechslungsreich. Wer mit der Musik von Creed schon einmal in Berührung gekommen ist oder vielleicht auch selbst eine CD der Band besitzt, dem sei gesagt: dieses Album ist einerseits härter, andererseits ruhiger als die Musik der Band es je war!!
Auf der CD sind 11 Songs enthalten (bis auf einen hin beträgt die Laufzeit aller zwischen 2 und 6 Minuten), die Musik ist soundtechnisch sehr viel melodischer, textlich jedoch um ein Vielfaches verworrener, was man zwar irgendwie schon von Creed gewohnt ist, aber eben doch nicht in dieser Art und Weise.
Das Cover & Booklet:
... passen zwar sehr gut zu der Stimmung der Musik, beim Artwork und der Umsetzung der Ideen wurde sich meiner Meinung nach allerdings nicht sonderlich viel Mühe gemacht. Das finde ich eigentlich schade, denn das beinahe billig aussehende Cover schreckt den einen oder anderen Interessierten vielleicht doch etwas ab.
Es sind viele verschiedene Dinge im Booklet abgebildet, Im Vordergrund steht jedoch immer die Natur (im Zusammenhang mit dem Menschen), die in fantasiereichen - aber eben nicht gut umgesetzten - \"Collagen\" dargestellt ist.
Ein positiver Aspekt allerdings ist, dass sämtliche Songtexte im Booklet abgedruckt sind, was ganz gut ist, da man beim Zuhören ja doch nicht immer alles versteht ;-)
Aber was soll\'s, die Musik ist doch die Hauptsache!!
Die Songs:
1.) \"Bullets\"
Schon der erste Song ist ein absoluter Ohrwurm. Stark am Metal orientiert, wird man mit der Stimme des Sängers Scott Stapp geradezu in den Bann des Liedes gezogen. Wütend und verzweifelt zugleich fordert er Ehrlichkeit und Offenheit sowie das Aufgeben von Feigheit. Mit dem Sprechen einiger Zeilen am Anfang bis hin zum energiegeladenen Refrain - kalt lässt da niemanden.
2.)\"Freedom Fighter\"
Wieder ein Metal-ähnlicher Song, diesmal jedoch stimmlich \"entspannter\" als sein Vorgänger. Die Melodie ist nett, der eigentliche Wahnsinn aber ist, wenn Gitarrist Mark Tremonti gegen Ende des Songs richtig loslegt. Man will sich einfach nur noch bewegen!!
Textlich geht es um - geistige - Freiheit, die in einem Kampf gewonnen werden soll. Meiner Meinung nach ist das jedoch ironisch gemeint.
3.) \"Who\'s got my back?\"
Und nun wird es etwas ruhiger. Eingeleitet wird der Song durch einen sehr schönen \"Cherokee\"-Gesang, welcher von einem Mann gesungen wird. Danach setzt der Gesang von Scott Stapp ein, sehr ruhig und sehr entspannt, der nur von einer spärlich eingesetzten Gitarre begleitet wird, deren Klang jedoch im Hintergrung steht. Im Laufe von über 8 Minuten steigert sich der Song, er wird lauter, immer mehr Instrumente werden eingesetzt. Das Lied gewinnt an Energie und zugleich an Magie. Kurz vor dem Ende wird der Gesang leiser, die Gitarre erhält die Oberhand - bis auch diese allmählich leiser wird. Am Ende erklingt wieder der \"Cherokee\"-Gesang des Anfangs.
Die Cherokee sind ein nordamerikanischer Indianerstamm, \"Who\'s got my back?\" handelt vom Kampf der Indianer um ihre Kultur. Ängste der Heimatlosigkeit werden deutlich, ein Lied zum Nachdenken.
4.) \"Signs\"
...ist ein mittelmäßiger Song. Eingeleitet von einem relativ harten Gitarrenpart bleibt er ein wenig agressiv, im Refrain klingt die Stimme des Sängers jedoch beinahe säuselnd.
Worum es in dem Lied genau geht, ist mir noch nicht ganz klar, denn wie schon gesagt, sind die Texte des Albums teilweise etwas sehr tiefgründig. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass das Lied dazu auffordert, die Augen nicht länger vor der Realität zu verschließen, es ist ein wenig Gesellschaftskritik enthalten.
5.) \"One last breath\"
Mein absoluter Favorit! Obwohl die Thematik des Songs eigentlich deprimierend und düster ist, macht die dagegen beinahe fröhliche Melodie den Song zu einem \"klingenden Widerspruch\". Es geht um das Gefühl, wenn man nicht mehr weiter weiß, vollkommen am \"Abgrund\" steht und am liebsten einfach aufgeben will. In der Bridge des Liedes wird jedoch doch noch etwas Hoffnung und Optimismus gefasst, was den Song abrundet und ihm ein wenig die Dramatik nimmt
Sänger Scott Stapp legt die ganze Kraft seiner Stimme in den Refrain, seine eigene Identifikation mit dem Lied wird dadurch deutlich und verleiht dem Ganzen Tiefe. Ein absolut gelungenes Lied und ein Ohrwurm dazu!!
6.)\"My Sacrifice\"
Diesen Song hat bestimmt jeder schon einmal gehört, er ist sehr melodisch, beinahe schon rockiger Pop. Die Melodie geht ziemlich schnell ins Ohr, ist eben Radio-geeignet und hebt sich dadurch vom Rest des Albums ab. Er handelt vom Wiedersehen nach langer Zeit und beinhaltet eine Liebeserklärung. An wen, das wage ich mich an diesem Punkt mal nicht zu interpretieren. An einen Freund, an eine Frau, an Gott... wer weiß?
7.) \"Stand here with me\"
Und schon wieder eine Liebeserklärung und auch hier wird nicht wirklich deutlich, an wen. Das Lied verbreitet allgemein eine sehr positive Stimmung. Ist auch verständlich, da im Refrain des Songs für den Beistand in allen Lebenslagen gedankt wird.
Melodisch ist der Song wieder sehr rockig, aber eben irgendwie fröhlich (ich kann es mir nicht erklären), der Höhepunkt ist wohl das kurze Gitarrensolo kurz vorm Ende des Liedes.
8.) \"Weathered\"
Und da wären wir schon beim Titeltrack der CD angekommen. Anfangs noch sehr ruhig, vielleicht auch ein wenig erschöpft und kraftlos, steigert sich der Song immerhin noch in einen Midtempo-Refrain, der aber schon nach einmaligem Hören ins Ohr geht. Zwar ist die Stimmung des Songs deprimierend, jedoch verbreitet er zugleich das Gefühl, dass etwas schweres geschafft sei (vielleicht der Aufbau der Karriere der Band?), dass das jetzt aber endlich vorbei ist.
9. \"Hide\"
... klingt wieder fröhlich und positiv, es sind sehr viele Pop-Elemente enthalten. Der Song verbreitet eine total harmonische und schöne Stimmung man könnte ihn, denke ich, ganz gut als Hintergrundmusik für \"Dawsons Creek\" einsetzen, was den Song aber nicht schlechter macht. Vielleicht könnte man ihn aber gerade deshalb auch schnell als langweilig empfinden.
Es geht in dem Lied darum, dass man sich hinter keinen Vorwänden verstecken sollte und dass man einfach man selbst sein sollte. Klingt zwar nicht besonders einfallsreich, klingt aber schön.
10.) \"Don\'t stop dancing\"
Ich denke, dieser Song spiegelt die Gefühle des Sängers Scott Stapp zu seinem Kind wieder. Das Kind handelt davon, dass sich Kinder ihre Unschuld nicht nehmen lassen sollten und das auch Erwachsene etwas davon beibehalten sollten.
In einer kurzen Sequenz ist sogar eine Frauenstimme zu hören, die dem Midtempo-Song Zerbrechlichkeit und Tiefe verleiht. Das macht das Lied interessant und neugierig darauf, was in Zukunft wohl noch von Creed zu erwarten ist.
11.) \"Lullaby\"
Den Abschluss des Albums bildet ein Schlaflied, welches Scott Stapp seinem Kind gewidmet hat. Es ist demzufolge sehr ruhig, einzig Stimme und eine leise Gitarre zur Begleitung sind zu hören. Die Melodie ist jedoch eher langweilig und das Ganze auch nicht sonderlich spannend oder einfallsreich.
Schlaflieder sollten im Kinderzimmer verbleiben.
Fazit:
Dieses Album ist ein absolutes Muss für jeden Rock-Fan. Man kann es sowohl zum Träumen, zum Frust ablassen oder einfach nur nebenbei hören.
Einer meiner absoluten Lieblinge und auf jeden Fall empfehlenswert!!
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