Wellensittich Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
- Spielbereitschaft:
Erfahrungsbericht von Diescher
Achtung! Tiefflug!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Da ich beim Wohnungsputz gerade wieder Federchen und Kackerchen entfernt habe, dachte ich: Meinen nächsten Bericht widme ich unseren Wellensittichen. Derer 2 mit den Namen Dummbatz und Rohrspatz. Dass der blaue Dummbatz seinen Namen zu recht verdient, werdet ihr im Verlaufe meines Berichts merken. Rohrspatz ist quitschgrün. Ich denke, jeder von euch hat eine Vorstellung davon, wie Wellensittiche aussehen. Ich würde euch gern ein paar Fotos zeigen, doch leider ist der Film noch nicht entwickelt und es mangelt in unserem Haushalt an einem funktionsfähigen Scanner.
Wie wir zu den beiden kamen? Ganz einfach – ein lang gehegter Wunsch, eine neue Wohnung, groß genug, im Mietvertrag Kleintierhaltung nicht ausgeschlossen, Laminatfußboden (wobei dies nicht der ausschlaggebende Grund war).
Im April war es dann soweit. Ein Gang in die Zoohandlung stand an. Wir hatten noch gar nichts, außer uns zuvor ein wenig im Internet informiert.
EINEN ODER ZWEI VÖGEL?
Ein allein gehaltener Wellensittich braucht sehr viel Aufmerksamkeit. Vorteil ist, dass er um einiges zahmer wird, vorausgesetzt man kümmert sich entsprechend um ihn.
Uns war von vornherein klar, dass wir 2 Vögel wollten. Wellensittiche sind nun einmal sehr gesellig und leben von Natur aus in großen Schwärmen. Wer ist schon gern allein. Sollten wir außer Haus sein, lassen wir tagsüber meist das Radio laufen.
Beide waren ungefähr 10 Wochen alt, als wir sie gekauft haben. Bezahlt haben wir zwischen 12 und 15 EUR. Zum Zeitpunkt des Kaufs war bei beiden noch nicht erkennbar, ob es Männchen oder Weibchen sind (zu sehen daran, ob sich die Stelle über dem Schnabel blau färbt (dann Männchen) oder nicht (dann Weibchen). Bei Dummbatz waren sehr schnell blaue Ansätze vorhanden. Da man entweder ein Pärchen oder 2 männliche Vögel in einem Käfig halten sollte, war es für uns egal, welchen Geschlechts der zweite Vogel war. Jetzt haben wir ein schwules Pärchen, zu schwerwiegenden Hahnenkämpfen kam es (noch) nicht.
Ausgesucht haben wir die Vögel natürlich nach dem Aussehen. Wir haben die Vögel, die in der Tierhandlung offeriert wurden, eine Weile beobachtet und uns dann für diejenigen entschieden, die nicht stumm in einer Ecke hockten oder ein zerfledertes Kleidchen trugen. Beide machten einen gepflegten Eindruck.
Aber eines nach dem anderen:
DER STANDORT
Wellensittiche mögen es nicht zugig und die pralle Sonne behagt ihnen auch nicht so sehr. Bei uns stehen sie im Arbeitszimmer, dem Zimmer, in dem wir uns die meiste Zeit aufhalten.
Nachteil dieses Zimmers bei uns ist, dass es zum Balkon liegt. Da unsere Vermieter beim Häuslebau offensichtlich nicht daran gedacht haben, dass man die Balkontür auch mal schließen muss, wenn man auf dem Balkon steht, helfen wir uns mit einem Band an der Klinke, um die Tür zuziehen zu können. Ihr seht: es gibt kein Problem, für das es keine Lösung gibt. Das sind alles nur Herausforderungen.
Wenn der Käfig in der Küche platziert wird, sollte man bedenken, dass die Vögel dadurch immer den Gerüchen beim Kochen/Backen ausgesetzt sind. Vorausgesetzt man bedient den Herd auch des öfteren. Außerdem lauern einige Gefahren, wie zum Beispiel glühende Herdplatten. Eine Freundin erzählte mir vor kurzem, dass sich ihr Wellensittich mal die Krallen an eben besagter Stelle verbrannt hat und tagelang nicht richtig sitzen konnte. Und wer kann sich schon ständig in der Luft halten, auch wenn Wellensittiche zum Fliegen geboren sind.
Umräumen mussten wir auch ein wenig: zunächst wurden alle giftigen Pflanzen aus dem Einzugsbereich verbannt – in unserem Fall eine Flamingopflanze und diverse Ficus-Pflanzen. Außerdem haben wir ein neues Regal gekauft (viele Grüße an IKEA), auf dem nun der Käfig thront. Bis dato waren unsere Regal größer als wir. Nun sind die Vögel mit uns auf Augenhöhe, wenn wir vor dem Käfig stehen, bzw. noch ein klein wenig höher. Sie sind uns also überlegen – oh je, wir lassen uns von Vögeln regieren. Nein, nein, aber Wellensittiche wollen halt immer hoch hinaus auf den höchsten Platz.
Da Wellensittiche begnadete Kletterer sind und gern alles möglich anknabbern, mussten wir sämtliche freiliegende Kabel abdecken, vor allem die eine Lampenhalterung an der Decke, an der sie mit Vorliebe rumknabbern, Das gleiche trifft auf meine Schreibtischlampe zu. Sie sollen doch nicht durch Stromschlag krepieren.
DER KÄFIG
Wir haben uns einen Käfig der Firma encia ausgesucht. Für 2 Vögel ausreichend, sofern sie in der Wohnung bzw., dem Zimmer fliegen dürfen. Bei uns dürfen sie das nicht nur, sondern sie sollen, immerhin sollen sie es bei uns so schön wie möglich haben. Außerdem möchten wir, dass sie gesund und fit bleiben. Es genügt, wenn sie im aufgeplusterten Zustand aussehen wie Tennisbälle.
Der Käfig dient eigentlich nur als Schlaf- und Futterplatz. Ob sie sich tatsächlich wohlfühlen, können sie uns leider nicht direkt sagen, aber sie plustern sich immer schön auf, was eigentlich ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass es ihnen gut geht und sie mit den Umständen zufrieden sind.
Der Käfig ist mittelgroß. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Vögel darin eine kurze Strecke fliegen können, ohne irgendwo gegen zu stoßen und sich wohlmöglich weh zu tun. Pi mal Daumen schätzt man, dass der Käfig 5 mal so lang sein sollte wie der Vogel selbst.
Ausgestattet war der Käfig mit Plastikstangen. Da wir, wie gesagt, für unsere Vögel nur das Wohlfühlprogramm abspulen, sind wir am gleichen Tag noch in den Wald gefahren und haben Naturäste gesammelt. In unterschiedlichen Stärken. Am besten eignet sich weiches Holz, zum Beispiel Haselnuss oder Weide. Unsere beiden nagen gern an er Rinde. Das bedeutet aber auch, dass die Äste immer wieder erneuert werden müssen. Die Plastikstangen haben wir allerdings nicht weggeworfen, sondern nach außen hin an den Käfig angebracht. Sie dienen nun dazu, die Käfigtür zu halten als Absprunghügel so zu sagen, und eine andere steckt an der Seite, einfach nur so.
Als Futternäpfchen haben wir 2 Schalen gewählt, die in einen Ring eingehangen werden, der wiederum am Gitter hängt. Das hat den Vorteil, dass die Vögel von allen Seiten an ihr Futter kommen und sich nicht unnötig verrenken müssen. Ein Nachteil besteht darin, dass ab und an mal ein Kackerchen im Futternapf landet. Original waren dem Käfig 2 Näpfchen mit einer sehr kleinen Öffnung. Wir hatten schon das Gefühl, dass die beiden ein wenig Schwierigkeiten hatten. Außerdem mussten diese Näpfchen immer bis zum Rand gefüllt sein, damit sie überhaupt an die Körnchen kamen. Die Reinigung stellte sich somit etwas kompliziert dar. Das Wasser kommt aus einem handlesüblichen Spender.
DER EINZUG IN IHR NEUES HEIM
Zuerst hatten wir nur den Blauen gekauft. In der Zoohandlung kam er aber nicht sofort in seinen neuen Käfig, sondern für den Transport in sein neues Heim wurde er in einen Pappkarton verbannt. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass wir auf dem schnellsten Weg nach Hause gefahren sind, um ihn zu befreien. Doch dort war alles so neu und ungewohnt, dass er erst gar nicht raus wollte. Irgendwann hat er sich doch getraut und hat die nächsten Stunden nur mit Beobachten verbracht. Nach Stunden kam auch mal ein Laut von ihm – zu unserer Freude. Das war so, als würde man auf den ersten Schrei eines Neugeborenen warten. Mit Futter und Wasser war er versorgt. Doch machte er seinem Namen „Dummbatz“ alle Ehre – es dauerte eine Ewigkeit, bis er sich in dem Käfig zurecht fand. Da hatten wir bei unseren Erkundigungen anderes gehört.
Nach 3 Tagen haben wir den Kleinen das erste Mal fliegen lassen. Was wahrscheinlich allen Vögeln passiert, ist der Flug gegen die Fensterscheibe und hinter Schränke/Regale. Letztere sollten daher immer oben abgedeckt sein, oder so weit von der Wand wegstehen, dass die gefiederten Freunde jederzeit ohne Schwierigkeiten dahinter hervor gewackelt kommen können. Bei dem Flug gegen die Fensterscheiben gab es einen kauten Knall und Dummbatz segelte erst einmal auf den Fußboden. Nachdem er sich vom Schock erholt hatte, ging der Erkundigungsflug weiter.
Abends und noch lange Zeit danach hatte er Schwierigkeiten, in den Käfig zurückzufinden. Er ist dann immer auf den Fußboden geflogen und so lange darauf rumgedappelt, bis wir ihn in den Käfig gehoben haben, wo er dann fressen konnte. Bitte die Vögel niemals mit einem Handtuch jagen. Das ist das Schlimmste, was man den kleinen Rabauken antun kann. Man muss halt ein wenig Geduld haben.
Das hat sich erst gebessert, als wir nach 4 Wochen Rohrspatz gekauft haben. Der hatte zwar den Vorteil, dass Dummbatz ihm alles zeigen konnte, aber Rohrspatz fand sofort in den Käfig zurück. Er hat also seinerseits unserem Blauen auch etwas beibringen können. Im Gegensatz zum Blauen hat sich der Grüne auch nicht fallen lassen, als er gegen die Fensterscheibe geflogen ist, sondern er flog einfach weiter in die andere Richtung.
DAS FUTTER
Es muss nicht immer „Vitakraft“ sein. In der Zoohandlung unseres Vertrauens (Fressnapf) haben wir entdeckt, dass es Vogelfutter auch lose zu kaufen gibt. Es enthält die gleichen Stoffe, wie Vitakraft und wie die alle heißen, ist aber sehr viel billiger. In der Körnermischung ist eigentlich alles enthalten, was die kleinen Racker zum Leben brauchen.
Außerdem bekommen unsere Vögel ab und an einen Hirsekolben oder einen von diesen Knabberstangen. Dies aber nicht immer, weil diese Stangen eigentlich eine vollwertige Mahlzeit ersetzen und somit nur als Leckerbissen gedacht sind. Genauso wie die neuen Produkte: Vogelkuchen, Knusperherzen, Konditionscocktail, Color-Cocktail, Zwitschermischung und und und. Man kann es auch übertreiben, oder?
Ganz wild sind unsere Vögel auf frische Sachen, wie Äpfel, Gurke und Salatblätter. An Paprika und Birne wollten sie bisher nicht ran. Den Anfang muss aber immer erst Rohrspatz machen, bevor Dummbatz sich die Sache mal aus der Nähe betrachtet und zubeißt.
Da unser Blauer mitten in der Mauser steckt und der Grüne sich anschickt, es ihm gleichen zu tun, bekommen sie in den letzten und nächsten Tagen „Mauserhilfe“ in das normale Futter gemischt. Das enthält zusätzliche Mineralstoffen, die sich die Vögel ansonsten während der Mauser in der Natur selbst suchen.
Zu trinken bekommen sie täglich frisches Wasser. Im Handel kann man extra Vogeltränke erwerben, Hochgebirgswasser mit Jod. Nicht dass ich mich wiederholen möchte, aber man kann es doch übertreiben, oder?
Obwohl wir 2 Futternäpfchen haben, gab es anfangs regelrechte Futterkämpfe. Der Blaue hat von seinem „Ältestenrecht“ Gebrauch gemacht und den Grünen immer vertrieben. Auch wenn der Grüne auf der anderen Seite angefangen hatte zu futtern. Inzwischen klappt das aber ganz gut. Possierlich ist es, wenn man zusehen kann, wie die beiden sich gegenseitig füttern.
DIE PFLEGE
Der rege Stoffwechsel bringt es mit sich, dass Wellensittiche ca. alle 10 Minuten ein kleines Häufchen fallen lassen. Der Käfig selbst wird daher von uns alle zwei Tage mit frischem Sand versorgt. Unter den Sand legen wir immer ein Stück Zeitung. Das erleichtert das Auswechseln des Sandes ein wenig- Wasser- und Futternapf reinigen wir täglich und füllen sie auch immer frisch nach. Einmal wöchentlich werden der ganze Käfig und vor allem die Sitzstangen abgespritzt.
Sollten die Häufchen (eigentlich sind es nur kleine Kringel) mal woanders landen als im Käfig nur keine Panik. Sie enthalten meines Wissens keine ätzenden Stoffe, so dass man sie sofort wegwischen muss. Es ist besser, man wartet, bis sie getrocknet sind und kann sie dann ganz leicht mit ein wenig Kleenex entfernen.
Gerade, wenn sie mal wieder Apfel gegessen haben, und das Gefieder etwas verklebt ist, freuen sich die beiden auf ihr Bad. Aber auch als es die letzten Tage so heiß war, haben sich die beiden öfter bespritzt. Außerdem werden sie ab und an mit der Blumenspritze abgeduscht (wenn sie mal wieder Dummheiten machen und Sachen anknabbern, die sie nicht anknabbern sollen).
Zur Schnabel- und Krallenpflege haben wir den beiden einen Sepiastein und einen Kalkstein an die Käfiggitter gehängt.
Besonders putzig ist es anzusehen, wenn sich die beiden selbst putzen, nicht nur, weil sie dann ruhig sind. Es kann schon mal eine Stunde dauern, bis alle Federn gereinigt und wieder an Ort und Stelle gebracht sind. Besonders niedlich ist es, wenn sich die Vögel gegenseitig putzen. Dann wird das Köpfchen schief gelegt als Aufforderung für den anderen, doch endlich mal die eigene Putzorgie zu lassen und sich um den Kameraden zu kümmern. Notfalls wird mit Schnabelschubsen nachgeholfen. Die Vögel sind sehr behutsam, auch wenn es manchmal so aussieht, als würden sie sich gleich die Augen aushacken.
DER WIDERSPÄNSTIGEN ZÄHMUNG
So lange der Blaue allein sein Unwesen trieb, war er sehr zutraulich. Ich hatte mir gleich zu Beginn die Mühe gemacht, meine Hand fast eine Stunde nur in den Käfig zu halten, um Dummbatz die Scheu zu nehmen. Den Abstand zwischen uns hab ich dabei immer mehr verringert. Irgendwann ließ er sich kraulen und kam auf den Finger. Erst mit Futter auf der Hand, dann auch ohne. Nach ein paar Tagen distanziertem Zutrauen kam er auch auf die Schulter den Kopf und die Brille geflogen. Mit Vorliebe knabberte er an meinem Brillengestell und meinen Ohrringen. Meist saß er bei mir am Schreibtisch auf der Stange meiner Lampe.
Sobald der Grüne ihm Gesellschaft leistete, waren wir abgeschrieben. Schade eigentlich.
Aber mittlerweile sind beide zutraulicher. Hält man ihnen den Arm hin, knabbern sie an den Fingern (kann manchmal ganz schön zwicken) und klettern rauf bis zum Ärmel vom T-Shirt. Weiter leider noch nicht, aber wir über täglich, indem wir Futter immer weiter oben verstecken. Irgendwann wird es ihnen auf der Schulter gefallen.
Wichtig ist, dass man den Vogel während dieser Phase immer anspricht. Egal was man ihm erzählt, wichtig ist die beruhigende Stimme.
JEDE MENGE SPIELZEUG
Da haben wir uns einiges einfallen lassen. Wellensittiche sind nun mal begnadete Kletterer und sehr neugierig.
Über den Sinn uns Unsinn eines Spiegels bzw. eines Plastikwellensittichs im Käfig wird alles Mögliche geschrieben. Gefahr besteht meines Erachtens nur, wenn ein Spiegel im Käfig eines allein gehaltenen Wellensittichs hängt. Er sieht dann in seinem eigenen Spiegelbild einen fremden Vogel und will mit ihm spielen. Wenn der nicht reagiert oder wieder weg ist, könnte der Vogel schon verrückt werden... Wir haben einen Spiegel drin hängen, aber er wird selten bis gar nicht beachtet.
Am Käfig haben wir noch diverse Glöckchen, die von Lindt-Osterhasen übrig geblieben sind, und zwei Wäscheklammern hängen. Der Grüne schläft immer mal gern draußen. Dann sitzt er da drauf und hält sein Mittagsschläfchen.
Mitten in unserem Zimmer hängt ein mit viel Liebe selbstgebasteltes Karussell. Auf die Idee kamen wir, als wir die Vögel über Pfingsten mit bei meinen Eltern hatten und die beiden immerzu auf einem Kerzenständer rumkletterten. Den haben wir von der Art her aus Holz nachgebaut und jetzt wird es von den beiden ständig benutzt. Daran hängt noch eine große Schaukel, ein ausrangierter Tennisball, jede Menge Bast und Schleifenband.
Der Bast ist sehr beliebt, aber auch ein wenig gefährlich, weil sie sich schnell darin verwickeln und hängen bleiben können. Man muss halt immer darauf achten, dass er nicht zu sehr ausgefranst ist und die Enden gegebenenfalls abschneiden.
Eine Wippe haben sie sich selbst gebaut, indem sie abwechselnd auf die Fotos fliegen, die an der Wand neben dem Käfig hängen. Übrigens mussten wir dort die Tapete mit Tesa abkleben, weil die beiden Frechdachse die Tapete angeknabbert haben.
Auf dem einen Regal liegen noch diverse Holzstöckchen, die sie umherschieben können.
Ihre neueste Errungenschaft ist ein „Fußball“. Der hängt an einem langen Band außen am Käfig und hat unten noch eine Glocke dran. Wenn wir ihn mal nach oben auf den Käfig legen, kullern sie ihn über die ganze Fläche – daher „Fußball“. Baumelt er nach unten, versuchen die beiden Geier, ihn nach oben zu ziehen. Der Grüne steckt mit Begeisterung sein Köpfchen in die Glocke.
Wenn die Pupsis, wie sie von uns auch genannt werden, manchmal höllischen Lärm machen (mit Begeisterung, wenn man telefoniert), möchte ich sie nicht mehr missen. Sie sind putzig anzusehen und man kann so schön mit ihnen und über sie lachen, wenn sie sich wieder tollpatschig anstellen.
Wer noch mehr Informationen möchte, dem kann ich das Buch „Wellensittiche“ von Horst Bielfeld empfehlen (Falken-Verlag, ISBN 3-8068-2557-2) und die Internetseiten www.sittiche.de und www.wellensittich.net empfehlen.
Vogelfreundliche Grüße
Diescher
Wie wir zu den beiden kamen? Ganz einfach – ein lang gehegter Wunsch, eine neue Wohnung, groß genug, im Mietvertrag Kleintierhaltung nicht ausgeschlossen, Laminatfußboden (wobei dies nicht der ausschlaggebende Grund war).
Im April war es dann soweit. Ein Gang in die Zoohandlung stand an. Wir hatten noch gar nichts, außer uns zuvor ein wenig im Internet informiert.
EINEN ODER ZWEI VÖGEL?
Ein allein gehaltener Wellensittich braucht sehr viel Aufmerksamkeit. Vorteil ist, dass er um einiges zahmer wird, vorausgesetzt man kümmert sich entsprechend um ihn.
Uns war von vornherein klar, dass wir 2 Vögel wollten. Wellensittiche sind nun einmal sehr gesellig und leben von Natur aus in großen Schwärmen. Wer ist schon gern allein. Sollten wir außer Haus sein, lassen wir tagsüber meist das Radio laufen.
Beide waren ungefähr 10 Wochen alt, als wir sie gekauft haben. Bezahlt haben wir zwischen 12 und 15 EUR. Zum Zeitpunkt des Kaufs war bei beiden noch nicht erkennbar, ob es Männchen oder Weibchen sind (zu sehen daran, ob sich die Stelle über dem Schnabel blau färbt (dann Männchen) oder nicht (dann Weibchen). Bei Dummbatz waren sehr schnell blaue Ansätze vorhanden. Da man entweder ein Pärchen oder 2 männliche Vögel in einem Käfig halten sollte, war es für uns egal, welchen Geschlechts der zweite Vogel war. Jetzt haben wir ein schwules Pärchen, zu schwerwiegenden Hahnenkämpfen kam es (noch) nicht.
Ausgesucht haben wir die Vögel natürlich nach dem Aussehen. Wir haben die Vögel, die in der Tierhandlung offeriert wurden, eine Weile beobachtet und uns dann für diejenigen entschieden, die nicht stumm in einer Ecke hockten oder ein zerfledertes Kleidchen trugen. Beide machten einen gepflegten Eindruck.
Aber eines nach dem anderen:
DER STANDORT
Wellensittiche mögen es nicht zugig und die pralle Sonne behagt ihnen auch nicht so sehr. Bei uns stehen sie im Arbeitszimmer, dem Zimmer, in dem wir uns die meiste Zeit aufhalten.
Nachteil dieses Zimmers bei uns ist, dass es zum Balkon liegt. Da unsere Vermieter beim Häuslebau offensichtlich nicht daran gedacht haben, dass man die Balkontür auch mal schließen muss, wenn man auf dem Balkon steht, helfen wir uns mit einem Band an der Klinke, um die Tür zuziehen zu können. Ihr seht: es gibt kein Problem, für das es keine Lösung gibt. Das sind alles nur Herausforderungen.
Wenn der Käfig in der Küche platziert wird, sollte man bedenken, dass die Vögel dadurch immer den Gerüchen beim Kochen/Backen ausgesetzt sind. Vorausgesetzt man bedient den Herd auch des öfteren. Außerdem lauern einige Gefahren, wie zum Beispiel glühende Herdplatten. Eine Freundin erzählte mir vor kurzem, dass sich ihr Wellensittich mal die Krallen an eben besagter Stelle verbrannt hat und tagelang nicht richtig sitzen konnte. Und wer kann sich schon ständig in der Luft halten, auch wenn Wellensittiche zum Fliegen geboren sind.
Umräumen mussten wir auch ein wenig: zunächst wurden alle giftigen Pflanzen aus dem Einzugsbereich verbannt – in unserem Fall eine Flamingopflanze und diverse Ficus-Pflanzen. Außerdem haben wir ein neues Regal gekauft (viele Grüße an IKEA), auf dem nun der Käfig thront. Bis dato waren unsere Regal größer als wir. Nun sind die Vögel mit uns auf Augenhöhe, wenn wir vor dem Käfig stehen, bzw. noch ein klein wenig höher. Sie sind uns also überlegen – oh je, wir lassen uns von Vögeln regieren. Nein, nein, aber Wellensittiche wollen halt immer hoch hinaus auf den höchsten Platz.
Da Wellensittiche begnadete Kletterer sind und gern alles möglich anknabbern, mussten wir sämtliche freiliegende Kabel abdecken, vor allem die eine Lampenhalterung an der Decke, an der sie mit Vorliebe rumknabbern, Das gleiche trifft auf meine Schreibtischlampe zu. Sie sollen doch nicht durch Stromschlag krepieren.
DER KÄFIG
Wir haben uns einen Käfig der Firma encia ausgesucht. Für 2 Vögel ausreichend, sofern sie in der Wohnung bzw., dem Zimmer fliegen dürfen. Bei uns dürfen sie das nicht nur, sondern sie sollen, immerhin sollen sie es bei uns so schön wie möglich haben. Außerdem möchten wir, dass sie gesund und fit bleiben. Es genügt, wenn sie im aufgeplusterten Zustand aussehen wie Tennisbälle.
Der Käfig dient eigentlich nur als Schlaf- und Futterplatz. Ob sie sich tatsächlich wohlfühlen, können sie uns leider nicht direkt sagen, aber sie plustern sich immer schön auf, was eigentlich ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass es ihnen gut geht und sie mit den Umständen zufrieden sind.
Der Käfig ist mittelgroß. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Vögel darin eine kurze Strecke fliegen können, ohne irgendwo gegen zu stoßen und sich wohlmöglich weh zu tun. Pi mal Daumen schätzt man, dass der Käfig 5 mal so lang sein sollte wie der Vogel selbst.
Ausgestattet war der Käfig mit Plastikstangen. Da wir, wie gesagt, für unsere Vögel nur das Wohlfühlprogramm abspulen, sind wir am gleichen Tag noch in den Wald gefahren und haben Naturäste gesammelt. In unterschiedlichen Stärken. Am besten eignet sich weiches Holz, zum Beispiel Haselnuss oder Weide. Unsere beiden nagen gern an er Rinde. Das bedeutet aber auch, dass die Äste immer wieder erneuert werden müssen. Die Plastikstangen haben wir allerdings nicht weggeworfen, sondern nach außen hin an den Käfig angebracht. Sie dienen nun dazu, die Käfigtür zu halten als Absprunghügel so zu sagen, und eine andere steckt an der Seite, einfach nur so.
Als Futternäpfchen haben wir 2 Schalen gewählt, die in einen Ring eingehangen werden, der wiederum am Gitter hängt. Das hat den Vorteil, dass die Vögel von allen Seiten an ihr Futter kommen und sich nicht unnötig verrenken müssen. Ein Nachteil besteht darin, dass ab und an mal ein Kackerchen im Futternapf landet. Original waren dem Käfig 2 Näpfchen mit einer sehr kleinen Öffnung. Wir hatten schon das Gefühl, dass die beiden ein wenig Schwierigkeiten hatten. Außerdem mussten diese Näpfchen immer bis zum Rand gefüllt sein, damit sie überhaupt an die Körnchen kamen. Die Reinigung stellte sich somit etwas kompliziert dar. Das Wasser kommt aus einem handlesüblichen Spender.
DER EINZUG IN IHR NEUES HEIM
Zuerst hatten wir nur den Blauen gekauft. In der Zoohandlung kam er aber nicht sofort in seinen neuen Käfig, sondern für den Transport in sein neues Heim wurde er in einen Pappkarton verbannt. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass wir auf dem schnellsten Weg nach Hause gefahren sind, um ihn zu befreien. Doch dort war alles so neu und ungewohnt, dass er erst gar nicht raus wollte. Irgendwann hat er sich doch getraut und hat die nächsten Stunden nur mit Beobachten verbracht. Nach Stunden kam auch mal ein Laut von ihm – zu unserer Freude. Das war so, als würde man auf den ersten Schrei eines Neugeborenen warten. Mit Futter und Wasser war er versorgt. Doch machte er seinem Namen „Dummbatz“ alle Ehre – es dauerte eine Ewigkeit, bis er sich in dem Käfig zurecht fand. Da hatten wir bei unseren Erkundigungen anderes gehört.
Nach 3 Tagen haben wir den Kleinen das erste Mal fliegen lassen. Was wahrscheinlich allen Vögeln passiert, ist der Flug gegen die Fensterscheibe und hinter Schränke/Regale. Letztere sollten daher immer oben abgedeckt sein, oder so weit von der Wand wegstehen, dass die gefiederten Freunde jederzeit ohne Schwierigkeiten dahinter hervor gewackelt kommen können. Bei dem Flug gegen die Fensterscheiben gab es einen kauten Knall und Dummbatz segelte erst einmal auf den Fußboden. Nachdem er sich vom Schock erholt hatte, ging der Erkundigungsflug weiter.
Abends und noch lange Zeit danach hatte er Schwierigkeiten, in den Käfig zurückzufinden. Er ist dann immer auf den Fußboden geflogen und so lange darauf rumgedappelt, bis wir ihn in den Käfig gehoben haben, wo er dann fressen konnte. Bitte die Vögel niemals mit einem Handtuch jagen. Das ist das Schlimmste, was man den kleinen Rabauken antun kann. Man muss halt ein wenig Geduld haben.
Das hat sich erst gebessert, als wir nach 4 Wochen Rohrspatz gekauft haben. Der hatte zwar den Vorteil, dass Dummbatz ihm alles zeigen konnte, aber Rohrspatz fand sofort in den Käfig zurück. Er hat also seinerseits unserem Blauen auch etwas beibringen können. Im Gegensatz zum Blauen hat sich der Grüne auch nicht fallen lassen, als er gegen die Fensterscheibe geflogen ist, sondern er flog einfach weiter in die andere Richtung.
DAS FUTTER
Es muss nicht immer „Vitakraft“ sein. In der Zoohandlung unseres Vertrauens (Fressnapf) haben wir entdeckt, dass es Vogelfutter auch lose zu kaufen gibt. Es enthält die gleichen Stoffe, wie Vitakraft und wie die alle heißen, ist aber sehr viel billiger. In der Körnermischung ist eigentlich alles enthalten, was die kleinen Racker zum Leben brauchen.
Außerdem bekommen unsere Vögel ab und an einen Hirsekolben oder einen von diesen Knabberstangen. Dies aber nicht immer, weil diese Stangen eigentlich eine vollwertige Mahlzeit ersetzen und somit nur als Leckerbissen gedacht sind. Genauso wie die neuen Produkte: Vogelkuchen, Knusperherzen, Konditionscocktail, Color-Cocktail, Zwitschermischung und und und. Man kann es auch übertreiben, oder?
Ganz wild sind unsere Vögel auf frische Sachen, wie Äpfel, Gurke und Salatblätter. An Paprika und Birne wollten sie bisher nicht ran. Den Anfang muss aber immer erst Rohrspatz machen, bevor Dummbatz sich die Sache mal aus der Nähe betrachtet und zubeißt.
Da unser Blauer mitten in der Mauser steckt und der Grüne sich anschickt, es ihm gleichen zu tun, bekommen sie in den letzten und nächsten Tagen „Mauserhilfe“ in das normale Futter gemischt. Das enthält zusätzliche Mineralstoffen, die sich die Vögel ansonsten während der Mauser in der Natur selbst suchen.
Zu trinken bekommen sie täglich frisches Wasser. Im Handel kann man extra Vogeltränke erwerben, Hochgebirgswasser mit Jod. Nicht dass ich mich wiederholen möchte, aber man kann es doch übertreiben, oder?
Obwohl wir 2 Futternäpfchen haben, gab es anfangs regelrechte Futterkämpfe. Der Blaue hat von seinem „Ältestenrecht“ Gebrauch gemacht und den Grünen immer vertrieben. Auch wenn der Grüne auf der anderen Seite angefangen hatte zu futtern. Inzwischen klappt das aber ganz gut. Possierlich ist es, wenn man zusehen kann, wie die beiden sich gegenseitig füttern.
DIE PFLEGE
Der rege Stoffwechsel bringt es mit sich, dass Wellensittiche ca. alle 10 Minuten ein kleines Häufchen fallen lassen. Der Käfig selbst wird daher von uns alle zwei Tage mit frischem Sand versorgt. Unter den Sand legen wir immer ein Stück Zeitung. Das erleichtert das Auswechseln des Sandes ein wenig- Wasser- und Futternapf reinigen wir täglich und füllen sie auch immer frisch nach. Einmal wöchentlich werden der ganze Käfig und vor allem die Sitzstangen abgespritzt.
Sollten die Häufchen (eigentlich sind es nur kleine Kringel) mal woanders landen als im Käfig nur keine Panik. Sie enthalten meines Wissens keine ätzenden Stoffe, so dass man sie sofort wegwischen muss. Es ist besser, man wartet, bis sie getrocknet sind und kann sie dann ganz leicht mit ein wenig Kleenex entfernen.
Gerade, wenn sie mal wieder Apfel gegessen haben, und das Gefieder etwas verklebt ist, freuen sich die beiden auf ihr Bad. Aber auch als es die letzten Tage so heiß war, haben sich die beiden öfter bespritzt. Außerdem werden sie ab und an mit der Blumenspritze abgeduscht (wenn sie mal wieder Dummheiten machen und Sachen anknabbern, die sie nicht anknabbern sollen).
Zur Schnabel- und Krallenpflege haben wir den beiden einen Sepiastein und einen Kalkstein an die Käfiggitter gehängt.
Besonders putzig ist es anzusehen, wenn sich die beiden selbst putzen, nicht nur, weil sie dann ruhig sind. Es kann schon mal eine Stunde dauern, bis alle Federn gereinigt und wieder an Ort und Stelle gebracht sind. Besonders niedlich ist es, wenn sich die Vögel gegenseitig putzen. Dann wird das Köpfchen schief gelegt als Aufforderung für den anderen, doch endlich mal die eigene Putzorgie zu lassen und sich um den Kameraden zu kümmern. Notfalls wird mit Schnabelschubsen nachgeholfen. Die Vögel sind sehr behutsam, auch wenn es manchmal so aussieht, als würden sie sich gleich die Augen aushacken.
DER WIDERSPÄNSTIGEN ZÄHMUNG
So lange der Blaue allein sein Unwesen trieb, war er sehr zutraulich. Ich hatte mir gleich zu Beginn die Mühe gemacht, meine Hand fast eine Stunde nur in den Käfig zu halten, um Dummbatz die Scheu zu nehmen. Den Abstand zwischen uns hab ich dabei immer mehr verringert. Irgendwann ließ er sich kraulen und kam auf den Finger. Erst mit Futter auf der Hand, dann auch ohne. Nach ein paar Tagen distanziertem Zutrauen kam er auch auf die Schulter den Kopf und die Brille geflogen. Mit Vorliebe knabberte er an meinem Brillengestell und meinen Ohrringen. Meist saß er bei mir am Schreibtisch auf der Stange meiner Lampe.
Sobald der Grüne ihm Gesellschaft leistete, waren wir abgeschrieben. Schade eigentlich.
Aber mittlerweile sind beide zutraulicher. Hält man ihnen den Arm hin, knabbern sie an den Fingern (kann manchmal ganz schön zwicken) und klettern rauf bis zum Ärmel vom T-Shirt. Weiter leider noch nicht, aber wir über täglich, indem wir Futter immer weiter oben verstecken. Irgendwann wird es ihnen auf der Schulter gefallen.
Wichtig ist, dass man den Vogel während dieser Phase immer anspricht. Egal was man ihm erzählt, wichtig ist die beruhigende Stimme.
JEDE MENGE SPIELZEUG
Da haben wir uns einiges einfallen lassen. Wellensittiche sind nun mal begnadete Kletterer und sehr neugierig.
Über den Sinn uns Unsinn eines Spiegels bzw. eines Plastikwellensittichs im Käfig wird alles Mögliche geschrieben. Gefahr besteht meines Erachtens nur, wenn ein Spiegel im Käfig eines allein gehaltenen Wellensittichs hängt. Er sieht dann in seinem eigenen Spiegelbild einen fremden Vogel und will mit ihm spielen. Wenn der nicht reagiert oder wieder weg ist, könnte der Vogel schon verrückt werden... Wir haben einen Spiegel drin hängen, aber er wird selten bis gar nicht beachtet.
Am Käfig haben wir noch diverse Glöckchen, die von Lindt-Osterhasen übrig geblieben sind, und zwei Wäscheklammern hängen. Der Grüne schläft immer mal gern draußen. Dann sitzt er da drauf und hält sein Mittagsschläfchen.
Mitten in unserem Zimmer hängt ein mit viel Liebe selbstgebasteltes Karussell. Auf die Idee kamen wir, als wir die Vögel über Pfingsten mit bei meinen Eltern hatten und die beiden immerzu auf einem Kerzenständer rumkletterten. Den haben wir von der Art her aus Holz nachgebaut und jetzt wird es von den beiden ständig benutzt. Daran hängt noch eine große Schaukel, ein ausrangierter Tennisball, jede Menge Bast und Schleifenband.
Der Bast ist sehr beliebt, aber auch ein wenig gefährlich, weil sie sich schnell darin verwickeln und hängen bleiben können. Man muss halt immer darauf achten, dass er nicht zu sehr ausgefranst ist und die Enden gegebenenfalls abschneiden.
Eine Wippe haben sie sich selbst gebaut, indem sie abwechselnd auf die Fotos fliegen, die an der Wand neben dem Käfig hängen. Übrigens mussten wir dort die Tapete mit Tesa abkleben, weil die beiden Frechdachse die Tapete angeknabbert haben.
Auf dem einen Regal liegen noch diverse Holzstöckchen, die sie umherschieben können.
Ihre neueste Errungenschaft ist ein „Fußball“. Der hängt an einem langen Band außen am Käfig und hat unten noch eine Glocke dran. Wenn wir ihn mal nach oben auf den Käfig legen, kullern sie ihn über die ganze Fläche – daher „Fußball“. Baumelt er nach unten, versuchen die beiden Geier, ihn nach oben zu ziehen. Der Grüne steckt mit Begeisterung sein Köpfchen in die Glocke.
Wenn die Pupsis, wie sie von uns auch genannt werden, manchmal höllischen Lärm machen (mit Begeisterung, wenn man telefoniert), möchte ich sie nicht mehr missen. Sie sind putzig anzusehen und man kann so schön mit ihnen und über sie lachen, wenn sie sich wieder tollpatschig anstellen.
Wer noch mehr Informationen möchte, dem kann ich das Buch „Wellensittiche“ von Horst Bielfeld empfehlen (Falken-Verlag, ISBN 3-8068-2557-2) und die Internetseiten www.sittiche.de und www.wellensittich.net empfehlen.
Vogelfreundliche Grüße
Diescher
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