Wien Testbericht

Wien
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Erfahrungsbericht von Geradine

Wien ist ein unbestimmter Gegenstand

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

.... der sich in einem Rucksack befindet. Der Rucksack ist immer voll, egal wie viel man herausnimmt. Und das ist eigentlich das Schöne, das zur Liebe verleitende: Die Unerschöpflichkeit des Rucksacks.
Georg Kreisler

So, die Geradine ist nun auch nach 5 Tagen Wien wieder im Lande und hat ne Menge zu erzählen. Es wird ihr wahrscheinlich sehr schwer fallen objektiv zu berichten, da sie eine wunderbare neue Freundschaft aufgebaut hat während dieser Stufenfahrt und eigentlich jedem von den wunderschönen neuen Eindrücken und unvergesslichen Erinnerungen erzählen muss. Sie verspricht aber hoch und heilig sich zurück zu nehmen.


Allgemeine Daten zu Wien
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Wien liegt ja, wie hoffentlich jeder weiß, in Österreich. Des weiteren an der Donau, genauer gesagt an beiden Seiten des Flusses. Die Stadt liegt im Norden des Wiener Beckens und im Osten findet man die Ausläufer der Ostalpen.
Ungefähr 1.62 Millionen Einwohner wohnen auf einer Fläche von fast 415 km², davon fast 300000 Ausländer. Das laut Verfassung als Bundesland geltende Wien ist in 23 Stadtbezirke aufgeteilt, wobei der erste Bezirk die Stadtmitte stellt.
Wien gilt als Kulturstadt, kann dies auch beweisen mit seinen 20 Varietés, 100 Theatern, 100 Kinos, 150 Museen und 70 Bibliotheken.
Jährlich besuchen knapp 6.3 Millionen Ausländer die Stadt und finden Platz in den fast 400 Pensionen, Hotels und Jugendherbergen.


Die Geschichte Wiens
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Es war einmal 500 vor Christus, als sich die Kelten auf einem kleinen Hügel ansiedelten. Hier sollte später (genauer gesagt mehr als 1700 Jahre später) das Schloss Belvedere stehen.
15 v. Chr. erhält die Stadt ihren ersten Namen: Vindoba. Zwar ist es noch keine richtige Stadt, doch als Lager schon mal ein Anfang.
Im 3. Jahrhundert endlich wird Vindoba das Stadtrecht verliehen, im Jahre des Herrn 433 allerdings von Vandalen niedergebrannt.
791 wird die älteste, noch heute in der Innenstadt stehende Kirche St. Ruprecht in Bau gesetzt. 881 wird der heutige Name der Stadt das erste mal in mittelalterlicher Form in den Geschichtsbüchern niedergeschrieben: ad Ueniam (bei Wien).
1147 wird wegen des zweiten Kreuzzuges die Pfarrkirche St. Stephan geweiht. König Richard Löwenherz gelangt in Gefangenschaft und dank des Lösegelds kann die Stadtmauer errichtet werden. Wien erhält 1237 die Reichsfreiheit und gelangt ab 1278 unter Habsburgerische Herrschaft. Und das ganze 650 Jahre lang.

Nun ein kleiner Sprung, denn ich denke, das war das wichtigste zur Entstehung der Stadt Wien. Ich möchte euch schließlich nicht langweilig. Wieder einsetzen möchte ich gerne 1949.
Der Krieg hat seine Spuren hinterlassen, doch der Schauspieler und Regisseur Orson Welles zieht seinen Vorteil daraus und dreht den Film „Der dritte Mann“ (Habe einen Filmbericht darüber geschrieben, könnt ich euch ja mal gerne ansehen).
1978 wird der erste Teil der Wiener U-Bahn eröffnet und 1979 wird Wien nach New York und Genf zum dritten UNO-Hauptsitz. 1983 kommt Papst Johannes Paul zum Katholikentag nach Wien und 1991 gibt es eine Volksabstimmung ob Wien die EXPO 1995 verrichten soll. Die Bevölkerung spricht sich dagegen aus.


Wien als Kulturstadt
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Noch heute findet man viele Epochenmerkmale in der Baukunst. Die Basilika des St. Stephandoms, die Ruprechtskirche und ein Teil der Hofburg stellen die Romantische Epoche dar. Die Gotik wird vertreten durch einen der Türme von St. Stephan, Er gilt als das bedeutenste religiöse Bauwerk Österreichs.
Der Barock hat in Wien viel zu bieten, man erinnere sich, dass zu dieser Zeit die Habsburger an die Macht kamen. Viel pompöses, aufdringlich und übervolle Gebilde veranschaulichen den Wohlgefallen und die geliebte Zurschaustellung des Reichtums. Als bestes Beispiel siehe Schloss Schönbrunn mit seiner Atemberaubenden Schönheit und seinem in allen maßen traumhaften und riesigen Garten. Weiter die Karlskirche, die Hofreitschule, die Hofburg, Die beiden Belvedere Schlösser. Wer einmal die unglaublichen Prunksärge in der Kapuzinergruft (Kaisergruft) gesehen hat, weiß, was in Wien mit BOMBASTISCH gemeint ist.


Schönbrunn
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Für Schloss Schönbrunn sollte man sich auf jeden Fall einen ganzen Tag Zeit nehmen, denn wer sich nur einmal in den garten stellt, die Fassade des Gebäudes fotografiert, und dann behauptet, er habe Schönbrunn wirklich gesehen, der lügt! Wir haben geschlagene 4 Stunden für die Innenräume gebraucht, mussten dass Gelände dann aus Zeitgründen, ohne auch nur einen richtigen Blick in den garten geworfen zu haben, verlassen. Doch war uns das schade, bzw. waren wir der Meinung, ein so kurzer Aufenthalt würde Schönbrunn nicht gerecht, und so fuhren wir am letzten Tag noch mal dorthin, und verbrachten an die 7 Stunden im Garten und auf der Gloriette. Doch dazu später in einem anderen Bericht.


Belvedere
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Von Belvedere haben wir leider nicht sehr viel gesehen, denn wir sind nur durch den garten gegangen. Ein Parallelkurs allerdings besichtigte das Schloss auf von Innen und war sehr angetan. Da ich selber nicht dabei war, kann ich also auch nicht sehr viel darüber berichten. Doch werde ich versuchen Informationen zu sammeln und sie euch näher zu bringen.


Karlskirche
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Die Karlskirche ist eine atemberaubende Kirche, deren Hauptschiff außen von den beiden Pesttürmen eingezäunt wird. Sie ist natürlich nicht gleichzusetzen mit dem Stephansdom, dennoch eine Besichtigung wert, auch wenn sie Eintritt kostet. Kleiner Tipp: 15 Minuten vorm Gottesdienst kommt man umsonst rein!


Kapuzinergruft und Michaelergruft
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Jeder Besucher Wiens sollte sich der Offenheit der Wiener bezüglich dem Thema Tod bewusst sein. Die beiden Grüfte sind auf jeden einen Besuch wert, doch sind sie nicht für jeden was. Die Michaelergruft ist eher was für hartgesottene. Denn nur wer sich im Voraus klar wird, dass er im nächsten Moment mumifizierte Leichen mit durch Schwangerschaft eingefallenen Bächen oder durch einen Verkehrsunfall zerschmetterten Brustkörben sehen wird, kann in dem Anblick vielleicht nichts schauerliches sehen. Der Gedanke allerdings, dass man während der Führung zwischen den Särgen auf einer 1.5 Meter dicken Schichte aus Leichenstaub läuft hat mir den Rest gegeben. Trotzdem habe ich’s ausgehalten.

Die Kapuzinergruft allerdings ist weniger schauerlich, denn zum einen ist sie extrem viel besser beleuchtet, und zum anderen sind hier die Särge zu. Die Vorstellung, vor Sissi’s oder Maria Theresias Sarg zu stehen, kann einen schon umhauen. Doch haben mich die Gräber auf dem Zentralfriedhof (auch hierzu werde ich später noch kommen) deutlich mehr berührt.


Kulturschock
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Zwei meiner schönsten und bemerkenswertesten kulturellen Höhepunkte in Wien waren zum einen der Besuch der Wiener Staatsoper, wo wir eine wunderbare Vorstellung von Verdis Aida genießen konnten, und zweitens der Besuch des Theaters in der Josefstadt, wo uns der „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare vorgestellt wurde. Zwar kann ich mich kaum zügeln und möchte euch eigentlich von diesen beiden Dingen erzählen, doch halte ich es für sinnvoller, es in gesonderten berichten zu tun. Sonst kommt mir wieder einer und meint, ich hätte den Bericht in die falsche Kategorie gesteckt.


Fazit
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Bis jetzt konnte ich nie wirklich sagen, dass ich irgendeine Stadt die ich bisher gesehen habe, wirklich als meine Lieblingsstadt benennen konnte. Nun kann ich es. Es war sicherlich nicht das letzte mal dass ich diese Stadt besucht habe, denn auch wenn wir 5 Tage ausgiebig besichtigt haben was es zu besichtigen gab, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir nur an der Oberfläche gekratzt haben. Natürlich haben wir die bekanntesten und berühmtesten Dinge gesehen, aber sicherlich nicht alles. Wien ist für mich eine dermaßen faszinierende Stadt, und dass aus dem Grund, dass ich es noch nie zuvor erlebt habe, nicht verarbeiten zu können was ich gesehen habe. In Wien darf man gar nicht darüber nachdenken, denn tut man das, verpasst man schon das nächste.

Ich danke der Koop-Stufe, meinen Leuten, aber vor allem Birte und meinem Deutschlehrer für eine unbeschreiblich tolle Kursfahrt, dich ich wohl nie vergessen werde!

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