Wild Testbericht

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Erfahrungsbericht von kalli46

Hirschbraten mit Hagebuttensoße

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo Freunde von Wildgerichten,

heute wage ich mich mal an ein etwas heikles Thema ran. Ich möchte euch zunächst einmal erzählen, wie ich zu diesem Gericht, bzw. in den Genuß dieses Gerichts kam. Lest einmal zuerst die Vorgeschichte.

Es gibt natürlich unterschiedlichste Meinungen über das Jagen von Tieren. Keine Angst, das Thema ist nicht verfehlt, aber es ist wichtig, zu erfahren, wie ich an das Rezept kam. Danach könnt ihr mich verurteilen.

Im letzten Herbst, während meines Urlaubs im Wallis, lud mich mein Vermieter zu einer Jagd auf Rotwild ein. Zunächst war ich überaus glücklich über diese Einladung. Doch nach und nach kamen mir Zweifel, ob eine Jagd für mich wirklich was tolles ist.

Der Vermieter erklärte mir als Laien, wieso, warum, weshalb. Er erzählte über Waldschäden, zu viele Tiere usw. Ich hatte aber immer nur das Gesicht des Hirsches vor Augen, oder war es ein Reh? Außerdem sollte und natürlich durfte ich nicht an der eigentlichen Jagd teilnehmen, also schießen war nicht für mich angesagt (hätte ich auch nicht gekonnt).

Am anderen Morgen, oder besser gesagt, mitten in der Nacht wurde ich geweckt und dann ging es los. Um es kurz zu machen, ich war nur Zuschauer und das noch weit weg vom Schuß. Letztendlich wurde auch ein Tier abgeschossen, es war ein junger Hirsch.

Nun zum eigentlichen Thema: Zwei Tage später wurde ich zum Jagdessen eingeladen. Es gab natürlich Hirschbraten. Das Besondere aber an dem Braten, so sagte es wenigstens der Gastgeber, sei die Zubereitung mit Hagebutten!

Oh-gott-oh-gott, dachte ich, wie soll das denn schmecken? Ich wurde positiv überrascht. Es war ein tolles Essen und die Erinnerung an das vor mir liegende tote Tier verblaßten zunehmends (oder lag es an dem Wein?)

Tage später bat ich meine Vermieterin um das Rezept, damit ich meine Rezeptsammlung bereichern konnte.

HIRSCHBRATEN MIT HAGEBUTTENSOSSE

Zutaten:
1000 g Hirschkeule ohne Knochen oder Hirschfilets,
eine kleine Hand voll Wacholderbeeren,
4 Eßlöffel selbstgemachte Hagebutten-Marmelade,
schwarzer Pfeffer, Salz, 5 Eßlöffel Öl,
100 ml Rotwein,
500 ml Wildfond,
200 g Crème Fraîch,
Speisestärke,
300 g Zwiebeln,
20 g Butter,
1 Dose Pfirsiche
und nochmals 100 ml Rotwein.

Dieses Gericht ist für 6 Personen bestimmt.

Zubereitung:
Die Wacholderbeeren fein hacken und mit Pfeffer und Öl vermischen. Das Fleisch mit dieser Marinade einstreichen und etwa 60 Minuten ruhen lassen. Danach das Fleisch mit Salz würzen, einschließlich der Ölmarinade in einen Bräter legen und offen garen.

Nach etwa 45 Minuten den Rotwein angießen und weitere etwa 10 Minuten garen. Crème Fraîche hinzufügen und wieder etwa 15 Minuten garen. Danach den Wildfond zugießen und zugedeckt in etwa 40 Minuten zu Ende garen.

Das Fleisch entnehmen und in Scheiben schneiden. Den Bratenfond mit etwas Wasser auffüllen und mit im kalten Wasser angerührter Speisestärke leicht binden. Die Hagebuttenmarmelade in die Soße rühren.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln in Scheiben schneiden und in der Butter andünsten. Die Pfirsiche in Würfel schneiden, zu den Zwiebeln geben und etwa 5 Minuten schwach kochen lassen. Dann den restlichen Rotwein zugeben und weitere 10 Minuten schwach kochen lassen. Mit etwas Pfirsichsaft würzen. Pfirsich-Zwiebel-Gemüse mit Fleisch und Soße anrichten.

Dazu gab es damals Salzkartoffeln.

Ein Super-Gericht, das alles andere vergessen ließ. Probiert es aus und ihr werdet mir Recht geben.

Vielen Dank fürs Lesen und guten Appetit.
Viele Grüße kalli46

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