Reservoir Dogs (DVD) Testbericht

ab 5,62
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Audiomanic

Tarantino der Erste...

Pro:

Ein Tarantino

Kontra:

Ohne Sam.L. Jackson und Travolta ;o(

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

Heute kommt Tarantinos Erstlingswerk zur Rezension.

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RESERVOIR DOGS
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Vorabinfos zur DVD:
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Preis: Meist unter 10,- EUR
Regie: Quentin Tarantino (wer sonst?!)
Drehbuch: Quentin Tarantino (wer sonst?!)
Kinostart: 1992
DVD Produktion: 2003
Ton: DD 5.1 in Deutsch und Englisch
Bild: 2,35:1 (anamorph codiert)
Untertitel: Deutsch und Englisch
Schauspieler:
- Harvey Keitel,
- Tim Roth,
- Chris Penn,
- Steve Buscemi,
- Lawrence Tierney,
- Michael Madsen,
- Eddie Bunker,
- Quentin Tarantino,
- Randy Brooks

Ich äußere mich diesmal nicht zur DVD Altersfreigabe. Jeder wird wissen warum.
Es gibt 2 DVD-Versionen. Die Single Disc und die Special Edition (Doppel DVD) in einem sehr schönen klappbaren Paperpack.


Die Story:
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8 Männer sitzen in einem kleinen Restaurant (Tarantino lässt seine Filme wohl gern in Restaurants beginnen) am Tisch, unterhalten sich über Madonna und Ihren Song „Like an Vergin“. Sinn und Texte interpretiert hier jeder anders, und die Diskussion endet in Sinn und Zweck von Trinkgeldern. (Typisch Tarantino)
Die Männer am Tisch sind....

...die sechs Reservoir Dogs:

Mr. Brown Quentin Tarantino
Mr. Blue Edward Bunker
Mr. White/Larry Dimmick Harvey Keitel
Mr. Orange/Freddy Newandyke Tim Roth
Mr. Blonde/Vic Vega Michael Madsen
Mr. Pink Steve Buscemi

...und der Gangsterboss Joe Cabot (Lawrence Tierney) und sein Sohn Eddie Cabot (Chris Penn)

Diese sechs, teils abgebrühte Gauner, wollen dem Auftrag Ihres „Teilzeitbosses“, einem Diamantenraub in einem Juwelierladen nachgehen. Es soll der große Coup werden, doch das „Ding“ platzt. Mr. Blonde verliert die Nerven und schießt wie wild umsich, als der Alarm von den Angestellten des Juwelierladens ausgelöst wird.
Mr. Blonde: „...Ich hab gesagt, dass ich alle abknalle, wenn jemand den Alarm auslöst“...und es knallt 4 mal!!!!
Plötzlich tauchen überall Bullen auf. Viel schneller als erwartet.

Später auf der Flucht, trifft Mr. Orange ein Bauchschuss und wird schwer verletzt. Mr. White bringt ihn zum Treffpunkt, der von allen nach dem Coup aufgesucht werden soll, und will ihm dort einen Arzt besorgen. Aber es sieht nicht gut aus für Mr. Orange...

...Mr. Pink taucht am Treffpunkt auf.
Er scheint kein Interesse am verblutenden Mr. Orange zu haben und wettert wie ein Rohspatz darüber, dass der Diamantenraub in die Hose ging und Mr. Orange bleibt erst einmal blutend liegen. Um es mit Mr. White´s Worten zu sagen, „Er blutet wie ein abgestochenes Schwein.“
Für Mr. Pink ist klar, dass es einen Verräter unter den Reservoir Dogs geben muss.

Oberste Regel: Loyalität und niemand verrät dem anderen seinen richtigen Namen. So arbeiten alle zusammen aber keiner kennt den anderen. Es werden nur die „farbigen“ Namen benutzt, doch Mr. White hat gepatzt und Mr. Orange bei einem vorherigen Zusammentreffen erzählt, wo er herkommt. Als Mr. Orange blutend im sterben liegt, fragt er Mr. White auch nach seinem Namen und Mr. White plaudert...
... Das Geschehen wendet sich in pures Misstrauen jedem gegenüber, und einer ist der Verräter...


Die DVD Extras:
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Die Extras umfassen hier sogar noch etwas weniger als auf Pulp Fiction. Knappe 22 Minuten Bonusmaterial.

Es gibt eine allgemeine Trailershow, eine Tarantino Trailershow (Pulp Fiction, Kill Bill, Reservoir Dogs und Jacky Brown) und ein Tarantino Interview.
Also nichts wirklich spektakuläres. Darum möchte ich auch nicht näher darauf eingehen.
Sollte ich hier einen Punkt anziehen? NEIN! Ich bin eh ein Bonusmuffel ;o)

Wer aber mehr Bonusmaterial möchte, kann sich die Special Edition (auch FSK 18 mit Bonus DVD) kaufen. (Bild siehe unten)
Da wird Euch folgendes geboten:

- Regiekommentar von Quentin Tarantino, Lawrence Bender und dem Cast
- Regiekommentar von Filmkritikern
- Einleitung von Quentin Tarantino
- Geschnittene Szenen
- Probeaufnahmen
- 10 Jahre später: Interviews mit Quentin Tarantino, Lawrence Bender und dem Cast
- Featurettes über den Drehort, den "Reservoir Dogs"-Style und die Entwicklung der Charaktere
- Das Netz des Film Noir: Überblick über die Regisseure des legendären Genres
- Die Klasse von '92: Retrospektive des Sundance Film Festivals
- Einflüsse und Anerkennungen: Lawrence Tierney, Pam Grier, Roger Corman u.v.m.
- Interaktive K-Billy Radioshow
- Diverse Kinotrailer
- Cast and Crew Infos und Interviews

Leider bekommt man diese Doppel DVD kaum unter 20,- EUR. Der ProMarkt verlangt sogar fast 28,- EUR dafür.

Bild und Ton:
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Wir werden auf der DVD mit einem guten 5.1 DD Sound beschallt, der nach meinem Gehör etwas besser als bei Pulp Fiction ist.
Ich würde mal die Note 8/10 vergeben.
Auch das Bild ist klarer und kontrastreicher als auf Tarantinos Nachfolger.
Note hier 9/10
Mich überrascht das etwas, da beide Filme UFA DVD´s, und im selben Jahr produziert sind.
Zudem ist Reservoir Dogs der etwas ältere Film. Vielleicht liegt es ja am Ausgansmaterial. Aber Spekulationen bringen jetzt nichts und ich gebe mal die Bild und Ton Gesamtnote von 8,5/10

Mein Fazit:
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Auch hier haben wir wieder einen typischen Tarantinostreifen. Eine verschachtelte aber zusammenhängende Geschichte, die im Laufe des Films durch 4 Rückblenden mehr oder weniger entwirrt wird. Gewohnt, zum Film ausreisende Dialoge, die teils sehr idiotisch wirken, meiner Meinung aber die Unbetroffenheit der Filmcharaktere wiederspiegelt. Wie kann ich mich, als moralisch normaldenkender, vor einem Diamantenraub über Sinn und Texte von Madonna, oder Sinn und Zweck von Trinkgeldern unterhalten?
Aber auch die Moral kommt hier nicht zu kurz. Verrat kann einfach nicht geduldet werden und so zieht auch Mr. White, der zu Mr. Orange ein sehr enges Verhältnis aufbaut, seine Konsequenzen am Ende des Films. (ups...)
Man kennt es ja schon aus diversen Mafiosofilmen, dass Loyalität ganz oben steht.

Der ganze Film ist diesmal zwar nicht ganz so verschachtelt wie Pulp Fiction, wird aber auch wieder aufgelockert, indem die Geschichte durch schon o. beschriebende Rückblenden unterbrochen wird.
So werden in den Rückblenden die Charaktere vorgestellt und gezeigt wie sich die 6 Dogs zusammenfanden.
Tarantino geht dabei wieder sehr genau auf die Psyche der einzelnen ein. Ich will nicht zu viel verraten, aber uns wird hier sehr schön deutlich gemacht, wie Mr. Orange in seiner Rolle als Gangster „aufgeht“.
Auch Mr. White* zeigt sich in den Rückblenden als Sympathieträger mit hohem Gewaltpotential aber auch Konsequenz. *Der Name passt zu ihm wie die Faust aufs Auge :o)

Tarantino mag für einige ein blutrünstiges Monster sein. Doch das ist er nicht, er hat nur seine eigene Art, Brutalität und Gewalt in seinen Filmen zu zeigen.
In Kriegsfilmen (z.B. Platoon) ist es an der Tagesordnung zerfetzte Leichen oder stark blutende Verwundete zu zeigen, denen das Gedärm aus dem Leib hängt. Das sehen zwar viele als schrecklich an, aber wer würde den Regisseur deshalb als Kranken und Irren bezeichnen?
Tarantino wird dies aber oft nachgesagt. Sogar von Fans.
Er zeigt uns in Reservoir Dogs sehr detailliert, wie einer Geisel der Dog´s, ein Ohr abgeschnitten und bis fast zur Unkenntlichkeit verprügelt wird. Dieser junge Polizist mit Familienanhang sieht dementsprechend schlimm aus. Aber ist das wirklich kränker als das Blut und die Gewalt, die in Kriegsfilmen gezeigt wird?

Meine Meinung zum Film:
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Ich bin das erste mal eingeschlafen und auch beim 2. Versuch den Film anzusehen, war ich eigentlich nicht voll und ganz vom Tarantinocharme ergriffen.
Der Film wirkte etwas später auf mich. Ich habe mir Gedanken zu Film gemacht und Stück um Stück kam meine Begeisterung, ohne den Film ein drittes mal gesehen zu haben.
Mir fehlte anfänglich Sam. Jackson und John Travolta, die doch so schön authentisch und penetrant durch Pulp Fiction zogen. Das konnte auch Harvey Keitel (hier Mr. White und Der Cleaner Mr. Wolf in Pulp Fiction) nicht umreisen.
Ich wollte Reservoir Dogs wohl zu sehr mit Pulp Fiction vergleichen, was ein großer Fehler war.
Man muss definitiv beide Filme als eigenständig ansehen und nicht miteinander vergleichen wollen.
So nach und nach kam das auch bei mir an, so dass er beim 3, 4,5 und ich glaube 6 mal voll durchstartete und mich voll und ganz begeistert hat.
Also volle PUNKTZAHL und auch für nicht Tarantinofans zu epfehlen!!!

In diesem Sinn, Ansehen, wirken lassen und noch mal ansehen ;o)))

Grüße und Dank fürs Lesen und Bewerten.

Jens

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • wirnhier

    11.03.2005, 08:49 Uhr von wirnhier
    Bewertung: sehr hilfreich

    Tarantino ist und bleibt wohl ein Sonderling. Diese Zerpflückung der Geschichten ist im Prinzip o.k., doch inhaltlich mag ich diesen Kerl nicht, also seine Film-Werke. Es ist zwar nicht ganz so, dass ich pauschal sage, dass ich seine Filme sch... find