Wilkinson Sword Intuition All-in-One Testbericht

Wilkinson-sword-intuition-all-in-one
ab 7,56
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Summe aller Bewertungen
  • Handhabung & Komfort:  gut
  • Haltbarkeit:  gut

Erfahrungsbericht von schneeweisschen

Shave it, Baby!

4
  • Haltbarkeit:  durchschnittlich

Pro:

schnell, unkompliziert, Rasierklinge und Gel in einem

Kontra:

bei täglicher Anwendung der Preis, starre Klinge, die keine \"Experimentalrasuren\" zulässt, Klinge rostet schneller als bei anderen Rasierern

Empfehlung:

Ja

Eigentlich habe ich es nicht nötig, mir die Beine zu rasieren. Ich bin nämlich mit einer so hellen und feinen Körperbehaarung gesegnet, dass meine Beine früher von Natur aus aussahen, als seien sie frisch rasiert. Obwohl sie es nicht waren. Aber da ich im bereits hohen Teenager-Alter natürlich machen musste, was alle Teenager-Mädchen tun, rasierte ich mir eines Tages die Beine. Und später dann auch die Achseln. Und noch später die Bikinizone (nicht zu verwechseln mit dem Bikini-Atoll, damit habe ich nichts zu tun!).

Und wie das so ist: wenn man einmal damit begonnen hat, sich die Beine oder was auch immer zu rasieren, dann tut man es vermutlich bis zu dem Alter, in dem ein gepflegter und schön rasierter Körper in der Prioritätenliste auf Platz 209 gerutscht ist. Weil man sich einerseits wohler fühlt, und weil rasierte Haare die blöde Angewohnheit haben, schneller und stoppeliger nachzuwachsen als nicht rasierte. Ein Teufelskreis, mit dem man sich wohl oder übel abfinden muss. Da heißt es, das Beste daraus zu machen. Zum Beispiel indem man sich das Rasieren so einfach und bequem wie möglich macht.

Auf „Intuition“ kam ich durch Ciao. Nio hat einen begeisterten Bericht über diese neue Art von Damenrasierer geschrieben, und ich war sofort Feuer und Flamme. Somit hat Ciao das erreicht, was die Marketingabteilung des Herstellers nicht geschafft hatte: mich zu überzeugen. Der TV-Werbespot suggeriert nämlich, dass Frauen zu blöd zum Rasieren sind, es sei denn sie benutzen „Intuition“.

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Intuition kann man als Grundausstattung inklusive Rasierer, Wandhalterung, einer so genannten Reisekappe sowie insgesamt drei Rasierklingen mit dem an diesem Produkt so besonderen Conditioner. Alles in allem bezahlt man zwischen 8,50 und 10 Euro dafür. Die Conditioner-Klingen kann man später im Sparpack nachkaufen, wenn die ersten drei verbraucht sind. Ich finde den Rasierer optisch recht ansprechend, auch wenn er etwas unhandlicher und um einiges dicker wirkt als ein herkömmlicher Damenrasierer.

Hauptargument für den Kauf war für mich die Kombination von Rasierer und Rasiergel inklusive Wandhalterung, da ich einer dieser schusseligen Frauen bin, die immer erst unter der Dusche merken, dass sie den Rasierer und/oder das Rasiergel im Badezimmerschrank vergessen haben. Also eigentlich genau so blöd wie die Frauen aus besagtem Werbespot. Der „Intuition“ von Wilkinson hängt dank einer Halterung mit Saugnapf an den Fliesen über meiner Badewanne und ist somit stets griffbereit, wenn mir mitten während des Badens einfällt, dass ich mich mal wieder rasieren müsste.

Der Conditioner befindet sich um die Rasierklinge herum. Es dauerte ein Weilchen, bis ich das merkte. Der Conditioner sieht auf den ersten und auch zweiten Blick aus wie ein Stück Plastik, das die Rasierklinge zum Schutz umgibt. Ähnlich wie man es auch von anderen Rasierern kennt, nur sehr viel dicker. Doch dieses Stück „Plastik“ entpuppte sich nach der 3. oder 4. Anwendung als eine seifenähnliche Substanz, wodurch ich begriffsstutzige Anwenderin endlich auch die Funktionsweise dieses Rasierers durchschaute. Durch das Anfeuchten wird der Conditioner zu einer Art Lotion, die parallel zum Rasiervorgang, also in einem Aufwasch sozusagen, auf die Haut aufgetragen wird.

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Die erste Anwendung war ebenso einfach wie revolutionär für mich. Die zu rasierenden Stellen müssen – genau wie der Rasierer – vor der Anwendung angefeuchtet werden, was aber unter der Dusche bzw. in der Wanne wohl nicht zum Problem ausarten dürfte. Dann geht es los. Ohne Rasiergel, ohne großes Tamtam. Der Conditioner fühlt sich auf der Haut wundervoll an, samtig, erfrischend, glatt. So schön, dass ich manchmal meine Beine rasiere, obwohl es noch gar nicht notwendig wäre.

Tatsächlich funktioniert auch die Rasur selbst ausgezeichnet. Nur selten muss ich die gleiche Stelle zweimal rasieren, weil nicht alle Häarchen entfernt worden sind. Es ziept nichts, brennt nichts, alles prima.
Ebenso schnell und bequem funktioniert auch die Rasur unter den Achseln.

Nun zu dem Punkt, den einige Ciao-Mitglieder bei diesem Produkt schon kritisiert haben: aufgrund der Dicke und der starren Position der Rasierklinge sind punktgenaue Rasuren eher schwierig. Das kann ich bestätigen. Für mich ist das jedoch kein Grund, meinem neuen Lieblingsrasierer wieder abzuschwören. Für den „Hausgebrauch“ ist „Intuition“ vollkommen ausreichend.
Für Frauen, die aus ihrer so genannten Intimzone jedoch eine geometrisch-ästhetische Wissenschaft machen, ist „Intuition“ hingegen ungeeignet. Wer aber auf Zickzack-Muster gut und gerne verzichten kann und lediglich Wert darauf legt, dass der Gang ins Schwimmbad aufgrund von Wildwuchs in der Bikinizone nicht zum Spießrutenlauf wird, wird mit Intuition mehr als zufrieden sein.

Ein wichtiger Faktor ist auch, wie schnell die Haare wieder nachwachsen. Nun, ich habe gegenüber meinem alten Rasierer inklusive Gilette-Rasiergel keine Unterschiede feststellen können. Sie wachsen bei mir weder besonders weich nach, noch viel stoppeliger als vorher.

Ein weiterer Kritikpunkt ist mir in einigen Berichten aufgefallen, den ich jedoch nicht nachvollziehen kann: angeblich wird der Conditioner sehr schnell verbraucht. Wenn der Conditioner aufgebraucht ist, muss der komplette Aufsatz inklusive der Rasierklinge gewechselt werden. Ich habe gelesen, dass bei den meisten die Rasierklingen noch in ausgezeichnetem Zustand gewesen seien, ein Wechsel also eigentlich Verschwendung darstellt. Ich habe diese Erfahrung genau anders herum gemacht. Die Klingen zeigen bei mir bereits kleine Rostspuren, wenn der Conditioner noch lange nicht aufgebraucht ist. Das ist vermutlich dadurch zu erklären, dass ich den Rasierer nur ca. alle 4-5 Tage verwende und entsprechend wenig Conditioner verbrauche. Die Rasierklinge hingegen ist durch den noch lange nach der Anwendung feuchten Conditioner viel rostanfälliger und muss daher öfter gewechselt werden, als ich es von meinem alten Rasierer gewohnt bin. Aber das stört mich ganz und gar nicht.


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Ich werde „Intuition“ sicher auf lange Sicht treu bleiben.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass „Intuition“ bei täglicher Verwendung aus finanzieller Hinsicht anderen Rasierern gegenüber auf der Verliererseite steht. Für Gelegenheitsnutzer, zu denen ich mich zähle, ist es aber die genialste Erfindung im Bereich Damenrasur, die mir je untergekommen ist. An Anwenderfreundlichkeit, Bequemlichkeit und Nutzen einfach nicht zu überbieten.

Danke Wilkinson, danke Nio!

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