Wolfgang Hohlbein Testbericht

Wolfgang-hohlbein
ab 9,44
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Erfahrungsbericht von BjoernS

Von Hexen, Vampyre und anderen Lebewesen ...

Pro:

History

Kontra:

what about Fantasy?

Empfehlung:

Ja

Montageeinsätze haben den Vorteil, dass man wenigstens etwas zum Lesen kommt, nämlich immer dann, wenn man ins Bett geht. Schließlich kann man ohne ein wenig „Abschalten“ nicht immer gleich einschlafen und was eignet sich da besser als ein gutes Buch :-) Begleiter in den letzten Nächten war in diesem Fall das Buch „Der Todesstoss“

Der Autor
Wolfgang Hohlbein ist ein deutscher Fantasy-Autor mit sehr großen Erfolg. Er schreibt manche seiner Bücher zusammen mit seiner Frau Heike. Hohlbein wurde 1953 geboren und lebt in Weimar. Er schreibt nicht nur Fantasy, sondern auch Kinder- und Jugendbücher, Horror und Sciencefiction. Am bekanntesten ist er allerdings durch die Fantasy-Bücher.

Zu diesem Buch
Das Buch ist der dritte Teil aus der Serie „Die Chronik der Unsterblichen“. Meine Taschenbuchvariante ist bei Ullstein im Jahr 2002 erschienen, trägt die ISBN-Nummer 3548253784 und kostet 8,95 Euro. Insgesamt hat das Buch 405 Seiten, wobei aber reiner Text nur 391 Seiten sind.. Illustrationen sind im Buch nicht enthalten.

Inhalt
Der Vampyre Andrej und der ehemalige Sklavenhändler Abu Dan sind wieder einmal unterwegs. Dabei beobachten sie, wie in einem Dorf Zigeuner der Hexerei für schuldig befunden und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Die beiden greifen ein und retten dabei eine junge Frau, die scheinbar genauso wie Andrej zu den Unsterblichen gehört. Die Frau stirbt kurze Zeit später aber trotzdem, doch Andrej hat von ihr noch erfahren, dass eine alte Zigeunerin in Bayern ihm eventuell mehr über die Natur seines Wesens erzählen könnte. Die beiden brechen auf ....
Unterwegs kommen sie im Dorf Tretklamm vorbei, wo sie mit äußerster Skepsis behandelt werden. Nur Birger schenkt ihnen Vertrauen und bittet sie, seine verschleppte Tochter aus einem Kloster zu befreien. Auf dem Weg dorthin trifft Andrej auf ein sonderbares Wesen – nicht Mensch, nicht Tier. Dieses Wesen hat unsägliche Kräfte und Andrej überlebt den Kampf nur, weil er einen alten Vampyre-Trick anwendet. Daber nähert er sich der Seele des Wesen. Der Trick gelingt doch scheinbar hat dies einen Einfluss auf Andrej, er beginnt sich in seinem Wesen zu verändern ....
Die Befreiung von Birgers Tochter gelingt, doch auf dem Rückweg gibt es Probleme ....

Spielt Birger ein falsches Spiel? Wie wirken sich die Veränderungen von Andrej aus, was hat es mit den Einwohnern von Tretklamm auf sich und vor allem wer oder was ist dieses sonderbare Wesen? Ich schlage vor, ihr lest es selber nach :-)

Meine Meinung
Zunächst möchte ich einmal vorweg schicken, dass ich beim Kauf nicht wusste, dass es sich um den dritten Teil einer Serie handelt. Inhaltlich war das Buch aber trotzdem sofort gut zu verstehen und ich habe eigentlich erst in der Mitte des Buches gemerkt, dass es noch etwas „vorweg“ geben muss.
Das Buch beginnt gleich ziemlich spannend, lässt dann aber stark nach. Nach dem ersten Kapitel plätschert die Geschichte für etwa 70 Seiten vor sich hin und man ist geneigt, es wieder weg zu legen. Doch dann steigert sich die Spannung ziemlich drastisch und lässt bis zur letzten Seite nicht mehr nach. Mir ist es ziemlich schwer gefallen, das Buch ab diesem Punkt aus der Hand zu legen – trotz der wenigen Stunden Schlaf, die mir auf diesem Montageeinsatz verbleiben, konnte ich nicht anders und habe stets weiter gelesen, bis es wirklich nicht mehr ging.

Hat man sich erst einmal durch die ersten Seiten gequält, ist das Buch an Spannung kaum noch zu überbieten. Dabei verwendet der Autor eine recht einfache Sprache, Fremdworte kommen fast gar nicht vor und auch die Sätze sind nicht endlos ineinander verschachtelt. Insgesamt ist das Buch vom Schreibstil her sehr gut zu lesen. Schön ist es auch, dass geschichtliche Dinge (wie z.B. die Inquisition) nicht in breiten ausschmückenden Worten erklärt werden, wie es manche andere Bücher, die in dieser Zeitepoche spielen, so an sich haben. Dies finde ich von daher schön, weil ich der Meinung bin, das solche „Einrichtungen“ einfach bekannt sind. Schließlich hatte jeder einmal Geschichtsunterricht ...

Aufgefallen ist mir eine rechte große Anzahl von Tipp- bzw. Setzfehlern. Meistens waren es nur Dreher in der Buchstabenfolge und haben den Lesefluss nicht wirklich gestört, aber es ist aufgefallen und eigentlich bin ich das vom Ullstein-Verlag nicht gewohnt....

Fazit
Das Buch ist äußerst spannend und ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Gute Story, schöner Schreibstil, spannend Geschichte, gut gezeichnete Charaktere – was will man mehr. Es ist nicht unbedingt notwendig, die Teile 1 und 2 der Serie vorab zu lesen ...
Für den schleppenden Anfang und die vielen Fehler in der Rechtschreibung ziehe ich allerdings etwas ab, so dass es nicht die höchste Bewertung gibt. Trotzdem kann ich das Buch JEDEM empfehlen – für Hohlbein-Fans ist es eh ein absolutes Muss.

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywl



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-01 19:11:16 mit dem Titel Chronik der Unsterblichen 2: Der Vampyr

Nachdem ich dummerweise das dritte Buch der Hohlbein-Reihe „Chronik der Unsterblichen“ zuerst gelesen habe und begeistert war, dann den ersten Teil fast aus der Hand gelegt habe, weil er so schlecht ist, war ich doch ziemlich gespannt, wie der zweite Teil so daher kommt .... und genau um diesen zweiten Teil (Titel: „Der Vampyr“) geht es heute ...

Der Autor
Wolfgang Hohlbein ist ein deutscher Fantasy-Autor mit sehr großen Erfolg. Er schreibt manche seiner Bücher zusammen mit seiner Frau Heike. Hohlbein wurde 1953 geboren und lebt in Weimar. Er schreibt nicht nur Fantasy, sondern auch Kinder- und Jugendbücher, Horror und Sciencefiction. Am bekanntesten ist er allerdings durch die Fantasy-Bücher.

Zu diesem Buch
Das Buch ist der zweit Teil aus der Serie „Die Chronik der Unsterblichen“. Meine Taschenbuchvariante ist bei Ullstein im Dezember 2001 erschienen, trägt die ISBN-Nummer 3548252613 und kostet 7,95 Euro. Insgesamt hat das Buch 348 Seiten. Illustrationen sind im Buch nicht enthalten.

Inhalt
Der Vampyr Andrej Delany folgt mit dem jungen Frederic dem Sklavenhändler Abu Dun, der die Überlebenden seiner Heimatstadt auf seinem Schiff gefangen hält. Als Andrej sich gerade auf das Schiff geschlichen hat, kommt es zur Konfrontation mit der heiligen Inquisition, die von einem Ritter in einer blutroten Rüstung unterstützt wird, und das Schiff brennt

Andrej rettet Abu Dun und auch Frederic überlebt. Die drei schließen sich zusammen und machen sich auf die Suche nach dem Ritter mit der blutroten Rüstung. Dieser ist unter dem Namen Dracul bekannt, wird auch der Pfähler genannt und herrscht mit schrecklicher Gewalt in einem Teil von Transsilvanien.

Während eines Kampfes fallen die 3 Gefährten in die Hände von Dracul und dieser kommt nach und nach hinter das Geheimnis von Andrej und Frederic. Er hat schon viel von Vampyr gehört und versucht mit List und Tücke selber einer zu werden ... Mehr sei hier nicht verraten.

Meine Meinung
Ich sach mal NAJA. Dieser Teil war sicherlich nicht so schlecht wie der erste Teil, aber sicherlich auch nicht so gut wie der dritte. Der Schreibstil ist wieder ziemlich einfach gehalten, die Story manchmal etwas langweilig aber sehr gut lesbar. Im Gegensatz zum ersten Teil kommt es nicht zu ständigen Wiederholungen von Fakten, so dass man nicht genervt irgendwelche Absätze überspringt. Auch ist es Hohlbein diesmal gelungen, an einigen – wenn auch wenigen Stellen – die Handlung so zu gestalten, dass man nicht sofort wusste, was als nächstes kommt.

Die Story lehnt sich wieder an einige bekannte Vampir-Geschichten an, so erinnert die Darstellung von Dracul doch sehr an die bekannten Dracula, nicht nur des Namens weg. Und wieder werden einige vampir-geschichten-typische Fakten verändert oder anders dargestellt. Sogesehen ist das Buch eine Vampirgeschichte und eben wieder doch nicht. Nichts halbes und nichts Ganzes ...

Verwirrend finde ich den Titel des Buches. Jetzt, wo ich die ersten drei Teile der Reihe gelesen habe, glaube ich einfach, dass dieser Titel auf das erste Buch gehört hätte ... ebenfalls negativ aufgefallen ist mir, dass nirgendwo auf den Buchtiteln verzeichnet ist, welcher Teil nun die Nummer 1,2 oder 3 ist. Einzig am Ende der Story findet man einen Hinweis „Ende von Buch 2“. Für jemanden, der im Laden steht ziemlich dämlich, wenn weder auf dem Cover noch in den Deckblättern zu erkennen ist, um welchen Teil es sich handelt ...

Auch in diesem Buch fällt der einfache Schreibstil und der Verzicht auf Fremdwörter auf, der in meinen Augen bisher eigentlich Hohlbein-typisch war. Und wieder habe ich mich gefragt, ob es wirklich Hohlbein war, der dieses Buch geschrieben hat. Wenn nicht, war es aber definitive auch jemand anderes als bei Teil 1 :-) Der zweite Teil kann problemlos gelesen werden, ohne dass man den ersten Teil kennt. Man findet sehr schnell in die Geschichte herein und überhaupt liegt das Niveau nur geringfügig über trivial :-)


Fazit
Wer den ersten Teil gelesen hat und den dritten nicht kennt, wird sicherlich überrascht sein, denn Teil 2 ist um Welten besser .... allerdings nicht so gut wie Teil 3. Sozusagen Platz „2 für Teil 2“ :-) Insgesamt eine leichte Lektüre, die sich gut lesen lässt, aber auch nicht all zuviel Spannung verspricht. Gut geeignet für langweilige Zugfahrten oder für die Liege am Strand aber nichts weltbewegendes.

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-01 19:08:46 mit dem Titel Chronik der Unsterblichen 1: Am Abgrund

Urlaub ist etwas schönes und dabei am Strand liegen und ein Buch zu lesen natürlich dir Krönung :-) Da ich kurz vor meinem Urlaub das 3. Buch aus einer Hohlbein-Reihe gelesen habe, musste ich natürlich meinem Fehler korrigieren und die Reihe von vorne beginnen, es geht um „die Chronik der Unsterblichen“ und das Buch trägt den Titel „Am Abgrund“.

Der Autor
Wolfgang Hohlbein ist ein deutscher Fantasy-Autor mit sehr großen Erfolg. Er schreibt manche seiner Bücher zusammen mit seiner Frau Heike. Hohlbein wurde 1953 geboren und lebt in Weimar. Er schreibt nicht nur Fantasy, sondern auch Kinder- und Jugendbücher, Horror und Sciencefiction. Am bekanntesten ist er allerdings durch die Fantasy-Bücher.

Zu diesem Buch
Das Buch ist der erste Teil aus der Serie „Die Chronik der Unsterblichen“. Meine Taschenbuchvariante ist bei Ullstein im Oktober 2001 erschienen, trägt die ISBN-Nummer 354825165X und kostet 8,95 Euro. Insgesamt hat das Buch 359 Seiten. Illustrationen sind im Buch nicht enthalten.

Inhalt
Andrej Delany kehrt in sein Heimatdorf zurück und findet dieses völlig verlassen vor. Ein Teil der ehemaligen Bevölkerung ist regelrecht abgeschlachtet worden, einzig der junge Frederic hat überlebt. Von ihm erfährt Delany, dass die Täter in den kirchlichen Kreisen zu suchen sind und macht sich zusammen mit dem Jungen auf den Weg, um der krichlichen Inquisition und der verschleppten Dorfbevölkerung zu folgen.
Doch Delany ist ein besonderer „Mensch“, seine Wunden heilen extrem schnell und er scheint nahezu unverwundbar. Ein Teil seiner Gegner scheint die gleiche Gabe zu haben – und wie sieht es mit Frederic aus?
Im Laufe der Reise lernt Delany mehr und mehr über sich ... und mehr verrate ich hier nicht.

Meine Meinung
Die Inhaltsangabe ist ziemlich kurz ausgefallen, was nicht etwa daran liegt, dass ich keine Lust hatte mehr zu schreiben, sondern schlicht und einfach daran, dass es nicht mehr zu berichten gibt. Der Inhalt ist mehr als dürftig, die Handlung wirkt schleppend und langatmig. Nein, dass ist kein Hohlbein, wie ich ihn gewohnt bin. Insgesamt erinnert das Ganze mehr an eine Vorlage zur Verfilmung oder an ein Theaterskript als an eine gut erzählte Geschichte. An sich finde ich die Grundidee hinter der Story – eine andere Form von Vampirgeschichte, etwas ab vom üblichen Vampirklischee – ja ganz gut, aber es kommt einfach nicht vernünftig rüber. Wenn diese Buch nicht zu meinem „Urlaubverbrauch“ gezählt hätte – und ich damit entspannt nebenbei den Strand beobachten konnte, dann wäre dieses das erste Hohlbein-Buch gewesen, welches ich aus der Hand gelegt hätte ohne es zu Ende zu lesen.
Auch der Stil des Buches ist nicht typisch für Hohlbein. Vielen Dinge kommen einfach nicht auf den Punkt, die Spannung fehlt gänzlich, die Story ist vorhersehbar. Besonders verwirrend finde ich es, dass die Personen manchmal beim Vornamen (z.B. „Andrej hat gesehen ...“) und gleich danach wieder beim Nachnamen (z.B. „Delany machte ...“) genannt werden. Das ist nicht nur schrecklich schwer nachvollziehbar, um die Verwirrung komplett zu machen, trägt der junge Frederic auch den Nachnamen Delany und manchmal ist gar nicht klar, wer denn nun eigentlich gemeint ist ....

Fazit
Selbst als eingefleischter Hohlbein-Fan kann ich nur sagen: FINGER WEG! Dieses Buch ist einfach nur schlecht, völlig untypisch ... und jeder der mit diesem Buch in Hohlbeins Reich eintreten möchte, wird es danach sicherlich bleiben lassen. Rein spekulativ würde ich jetzt einfach mal die These aufwerfen, dass dieses Buch nicht vor Hohlbein geschrieben worden ist, sondern er nur seinen Namen dafür her gegeben hat. Sollte es so sein, dann war das eine sehr schlechte Entscheidung von ihm ...

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-01 19:13:15 mit dem Titel Chronik der Unsterblichen 3: Der Todesstoss

Montageeinsätze haben den Vorteil, dass man wenigstens etwas zum Lesen kommt, nämlich immer dann, wenn man ins Bett geht. Schließlich kann man ohne ein wenig „Abschalten“ nicht immer gleich einschlafen und was eignet sich da besser als ein gutes Buch :-) Begleiter in den letzten Nächten war in diesem Fall das Buch „Der Todesstoss“

Der Autor
Wolfgang Hohlbein ist ein deutscher Fantasy-Autor mit sehr großen Erfolg. Er schreibt manche seiner Bücher zusammen mit seiner Frau Heike. Hohlbein wurde 1953 geboren und lebt in Weimar. Er schreibt nicht nur Fantasy, sondern auch Kinder- und Jugendbücher, Horror und Sciencefiction. Am bekanntesten ist er allerdings durch die Fantasy-Bücher.

Zu diesem Buch
Das Buch ist der dritte Teil aus der Serie „Die Chronik der Unsterblichen“. Meine Taschenbuchvariante ist bei Ullstein im Jahr 2002 erschienen, trägt die ISBN-Nummer 3548253784 und kostet 8,95 Euro. Insgesamt hat das Buch 405 Seiten, wobei aber reiner Text nur 391 Seiten sind.. Illustrationen sind im Buch nicht enthalten.

Inhalt
Der Vampyre Andrej und der ehemalige Sklavenhändler Abu Dan sind wieder einmal unterwegs. Dabei beobachten sie, wie in einem Dorf Zigeuner der Hexerei für schuldig befunden und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Die beiden greifen ein und retten dabei eine junge Frau, die scheinbar genauso wie Andrej zu den Unsterblichen gehört. Die Frau stirbt kurze Zeit später aber trotzdem, doch Andrej hat von ihr noch erfahren, dass eine alte Zigeunerin in Bayern ihm eventuell mehr über die Natur seines Wesens erzählen könnte. Die beiden brechen auf ....
Unterwegs kommen sie im Dorf Tretklamm vorbei, wo sie mit äußerster Skepsis behandelt werden. Nur Birger schenkt ihnen Vertrauen und bittet sie, seine verschleppte Tochter aus einem Kloster zu befreien. Auf dem Weg dorthin trifft Andrej auf ein sonderbares Wesen – nicht Mensch, nicht Tier. Dieses Wesen hat unsägliche Kräfte und Andrej überlebt den Kampf nur, weil er einen alten Vampyre-Trick anwendet. Daber nähert er sich der Seele des Wesen. Der Trick gelingt doch scheinbar hat dies einen Einfluss auf Andrej, er beginnt sich in seinem Wesen zu verändern ....
Die Befreiung von Birgers Tochter gelingt, doch auf dem Rückweg gibt es Probleme ....

Spielt Birger ein falsches Spiel? Wie wirken sich die Veränderungen von Andrej aus, was hat es mit den Einwohnern von Tretklamm auf sich und vor allem wer oder was ist dieses sonderbare Wesen? Ich schlage vor, ihr lest es selber nach :-)

Meine Meinung
Zunächst möchte ich einmal vorweg schicken, dass ich beim Kauf nicht wusste, dass es sich um den dritten Teil einer Serie handelt. Inhaltlich war das Buch aber trotzdem sofort gut zu verstehen und ich habe eigentlich erst in der Mitte des Buches gemerkt, dass es noch etwas „vorweg“ geben muss.
Das Buch beginnt gleich ziemlich spannend, lässt dann aber stark nach. Nach dem ersten Kapitel plätschert die Geschichte für etwa 70 Seiten vor sich hin und man ist geneigt, es wieder weg zu legen. Doch dann steigert sich die Spannung ziemlich drastisch und lässt bis zur letzten Seite nicht mehr nach. Mir ist es ziemlich schwer gefallen, das Buch ab diesem Punkt aus der Hand zu legen – trotz der wenigen Stunden Schlaf, die mir auf diesem Montageeinsatz verbleiben, konnte ich nicht anders und habe stets weiter gelesen, bis es wirklich nicht mehr ging.

Hat man sich erst einmal durch die ersten Seiten gequält, ist das Buch an Spannung kaum noch zu überbieten. Dabei verwendet der Autor eine recht einfache Sprache, Fremdworte kommen fast gar nicht vor und auch die Sätze sind nicht endlos ineinander verschachtelt. Insgesamt ist das Buch vom Schreibstil her sehr gut zu lesen. Schön ist es auch, dass geschichtliche Dinge (wie z.B. die Inquisition) nicht in breiten ausschmückenden Worten erklärt werden, wie es manche andere Bücher, die in dieser Zeitepoche spielen, so an sich haben. Dies finde ich von daher schön, weil ich der Meinung bin, das solche „Einrichtungen“ einfach bekannt sind. Schließlich hatte jeder einmal Geschichtsunterricht ...

Aufgefallen ist mir eine rechte große Anzahl von Tipp- bzw. Setzfehlern. Meistens waren es nur Dreher in der Buchstabenfolge und haben den Lesefluss nicht wirklich gestört, aber es ist aufgefallen und eigentlich bin ich das vom Ullstein-Verlag nicht gewohnt....

Fazit
Das Buch ist äußerst spannend und ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Gute Story, schöner Schreibstil, spannend Geschichte, gut gezeichnete Charaktere – was will man mehr. Es ist nicht unbedingt notwendig, die Teile 1 und 2 der Serie vorab zu lesen ...
Für den schleppenden Anfang und die vielen Fehler in der Rechtschreibung ziehe ich allerdings etwas ab, so dass es nicht die höchste Bewertung gibt. Trotzdem kann ich das Buch JEDEM empfehlen – für Hohlbein-Fans ist es eh ein absolutes Muss.

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-13 13:36:57 mit dem Titel Azrael - die Wiederkehr: "es blutet also kann man es töten"

Neulich beim Stöbern auf amazon habe ich das Buch „Azrael – die Wiederkehr“ von Wolfgang Hohlbein gesehen. Und da ich mich daran erinnern konnte, wie gut mir das erste Azrael-Buch gefallen hat, kam ich natürlich nicht um hin, dieses Buch zu bestellen, zu lesen und darüber hier zu berichten ...


Der Autor

Wolfgang Hohlbein ist ein deutscher Fantasy-Autor mit sehr großen Erfolg. Er schreibt manche seiner Bücher zusammen mit seiner Frau Heike. Hohlbein wurde 1953 geboren und lebt in Weimar. Er schreibt nicht nur Fantasy, sondern auch Kinder- und Jugendbücher, Horror und Sciencefiction. Am bekanntesten ist er allerdings durch die Fantasy-Bücher.


Zu diesem Buch

Das Buch ist die Fortsetzung zu „Azrael“. Meine Taschenbuchvariante ist bei Heyne im Jahr 1998 erschienen, trägt die ISBN-Nummer 3453131444 und kostet 7,95 Euro. Insgesamt hat das Buch 412 Seiten. Illustrationen sind im Buch nicht enthalten.


Inhalt

5 Jahre nach dem der Kampf gegen Azrael scheinbar gewonnen worden ist, passieren in Berlin wieder einige Morde. Doch man kommt dem Täter nicht auf die Spur, alles sieht nach Selbstmord aus. Inspektor Bremer lang nach dem letzten Kampf gegen Azrael mehrere Tage im Koma und hat dann den Sprung zurück ins Leben geschafft. Nun sieht es so aus, als ob die Mordopfer mit ihm in Verbindung stehen – es sind alles Kriminelle, die nicht verurteilt worden sind. Man spricht von Bremer’s Liste und von Selbstjustiz. Bremer bekommt die junge Polizistin West zur Seite gestellt und wird kurz danach vom Dienst suspendiert. Verfolgt von der Wahrnehmung Azrael’s versucht Bremer diesen Fall trotzdem zu lösen und kämpft dabei scheinbar gegen eine übermächtige Organisation. Und komischerweise tauscht West immer wieder im richtigen Moment auf um Bremer zu schützen ...

Was steckt wirklich hinter West? Was hat es mit dem seltsamen Reaktionen eines klinisch Toten auf sich, die immer dann auftreten, wenn Azrael irgendwo erscheint? Ich will die Spannung nicht verderben, deshalb lest es selber.


Meine Meinung

Um es gleich vorweg zu nehmen, der erste Teil war besser. „Azrael – die Wiederkehr“ ist sehr gut lesbar und eine echter Fantasy-Roman. Zum Verständnis ist es nicht unbedingt notwendig, den ersten Teil gelesen zu haben – es vereinfacht die Sache aber doch ein wenig.

Die Story spielt in der heutigen Zeit in Berlin und verbindet Fantasy-Elemente mit einem „normalen“ Kriminalroman. Dabei ist Hohlbein in meinen Augen manchmal etwas über das Ziel hinaus geschossen und hat zu dick aufgetragen. Sicherlich kann man von einem Fantasy-Roman nicht unbedingt erwarten, dass alles glaubwürdig ist. Aber in den Passagen, in denen das Buch eigentlich die Züge eines Kriminalromans angenommen hat, hätte ich mir ein wenig mehr Glaubwürdigkeit erwünscht. Die Kombination dieser beiden Stile ist sicherlich nicht einfach zu bewältigen, diesmal ist es Hohlbein nicht so gut gelungen wie im ersten Teil. Es gibt Passagen, die wirken so unglaubwürdig, dass man fast darüber lachen könnte – komischerweise bleibt die Story an solchen Stellen trotzdem spannend.

Manche Passagen lassen dem Leser einen kleinen Schauer über den Rücken laufen, denn sie sind wirklich gruselig. An solchen Stellen erinnert der Schreibstil ein wenig an Stephen King mit seinen detaillierten, fast kleinlich genauen Beschreibungen. Hier macht es besonders viel Spaß, zu lesen.

Spannend ist das Buch auf jeden Fall – und zwar von der ersten Seite an. Langatmige Passagen sucht man vergebens und es fällt immer wieder schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Man kann dabei der Story stets sehr gut folgen, ohne dass sie vorhersehbar wird. Der Schreibstil ist gut zu lesen und erfordert keine höheren geistigen Anstrengungen – also wirklich etwas zum entspannten Lesen.

Schade finde ich, dass Hohlbein in diesem Buch die Figur Azrael ziemlich genau beschreibt. Dabei verliert der Charakter das Mythische, bekommt menschliche Züge und verkommt irgendwie zu einen Monster, wie es in billigsten Horrorfilmen dargestellt wird. Eigentlich sollte einem Autor so etwas bei einer Fantasy-Figur nicht passieren ....


Was sonst noch

An einer Stelle des Buches erscheint der Satz „es blutet, also kann man es töten“. Das kam mir bekannt vor und ich bin mir sicher, dass dieser Satz im Original nicht von Hohlbein stammt. Ich weiss nur nicht, woher ich diesen Auspruch kannte. Aufgefallen ist es mir vor allem, weil es nicht zum Schreibstil von Hohlbein passt. Es beschreibt die geschilderte Situation zwar ganz gut, aber irgendwie wirkt der Satz fehl am Platz. Weiß jemand, wo dieser Ausspruch noch vorkommt?


Fazit

Ein ziemlich gutes Hohlbein-Buch, da habe ich schon deutlich schlechtere gelesen. Eine spannende Story der man gut folgen kann – ein Buch zur Entspannung, welches man nur schwer weglegen kann. Leider ist es dem Autor nicht gelungen, den Spagat zwischen Krimi und Fantasy so gut hinzubekommen wie im ersten Teil. Deshalb gibt es auch einen Punkt Abzug, empfehlen kann ich dieses Buch aber trotzdem auf jeden Fall. Zum besseren Verständnis sollte man eventuell zunächst den ersten Teil lesen ...


Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-03 13:11:02 mit dem Titel Die Nacht des Drachen: "Über die Angst vor Andersartigem"

Drachen und Drachenreiter – das klingt doch ziemlich nach Fantasy, dazu noch ein Buch von Hohlbein, da konnte eigentlich nichts schief gehen. Umso überraschter war ich beim Lesen, als ich feststellte, dass sich in diesem Hohlbeinwerk auch eine Menge Gesellschaftskritik verbirgt. Wovon ich rede: Wolfgang Hohlbein, die Nacht des Drachen.


Der Autor

Wolfgang Hohlbein ist ein deutscher Fantasy-Autor mit sehr großen Erfolg. Er schreibt manche seiner Bücher zusammen mit seiner Frau Heike. Hohlbein wurde 1953 geboren und lebt in Weimar. Er schreibt nicht nur Fantasy, sondern auch Kinder- und Jugendbücher, Horror und Sciencefiction. Am bekanntesten ist er allerdings durch die Fantasy-Bücher.


Zu diesem Buch

Meine Taschenbuchvariante ist bei Heyne im Jahr 2000 erschienen, trägt die ISBN-Nummer 3453157516 und kostet 7,95 Euro. Insgesamt hat das Buch 332 Seiten. Illustrationen sind im Buch nicht enthalten.


Kurz zur Story

Die Geschichte spielt irgendwann in der Vergangenheit in einem nicht näher benannten Teil der Erde. Die junge Yori lebt mit einen Nomandensippe und stellt bei der Jagd fest, dass sie eine eigenartige Verbindung zu einer großen Echse hat. Im Laufe der Geschichte lernt sie etwas über das alte Volk der Drachen und stellt fest, dass sie selber mit diesen Wesen gut umgehen kann – sie scheint zum alten Volk der Drachenreiter zu gehören, die in der Lage sind, eine enge Verbindung mit den Echsen eingehen zu können. Aus Angst der Menschen vor den Drachen wird sie jedoch zum Außenseiter ...


Literarisches

Der erste auffällige Punkt an diesem Buch ist das Fehlen von Kapitel. Die Geschichte beginnt ohne Einleitung, die verschiedenen Abschnitte der Story sind durch Absätze getrennt – Kapiteleinteilung oder gar Überschriften sucht man jedoch vergeblich. Etwa in der Hälfte des Buches beginnt eine zweite Geschichte mit den gleichen Personen – allerdings spielt dieser Teil etwa ein halbes Jahr nach dem ersten Teil. Es wirkt fast so, als ob es ein zweites Buch ist und doch wird dieser Teil nur durch einen simplen Absatz vom ersten Teil getrennt. Manchmal ist das etwas verwirrend – sind wir Leser doch so an klare Strukturen in Form von Kapitel gewöhnt.

Die zweite Besonderheit des Buches liegt in den Satzkonstruktionen. Man findet hochkomplizierte Gebilde mit vielen Nebensätzen und adverbialen Bestimmungen und man findet ganz einfach, kurze, prägnante Sätze. Der normale Satz inklusive einem einfachen Nebensatz kommt fast gar nicht vor. Dies lässt den Schreibstil etwas eigenartig wirken, ist aber trotzdem jederzeit gut zu lesen und klar verständlich.


Interpretatives

Am Anfang wirkt das Buch wie eine gewöhnliche Fantasy-Geschichte, eben so, wie man es nach dem Klappentext und auch von dem Autor erwartet. Doch dass Buch steckt voller Interpretationsmöglichkeiten, die in Richtung Gesellschaftskritik gehen....

Im ersten Teil stützt sich diese besonders auf die Verbindung der beiden grundverschiedenen Wesen Mensch und Drache. Yori kann zunächst nicht akzeptieren, was ganz offensichtlich ist. Sie will nicht verstehen, dass sie das Wesen der Drachen beeinflussen und verstehen kann, will nicht begreifen, dass es eine Verbindung gibt. Sie kann es wahrscheinlich zunächst auch gar nicht – denn auch in unserer Gesellschaft ist es schwer, etwas zu akzeptieren, was anders ist, was anders denkt, fühlt und lebt. Noch schwerer zu verstehen ist dann sicherlich das Wesen unserer Gesellschaft, welches die Andersartigkeit versteht und unterstützt. Auch Yori wird durch dieses Verständnis und durch ihr Verhalten zum Außenseiter ihrer Sippe – und dass obwohl gerade ihr Verständnis der Drachen die Sippe rettet. Die vielen Parallelen zu unserer modernen Gesellschaft treten zwar nicht völlig offen zu Tage, sind aber durchaus zu finden, wenn man mal ein wenig darüber nachdenkt. Schließlich wird man in unserer Gesellschaft auch sehr schnell zum Außenseiter, wenn man anders ist – oder wenn man „Andersartige“ versteht und unterstützt.

Im zweiten Teil der Geschichte geht es um die Ausbeutung der Erde auf der Suche nach Rohstoffen und Wertgegenständen – und um die Gier der Menschheit. Hier wird – schon viel deutlicher als im ersten Teil – Kritik geübt. Der Mensch nimmt sich dass, was er haben möchte und achtet dabei in keiner Weise darauf, dass dies unter Umständen dazu führen können, dass andere Lebensformen verletzt oder gar getötet werden. In der Geschichte stehen intelligente Lebewesen vor dem Untergang, weil der Mensch eine Art Diamant abbaut. Die Geschichte nimmt diesmal ein gutes Ende, aber parallelen zu unserer Industriegesellschaft braucht man nicht lange suchen – unsere Erde ist nicht weit entfernt von einem biologischen Kollaps und es sterben fast täglich irgendwelche Arten aus, weil der Mensch rücksichtslos und in unendlicher Profigier die Natur ausbeutet.

Unterschwellig spielt auch die Angst vor dem Andersartigen im zweiten Teil eine Rolle. Die Menschen nehmen Kontaktversuche der bedrohten Lebensform nicht wahr – nur weil diesen Wesen nicht wie Menschen sprechen können.


Fazit

Irgendwie ist diese Buch nicht typisch für Hohlbein. Die etwas verwirrende Strukturierung des Buches und der eigenartige Schreibstil würden eigentlich eher für einen anderen Autor sprechen. Trotzdem ist die Story unbedingt lesenswert – man kann ihr gut folgen, sie ist spannend und manchmal niedlich. Aber vor allem ist es eine Story mit einer ganzen Menge Gesellschaftskritik – ein Buch, über dass man auf jeden Fall diskutieren kann, wenn man denn will. Wer sich dem verschließen möchte, dem bleibt eine durchschnittliche Fantasy-Geschichte.


Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-04-05 20:48:27 mit dem Titel Feed your head - fantasy or history

Hohlbein ist eigentlich als Fantasy-Autor bekannt und die meisten Bücher von ihm, die ich bisher gelesen habe, gehören eindeutig in diese Kategorie. Daher war ich beim Lesen dieses Buches ein wenig überrascht ... es geht um „Das Siegel“.

Der Autor

Wolfgang Hohlbein ist ein deutscher Fantasy-Autor mit sehr großen Erfolg. Er schreibt manche seiner Bücher zusammen mit seiner Frau Heike. Hohlbein wurde 1953 geboren und lebt in Weimar. Er schreibt nicht nur Fantasy, sondern auch Kinder- und Jugendbücher, Horror und Sciencefiction. Am bekanntesten ist er allerdings durch die Fantasy-Bücher.


Harte Fakten

Ich besitze „das Siegel“ als broschierte Ausgabe, erschienen bei Heyne im Jahre des Herrn 1997. Die ISBN-Nummer lautet 3453124308 und aktuell ist das Werk von Wolfgang Hohlbein für 7,95 Euro – beispielsweise bei amazon – zu haben. Insgesamt umfasst die Geschichte 383 Seiten.


Storyline

Der junge Ullrich lebt in der Mitte des 12. Jahrhunderts und schließt sich als 14-jähriger Knabe einer Gruppe an, die nach Italien zieht um dort Kreuzfahrer zu werden und Jerusalem vor den Sarazenen zu schützen. In Italien fällt er allerdings in die Hände eines Sklavenhändlers, der den jungen Ullrich in Alexandria für einen horrenden Preis an einen Muselmanen verkauft. Entgegen seiner Erwartung wird Ullrich nicht wie ein Sklave, sondern wie ein König behandelt, erhält reichlich Nahrung und beste Kleidung. Der Grund bleibt ihm jedoch verborgen. Trotz seiner guten Behandlung nutzt er die Chance bei einem Kampf auf den Nil und flieht. Um seinen Verfolgern aus dem Weg zu gehen, geht er in die Wüste und ....


Meine Meinung

Schon auf den ersten Seiten habe ich ein wenig gestutzt, denn irgendwie wirkt die Story nicht typisch „hohlbeinisch“. Auch der Schreibstil lässt eigentlich eher auf einen anderen Autoren schließen, die Sprache ist weitestgehend sachlich, große Ausschmückungen und detailreiche Umschreibungen von Kleinigkeiten unterbleiben. Insgesamt lässt sich dieses Werk ziemlich gut lesen, größere literarische Fähigkeiten muss man nicht mitbringen, um das Werk zu verstehen. Auch die Anzahl der Personen in der Geschichte ist einigermaßen übersichtlich und die Zusammenhänge sind nachvollziehbar.

Trotzdem gelingt es dem Autor immer wieder, den Leser irgendwie in die Irre zu führen. Die Geschichte entwickelt sich dann urplötzlich in eine völlig andere Richtung und das erwartet Geschehen unterbleibt. Dieses Verhalten ist schlussendlich auch der Grund dafür, dass die Story durchweg einen gewissen Grad an Spannung hat, Längen, wie man sie teilweise aus anderen Geschichten Hohlbeins kennt, gibt es hier nicht. Aufgrund des nicht all zu hohen Schwierigkeitsgrades und der durchweg spannenden Story kann man dieses Buch „auf einen Rutsch“ durchlesen.

Nun erwartet der erfahrene Literat bei Hohlbein eigentlich eine Fantasy-Geschichte oder zumindest einen entsprechenden Anteil dieses Genre an der Story. Weit gefehlt! In diesem Buch spielt Fantasy überhaupt keine Rolle, die Geschichte beruht zu Teilen eher auf historischen Tatsachen, somal ein Teil der auftauchenden Randfiguren wirklich gelebt und – zumindest ähnlich – gehandelt haben. Dabei gelingt es Hohlbein sehr schön, das Leben der Menschen, ihr Denken und Handeln in der Mitte des 12. Jahrhunderts darzustellen. Besonders deutlich und vor allem anschaulich kommt dabei der Religionskonflikt zwischen den Sarazenen und den Tempelrittern (und mit ihnen der Kreuzfahrer) heraus. Hier gelingt es dem Autor erstaunlich gut, den Konflikt von einem objektiven Punkt aus zu beschreiben und in die Geschichte ein zu bauen.


Fazit

Das Buch ist durchaus lesenswert, schildert einige geschichtliche Details – natürlich in dichterischer Freiheit – und gibt einen guten Einblick in das Leben im vorderen Orient während des 12. Jahrhunderts. Wer allerdings aufgrund des Autors eine Fantasygeschichte erwartet hat, der wird bitter enttäuscht sein – Fantasy kommt gar nicht vor :-) Vor allem für Leute, die Hohlbein-Fantasy nicht mögen, ist dieses Werk eine gute Alternative ...


Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk