Wolfgang Hohlbein Testbericht

Wolfgang-hohlbein
ab 9,44
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Erfahrungsbericht von Ranger99

Mit der Kamera auf Vampirjagd (Hohlbein, Wolfgang / Dunkel)

Pro:

die Spannung der Story bleibt erhalten, Vielschichtigkeit Enwors

Kontra:

viele Floskeln Hohlbeins, Skars dauerhaft miese Stimmung

Empfehlung:

Nein

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*Vorwort*
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Vor ein paar Wochen schlenderte ich mal wieder durch die Bücherregale in unserem Einkaufszentrum. Ich suchte eigentlich nichts bestimmtes. Nachdem ich einige Taschenbücher in der Hand hatte, ohne mich jedoch richtig entscheiden zu können, fiel mir ein Buch im Regal auf, welches schon eine sehr interessante Optik hatte. Dunkelgrau, fast düster wirkend, stand Wolfgang Hohlbeins DUNKEL zwischen vielen bunten Büchern. Da ich sowieso Hohlbein Fan bin, griff ich natürlich sofort danach.
Glauben Sie an Vampire? Das prangt einem groß und breit von der Rückseite entgegen. Aha eine Vampirstory also. Na ja das klingt dann doch schon wieder nicht so aufregend, dachte ich mir. Was soll\'s ich nehme es. Schon alleine um meine Hohlbein Sammlung zu vervollständigen. Den Rest der Rückseite hab ich erst mal nicht gelesen, weil ich es nicht mag, wenn dort schon die halbe Geschichte erzählt wird.

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*Story*
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Die Person, auf die unsere Sympathien gelenkt werden sollen ist Jan. Dieser ist Fotograf und führt ein einigermaßen ruhiges Leben. Bis er eines Tages auf dem Klo eines Kinos neben sich einen Mann zusammenbrechen sieht. Als er dem vermeintlichen Herzanfallopfer zu Hilfe kommen will, spürt er plötzlich selbst wie sich sein Herz zusammenkrampft. Das einzige was er noch wahrnehmen kann ist ein Schatten, den er später für eine Illusion hält. Doch diesen Schatten gab es wirklich, immer wieder wird Jan mit seiner Existenz konfrontiert. Da niemand, auch seinen attraktive Freundin Katrin nicht, Jan Glauben schenken will, ermittelt er auf eigene Faust. Das bringt ihm Probleme mit der Polizei, die den Todesfall im Kino untersucht. Der Mann dem Jan anfangs helfen wollte ist nämlich tot. Bei seinen Recherchen trifft Jan alsbald auf Vera, eine ziemlich eigenartige Person. Immer wenn unser Held in Schwierigkeiten gerät ist Vera nicht weit vom Ort des Geschehens. Jan mag sie nicht, doch Vera bekommt guten Kontakt zu Katrin und ist so immer mehr in Jans Leben verstrickt. Dann stirbt auf einmal Jans Bruder, der an einer großen Story dran war und Jan dies kurz vor seinem Tod mitteilte. Jetzt handelt Jan entschlossen, nimmt Spuren auf und verfolgt sie.....das bringt ihn schnell ins DUNKEL........

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*Ein typischer Hohlbein?*
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Wie so oft in Hohlbeins Romanen wird der Leser mit der Verknüpfung der modernen Welt und einer Parallelwelt konfrontiert. In anderen Romanen waren es oft die mystischen ALTEN von denen der Autor so gerne schreibt. Diesmal sind es Vampire die in einer zwielichtigen Unterwelt zu Hause sind. Aber nichts von wegen Särgen und Blutsaugern. Der Held geht auch nicht mit Knoblauchzehen und Holzkreuz auf die Jagd. Seine Waffen sind Wahrnehmungskraft, Fantasie und die Kamera. Trotzdem gibt es so einige Vampirklischees in \"Dunkel\". So ist Vera natürlich ein verführerisches Sexmonster und der \"Schatten\" Vlad ist der typische verbitterte Altvampir. Dazu kommt, dass der Roman nicht in irgendeiner Fantasiewelt spielt, sondern in unserem Land zu unserer Zeit. Das ist sehr förderlich für die neuen Werke von Hohlbein, da diese noch interessanter werden, wenn der Leser Orte und Namen wiederfindet die er kennt. Ort des Geschehens diesmal ist Neuss bzw. Köln. Wie immer versteht Hohlbein es, den Leser total an die Geschichte und vor allem die Protagonisten zu fesseln. Im Vergleich zu Azrael oder Der Widersacher , auch Werke die in Deutschland spielen, ist Hohlbein meiner Meinung nach noch eine Steigerung gelungen.

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*Wissenswertes über den Autor*
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Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Er schreibt in einigen Genres der Unterhaltungsliteratur. Auf die Bestsellerlisten kommt Hohlbein regelmäßig mit seinen Science Fiction Romanen und vor allem mit seine Fantasy-Werken. Heute lebt er mit seiner Familie in Neuss. Seine Frau Heike schreibt ebenfalls. Sie ist eher durch Märchen bzw Fantasy-Märchen bekannt, hat aber auch schon mit ihrem Mann gemeinsam geschrieben.
Hohlbein hat schon sehr viele Romane vollendet. zu meinen Favoriten zählt die Drachentöchter-Saga, die Enwor-Reihe und die beiden Azrael Romane. Besonders die Enwor Bücher sind eine Erwähnung wert. Über 10 Teile beschreibt Hohlbein die Geschichte eines Kriegers in einer Welt wie sie fantastischer kaum sein könnte. Über diese Bücher bin auch ich zu Hohlbein gekommen und ein absoluter Fan geworden. Ich würde seine Romane in der Qualität sogar über die von Steven King stellen, der in die selbe Kategorie einzuordnen ist. Wie auch King verlegt Hohlbein zunehmend die Schauplätze für seine Romane in seine Heimatgegend. Für mich ist Wolfgang Hohlbein bei leichter Literatur in deutschen Buchregalen die absolute Nummer eins.

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*Das Buch*
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Erschienen im Bastei/Lübbe Taschenbuchverlag. Die Auflage Februar 2001 ist die erste. Die Hardcover Ausgabe ist 1999 im Gustav Lübbe verlag erschienen. Den Umschlag gestaltete Guido Klütsch aus Köln. Für den Druck und die Verarbeitung ist die Berliner Firma Elsnerdruck verantwortlich. Die ISBN Nummer ist 3-404-14478-3.
Der Preis für das Taschenbuch ist 16,90 DM inkl. Mehrwertsteuer.

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*Schlusswort*
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Mich hat der Roman absolut begeistert. Die Story ist spannend, die Figuren glaubwürdig. Für Freunde von etwas mysteriösen Geschichten und Fantasy-Romanen ein absolutes Muss. Wer es etwas tiefgründiger mag, der kann das buch trotzdem lesen, da es wirklich gut durchdacht und geschrieben ist. Allerdings hat der Autor manchmal das Problem, daß er bestimmte Phrasen wie , er verschluckte das was ihm gerade auf der Zunge lag, immer wieder verwendet. Das stört aber nur ein ganz kleines bischen. Ich kann das Buch mit gutem Gewissen empfehlen und werde weiterhin Hohlbeins Romane lesen.

ciao Ranger



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-19 12:14:56 mit dem Titel Apokalypse now! (Der Widersacher / Hohlbein)

Hallo Bücherwürmer und alle die es werden wollen!

Im folgenden Bericht setze ich die Bewertungsreihe meiner Hohlbein Bücher fort. Ich berichte diesmal von einem, wie ich finde, der besten Werke des Autors. Ich werde ein wenig auf den Inhalt eingehen. Im Vordergrund soll aber die Beurteilung des Werkes an sich stehen.

Story

Salid ist ein Terrorist. Er ist Vollprofi, was das Töten von Menschen und das Ausführen von Terrorakten anbelangt. Sein neuster Auftrag führt ihn nach Deutschland, wo er ein amerikanische Base überfallen soll um wichtige Dokumente zu stehlen. Die Aktion ist perfekt geplant, doch bei der Flucht von der zerstörten Basis hat Salid sich verrechnet. Auf den jungen Piloten, den er ausgesucht hat, ist kein Verlass. Dieser zeigt Nerven und schießt auf einen herannahenden Apache-Hubschrauber, anstatt die Flucht zu ergreifen.....

Szenenwechsel

Frank Brenner arbeitet für eine Versicherung. Anscheinend hat Hohlbein eine Vorliebe für Versicherungsmenschen. Brenner ist irgendwo in Deutschland mit seinem Wagen liegengeblieben. Keine Tankstelle weit und breit. Zu allem Überfluss hat er auch noch eine Anhalterin eingesammelt, die ihm nun tierisch auf die Nerven geht. Gemeinsam machen sie sich zu Fuß auf den Weg. Astrid, die Anhalterin, besteht darauf einem Waldweg zu folgen. Kurz darauf treffen sie auf ein Kloster mitten im Wald.....

Auch die beiden, im Kampf befindlichen Hubschrauber, nähern sich dem Kloster. Genau über diesem wird Salids Chopper abgeschossen. Das Kloster versinkt im flammenden Inferno. Brenner und Salid überleben die Katastrophe und anscheinend auch das Wesen, welches über Jahrhunderte im Kloster gefangen gehalten wurde....

Wer das schon spannend findet, der sollte erst mal den Rest lesen! In einer unglaublich rasanten Art und Weise erzählt Hohlbein eine Geschichte vom Kampf gut gegen böse. Im Mittelpunkt stehen der vorsichtige, immer skeptische Brenner und der draufgängerische Araber Salid. Beide werden so etwas wie Partner, wobei der Leser eigentlich nie so richtig rausbekommt, wofür oder wogegen sie kämpfen. Vordergründig scheint alles klar. Die beiden jagen das Böse. Dabei werden sie selbst gejagt. Vom FBI, von der deutschen Polizei und wie es scheint auch von biblischen Plagen. Untermalt wird das Ganze von mysteriösen Zeichnungen, die immer wieder im Buch auftauchen. Immer öfter wird der Leser mit biblischen Motiven konfrontiert und man meint zu wissen, wer der schreckliche Gefangene im Kloster war. Es gelingt Hohlbein aber den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Das Buch verschlingt man geradezu, weil man immer wissen will ,wie es nun weitergeht. Welche Rolle spielt Salid wirklich? Warum will das FBI unseren Helden an den Kragen? Fragen die nicht mal am Ende richtig aufgeklärt werden. Genau daher bezieht das Buch seine unglaublich anziehende Wirkung. Auch sprachlich ist es ein voller Erfolg. Von der üblichen Hohlbein Phrasendrescherei kann hier keine Rede sein. Das Material bietet ihm gar nicht die Chance Füllsätze und sinnlose Bemerkungen zu verwenden. In manch anderem Werk zeigt Wolfgang Hohlbein ja manchmal die Tendenz dazu.

Charaktere

Mit Brenner verwendet der Autor mal wieder einen für ihn typischen Charakter. Einen unscheinbaren Mann mittleren Alters, der voll im Leben steht und durch und durch Realist ist. Im Laufe der Geschichte nagen immer mehr Zweifel an seinem Leben und seiner Umwelt an ihm. Natürlich hat er auch einen durch und durch klischeehaften Beruf, das ist typisch für Hohlbein.

Salid entspricht ganz und gar nicht dem Bild des gewohnten Helden. Er ist ein Mörder, ein Terrorist. Trotzdem wirkt er nicht unsympathisch. Sein Können und seine Art und Weise den Dingen ins Auge zu sehen beeindrucken mich stark. Obwohl das Buch lange vor der Zeit der Angst und des Schreckens vor den allgegenwärtigen Terroranschlägen geschrieben wurde, gelingt es Hohlbein auf beeindruckende Art und Weise den Charakter eines Menschen zu zeichnen, der von dieser seiner Sache überzeugt ist. Auch Salids Argumente für die eigene Sache sind nicht immer von der Hand zu weisen. Eine sehr interessante Figur!

Die restlichen Rollen sind eher Nebensache. Einzelne Schicksale werden kurz angedeutet. Allerdings kann man sich für keine der Figuren so richtig erwärmen. Da ist ein junger Pater, der Brenner und Salid begleitet, aber trotzdem im Hintergrund bleibt. Ein Leutnant, der an einer der biblischen Plagen zugrunde geht und leichtes Mitleid erweckt und schließlich eine Stundenhotelbesitzerin, die für ihre Sünden büssen muss.

Vergleiche

Neben Wolfsherz, dem Avalon Projekt und der Enwor Reihe ist es eines von Hohlbeins besten Büchern. Vielleicht sogar das beste. Ich habe es bereits zweimal gelesen. Manche behaupten ja, dass Hohlbein der deutsche Steven King sein soll. Ich kann dazu nur den Kopf schütteln. Beide haben völlig unterschiedliche Schreibweisen und wer mal einige Horrorklassiker von King liest und diese mit den Fantasywerken des Deutschen vergleicht, der wird auch zu diesem Ergebnis kommen.

Schlusswort

Ich kann euch nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Da es schon etwas älter ist, bekommt man es sehr günstig gebraucht im Netz. Ich habe es mir damals für 14,90 DM gekauft. Schließlich möchte ich irgendwann einmal alle Bücher von Wolfgang Hohlbein im Regal stehen haben. Der Widersacher steht jedenfalls schon jetzt immer vornan. Es ist übrigens nicht nur ein Roman für Fantasy-Liebhaber. Natürlich gibt es einige unrealistische Szenen. Gläubige Menschen könnten auch Anstoß an einigen biblischen Darstellungen finden, aber das glaube ich weniger. Wer das Buch liest, und in Hohlbeins Welt abtaucht, der kann seiner eigenen Welt zwar entrinnen, kann aber sich aber auch Vorstellen, dass es in seiner eigenen Welt auch genauso zugehen könnte.

©Ranger99

ISBN3785707657


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-06 20:21:46 mit dem Titel Skar und die Außerirdischen (Enwor 3, Das tote Land)

! Achtung, in meinem Profil findet ihr ebenfalls Berichte zu den vorherigen Enwor Episoden !

Im folgenden Bericht möchte ich an die Vielzahl meiner Wolfgang Hohlbein Buchkritiken anschließen. Mit „Das tote Land“ schrieb Hohlbein den dritten Teil der, insgesamt 11 Bände umfassenden, Enwor Saga. Gleichzeitig ist dieses Buch der zweite Teil in der eigenständigen Erzählung über den „Stein der Macht“, die aus drei Bänden besteht. Wie immer gebe ich euch einen kurzen Rückblick und werde auch diesmal etwas näher auf eines der verschiedenartigen Völker Enwors eingehen.

Was bisher geschah

Nachdem Skar und Del, die beiden Angehörigen der Kriegerkaste Satai, so schwer von Vela, der Errish Hexe, betrogen wurden, machte sich Skar im ersten Teil um den Stein der Macht auf nach Combat um den Stein für Vela zu finden. Das Unternehmen gelang unter größten Anstrengungen. Doch nach der Rückkehr aus der brennenden Stadt Combat muss Skar die größte Enttäuschung seines Lebens erdulden. Del wurde nicht, wie von ihm angenommen, von Vela als Geisel missbraucht, sondern Skars junger Sataifreund hatte sich der machthungrigen Errish scheinbar freiwillig angeschlossen. Das führt sogar zu einem Kampf der beiden Satai, was eine unvorstellbare Sache in Enwor bedeutet. Am Ende muss Skar den Stein der Macht an Vela abgeben und kann sich nur in höchster Not und in Begleitung der Kriegerin und Gowenna und deren zwei Leibwächtern retten...

Das tote Land

Das tote Land, das sind die endlosen Ebenen von Tuan. Sie erstrecken sich auf der anderen Seite von Combat, der ewig brennenden Stadt. Da der Hinweg nach Combat für Skar und seine restlichen Begleiter durch das Schattengebirge führte, und dieses durch Wintereinbruch nun unpassierbar ist, müssen sich die Gefährten auf den Rückweg durch das gefürchtete Tuan begeben. Aus der ursprünglich zehn Abenteurer umfassenden Gruppe sind nur noch Skar, Gowenna und zwei der Eltra-Sumpfleute übrig geblieben. Diese machen sich auf die Verfolgung von Vela, die mit ihrem Staubdrachen und einigen Kriegern unterwegs nach Elay, der Hauptstadt des Drachenlandes, ist. Jeder verfolgt dabei seine eigenen Ziele. Skar möchte seinen Freund Del für sich zurückgewinnen und Gowenna will Rache an Vela, die sie so sehr getäuscht hat. Die beiden Sumpfmänner beschützen Gowenna auf ihrem Weg. Auf ihrer Reise durch Tuan, wird Skar schnell klar, warum man es „das tote Land“ nennt. Die gesamte Ebene besteht aus geschmolzenem Metall und zu Glas gewordenem Erdreich. Kein Lebewesen ist hier anzutreffen und das auf mehrere hundert Meilen. Was ist hier geschehen? Immer mehr Bausteine fügen sich zusammen und langsam beginnt Skar zu begreifen, was einst vorgefallen sein könnte, wobei ihm für die entgültige Lösung noch zuviel Wissen fehlt. Nachdem die vier Tuan unbeschadet durchquert haben, geraten sie trotz erbitterter Gegenwehr wieder in die Gefangenschaft Velas. Vor allem Tantor, der böse Zwerg, trägt dazu bei. Er bietet Skar dann zwar seine Hilfe an, doch da dieser schon zu oft getäuscht wurde, mag er nicht daran glauben. Aber auch Vela scheint sich auf der Flucht zu befinden, und so setzt sie sich mit ihren Gefangenen zeitnah wieder in Marsch. Auf diesem gelingt unseren vier Helden die Flucht......

Wissenswertes über Enwor

In diesem Teil wird es zum ersten Mal richtig klar, wo sich Hohlbeins fantastisches Land wirklich befindet. Wir sind auf der Erde und ich denke Enwor ist das ehemalige Amerika. Nur in einer ganz anderen Zeit. Ich glaube es ist die Zukunft, die Enwor symbolisieren soll. Die Zukunft nach unglaublichen Vorgängen auf der Erde, wie wir sie kennen. Die Menschen unserer Zeit sind zu weit gegangen, sie haben Außerirdische zur Erde gelockt, und es ist ein unglaublicher Krieg zwischen diesen beiden ausgebrochen. Das Ergebnis sind Städte wie Combat oder die verstrahlten Ebenen von Tuan. Deutlich wird dieser Zusammenhang einigemale. So erzählt Gowenna Skar, das Combat in der Sprache der Alten einfach nur Kampf bedeutete, welches das englische Wort ist. Auch die Örtlichkeit passt hervorragend. Denn aufgrund einer riesigen Erdspalte am Ende von Tuan und einer Brücke die diese überspannt, glaube ich, dass sich Skar und seine Gefährten im Kalifornien der Zukunft befinden. Dafür sprechen einige Indizien. Da sich die Menschen und die Außerirdischen aber gegenseitig nicht besiegen konnten, hatte einige Wissenschaftler dieser Zeit, wohl die Idee beide Rassen zu kreuzen, um eine Art Peacemaker zu züchten. Das ging aber gründlich daneben. Am Ende starben beide Rassen aus und aus der Erde bzw. Amerika wurde Enwor. Die Überbleibsel der Außerirdischen sind aber an vielen Orten noch erhalten. So auch in den Höhlen von Urcoun, in denen Skar ja im ersten Teil Bekanntschaft mit diesen fremden Einflüssen machte. Von dort hat er auch das mitgebracht, was er nur noch seinen dunken Bruder nennt. Jetzt wird klar, das Skar ein Nachkomme der ursprünglichen Züchtung Mensch-Außerirdischer sein muss. Sein zweigeteiltes Wesen ist in den Höhlen erwacht und immer schwerer fällt es ihm die Kontrolle darüber zu behalten. Das muss auch Vela gewußt haben, denn warum sonst ist Skar so wichtig für sie?

In diesem Teil lernen wir nicht nur das tote Land selbst, sondern auch das angrenzende Heimatgebiet der Sumpfleute kennen. Cosh, so nennen es die eigenartigen Chamäleonwesen selbst, ist kein Land im eigentlichen Sinne. Skar erfährt, dass das ganze Gebiet selbst lebt und die Sumpfleute deshalb auch nur ein Bewusstsein haben, weil sie mit ihrem Land eins sind. Durch geistige Kräfte und mysteriösem Handauflegen sind die Sumpfleute in der Lage ihren Opfern das Bewusstsein zu nehmen und deren Matrix zu kopieren. So gelang es ihnen auch damals in Ikne, bei dem Arenakampf, Skar und Del zu täuschen. Neben den Menschen, von denen ich euch schon einige in den Vorberichten vorgestellt habe, sind die Sumpfleute eine weitere Rasse Enwors, die wahrscheinlich durch Mutation hervorgebracht, aus Inferno auf der alten Welt hervorgingen.

Zum Buch

Zweifellos ist der dritte Teil eine Steigerung zu den beiden ersten Enwor Büchern. Sehr detailliert und gekonnt stellt Hohlbein seine Vision der Welt dar. Neben Skar, dem auch diesmal die Hauptrolle zufällt, spielt vor allem das Land selbst eine gewichtige Rolle. Der warnende Zeigefinger vor unvorstellbar grausamen Waffen mit infernalischer Zerstörungsgewalt ist unübersehbar. Die reale Bedrohung von Atomwaffen und biologischen Waffen hat der Autor hier sehr gut aufgenommen. Er zeigt uns, wohin das Bestreben nach immer effektiveren Methoden der Zerstörung führen kann. Hohlbein schreibt zwar nicht eindeutig, dass es sich bei Enwor um einen Teil unserer alten Welt handelt, allerdings bin ich mir sicher, dass es so gemeint ist. Sein Stil hat sich auch leicht verbessert, wobei der Hang ins ultradramatische immer noch vorherrscht. Einfach zu oft ist Skar am Ende seiner Kräfte um sich dann doch wieder aufzurappeln. Auch dessen dauerhaft bedrückte Stimmung ist manchmal ganz schön nervig. Sehr geschickt setzt Hohlbein den Konflikt zwischen Skar und seiner Umwelt ein. Da dieser die Aussagen seiner Mitstreiter und die Zusammenhänge nur sehr schwer erkennt, ergeht es dem Leser nicht anders. Man ist als Leser nun mal vollkommen auf Skar eingeschossen und ist manchmal genauso genervt von den vielen Rätseln die die anderen Figuren aufgeben, wie der Satai selbst. Die Geschichte insgesamt nimmt auf jeden Fall Fahrt auf und es wird einem nie langweilig. Wenn man erstmal in Enwor drin steckt, dann legt man die Bücher sowieso nicht mehr aus der Hand. Beim dritten Teil ist dieser Effekt noch größer als bei den ersten beiden. Auch wenn man einige Entwicklungen schon voraus ahnen kann, bleibt das Buch von Anfang bis Ende spannend.

Fazit

Wer die beiden ersten Teile „Der wandernde Wald“ und „Die brennende Stadt“ schon gelesen hat, der wird sich auch bei diesem Buch nicht mit Enwor aufhören. Nicht zu empfehlen ist es, dieses Buch als Einzelexemplar zu lesen. Dann sollte man wenigstens die drei, in Enwor integrierten, Teile um den Stein der Macht lesen. Gelesen habe ich dieses Buch als Hardcoverversion aus dem Tosa Verlag. Die knapp 300 Seiten sind sehr schnell gelesen und werden wieder von einigermaßen gelungenen Zeichnungen unterstützt. Auch diesmal gilt, lieber leihen als kaufen, ansonsten nicht mehr als 2,50 Euro für ein gebrauchtest Taschenbusch bezahlen. Am besten bei Ebay, da hole ich mir auch die fehlenden Teile der Enwor Saga, denn irgendwann will ich alle Bücher von Hohlbein haben. ISBN dieser Ausgabe 3-85001-545-9. Neupreis TB bei 10 Euro.

©Ranger99


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-05 22:00:44 mit dem Titel Die Saga beginnt! (Enwor I, Der wandernde Wald)

Mit diesem Bericht knüpfe ich an meine zahlreichen Wolfgang Hohlbein Buchkritiken an. Gleichzeitig ist dies der Auftakt zu einem wahren Fantasymarathon in meinem Profil, denn die Enwor Serie besteht aus 10 Teilen. Jedenfalls bestand sie es zu der Zeit, als ich anfing diese Bücher zu lesen. Mittlerweile ist wohl noch ein 11. Buch dazugekommen. Aber bis dahin dauert es noch ganze 10 Berichte inklusive diesem.

Einleitung zu Enwor

Enwor ist ein fantastisches Land, in dem viele verschiedene Wesen zu Hause sind. Die Hauptfigur in Wolfgang Hohlbeins einzigartiger Reihe ist der Krieger Skar. Dieser ist ein Satai, ein menschlicher Krieger, der wie geschaffen fürs Töten und die Kunst der Kriegsführung zu sein scheint. In 10 Bänden begleitet man Skar auf seinen Abenteuern. Man lernt diese Figur immer besser kennen und fühlt sich so manches mal auch auf Pferd versetzt, auf der Flucht vor wütenden Horden oder unterwegs mit seinem Freund Del dem Sonnenuntergang entgegen. Neben den Satai gibt es viele andere Völker in Enwor. Um nicht vorzugreifen werde ich jeweils darauf eingehen, wenn diese in den einzelnen Teilen ihren Auftritt haben. Neben den verschiedenartigen Wesen dieser Welt lernt man natürlich auch das Land Enwor selbst immer besser kennen. Unterstützend dazu gibt es in den Büchern auch immer eine aktuelle Karte. Viele kennen so etwas ja schon vom „Herr der Ringe“. Der Aufbau von Enwor ist entfernt damit vergleichbar.

Der wandernde Wald

Der Satai Skar ist mit seinem Freund und Schüler Del inmitten der Wüste Nonakesh. Sie mussten vor einer Horde Quorrl fliehen, in deren Hinterhalt sie vorher geraten waren. Da Satai mächtige Krieger sind, die in allen Kampfkünsten sehr erfahren sind, konnten die beiden dem Überfall mit letzter Not entgehen, allerdings hat sich die Übermacht der Quorrl auf ihre Fährte gesetzt und die beiden gezwungen, den Weg in die Wüste zu wählen. Natürlich traf dies die Satai vollkommen unvorbereitet, so dass sie ohne die nötige Ausrüstung nun durch die Wüste irren. Del wurde zusätzlich ziemlich schwer verletzt, was die Sache nicht gerade einfacher macht. Die Situation wird immer schlimmer und zu allem Überfluss machen auch die Pferde der beiden schlapp. In dieser Situation geht Skar noch einmal die Vorgeschichte durch den Kopf. Sie waren in Besh Ikne aufgebrochen um in Elay einem Söldnerheer beizutreten. Vor diesem Vorhaben und den Quorrl, gegen die dieses Heer ziehen sollt hatte sie noch eine Alter in Besh gewarnt. Darüber in Gedanken fällt Skar in Ohnmacht und wird erst nachts wieder wach. Als es keinen Ausweg mehr zu geben scheint sehen sie ihn, den Wald. Mitten in der Wüste verläuft eine kilometerlange scheinbar undurchdringliche grüne Mauer. Nachdem sie in den Wald eingedrungen sind bemerken sie, dass dieser nicht unbewohnt ist. Sie treffen auf ein Amazonenvolk, das ihnen einige der Geheimnisse des Waldes preisgibt. Skar und Del erfahren, dass die Amazonen aus ihrer Heimat geflohen sind und das mitsamt des Waldes. Nun sehen sie in Skar eine sich erfüllende Prophezeiung. Ist er der mystische Fremde der dem Volk die Rettung bringen kann? Er der selbst Hilfe braucht? Findet es heraus....

Die Figuren

In diesem ersten Enwor Teil lernt man Skar und Del kennen. Wie gesagt sind die beiden Söldner bzw. bleibt ihnen zu der Zeit nichts anderes übrig. Skar ist der geheimnisvolle Typ. Er ist in mittlerem Alter und hat unheimliche Erfahrung vor allem im Kampf. Der oft nachsinnende Skar wägt seine Entscheidungen lange ab. Immer wieder schätzt er seine Kräfte und die zu lösende Situation ab. Dadurch wirkt er oft sehr betrübt ist eher zurückgezogen und ständig pessimistisch. Es nagen immer wieder Zweifel an ihm, über sich, seine Umwelt und seine Bestimmung. Del ist das ganze Gegenteil. Er ist eigentlich Skars Schüler, allerdings ist er in seiner Ausbildung schon soweit, dass er eher als Partner gelten kann. Er ist unglaublich groß und stark und scheut sich auch nicht mit seinen Eigenschaften zu prahlen. Sein vorlautes Auftreten missfällt Skar oft und bringt die beiden oft in schwierige Situationen. Allerdings ist Dels jugendlicher Elan und Eifer auch sehr hilfreich in so manchem Kampf. Die beiden Satai sind natürlich auch gut bewaffnet. zu ihrer Ausrüstung gehören Wurfsterne und das Tschekal, ein zweischneidiges Schwert, das in den Händen eines Satai zu einer tödlichen Gefahr wird. Diese Waffen müssen die beiden auch schon hier im ersten Buch oft einsetzen. Sie helfen den Amazonen und deren Anführerin Coar im Kampf gegen einen mächtigen und unheimlichen Feind. Dabei kommt ein Konflikt zum Vorschein, den die beiden austragen. Die Satai sind zwar wie Brüder zueinander, aber immer wieder geht das Temperament mit Del durch und Skar hat immer mehr Mühe den jungen Krieger im Zaum zu halten. Das beschwört eine Art Konkurrenz zwischen den beiden. Doch dieser Konflikt schwelt vorerst und bricht nicht heraus. Allerdings merkt der Leser sehr schnell, dass die beiden unterschwellige Probleme miteinander haben bzw. haben werden.

Beurteilung

Vergleiche zu bekannten Stories sind erlaubt aber nicht gewünscht. So ist es wohl eher Zufall, dass diese Lehrer-Schüler Geschichte verdächtig nach den Abenteuern von Ben Kenobi und seinem Schüler Annakin klingt. In der Tat gibt es da einige Parallelen. Aber das ist wohl wirklich Zufall. Enwor 1 erzählt von Freundschaft und Treue. Der Zusammenhalt der beiden Krieger symbolisiert etwas, dass es heutzutage nicht mehr oft gibt. Die Bereitschaft sein Leben jederzeit für den anderen zu geben ist den beiden Helden eigen. Gemeinsam überstehen sie Gefahren, die recht spannend erzählt werden. Allerdings fehlt der ganz große im Buch. Das ist wiederum verständlich, denn die Geschichte erstreckt sich nun mal über 10 Teile. Dafür werden die Schauplätze sehr detailliert beschrieben. Auch die Figuren sind sehr umfassend dargestellt. Man fühlt sich sofort an den Schauplatz versetzt. Ist man erst mal in die Welt von Enwor eingetaucht, dann möchte man auch nicht mehr zurück, ohne zu wissen wie es weitergeht. Sicher ist dieser erste Teil nicht der beste aus der Serie. Allerdings ein Muss, wenn man vorhat die Enwor Saga zu lesen. Wer den ersten teil weglässt, der verpasst einfach zuviel und weiss in späteren Folgen über bestimmte Details einfach nicht Bescheid. Auch stilistisch ist das Buch nicht gerade eine Glanzleistung. Die typischen Hohlbein Formulierungen wie „ er schluckte die Bemerkung herunter, die ihm auf der Zunge lag „ finden sich hier andauernd. in den Enwor Büchern ist mir diese Schwäche Hohlbeins auch zum ersten mal aufgefallen. Ansonsten ist es ein richtig guter Fantasyroman, mit allem was dazu gehört. Für Fans ist es eigentlich ein Muss, diese Reihe zu lesen. Wer sonst nicht unbedingt zu den Fantasylesern gehört, der findet in den Enwor Büchern gut lesbare und leicht verständliche Werke, die nicht übertrieben unrealistisch wirken. Auch die Gewalt ist nicht zu ausgeprägt bei Hohlbein. Ich kannte vorher nur Bücher von Wofgang Hohlbein, in denen es um Magier und ein mysteriöses „Altes Volk“ ging und wollte schon von diesem Autor ablassen. Über Enwor bin ich ein richtiger Fan von ihm geworden. Übrigens zieren die Bücher sehr schöne Zeichnungen, die immer wieder auftauchen und den guten Eindruck der fantastischen Welt und vor allem der Figuren noch verstärken.

Fazit

Der Auftaktroman zu Enwor ist alles in allem sehr gelungen. Er macht auf alle Fälle neugierig auf die nächsten Teile. Dabei lässt er aber noch genügend Spielraum für Steigerungen. Mich hat das Buch zumindest so gebannt, dass ich auch die nächsten 9 Teile gelesen habe. Auch diese möchte ich demnächst beurteilen, wobei es keine 10 Teile Odyssee geben wird. Denn ich möchte zwischendurch auch noch andere Dinge beurteilen. Später werde ich dann mal alle Teile in meinem Profil zusammensortieren. Gelesen habe ich in diesem Fall eine Hardcoverversion, die den ISBN Code 3-85001-543-2 trägt. Wer kein Sammler ist, der sollte sich diese Bücher auf jeden Fall leihen, da die Anschaffung von 10 Teilen doch sehr kostspielig wird. Ein Buch im Taschenformat ist derzeit für um die 10 Euro zu erwerben. billiger geht’s da schon bei Ebay zu, ab 1 Euro findet man hier alle Teile von Enwor, wobei der Erwerb einzeln sehr beschwerlich sein dürfte. Ich hab auch schon Angebote für alle Teile ab 12 Euro gesehen. Das sollte wohl die beste Methode sein, um an die Bücher zu kommen. Ich empfehle es auf jeden Fall, weiss ich doch wie es weitergeht nach dem „Wandernden Wald“.

©Ranger99


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-06 13:07:15 mit dem Titel Auf der Suche nach dem Stein der Macht (Enwor 2, Die brennende Stadt)

! Achtung bitte auch Teil 1 der Enwor Berichte in meinem Profil lesen !

Nachdem ich euch in Enwor 1 „Der wandernde Wald“ dieses fantastische Werk von Wolfgang Hohlbein etwas näher gebracht habe, geht es jetzt mit Enwor 2 „Die brennende Stadt“ so richtig los mit den Abenteuern von Skar, dem Satai. Wie schon angekündigt werde ich euch immer wieder einzelne Figuren und Wesen aus Enwor vorstellen, wenn sie in das Geschehen eingreifen.

Was bisher geschah

Skar und Del die beiden Satai haben es geschafft, die schreckliche Nonakesh Wüste zu durchqueren. Dabei trafen sie auf den wandernden Wald und die Amazonenkriegerinnen. Als die beiden Satai diesen im Kampf zur Seite standen, geschah etwas seltsames mit Skar. Eine Art Dämon hatte sich in sein Innerstes eingenistet. Fortan bezeichnete er ihn nur noch als seinen dunklen Bruder. Skar und Del trennten sich vom wandernden Wald und machten sich auf den Weg nach Ikne, einer Feste am Fluss Besh. Dort wollten sie einer Söldnerarmee beitreten, die gegen die Quorrl, ein wildes Volk aus dem Norden ausziehen sollte. Doch alles kommt anders....

„Die brennende Stadt“

Dies ist der erste Teil im Zyklus „Der Stein der Macht“, der innerhalb der Enwor Reihe eine eigenständige Geschichte bildet. Das heißt, man kann das Buch auch lesen, ohne Enwor 1 zu kennen, wobei ich das nicht empfehle, da man sonst Del und Skar auch noch nicht kennt und sich auch so in Enwor nicht gleich so gut zurecht findet.

Skar befindet sich mit einer Gruppe von 9 Abenteurern auf dem Weg nach Combat. Er ist in Begleitung von Gowenna, einer Amazonenkriegerin und Verbündeten von Vela, der Errish, auf die ich noch zu sprechen komme. Gowenna wiederum wird eskortiert von 3 Sumpfleuten. Das sind chamäleonartige Wesen, die nur zwar in mehreren Körpern wohnen, aber nur eine Seele zu haben scheinen. In diesem Fall stehen also die drei Sumpfleute als ein Charakter und haben auch nur einen Namen, Eltra. Dazu begleitet die Gruppe der bösartige Zwerg Tantor, den Skar überhaupt nicht mag und der mit seinen Tricks und seiner verschlagenen Art nicht zum guten Klima in der Gruppe beiträgt. Neben diesen 6 Hauptfiguren sind noch der Kohoner Arsan, also ein Bewohner Iknes, der Malabese Nol, der Fährtensucher Beral und der Abenteurer Gerrion mit von der Partie. Diese zehn wollen versuchen, den sagenhaften Stein der Macht aus Combat, der brennenden Stadt, zu holen. Wieso sich Skar auf ein derartiges Unterfangen eingelassen hat, ist schnell erklärt. Er wird von Vela, der machtvollen Errishfrau dazu gezwungen. Einerseits hat sie Del als Geisel genommen, andererseits hat sie Skar auch noch vergiftet und das Gegengift, dass er am Körper trägt reicht nur für einhundert Tage. Mit dem Stein in den Händen verspricht sich Vela genug Macht um über ganz Enwor herrschen zu können. Fragt sich nur ob es der Gruppe gelingen wird, diesen zu finden und ob Skar ihn am Ende auch ausliefern wird....

Neue Figuren

Neben den bekannten Satai Kriegern lernt man wieder eine Menge neue Wesen kennen. Die interessantesten und auch für den weiteren Verlauf wichtigsten sind die Errish Frauen Gowenna und Vela und die Sumpfleute.

Vela ist eine der Herrinnen von Elay, der Hauptstadt des Drachenlandes. Sie ist eine Errish, ein Begriff der in Enwor bisher für Weisheit, Macht und Güte stand. Die Errish gebieten über Drachen und Echsen und nutzen diese als Reittiere. Doch diese Macht reicht Vela nicht aus, sie will den Stein der Macht und lässt sich bei ihrem Vorhaben durch nichts aufhalten.

Zu Velas Kreis gehört die besagte Gowenna, die ihr behilflich ist, die beiden Satai Skar und Del in eine Falle zu locken. Sie ist durch und durch Amzone und haßt alle Männer. Gowenna wird begleitet und beschützt von den Sumpfleuten Eltra, die zwar drei Gestalten, aber nur ein Wesen sind.

Die anderen Mitglieder der Gruppe spielen eher Nebenrollen. Kurz wird zwar auf die einzelnen Charaktere eingegangen, aber diese stehen wirklich im Hintergrund. Erwähnenswert ist noch Tantor. Ein böser Zwerg der viele Zauber beherrscht und durch und durch niederträchtig ist.

Neben den Humanoiden lernt man noch zwei mächtige Bestien Enwors kennen. Die Schneespinnen sind nahezu unbesiegbare Nachtjäger, die alles und jeden niedermachen, der sich ihren Höhlen nähert. Allerdings sind sie bei Tageslicht so gut wie wehrlos.
Das wohl gefürchtetste Wesen in Enwor ist der Staubdrache. Er spuckt ätzenden Staub und ist so stark wie kein Wesen auf dieser Welt. Vela beherrscht einen dieser Ungeheuer, was ihr eine unheimlich große Macht verleiht.

Zum Buch

Zum ersten Teil von Enwor gibt es hier eigentlich keine Steigerung. Die Gesamthandlung erhält zwar schon eine entscheidende Wendung, als Skar und Del getrennt werden, jedoch ist besteht das Buch zum größten Teil nur aus der Wanderung nach und dem Abenteuer in Combat. In Zwischenkapiteln wird immer wieder erläutert, wie Skar und Del in diese Lage geraten sind. Diese Art Retrospektive nervt ganz schön. Man weiß ja im Prinzip schon, dass die beiden in eine missliche Situation geraten sind und kämpft sich so noch mal Stück für Stück durch die Geschehnisse in Ikne, die der Quest nach Combat vorausgehen. Was ich auch als störend empfinde, ist die vollkommen übertriebene Darstellung von Skars Befinden. Von Anfang bis Ende des Buches ist er dem Tod näher als dem Leben. Immer wieder mit seiner Kraft am Ende gewinnt er trotzdem jeden Kampf und meistert alle noch so schwierigen Situationen. Außerdem befindet er sich mehr denn je in einer Art Dauertrübsal. Sehr schön ist die Tatsache, dass sich Skar nicht alleine mit den Gefahren rumschlagen muss. Eine Gruppe aus so vielen Charakteren wirkt immer sehr viel interessanter für den Leser als ein Held, der alle Abenteuer allein besteht. Genauso mies wie im ersten Enwor Teil ist die Wahl von Hohlbeins sprachlichen Mitteln. Immer wieder die gleiche Formulierung. Jeder der meine anderen Bericht von Hohlbein oder die Bücher selbst liest, wird diese sofort entdecken. Positiv wiederum sind seine Umschreibungen der Dinge. Man kann sich bildlich vorstellen, wie es in Combat aussieht oder wie Skar und Del sich in der dunklen mystischen Stadt Ikne durchschlagen. Alles in allem knüpft Enwor 2 gut an den ersten Teil an, ohne diesen jedoch zu übertreffen. Das Buch ist auf jeden Fall sehr spannend und interessant. Man muss es aber auf alle Fälle in Zusammenhang mit den Folgeteilen lesen. Zumindest den „Stein der Macht“ Zyklus innerhalb der Enwor Reihe sollte man als Ganzes lesen. Das fällt auch nicht schwer, da man diese Bücher sehr schnell und einfach lesen kann. Ich brauche für einen solchen Teil vielleicht zwei Tage, an denen ich mir ein paar Stunden Zeit nehme.

Fazit

Der zweite Teil von Enwor hat mich so gebannt, dass ich auch weiteren 8 gelesen habe. Auch diese werde ich Stück für Stück beurteilen um später mal einen Gesamtkomplex in meinen Berichten zu konstruieren. Wer Hohlbein mag, dem empfehle ich Enwor auf jeden Fall. Auch für RPG Fans und andere Fantasyliebhaber auf jeden Fall empfehlenswert. Günstig kommt man an Enwor über Ebay oder die Bibliothek. Die Bücher sind schon sehr oft aufgelegt worden und somit in fast jeder Bücherei vorhanden. Ich habe ise schon zweimal gelesen und kaufe sie mir grade komplett zusammen. Wer Hohlbein Bücher übrig hat und sie nicht braucht, der kann sie mir gerne anbieten. Dieses hier habe ich als Hardcoverversion vom TOSA Verlag Wien gelesen. Das Buch enthält schöne Illustrationen und wieder einen Teil der Enwor Karte. Wer es neu bestellen will, muss das unter ISBN 3442249481 tun. Das buch kostet als Taschenbuch 7,50 Euro. Gebraucht würde ich nicht mehr als 2,50 dafür bezahlen.

©Ranger99


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-07 19:20:06 mit dem Titel Von Elfen, Einhörnern und Bohrinseln (Das Avalon Projekt)

Das Avalon Projekt ist eines der neueren Werke von Fantasy Autor Wolfgang Hohlbein. Ich lese Hohlbein sehr gerne, da die Bücher eigentlich immer sehr spannend sind und er es sehr gut versteht, unsere heutige Welt mit mystischen Elementen zu verknüpfen ohne sofort ins Unglaubwürdige abzurutschen. Auch in diesem Buch befinden wir uns in der Gegenwart und ,der Mythologie Experte wird es bereits erkannt haben, es gibt einen Bezug zur Artus Sage und dem sagenumwobenen Avalon.

Story
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Rudger Harm, der eigentlich Rüdiger heisst, ist Versicherungsdetektiv und das mit Leib und Seele. Sein neuster Auftrag führt in auf eine Bohrinsel und den Leser gleich mit, denn damit beginnt das Buch. Diese Bohrinsel ist die Avalon II, jedenfalls glaubt das Rudger, und gehört dem Milliardär Artur Spangler. Die Avalon II ist aber gar nicht die II sondern die Avalon I, was Spanglers Sohn Lance Rudger beweisen will. Der Haken an der Sache ist nur, dass die Avalon I vor 20 Jahren an eben dieser Stelle unter mysteriösen Umständen gesunken ist. Jetzt wissen wir auch, warum Rudger mit der Aufklärung beauftragt wurde, denn eben seine Versicherung musste damals bluten und hat auch die Avalon II wieder versichert. Kaum angekommen, muss Rudger die Insel auch schon wieder verlassen um einem Sturm auszuweichen und ein Mädchen zu retten. Dabei geraten die Protagonisten in eben diesen Sturm und Lance, der Sohn des Milliardärs wird entführt. Natürlich wird Rudger mit der Suche beauftragt und trifft bei seinen Nachforschungen ungewollt auf Jenny, die eigentlich Guinevere heißt, und eine Art Beziehung entsteht. Jenny ist ziemlich mysteriös und begleitet Rudger dann auch bis zum Ende bei seiner Suche....

Personen
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Rudger

Er ist der Held in dieser Story. Ein alleinstehender Versicherungsdetektiv, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht und ähnlich wie Dana Scully in Akte X eigentlich bis zum Ende nicht an Übersinnliches in jeder Form glauben will. Er fährt einen BMW Sportwagen mit allen möglich Tricks und kommt einem auch so manchmal wie ein kleiner James Bond vor. Natürlich hat er auch Freunde in allen brauchbaren Positionen, wie z.Bsp. den Computerexperten Stefan, der ihn immer mit dem besten Equipment versorgt oder dem Kriminologen Taubner, der natürlich sofort die besten Analysen von Beweisgegenständen parat hat. Das Ganze etwas zu dick aufgetragen von Hohlbein und grade so noch im Rahmen des glaubwürdigen.

Jenny

Sie taucht wie aus dem nichts auf und bleibt dem Leser bis zum Ende ein Rätsel. Sie sieht fantastisch aus und wirft sich erst einmal ganz offensichtlich an Rudger ran. Der fragt sich natürlich warum und schafft es bis zum Ende nicht Jennys Geheimnis von ihr selbst zu ergründen. Da ihr eigentlicher Name aber Guinevere lautet, merkt man als Mythologie-Interessierter natürlich sofort, dass sie mitten drin steckt, im mystischen Kuddelmuddel. Außerdem scheint sie über Kräfte zu verfügen, die irgendwie Einfluss auf das Wetter haben. Wer X-Men gesehen hat und Storm kennt, der weiß, wie ich mir Jenny vorstelle.

Artur Spangler

Er ist die treibende Kraft im Geschehen. Mit seinem Geld hat er scheinbar die Kontrolle über alles und jedem in der Welt. Schnell merkt man, dass er in Wahrheit nicht auf der Suche nach seinem Sohn Lance ist ,sondern versucht, die sogenannte Tir Nan Og, die Insel der Unsterblichkeit, zu finden. Er verkörpert den unsympathischsten Part und taucht immer dann auf, wenn man nichts von ihm lesen will.

Thomas

Ist der Leibwächter und der beste Mann von Spangler. Bei ihm scheiden sich die Geister. Mal hilft er Rudger, mal steht er offensichtlich gegen ihn. Er kann alles, ist scheinbar unbesiegbar, und auch wenn es unserem Helden mal gelingt, ihn auszutricksen, so taucht er spätestens in der nächsten Szene wieder auf. Am Ende wartet dieser dann auch mit einer gehörigen Überraschung auf....

Weitere Personen

Es gibt jede Menge Leute, die im Laufe des Geschehens auftreten. Es ist gar nicht so leicht, da die Übersicht zu behalten. Wichtig ist, dass man anfangs genau aufpasst, wer wer ist, dann muss man später nicht mehr zurückblättern. Interessant ist, dass fast sämtliche Gestalten aus der Artus Sage auftauchen und einige von denen aber in ganz anderem Licht erscheinen, als ich diese aus der Originalgeschichte in Erinnerung habe.

Zum Autor
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Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, ist ein typischer Fantasy-Autor. Er schreibt Bücher für Kinder- und Jugendliche und natürlich auch Erwachsene, von Fantasy über Sciencefiction bis hin zum Horror. So richtig bekannt wurde er mit „Märchenmond“, einem Kinderbuch. Man sagt allgemein, dass er den Durchbruch bei den Erwachsenen erst mit dem „Druidentor“ geschafft hat. Ich finde aber auch vorherige Bücher sehr interessant. Mittlerweile habe ich sicher an die 30 Bücher von ihm gelesen, wobei die 10 teilige Enwor Reihe, die ich jedem Fantasy-Liebhaber ans Herz legen möchte, stark ins Kontor schlägt. Viele vergleichen Hohlbein mit Steven King, was ich aber nicht unterstütze. Auch zu Koontz gibt es eher weniger Parallelen. Gegen diesen kann sich Hohlbein auch im „Avalon Projekt“ einen Seitenhieb nicht verkneifen. Hohlbeins Stärken und Interessen liegen ganz klar im Mythologie und Fantasybereich, wobei mir die Geschichten, die in der Gegenwart spielen und von Parallelwelten handeln, am besten gefallen. Zu meinen Favoriten zählen „Dunkel“ (siehe Bericht ©Ranger99) und „Der Widersacher“. Leider hat Hohlbein es aber auch beim „Avalon Projekt“ nicht geschafft auf seine Phrasendrescherei und Lückenfüllerei zu verzichten. Damit eine ich ständige Wiederholungen bestimmter Wortgruppen, wie „ die Bemerkung zu verschlucken die ihm auf der Zunge lag“ etc. Jedem der mal einige Bücher von ihm liest wird das auffallen.

Lesetipps Hohlbein
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„Wolfsherz“, „Der Widersacher“, „Enwor“, „Dunkel“ und die beiden „Azrael“ Romane


Zum Buch
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Die Geschichte beginnt auf jeden Fall sehr spannend und mysteriös. Die Handlung ist auch durchaus nicht vorhersehbar für den Leser. Leider wird es teilweise sehr konfus, was die Verknüpfung zu Artus und seinen Konsorten betrifft. Was mir überhaupt nicht gefällt sind die ständigen Wettereinbrüche, es wird quasi mit jeder Seite stürmischer und überhaupt gibt es in jedem Kapitel eine Verschlechterung der Umstände. Man kennt das ja, der Held liegt eigentlich schon geschlagen danieder und rappelt sich in der nächsten Szene wieder auf, um noch größeren Widerständen entgegenzutreten. Das ist in diesem Buch auf jeden Fall des Guten zuviel und hat schon nichts mehr mit Spannungsmoment zu tun. Man weiß nämlich schon, dass es ja alles nicht so schlimm war und wenig später alle Verletzungen etc. auskuriert sind und es munter weiter geht. Hohlbeins Helden scheinen alle so eine Art Highlander zu sein. Das ist teilweise zwar gewollt, bei den normalen Personen aber vollkommen unglaubwürdig. Trotzdem liest sich das Buch sehr flüssig und auch die Story ist sehr interessant. Leider ist der Bezug zur Avalon Geschichte doch teilweise lächerlich und unglaubwürdig. Wer allerdings ein Fan solcher Geschichten ist, der freut sich, viele bekannte Personen und Zusammenhänge anzutreffen. Vom Ende verrat ich nichts, außer, dass es mir nicht gefallen hat.

Statistisches
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Es gibt zwei Versionen bzw. Ausgaben des Buches. Eine Taschenbuchausgabe, die erst im März 2002 bei Droemer Knaur in München erschienen ist. Diese hat 790 Seiten und kostet 9,90 Euro. Das ist auch die Version, die ich besitze.

ISBN 3426618664

Die zweite Version ist eine gebundene Ausgabe, die 2000 bei Weitbrecht in Stuttgart erschienen ist. Diese kostet 19,90 Euro und hat 654 Seiten.

ISBN 3522717058

Fazit
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Wer Hohlbein mag, der kommt am „Avalon Projekt“ nicht vorbei. Ich wird meine Ausgabe auch behalten und irgendwann sicher noch mal lesen. Es ist kein Buch für den großen Anspruch und eignet sich vor allem zum Zeitvertreib. Das typische Buch für Bahnfahrer oder Strandleser, bzw. eben Fantasyfans. Ich bin nicht enttäuscht, da ich auch keine Erwartungen hatte und werde Hohlbein weiter treu bleiben. Dabei wünsche ich mir allerdings eine weitere Verbesserung im Schreibstil, eingefleischte Hohlbein Leser wissen was ich meine. Für die, die es nicht wissen....findet es heraus!

©Ranger99

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-12 19:15:59 mit dem Titel Der Dämon greift ein! (Enwor 4, Der steinerne Wolf)

! Achtung, in meinem Profil findet ihr ebenfalls Berichte zu den vorherigen Enwor Episoden !

Im folgenden Bericht setzte ich die Beurteilung der Enwor Reihe von Wolfgang Hohlbein fort. Ihr findet neben einer kurzen Zusammenfassung des bisherigen Geschehens auch wieder einige erläuternde Worte zu Enwor selbst. Mit „Der steinerne Wolf“ schrieb Hohlbein den insgesamt 4. Teil der Enwor Reihe. Daneben ist das Buch der dritte und letzte Teil in dem eigenständigen Zyklus um den Stein der Macht. Wem die kurze Wiedergabe der bisherigen Teile nicht ausreicht, der schaue sich bitte die anderen Berichte über Enwor in meinem Profil an.

Was bisher geschah....

Skar, der Satai, hat seinen langen Weggefährten Del, auch ein Satai, an Vela, die Errish-Hexe verloren. Diese zwang Skar den Stein der Macht aus Combat, der brennenden Stadt zu holen. Nach gelöster Aufgabe gelingt es Skar seinen Gefährten Del wieder aus Velas Klauen zu befreien. Doch dieser schliesst sich der Hexe freiwillig wieder an und wird vom Wächter Combats, dem schwarzen Wolf getötet. Skar findet den toten Bruder und sieht keinen Sinn mehr in seinem Dasein. Trotzdem entschließt er sich sich auf die Suche nach Vela zu begeben, um zu verhindern, dass sie mit Hilfe des Steins die Macht in Enwor ergreifen kann. Die Sumpfleute, bei denen Skar zuletzt war versprechen ihm obendrein Del wieder zum Leben erwecken zu können. Damit endet das dritte Enwor Buch und damit der zweite Teil um den Stein der Macht.....

Der steinerne Wolf

Skar befindet sich auf einem Freisegler unterwegs nach Anchor, einer Hafenstadt an der Küste des Drachenlandes. In der Hauptstadt Elay vermutet Skar Vela, die mit dem Stein dorthin geflüchtet zu sein scheint. Die ersten Probleme bekommt Skar schon auf dem Meer. Das Schiff wird von Kaperseglern untersucht, die angeblich nach den berüchtigten Quorrl Kriegern Ausschau halten. Schnell merkt Skar aber, dass er die Zielscheibe der Suche war Deshalb will er im Hafen unbemerkt von Bord gehen. Doch er und die Besatzung geraten in eine Falle. Alle bis auf Skar und den Kapitän Andred kommen ums Leben. Die beiden finden kurz darauf Unterschlupf bei Herger, einem Schmuggler und Freund von Andred. Doch das Gastspiel dauert nur kurz, denn Tantor, der böse Zwerg, den man schon aus den vorangegangenen Teilen kennt, hat Skar ausfindig gemacht und nimmt ihn gefangen. In diesem Moment tritt der Wächter Combats, der steinerne Wolf zum ersten mal richtig in Szene. Er tötet alle Feinde Skars, so das dieser in Begleitung von Herger sich auf den Weg nach Elay machen kann. Von diesem beschwerlichen Weg und dem ersten Kontakt von Skar und Quorrl Kriegern berichtet Enwor Teil 4, „Der Steinerne Wolf“.

Weiteres zu Enwor

In meinem Bericht zu Teil 3, „Das Tote Land“, habe ich die Vermutung geäußert, dass es sich bei Enwor um die Erde der Zukunft handelt. Diese Annahme wird im vierten Teil eigentlich nicht weiter von Hohlbein untermauert. Vielmehr spricht er bei Elay von einer Stadt, die durch das geheimnisvolle Volk der Alten errichtet wurde. Allerdings handelt es sich dabei wohl nicht um die Menschen unserer Zeit. Wer die Hexer Bücher von Hohlbein kennt, der wird wissen was ich meine. Der Autor zeichnet hier und auch in Teilen Enwors eine Vision von einem Volk, das lange vor den Menschen die Welt bevölkerte. In Enwor treffen wir nun auf die Nachfahren von der, anscheinend durch einen Atomkrieg vernichteten Menschheit, unserer Zeit, geheimnisvollen Außerirdischen und dem Alten Volk. Vielleicht sind die Alten auch die Außerirdischen gewesen oder andersherum. Auf jeden Fall haben die Errish, die heiligen Frauen Enwors, einige Geheimnisse der Vergangenheit entdeckt. Sie besitzen Waffen aus dieser Zeit und scheuen sich nicht diese Laser auch einzusetzen. Skar wird schnell klar, dass die Macht der Errish vor allem auf ihrem Wissen um die Vergangenheit beruht. Nachdem wir nun die Satai, die Sumpfleute, die Errish und einige kleinere Gruppen kennen, treffen wir im vierten Enwor Band das erste Mal auf die Quorrl.

Die Quorrl

Sie sind ein kriegerisches Volk aus dem Norden Enwors. Es sind geschuppte Wesen, die einige Fischgene im Blut zu haben scheinen. Sie besitzen zwei Herzen und verfügen über unbändige Kräfte. Charakteristisch ist auch die Doppelreihe scharfer Raubtierzähne in ihrem Mund. Das alles sind furchteinflössende Indizien, die nicht gerade für die Friedfertigkeit dieses Volkes sprechen. Doch Skar lernt sie anders kennen. Die Quorrl leiden Not und wollen nichts anderes als Überleben. Da ihr Lebensraum durch Menschen stark eingeängt wird, begeben sie sich oft auf kleine Rache- und Raubfeldzüge. Zum Überdruss werden die Quorrl durch die geheimnisvolle Macht des Steins der Macht in Velas Händen gezwungen das Drachenland und Elay anzugreifen. Natürlich nur ein Vorwand um die Mobilmachung von Velas Truppen zu begründen. In dieser Not werden sie zu Verbündeten von Rebellen und so hat Skar die Gelegenheit durchaus humane Züge bei den Quorrl zu entdecken.....

Zum Buch

Der vierte Teil von Enwor bewegt sich qualitativ auf einer Ebene mit dem dritten. Wieder wechseln die Szenarien und so lernt der Leser sehr schnell weitere Teile der Fantasiewelt kennen. Skar reist auf einem Schiff, reitet auf Pferden durch weite Ebenen und lernt die Flugtiere der Quorrl, die Daktylen, kennen und schätzen. Diese Vielfältigkeit macht dieses Werk so lesenswert. Die vielen verschiedenen Völker werden gut dargestellt und Schritt für Schritt ins Gesamtwerk eingearbeitet. Trotzdem fühlt man sich als Leser von dieser Mannigfaltigkeit nicht überfordert. Die schier unendliche Fantasie Hohlbeins kommt dem Buch dabei sehr zu Gute. Auf der anderen Seite ist die Geschichte wieder vollgestopft mit Floskeln und überflüssigen Redewendungen. Eine Unart, die sich der Autor scheinbar erst nach Jahren abgewöhnen konnte. Auch die dauerhaft schlechte Stimmung des Helden Skar nervt eher, als dass die dazu anhält sich mit dem Satai zu identifizieren. Dabei erzählt der Autor aber auch von Freundschaft, Verrat und immer wieder enttäuschtem Vertrauen. Es wird an viele Werte appelliert, die uns in unserer heutigen Zeit so oft verloren gehen. Obwohl eigentlich jeder, der mit Skar in Verbindung steht zu Schaden kommt, gelingt es ihm immer wieder Freunde und Verbündete zu finden. Der Glaube dabei, sich immer für das Gute einzusetzen macht ihn oft sympathisch, lässt den Hauptdarsteller aber auch manchmal naiv wirken. Trotzdem ist man in Gedanken selbst Satai, wenn man Enwor liest und wünscht Skar, dass er seine Bedrücktheit und Melancholie endlich mal wieder los werden kann.

Die Entwicklung der Story ist weiterhin sehr spannend und nimmt immer wieder unerwartete Wendungen. Von leicht zu durchschauendem Material kann hier keine Rede sein. Hohlbein schafft es auch im vierten Buch den Leser zu fesseln und ihn nach dem nächsten Teil greifen zu lassen. „Der Steinerne Wolf“ ist zwar keine Steigerung zu „Das Tote Land“ bleibt aber auf dem schon realtiv hohen Niveau des Vorgängers.

Resümee

Wer nun immer noch bei Enwor ist, der steigt natürlich nicht mehr aus. Man wird keinesfalls enttäuscht von diesem Teil der Saga. Dies ist zwar der letzte Teil im Zyklus um den Stein der Macht, aber ich empfehle nicht ,das so zu betrachten. Enwor gehört zusammen, und das bedeutet minimum 10 Teile. Wer zu faul ist, der kann aber auch die drei Teile um den Stein lesen und aufhören. Spannung ist garantiert. Ein Kauf bei Ebay oder die Bibliothek sind weiterhin sehr empfehlenswert. Mehr als 2 Euro solltet ihr aber für ein gebrauchtes Buch aus der Reihe nicht ausgeben. Wen es interessiert, die ISBN ist 3-442-23840-4. Erschienen sind die Bücher schon bei mehreren Verlagen wie z Bsp. Goldmann oder Tosa. Ich hoffe ihr bleibt meinen Buchberichten treu....der fünfte Teil von Enwor folgt sicher bald!

Bereits erschienen bzw. berichtet

Enwor 1 – Der wandernde Wald
Enwor 2 – Die brennende Stadt
Enwor 3 – Das tote Land

es folgt

Enwor 5 – Das schwarze Schiff

©Ranger99

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