Der Zauberer der Smaragdenstadt (gebundene Ausgabe) / Alexander Wolkow Testbericht

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Erfahrungsbericht von Brita2905

Es war einmal...

Pro:

zauberhaftes für Klein und Groß

Kontra:

nix

Empfehlung:

Ja

Der Zauberer der Smaragdenstadt



Hallo,

wer von uns kennt nicht den amerikanischen Film „Der Zauberer von OZ"? Ein Märchenfilm, der einfach nur schön und mit gelegentlichen Seufzern anzusehen war und ist, trotz betagtem Alters...
Keine Angst, ich habe mich nicht im Thema geirrt, bzw. die falsche Kategorie erwischt, sondern weiß sehr wohl, was ich tue ;)).

Der „Zauberer von OZ" bildete die Grundlage für den russischen Autor Alexander Wolkow, für seine vom Urheber genehmigte Nacherzählung „Der Zauberer der Smaragdenstadt".

Elli, Toto (im Buch auch Totoschka gerufen), der Scheuch, der Eiserne Holzfäller, der Feige Löwe und natürlich der sagenumwobene Zauberer, die verschiedenen Bewohner des Zauberlandes stimmen als Persönlichkeiten an sich fast überein.

Aber wie gesagt, das wurde vom eigentlichen Urheber genehmigt.

Es war einmal...
*****************

... Es war einmal in einem fernen Land, das auch Kansas genannt wurde...

Dort lebte ein kleines Mädchen namens Elli mit ihren Eltern und dem Hündchen Toto in einem Wohnwagen. Ellis Eltern hatten eine kleine Farm, auf der sie sehr schwer arbeiten mußten. Oft tobten Wirbelstürme, die die Häuser zerstörten und einen großen Teil der Ernte zerstörten.
Aber die Menschen ließen sich nicht entmutigen, sie liebten ihr Kansas und blieben, trotz des harten Lebens, denn sie fühlten sich trotz aller Unannehmlichkeiten zu Hause.
Viele Farmer lebten in Wohnwagen. Wenn ein Sturm drohte, fanden sie in eigens dafür gebauten Kellern Schutz, so auch Elli und ihre Familie...

Eines Tages, spielte Elli mit ihrem Hündchen draußen, als sich wieder ein schwerer Wirbelsturm ankündigte... Die Mutter ermahnte Elli, sogleich in den Keller zu gehen, weil es draußen zu gefährlich wurde. Das tat sie auch, bis zu dem
Moment, als Toto nach draußen entwischte, und das Mädchen ihren kleinen Freund nicht alleine der Schutzlosigkeit des Wetters aussetzen wollte.
Sie eilte nach draußen und fand Toto im Wohnwagen. Der Sturm brach los, eine Rückkehr in den Keller war unmöglich. Der Sturm war nicht so wie die anderen,denn er riß den Wohnwagen mit sich in die Höhe und trug ihn weit weit fort.

Elli und Toto fielen in tiefe Bewußtlosigkeit, und als sie erwachten erwartete sie eine Überraschung. Der Orkan hatte sie in ein Land gebracht, in ein Land, so wunderschön und friedlich.
Überall blühten Blumen, gab es die leckersten Früchte, die Elli je zuvor gesehen hatte... Die beiden Reisenden begegneten den Käuern, kleinen Menschen, die sehr verschüchtert auf sie reagierten.
Außergewöhnlich die blauen Kleider und spitze Hüte mit Schellen, die sie trugen - die Bewohner des Blauen Landes...

Eine alte Frau, in einem weißen Umhang trat auf das Kind zu, um mit ihm zu reden. Die alte Frau war eine weise Zauberin, die nur Gutes für die Menschen wollte. Und sie erzählte dem Mädchen, daß es zwar Zufall gewesen war, dass ausgerechnet Elli und Toto in diesen Wirbelsturm gerieten, aber durchaus nicht zufällig, dass ihr Häuschen vom Wirbelsturm erfaßt und einen weiten weiten Weg ins Zauberland zurückgelegt hatte. Die böse Hexe Gingema, die Herrscherin des Landes, in welchem sie sich nun befanden, hatte ein grausiges Unwetter heraufbeschworen, um die Menschheit zu vernichten. Die gute Zauberin Willina, die über das Gelbe Land regierte, hatte diesem unseligen Fluch mit einem Gegenzauber entgegengewirkt...

Zauberland? Nanu? Moment mal, Elli glaubte ihren Ohren kaum: Zauberer und Zauberland, so was gab es nur im Märchen. Aber die alte Frau, Willina, überzeugte sie mit einem Zauberbuch vom Gegenteil. Etwas besonderes gab es im Zauberland dennoch: dass Menschen der Sprache mächtig sind, ist nichts Außergewöhnliches, aber dass alle Tiere über diese Gabe verfügten???
Hündchen Toto bellte nicht mehr, sondern sprach in den schönsten Worten zu seiner Freundin...

Elli konnte kaum glauben, was da um sie herum geschah... Die Einwohner des Blauen Landes hielten sie, da sie sie, wenn auch nicht ganz freiwillig, von der bösen Hexe befreit hatte, für eine mächtige Zauberin und baten sie, bei ihnen zu bleiben, da sie ein gutes Herz habe...

Aber Elli beschlich großes Heimweh. Mama und Papa fehlten ihr ungemein, und daher wollte sie nur eines; nach Hause... Deshalb bat sie Willina, ihr dabei zu helfen. Willina schlug das Zauberbuch auf und eröffnete dem Mädchen, dass nur ein Einziger in der Lage sei, sie und ihren kleinen Freund nach Hause zu bringen. Elli horchte erfreut auf.
Sofort wollte sie aufbrechen. Aber Willina sprach weiter. Derjenige, der diese Macht besaß, half nicht einfach so, nein: Elli mußte auf dem auch recht weiten und auch beschwerlichen Weg zu ihm; Goodwin, dem Zauberer der Smaragdenstadt; drei Lebewesen helfen, ihre sehnlichsten Wünsche zu erfüllen...

Wer oder was diese Lebewesen waren, das konnte Willina nicht erkennen. Der alleinige Hinweis war der Gelbe Backsteinweg, welcher direkt in die Smaragdenstadt führte.

So schnell wie Willina erschienen war, so schnell verschwand sie auch wieder und mit ihr das Zauberbuch. Elli wollte sich sogleich auf den Weg machen, und die Käuer brachten ihr für die Reise jede Menge Proviant... Toto fand in einer Höhle wunderschöne Silberschuhe, Zauberschuhe, die Elli wie angegossen paßten und ihr auf der Reise mehr als nur gute Dienste leisten sollten.

So setzten die beiden Reisenden ihre Reise fort, um auf dem schnellsten Weg zu Goodwin zu gelangen. Der Backsteinweg führte sie an einem Dorf vorbei. Die Bewohner begrüßten sie und dankten ihr für die Befreiung. Sie luden sie ein, mit ihnen zu feiern, denn dafür gab es allen Grund... Elli aber zog es weiter, denn das Heimweh wurde immer größer.
Nach mehreren Stunden kamen sie an einem Weizenfeld vorbei. Auf einem Zaun stak eine Vogelscheuche, die sprechen konnte. Ihr sehnlichster Wunsch war es, auf den Boden gesetzt zu werden... Zunächst zumindest. „Scheuch", so der Name, wollte aber noch viel viel mehr! Da Scheuch erst kurz zuvor ge"macht" worden war, kannte er die Welt noch nicht und war, wie er glaubte, dumm. Verstand, oh ja Verstand, gut verpackt in einem Gehirn, das wäre es!! Das wäre das Größte überhaupt... Ob Elli wohl in der Lage sei, ihm ein solches zu verschaffen?! Da sie aber selber noch sehr jung, konnte sie ihm natürlich nicht wirklich helfen, aber sie hatte eine Idee: der Scheuch solle sie begleiten! Gesagt, getan. Der Scheuch schloß sich der kleinen Gruppe an. Und so setzten sie zu dritt ihre Reise in die Smaragdenstadt fort.
Als sie durch einen dichten Wald kamen, wurde es bereits dunkel. Sie gelangten zu einer kleinen Hütte, in welcher sie über Nacht Unterschlupf fanden.

Am nächsten Morgen hörten sie ein Stöhnen. Sie gingen diesen Lauten nach und trafen auf einen Mann, der völlig eingerostet war. Nanu? Eingerostet? Jawohl, denn er war völlig aus Eisen gefertigt. Elli holte aus der Hütte eine Ölkanne, die sie zuvor gesehen hatte und begann, sämtliche Gelenke des Eisenmannes zu ölen. „Der Eiserne Holzfäller" erzählten den drei Freunden seine Geschichte, und die war mächtig traurig! Seine Liebe zu einem Mädchen hatte die böse Zauberin Gingema dazu gebracht, die Axt des jungen Mannes verhexen, bei jedem Axthieb wurde ein Körperteil abgeschlagen. Gott sei Dank gab es aber im Zauberland einen Schmied, der sein Handwerk verstand...

Auch der Holzfäller hatte einen Wunsch: den Wunsch, wieder lieben zu können. Aber dazu benötigte er ein Herz. Elli konnte ihm zwar keines geben, lud ihn ein, sich ihnen anzuschließen, denn Goodwin war sicher in der Lage, seinen Wunsch zu erfüllen...

Dem nächsten „Wunschlosen" begegneten sie in einem anderen Wald. Der Feige Löwe litt furchtbar darunter, feige zu sein und sogar vor einer Maus Angst zu haben. Er weinte fürchterlich, und auch er bat Elli, ihm Mut zu bekommen. Natürlich war das kleine Mädchen dazu nicht wirklich in der Lage... Aber ihre Gruppe bekam ein Mitglied dazu.

Der Weg in die Smaragdenstadt war wirklich beschwerlich, denn er führte nicht nur durch bunte Wiesen oder üppige Felder, wie im Gelben Land, sondern auch durch Gegenden, in denen eine weitere böse Hexe lebte. Elli und ihre Freunde mußte sehr viele Gefahren überwinden, wie die Begegnung mit dem Menschenfresser, einem heimtückischen Mohnfeld usw.

Als sie dann endlich die wundersame Stadt erreichten, man stelle sich eine in der Sonne glitzernde Stadt, die auch aus Smaragden erbaut worden war vor (daher auch nachweislich der Name ;) ), wähnten sie sich bereits am Ziel ihrer „Träume"...

Liebe LeserInnen, an dieser Stelle beende ich meinen kleinen Ausflug in diese zauberhafte und sehr liebevoll erzählte Welt. Ob Elli und Toto nach Kansas zurückkehren, welche Abenteuer sie noch bestehen müssen, ob Goodwin wirklich so mächtig ist, nun, das zu erfahren, das liegt allein bei Euch... Schmökert in der Buchreihe, und Ihr werdet genau wie ich, fasziniert sein!

Wer sind die Hauptpersonen??
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Nun, Ihr habt es sicher erraten: Elli, Toto, der Scheuch, der Eiserne Holzfäller, der Feige Löwe, der Zauberer Goodwin, nicht zu vergessen die Bewohner des Zauberlandes!!!

Warum wird der Leser so gefesselt?
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Neben der liebevollen Erzählung faszinieren wirklich schöne, auch drollige Illustrationen.
Schon als Kind war ich begeistert, kam aber leider nur in den Genuß von 3 der damaligen 6 zusammengehörigen Folgen. 2001 kaufte ich mir dann via Bol.de den kompletten Satz und tauche immer wieder gern in diese zauberhafte Welt ein, in der sogar Tiere etwas in Menschensprache zu sagen haben... ;)

Was gibt es noch???
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Die „alte" Serie besteht aus folgenden Büchern:
1. Der Zauberer der Smaragdenstadt
2. Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten
3. Der Feuergott der Maranen
4. Der Gelbe Nebel
5. Das Geheimnis des verlassenen Schlosses

Die Bücher kosteten damals ca. pro Stück: 8,30 Mark. Sie sind nach wie vor, bzw. wieder erhältlich. Heute bezahlt man ca. 9 Euro. Etwas teurer, aber, und das ist ganz wichtig, sie
sind für jeden Interessierten kaufbar... ;)))


Viel Spaß beim Schmökern und Träumen und vielen Dank fürs Lesen!!!

Brita


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