Wüstenrennmäuse Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
- Spielbereitschaft:
Erfahrungsbericht von Darkangel07
Niedliche, pfiffige Wüstenrenmäuse!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo Liebe Leser!
Ich habe mir vor ca. 7 Monaten zum zweitenmal Rennmäuse zugelegt.
In diesem Bericht findest du viele interessante Informationen und auch eine Bauanleitung.
Diese Tiere sind sehr empfehlenswert für jung und alt.
Es gibt insgesamt mehr als zehn Gattungen mit über 160 Arten (Wüsten-)Rennmäusen. Da gibt es z.B. die mongolische, persische, libysche und ägyptische Rennmaus. Sie unterscheiden sich an der Größe und Farbe. Die bei uns verbreiteste ist aber die mongolische.
Meine Erfahrungen mit den Gerbils:
Ich muß sagen das diese Tiee sehr unterhaltsam sind, wenn sie in ihrem Käfig spielen und sich ans bauen machen. Ich habe zwei Kinder, die die Mäuse gerne stundenlang beobachten. Ich selber bin auch sehr begeistert.
RENNMÄUSE SIND KEINE MÄUSE:
Was den Namen betrifft, so sind Rennmäuse kleine Hochstapler, denn sie sind tatsächlich gar keine Mäuse. Laut zoologischer Systematik gehören Mäuse einer ganz anderen biologischen Familie an. Rennmäuse sind mit den Hamstern sowohl unserem Feldhamster als auch dem Goldhamster, sogar näher verwandt als mit echten Mäusen. Die Rennmaus wird auch Gerbil genannt.
FARBVARIANTEN:
Es gibt viele Farbvarianten. Sie werden entweder gezüchtet oder entstehen ganz zufällig. Hier zähle ich nun ein paar auf.
Agouti: So werden Farben bezeichnet, bei denen jedes einzelne Haar mehrfarbig ist. Es gibt z.B. die natürliche Wildfarbe, Silberagouti mit Grautönen oder den Algierfuchs mit rötlich-gelben Tönen. Alle Agoutitiere haben eine helle Unterseite.
]]]Natürliche Farbe: Die natürliche Farbe der Rennmäuse ist Wildagouti, also ein melierter gold-braun-grauer Farbton, wobei das einzelne Haar von der Wurzel bis zur Spitze unterschiedliche Farben hat. Die Bauchseite ist heller und das Schwanzende hat einen etwas verdickten Fellquast aus dunkelnen Haaren.
]]]Schecken: Bei ihnen handelt es sich nicht um eine Farbe, sondern um eine Zeichnung. Schecken können in allen Farbschlägen gezüchtet werden. Man darf keine Schecken miteinender verpaaren. Wenn man das doch tut sterben die Jungen noch im Mutterleib da sie reinerbig sind. Reinerbige Schecken sind nicht lebensfähig. ( Reinerbig: Gleiche Gene)
BIOLOGISCHES:
]]LEBENSERWARTUNG:
Die normale Lebenserwartung liegt bei ca. 2 bis 3 Jahren. Es gibt aber auch Tiere, die 5 und sogar 7 Jahre alt geworden sind. Diese sind jedoch die Ausnahme, an denen man sich nicht orientieren darf.
]] GRÖSSE UND GEWICHT:
Die Mongolische Rennmaus hat eine Körpertemperatur von 37,4 bis 39°C. Erwachsene Tiere haben bei einer Größe von 8 bis 13 cm ( ohne Schwanz) ein Gewicht von 50 bis 130 g. Tiere die den oberen Wert erreichen, sind allerdiengs schon als übergewichtig zu bezeichnen.
ANSCHAFFUNG:
]]]KÄFIG:
Ich persönlich empfehle ein Terrarium oder Aquarium ( ohne dazugehöriger Abdeckung). Sie sind sauber und man kann die Tiere gut beobachten.
]]]ABDECKUNG (Bauanleitung):
Die Abdeckung kannst du selber basteln, dazu benötigst du Holz Klammern und ein Maschendraht bei dem die Löcher kleiner als einen Zentimeter sind. Das Holz schneidest du ca. 5 cm größer als dein Käfig ist. Du verbindest die Teile mit Nägel oder Schrauben. Den Draht spannst du über das Rechteck und machst es am Rand mit den Holzklammern fest. Paß bitte auf das der Draht nicht in das Gehege kommt ( Verletzungsgefahr).
]]]EINSTREU:
Als Einstreu eignen sich verschiedene Materialien. Hier zwei Möglichkeiten.
* Handelsübliches Kleintierstreu aus feinen Holzspänen wird am häufigsten verwendet und ist auch am praktischten. Ungeeignet sind Sägemehle und sehr grobe Holzspäne. Bei Verwendung dieser Einstreu braucht man zusätzlich ausreichend Nistmaterial, also Heu oder ähnliches. ( Das Heu wird auch zernagt und sie nutzen es auf vielfältige Weise.)
*Als Einstreu kann man auch Sand verwenden, z.B. Vogelsand. Dieser nimmt jedoch weniger Flüssigkeit auf und muss daher unter Umständen öfters ausgewechselt werden. Zudem kann Sand das Glas des Terrariums oder Aquariums zerkratzen.
]]]NÄPFE UND TRÄNKEN:
Man braucht nicht unbedingt einen Napf, da die Rennmäuse ihre Nahrung vergraben. Für die Wasserversorgung empfehle ich eine Trinkflasche die man oben am Rand mit einem Draht festmacht.
]]]MÖBLIERUNG:
Ein Schlafhäuschen sollte nicht fehlen, Das kannst du entweder kaufen oder aus einer kleinen Schachtel machen(alles Plastik entfernen). Von der Küchen- oder Klorolle lassen sich super Tunnel bilden. Die Mäuse nagen auch gerne daran. Man kann aber auch welche aus Holz im Handel kaufen. Äste und Zweige von ungespritzten Obstbäumen zum nagen und klettern.
Ein Laufrad rate ich ab, weil bei den offenen Modellen aus Stangen eine gewisse Unfallgefahr für das Tier ausgeht. Wenn man die Möglichkeit hat kann man die Rennmaus in einem sicherem Zimmer z.B. Flur laufen lassen, weil Rennmäuse Bewegung brauchen.
Grundsätzlich sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Aus den geeigneten Materialien - HOLZ; PAPPE; METALL; STEIN UND KERAMIK- lässt sich vieles basteln oder einfach für das Rennmausheim umfunktionieren. PLASTIK IST GRUNDSÄTZLICH TABU!!!!!
]]]KAUF DER MÄUSE:
Grundsätzlich gilt nie ein Einzeltier kaufen da sie sonst eingehen und immer aus einer Familie sein, andernfalls gibt es heftige und vielleicht sogar tödliche Streits. Ab besten nimmt man Geschwister oder Eltern mit ihren Jungen. Wenn man keine Jungen will, kann man auch nur Weibchen oder Männchen halten.
]]]FUTTER:
Als Grundlage der Ernährung Ihrer Maus verwenden sie am besten eine Futtermischung aus der Zoohandlung.
]BEKÖMMLICHES FUTTER:
* Körnermischung aus Hirse (verschiedene Arten), Sonnenblumenkernen, Mais, Erdnüsse und Getreide.
* Obst und Gemüse, z.B. Äpfel, Birnen, Möhren, Möhrenkraut, Paprika, versch. Kohlarten.
* Leckereine, z.B. Knabberstangen, Nager-Drops, Kolbenhirse, Insektenlarven
PFLEGE
Zur Pflege der Zähne empfehle ich einen Nagestein für Chinchilla oder andere Nagetiere. Um überschüssige Feuchtigkeit und Drüsensekret aus dem Fell zu bekommen wälzen sich die Mäuse gerne im Sand. Man kann in eine große Schale aus Keramik oder Metall Vogelsand oder Badesand für Chinchillas geben und in das Gehege stellen. Die Schüssel wird aber auch von den Tieren gerne als Toilette verwendet, daher rate ich die Schüssel für eine halbe Stunde täglich reinzustellen. Für Rennmäuse der Höhepunkt des Tages.
KÄFIGSTANDORT
Die folgenden Punkte sind zu beachten.
* nicht ins Kinder- oder Schlafzimmer
* wenn im Kinder- oder Wohnzimmer keine häufig laute Musik
* Mindestabstand von zwei bis drei Meter zwischen Rennmausheim und Fernseher, Radio oder Lautsprecherboxen
* in einen Raum wo nicht viel oder gar nicht geraucht wird
* keine Zugluft
* Gehege nicht zu niedrig stellen am besten auf eine Kommode
* normale Zimmertemperatur und nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit
Anmerkung: Man kann sehr viel für die Rennmäuse machen. Z.B. Käfigverbundsysteme. Nötiges Material und Hilfe und Beratung bekommt man im Zoofachhandel.
NACHWUCHS BEI DEN RENNMÄUSEN
Ich habe bei meinen zwei Mäusen Nachwuchs bekommen. Es ist sehr faszinierend.
]Voraussetzzungen für eine Zucht[
Eigentlich sind die Voraussetzungen bei der Zucht ganz einfach. Mn braucht im Grund nur zwei gesunde Rennmauseltern und ein argerechtes Rennmausheim. Um Inzuchtdefekte zu vermeiden, werden Elternteile gewählt, die nicht zu nahe verwandt sind. Man muss diese aber noch vor der geschlechtsreife zusammensetzten. Rennmäuse sind ungefähr im Alter von sechs bis zwölf Wochen geschlechtsreif.
]Von der Paarung bis zur Geburt[
Bei der Paarung verhalten sich die Rennmäuse eher stürmisch als zärtlich. Das \"verliebte\" Männchen jagt das Weibchen regelrecht umher und überprüft immer wieder die Paarungsbereitschaft durch Beriechen. Ist das Weibchen bereit, stoppt es plötzlich die wilde Jagt und dann wird die eigentliche Paarung vollzogen. Dies wiederholt sich mehrmals. War die Paarung erfolgreich, werden nach 24 bis 30 Tagen bis zu zwölf Junge geboren. Es sind jedoch im Schnitt vier bis fünf Jungtiere. Das Weibchen ist sofort nach der Geburt wieder empfängnisbereit. Bei der Geburt brauchen die Rennmäuse keine Hilfe. Sie weiß instinktiv, was zu tun ist, und trennt die Nabelschnur durch, leckt die Jungen trocken und frisst die Nachgeburt auf. Während der Geburt und der Jungeaufzucht kann und sollte der Vater und falls vorhanden, auch der Rest der Sippe im Käfig belassen werden. Es ist wichtig, dass alle anderen Rennmäuse s bald wie möglich Kontakt mit den Kleinen aufnehmen, um sie als Familienmitglieder anzuerkennen.
]Aufzucht[
Das Muttertier zieht im Prinzip natürlich die Jungen auf. Der Mensch braucht nur für optimale Bedingungen zu sorgen. Selbst der Vater beteiligt sich an der Betreuung der Jungtiere, z.B. indem er Ausreißer ins Nest zurückträgt oder sch wärmend auf sie legt.
n dieser Stele möchte ich auch nicht verschweigen, dass es bei vielen Nagern vorkomme kann, dass Muttertiere die Jungen tötet. Für das Verhalten lassen sich nicht immer die Ursachen ermitteln. Manchmal ist es der erste Wurf, den ein noch junges Weibchen hat. Es können aber auch Stress, zu kleine Behausung ( Käfig) oder falsche Ernährung der Grund sein. Obwohl derartige Vorfälle eher selten sind, sollte man der jungen Rennmausfamilie also besser etwas Ruhe gönnen. In dieser Zeit ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig, dass sollte aber eigentlich immer selbstverständlich sein. Manche Muttertiere nehmen in dieser Zeit gerne etwas zusätzliches tierisches
Protein an .
]Heranwachsen[
Bei der Geburt haben die Kleinen ein Gewicht von ca. 3g. Die ersten Härchen kann man im Alter von fünf Tagen entdecken, bis dahin sind sie nackt. Mit 14 Tagen öffnen sie die Augen. Jetzt krabbeln sie auch schon mal aus dem Nest, werden von der Mutter oder dem Vater aber geduldig immer wieder zurückgetragen. Gesäugt werden die Jungen etwa 21 Tage lang. Danach könnte dann bald schon wieder die nächsten Jungen geboren werden.
Eine solche Massenproduktion von Rennmäusen ist aber nicht empfehlenswert, da sich schwerlich genug zuverlässige Abnehmer für so viele Tiere finden lassen. Überzählige Tiere - auch von vielen Hobbyzüchtern - enden leider häufig als Schlangenfutter.
]Geburtenkontrolle[
Von Natur aus haben Rennmäuse eine eingebaute Geburtenkontrolle. Ist das Revier voll besetzt, so stellen sie die Vermehrung ein. Trotzdem kann es zur Überbevölkerung kommen, da bei dieser \"Berechnung\" Jungtire nicht berücksichtigt werden. Außerdem gibt es keine Garantie für eine Funktionieren dieser biologischen Geburtenkontrolle. Bei einigen Zuchtstämmen scheint dieser Kontrollmechanismus sogar überhaupt nicht mehr zufunktionieren. Wer kein Risiko eingehen will, sollte sich darauf lieber nicht verlassen und die Tiere rechtzeitig nach Geschlechter trennen.
]Geschlechterbestimmung[
Ein erfahrener Züchter oder Zoohändler wird auch bei jungen Mäuse zuverlässig das Geschlecht bestimmen können. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist de3r Abstand zwischen Genitalöffnung und After. Bei männlichen Tieren ist dieser Abstand wesentlich größer als beim Weiblichen. Erwachsene Männchen haben deutlich sichtbare Hoden am Schwanzansatz. Zudem haben männliche Mäuse keine Zitzen, was jedoch im dichten Fell nur schwer zu erkennen ist. Außerdem ist ihre Bauchdrüse etwas größer als die der Weibchen.
Danke das du meinen Beitrag gelesen hast.
Bis dann Yvonne
Ich habe mir vor ca. 7 Monaten zum zweitenmal Rennmäuse zugelegt.
In diesem Bericht findest du viele interessante Informationen und auch eine Bauanleitung.
Diese Tiere sind sehr empfehlenswert für jung und alt.
Es gibt insgesamt mehr als zehn Gattungen mit über 160 Arten (Wüsten-)Rennmäusen. Da gibt es z.B. die mongolische, persische, libysche und ägyptische Rennmaus. Sie unterscheiden sich an der Größe und Farbe. Die bei uns verbreiteste ist aber die mongolische.
Meine Erfahrungen mit den Gerbils:
Ich muß sagen das diese Tiee sehr unterhaltsam sind, wenn sie in ihrem Käfig spielen und sich ans bauen machen. Ich habe zwei Kinder, die die Mäuse gerne stundenlang beobachten. Ich selber bin auch sehr begeistert.
RENNMÄUSE SIND KEINE MÄUSE:
Was den Namen betrifft, so sind Rennmäuse kleine Hochstapler, denn sie sind tatsächlich gar keine Mäuse. Laut zoologischer Systematik gehören Mäuse einer ganz anderen biologischen Familie an. Rennmäuse sind mit den Hamstern sowohl unserem Feldhamster als auch dem Goldhamster, sogar näher verwandt als mit echten Mäusen. Die Rennmaus wird auch Gerbil genannt.
FARBVARIANTEN:
Es gibt viele Farbvarianten. Sie werden entweder gezüchtet oder entstehen ganz zufällig. Hier zähle ich nun ein paar auf.
Agouti: So werden Farben bezeichnet, bei denen jedes einzelne Haar mehrfarbig ist. Es gibt z.B. die natürliche Wildfarbe, Silberagouti mit Grautönen oder den Algierfuchs mit rötlich-gelben Tönen. Alle Agoutitiere haben eine helle Unterseite.
]]]Natürliche Farbe: Die natürliche Farbe der Rennmäuse ist Wildagouti, also ein melierter gold-braun-grauer Farbton, wobei das einzelne Haar von der Wurzel bis zur Spitze unterschiedliche Farben hat. Die Bauchseite ist heller und das Schwanzende hat einen etwas verdickten Fellquast aus dunkelnen Haaren.
]]]Schecken: Bei ihnen handelt es sich nicht um eine Farbe, sondern um eine Zeichnung. Schecken können in allen Farbschlägen gezüchtet werden. Man darf keine Schecken miteinender verpaaren. Wenn man das doch tut sterben die Jungen noch im Mutterleib da sie reinerbig sind. Reinerbige Schecken sind nicht lebensfähig. ( Reinerbig: Gleiche Gene)
BIOLOGISCHES:
]]LEBENSERWARTUNG:
Die normale Lebenserwartung liegt bei ca. 2 bis 3 Jahren. Es gibt aber auch Tiere, die 5 und sogar 7 Jahre alt geworden sind. Diese sind jedoch die Ausnahme, an denen man sich nicht orientieren darf.
]] GRÖSSE UND GEWICHT:
Die Mongolische Rennmaus hat eine Körpertemperatur von 37,4 bis 39°C. Erwachsene Tiere haben bei einer Größe von 8 bis 13 cm ( ohne Schwanz) ein Gewicht von 50 bis 130 g. Tiere die den oberen Wert erreichen, sind allerdiengs schon als übergewichtig zu bezeichnen.
ANSCHAFFUNG:
]]]KÄFIG:
Ich persönlich empfehle ein Terrarium oder Aquarium ( ohne dazugehöriger Abdeckung). Sie sind sauber und man kann die Tiere gut beobachten.
]]]ABDECKUNG (Bauanleitung):
Die Abdeckung kannst du selber basteln, dazu benötigst du Holz Klammern und ein Maschendraht bei dem die Löcher kleiner als einen Zentimeter sind. Das Holz schneidest du ca. 5 cm größer als dein Käfig ist. Du verbindest die Teile mit Nägel oder Schrauben. Den Draht spannst du über das Rechteck und machst es am Rand mit den Holzklammern fest. Paß bitte auf das der Draht nicht in das Gehege kommt ( Verletzungsgefahr).
]]]EINSTREU:
Als Einstreu eignen sich verschiedene Materialien. Hier zwei Möglichkeiten.
* Handelsübliches Kleintierstreu aus feinen Holzspänen wird am häufigsten verwendet und ist auch am praktischten. Ungeeignet sind Sägemehle und sehr grobe Holzspäne. Bei Verwendung dieser Einstreu braucht man zusätzlich ausreichend Nistmaterial, also Heu oder ähnliches. ( Das Heu wird auch zernagt und sie nutzen es auf vielfältige Weise.)
*Als Einstreu kann man auch Sand verwenden, z.B. Vogelsand. Dieser nimmt jedoch weniger Flüssigkeit auf und muss daher unter Umständen öfters ausgewechselt werden. Zudem kann Sand das Glas des Terrariums oder Aquariums zerkratzen.
]]]NÄPFE UND TRÄNKEN:
Man braucht nicht unbedingt einen Napf, da die Rennmäuse ihre Nahrung vergraben. Für die Wasserversorgung empfehle ich eine Trinkflasche die man oben am Rand mit einem Draht festmacht.
]]]MÖBLIERUNG:
Ein Schlafhäuschen sollte nicht fehlen, Das kannst du entweder kaufen oder aus einer kleinen Schachtel machen(alles Plastik entfernen). Von der Küchen- oder Klorolle lassen sich super Tunnel bilden. Die Mäuse nagen auch gerne daran. Man kann aber auch welche aus Holz im Handel kaufen. Äste und Zweige von ungespritzten Obstbäumen zum nagen und klettern.
Ein Laufrad rate ich ab, weil bei den offenen Modellen aus Stangen eine gewisse Unfallgefahr für das Tier ausgeht. Wenn man die Möglichkeit hat kann man die Rennmaus in einem sicherem Zimmer z.B. Flur laufen lassen, weil Rennmäuse Bewegung brauchen.
Grundsätzlich sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Aus den geeigneten Materialien - HOLZ; PAPPE; METALL; STEIN UND KERAMIK- lässt sich vieles basteln oder einfach für das Rennmausheim umfunktionieren. PLASTIK IST GRUNDSÄTZLICH TABU!!!!!
]]]KAUF DER MÄUSE:
Grundsätzlich gilt nie ein Einzeltier kaufen da sie sonst eingehen und immer aus einer Familie sein, andernfalls gibt es heftige und vielleicht sogar tödliche Streits. Ab besten nimmt man Geschwister oder Eltern mit ihren Jungen. Wenn man keine Jungen will, kann man auch nur Weibchen oder Männchen halten.
]]]FUTTER:
Als Grundlage der Ernährung Ihrer Maus verwenden sie am besten eine Futtermischung aus der Zoohandlung.
]BEKÖMMLICHES FUTTER:
* Körnermischung aus Hirse (verschiedene Arten), Sonnenblumenkernen, Mais, Erdnüsse und Getreide.
* Obst und Gemüse, z.B. Äpfel, Birnen, Möhren, Möhrenkraut, Paprika, versch. Kohlarten.
* Leckereine, z.B. Knabberstangen, Nager-Drops, Kolbenhirse, Insektenlarven
PFLEGE
Zur Pflege der Zähne empfehle ich einen Nagestein für Chinchilla oder andere Nagetiere. Um überschüssige Feuchtigkeit und Drüsensekret aus dem Fell zu bekommen wälzen sich die Mäuse gerne im Sand. Man kann in eine große Schale aus Keramik oder Metall Vogelsand oder Badesand für Chinchillas geben und in das Gehege stellen. Die Schüssel wird aber auch von den Tieren gerne als Toilette verwendet, daher rate ich die Schüssel für eine halbe Stunde täglich reinzustellen. Für Rennmäuse der Höhepunkt des Tages.
KÄFIGSTANDORT
Die folgenden Punkte sind zu beachten.
* nicht ins Kinder- oder Schlafzimmer
* wenn im Kinder- oder Wohnzimmer keine häufig laute Musik
* Mindestabstand von zwei bis drei Meter zwischen Rennmausheim und Fernseher, Radio oder Lautsprecherboxen
* in einen Raum wo nicht viel oder gar nicht geraucht wird
* keine Zugluft
* Gehege nicht zu niedrig stellen am besten auf eine Kommode
* normale Zimmertemperatur und nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit
Anmerkung: Man kann sehr viel für die Rennmäuse machen. Z.B. Käfigverbundsysteme. Nötiges Material und Hilfe und Beratung bekommt man im Zoofachhandel.
NACHWUCHS BEI DEN RENNMÄUSEN
Ich habe bei meinen zwei Mäusen Nachwuchs bekommen. Es ist sehr faszinierend.
]Voraussetzzungen für eine Zucht[
Eigentlich sind die Voraussetzungen bei der Zucht ganz einfach. Mn braucht im Grund nur zwei gesunde Rennmauseltern und ein argerechtes Rennmausheim. Um Inzuchtdefekte zu vermeiden, werden Elternteile gewählt, die nicht zu nahe verwandt sind. Man muss diese aber noch vor der geschlechtsreife zusammensetzten. Rennmäuse sind ungefähr im Alter von sechs bis zwölf Wochen geschlechtsreif.
]Von der Paarung bis zur Geburt[
Bei der Paarung verhalten sich die Rennmäuse eher stürmisch als zärtlich. Das \"verliebte\" Männchen jagt das Weibchen regelrecht umher und überprüft immer wieder die Paarungsbereitschaft durch Beriechen. Ist das Weibchen bereit, stoppt es plötzlich die wilde Jagt und dann wird die eigentliche Paarung vollzogen. Dies wiederholt sich mehrmals. War die Paarung erfolgreich, werden nach 24 bis 30 Tagen bis zu zwölf Junge geboren. Es sind jedoch im Schnitt vier bis fünf Jungtiere. Das Weibchen ist sofort nach der Geburt wieder empfängnisbereit. Bei der Geburt brauchen die Rennmäuse keine Hilfe. Sie weiß instinktiv, was zu tun ist, und trennt die Nabelschnur durch, leckt die Jungen trocken und frisst die Nachgeburt auf. Während der Geburt und der Jungeaufzucht kann und sollte der Vater und falls vorhanden, auch der Rest der Sippe im Käfig belassen werden. Es ist wichtig, dass alle anderen Rennmäuse s bald wie möglich Kontakt mit den Kleinen aufnehmen, um sie als Familienmitglieder anzuerkennen.
]Aufzucht[
Das Muttertier zieht im Prinzip natürlich die Jungen auf. Der Mensch braucht nur für optimale Bedingungen zu sorgen. Selbst der Vater beteiligt sich an der Betreuung der Jungtiere, z.B. indem er Ausreißer ins Nest zurückträgt oder sch wärmend auf sie legt.
n dieser Stele möchte ich auch nicht verschweigen, dass es bei vielen Nagern vorkomme kann, dass Muttertiere die Jungen tötet. Für das Verhalten lassen sich nicht immer die Ursachen ermitteln. Manchmal ist es der erste Wurf, den ein noch junges Weibchen hat. Es können aber auch Stress, zu kleine Behausung ( Käfig) oder falsche Ernährung der Grund sein. Obwohl derartige Vorfälle eher selten sind, sollte man der jungen Rennmausfamilie also besser etwas Ruhe gönnen. In dieser Zeit ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig, dass sollte aber eigentlich immer selbstverständlich sein. Manche Muttertiere nehmen in dieser Zeit gerne etwas zusätzliches tierisches
Protein an .
]Heranwachsen[
Bei der Geburt haben die Kleinen ein Gewicht von ca. 3g. Die ersten Härchen kann man im Alter von fünf Tagen entdecken, bis dahin sind sie nackt. Mit 14 Tagen öffnen sie die Augen. Jetzt krabbeln sie auch schon mal aus dem Nest, werden von der Mutter oder dem Vater aber geduldig immer wieder zurückgetragen. Gesäugt werden die Jungen etwa 21 Tage lang. Danach könnte dann bald schon wieder die nächsten Jungen geboren werden.
Eine solche Massenproduktion von Rennmäusen ist aber nicht empfehlenswert, da sich schwerlich genug zuverlässige Abnehmer für so viele Tiere finden lassen. Überzählige Tiere - auch von vielen Hobbyzüchtern - enden leider häufig als Schlangenfutter.
]Geburtenkontrolle[
Von Natur aus haben Rennmäuse eine eingebaute Geburtenkontrolle. Ist das Revier voll besetzt, so stellen sie die Vermehrung ein. Trotzdem kann es zur Überbevölkerung kommen, da bei dieser \"Berechnung\" Jungtire nicht berücksichtigt werden. Außerdem gibt es keine Garantie für eine Funktionieren dieser biologischen Geburtenkontrolle. Bei einigen Zuchtstämmen scheint dieser Kontrollmechanismus sogar überhaupt nicht mehr zufunktionieren. Wer kein Risiko eingehen will, sollte sich darauf lieber nicht verlassen und die Tiere rechtzeitig nach Geschlechter trennen.
]Geschlechterbestimmung[
Ein erfahrener Züchter oder Zoohändler wird auch bei jungen Mäuse zuverlässig das Geschlecht bestimmen können. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist de3r Abstand zwischen Genitalöffnung und After. Bei männlichen Tieren ist dieser Abstand wesentlich größer als beim Weiblichen. Erwachsene Männchen haben deutlich sichtbare Hoden am Schwanzansatz. Zudem haben männliche Mäuse keine Zitzen, was jedoch im dichten Fell nur schwer zu erkennen ist. Außerdem ist ihre Bauchdrüse etwas größer als die der Weibchen.
Danke das du meinen Beitrag gelesen hast.
Bis dann Yvonne
17 Bewertungen, 4 Kommentare
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14.04.2003, 18:17 Uhr von Cindy
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Habe selbst auch Rennmäuse! Grüße, Cindy
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01.03.2003, 20:05 Uhr von Allgäuer
Bewertung: sehr hilfreichMNeine Tochter will auch Mäuse aber ich bin dagegen.Gruß der Allgäuer
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07.08.2002, 15:15 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreichEin toller Bericht! Habe selber Ratten und Mäuse gehabt und interessiere mich nun für etwas Neues. Danke für diese wichtigen, ausführlichen Inofs!
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05.05.2002, 21:53 Uhr von Skydancer01
Bewertung: sehr hilfreichWie hoch ist eigentlich die Lebenserwartung dieser Tierchen?
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