X-Men 2 (DVD) Testbericht

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ab 36,51
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Erfahrungsbericht von SVoigt3000

Die Evolution geht weiter...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich ein großer Fan des ersten X-Men-Kinofilms bin, war ich heilfroh, als das Sequel bereits am Mittwoch als Preview im Kino meines Vertrauens gezeigt wurde. Ich habe also gleich die berühmt-berüchtigte Gifhorner Kinoclique eingepackt und bin los, um diesen Film zu sehen. Vorher, das muss erwähnt werden, haben wir uns X-Men 1 auf DVD angesehen um den Tag zum X-Men-Tag zu machen...

-----STORY:-----
X-Men 2 geht dort weiter, wo der erste Teil aufhörte: Wolverine (Hugh Jackman) versucht bei der stillgelegten Militärbasis, die Professor Xavier (Patrick Steward) ihm nannte, herauszufinden, was mit ihm vor 15 Jahren geschah und wie er an sein Metallskelett kam. Auch Magneto (Ian McKellan) sitzt weiterhin in seinem Plastikgefängnis und bekommt weiterhin immer mal wieder Besuch von Professor Xavier, seinem Freund-Feind. Auch Mystique (Raven Darkholme) schlüpft noch in die Rolle von Senator Kelly und versucht so jegliche Gesetze gegen Mutanten aufzuhalten.

Als allerdings ein Teleporter-Mutant namens Nightcrawler (Alan Cumming) den Präsidenten angreift und fast tötet schlägt die Stimmung in der Bevölkerung um. Ex-Kommandant Stryker (Brian Cox) dringt daraufhin mit Soldaten in die Schule von Professor Xavier ein und nimmt einige Schüler gefangen – einige können aber auch entkommen, oder sind nicht zugegen. Und so geht nun nicht von Magneto, der im Laufe des Filmes aus seinem Gefängnis fliehen kann, sondern von Stryker die größte Gefahr aus: Der hat nämlich nun Professor Xavier als Geisel und kennt die Technologie von Cerebro, der Maschine, mit der Professor Xavier alle Mutanten der Welt orten kann.

Das bedeutet eine so große Gefahr für alle Mutanten auf der Erde, dass Wolverine, Storm (Halle Berry) & Co. sogar eine Allianz mit Magneto eingehen, um die Gefahr zu bändigen...


-----KOMMENTAR:-----
Wie schon gesagt, bin ich ein großer Fan des ersten X-Men-Filmes. Ich habe zwar nie einen Comic der X-Men gelesen, aber dieser erste Film hat es mir angetan. Und so ging ich auch mit sehr hohen Erwartungen in den zweiten Film, was ja manchmal in einer riesen Enttäuschung endet – hier aber nicht!

„X-Men 2“, oder kurz „X2“ genannt, hat zwar leider nicht mehr diese perfekte Balance aus Action, Story und Special Effects, aber dafür andere Vorzüge: So ist X-Men 2 nun deutlich actionlastiger, was leider etwas auf kosten der sonst guten Story geht. Dafür sind nun auch einige humorvolle Szenen zu sehen, die dem Zuschauer gleich mehrfach ein Schmunzeln oder sogar Lachen abverlangen. Da wäre zum Beispiel die Szene, in der Wolverine in der Küche von Icemans Eltern mit einem Bier steht. Wolverine sieht, wie immer, sehr animalisch aus und die Eltern von Iceman – sie glauben ihr Sohn ginge auf eine einfach Schule für Hochbegabte und wissen noch nichts von der Mutation ihres Sohnes – kommen gerade nach Hause. Sie fragen Wolverine sichtlich erschrocken, wer er ist und Iceman erzählt ihnen, er wäre Professor an seiner Schule – Professor für Kunst. Die Szene ist wirklich sehr lustig und leider schwer zu beschreiben – das muss man einfach sehen.

Zu den Special Effects kann ich wieder das sagen, was ich auch bei meinem Bericht zum ersten Teil gesagt habe: Die Effekte sind große Klasse, aber nicht herausragend gut. Wenn in ein paar Wochen „Matrix Reloaded“ in die Kinos kommt, wird man sicher wieder ein neues Level an Special Effects kennen lernen – das wurde bei X2 verpasst. Aber trotzdem sind die Effekte sehenswert – besonders in den Szenen, in denen der Nightcrawler beim Präsidenten eindringt und sich in rasanter Geschwindigkeit von einem Ort zum anderen teleportiert und so die Sicherheitskräfte chancenlos lässt.

Schauspielerisch hat sich eigentlich auch nichts zum ersten Teil verändert, denn es sind wieder alle Akteure zu sehen, die im ersten Film nicht gestorben sind – und das sind dann also die meisten, die wieder dabei sind. Mit Oscarpreisträgerinnen wie Halle Berry und Anna Paquin ist schon ganz großes Kino zu sehen. Dann sind da noch Schauspieler wie Patrick Steward (Captain Jean-Luc Picard aus „Raumschiff Enterprise“) und Sir Ian McKellan (Gandalf aus „Herr der Ringe“), die alles andere als schlechte Schauspieler sind. Beide haben z.B. an der Royal Shakespeare Company gespielt haben. Insgesamt spielen alle Akteure, auch Nebendarsteller, ihre Rollen sehr gut und überzeugend – viel besser als in üblichen Actionfilmen also, bei denen es primär beim Casting um die Muskeln des Schauspielers zu gehen scheint.

Leider haben diese klasse Schauspieler dieses Mal nicht mehr eine solch schöne Story umzusetzen, wie bei Teil 1. Klar, im ersten Teil wurden die Charaktere vorgestellt und nun kann mit viel Action eingestiegen werden. Das wäre auch alles gut, wenn dabei die Story nicht vernachlässigt worden wäre. Aber das ist leider der Fall und so nähert sich X2 einem üblichen Actionfilm an, wobei dieses spezielle X-Men-Feeling nicht ganz verloren geht: Es wird immer noch deutlich, dass es hier um das stets aktuelle Thema „Rassismus“ geht (besonders in den Szenen mit Icemans Familie). Außerdem spielen die einzelnen Charaktere und Schauspieler wieder auf die bewährte Art vom ersten Teil zusammen, sodass man gleich wieder die Atmosphäre des ersten Teils spürt.

Zu dieser Atmosphäre trägt natürlich auch die Tatsache bei, dass X2 nahtlos dort anfängt, wo X1 aufhörte. Also würde ich allen raten, die den ersten teil nicht kennen, sich diesen Film anzusehen, bevor man sich X2 anschaut. Ein Muss ist das natürlich nicht, man versteht „X-Men 2“ auch so, aber es wäre schon schöner...


-----FAZIT:-----
Insgesamt wieder ein sehr guter Film, auch wen dieses Mal die Story etwas in den Hintergrund rückt. X2 besticht aber wieder durch die spezielle X-Men-Atmosphäre, durch viel Action, Humor und Special Effects, die sich sehen lassen. Nicht zu vergessen: Super Schauspieler! Kurz: Anschauen ist Pflicht!

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