Zivildienst Testbericht

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Erfahrungsbericht von MirkoRoth

Zivildienst im Altersheim

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am 04. Septermber '00 habe ich mein ZD in einem Altersheim angetreten und möchte anderen an der Arbeit mit alten Menschen tielhaben lassen.

Auch wenn es immer heißt den "ar***" zuputzen!
Alte Menschen zu pflegen heißt nicht nur Einlagen wechsel oder Windelhosen wechseln! Nein, alte Menschen benötigen viel Zuwendung um nicht zu vereinsamen. Sie benötigen Ansprechpartner um ihre Probleme, Wünsche und Freude von sich zugeben! Pfleger/Schwestern ersätzen die Angehörigen, die durch Arbeit oder Krankheit nicht mehr die Zeit auf bringen können, sich um die zu pflegenden Personen zu kümmern.
In Heime werden oft alte Leute mit schweren Krankheiten 'abgeschoben' da in der heutigen Zeit, nicht mehr viele sich die Pfleger seiner Angehörigen zur Aufgabe machen ihnen einen schönen Lebensabend zu bereiten.

Viel vertreten auch die Meinung, das die Arbeit in einem Altersheim wie ein Spaziergang bei Sonnenschein sei. Aber das ist es nicht immer.

Aber es gibt genügend unangenehme Seiten:

Altersheim = Endstadion des Lebens d.h. hier erlebt jeder seinen Feierabend. Hier werden oft alte Leute mit schweren Krankheiten 'abgeschoben' da in der heutigen Zeit, nicht mehr viele sich die Pfleger seiner Angehörigen zur Aufgabe machen ihnen einen schönen Lebensabend zu bereiten.
Und so passiert es nicht sellten im Heim, das gerade die Menschen, nach langer Pflege Menschen die einen an Herz gewachsen sind, schnell an ihren Erkrankungen versterben.

Viele Heimbewohner leiden an Erkrankungen wie z.B:
- Altzheimer, und man kann ihnen alles 'x'mal erzählen, wo sie hin gehen möchte und sie fragen wieder wo ihr Zimmer ist. Oder die durch ihren Bewegungstrieb die Beine in die Hand nehmen und auf und davon laufen. So kann es passieren das man sie im ganzen Haus suchen darf oder wenn es schlimmer kommt im Ort auf suchen kann.
- Schlaganfällen (mit Sprachstörung): d.h. diese Menschen liegen mit einer einseitigen Lämung im Bett und können sich nicht sagen was ihnen fehlt. Was bestimmt für jeden von uns ein fürchterlicher Gedanke ist.

Eigendlich ist jeder Tag etwas Einseitig, man weckt frühs um 6uhr die ca 20 Leute und werden sowie gewaschen als auch gepampert. Was machmal Streß bedeutet da manche Betten frisch bezogen werden müßen, da sich manche Heimbewohner zu sehr einnässen.
Danach wird um 8.00 Uhr Frühstück und Medizin ausgeteilt.
Danach machen wir mal Pause. ca um 9uhr holen wir die pflegebedürftigen Leute (z.bsp. Leute mit bds. Beinamputation) aus dem Bett. Nun wird manch einer noch gebaden und sein Bett gereinigt und bezogen, da sich die HB ja auch wohlfühlen sollen.

Nach dem Mittag alle nochmal frischmachen!
Im Spätdienst gibt es 17 uhr Abendbrot und danach schauen sie noch TV, insofern sie noch sitzen können, da es einer 94 jährigen Frau sehr anstrengt den ganzen Tag in einem Stuhl zu sitzen wenn sie nicht laufen kann. Später werden sie alle Bettfertig
gemacht! Danach gib's noch en gute Nachtkuss! Im Früh und
Spätdienst werden noch ein paar schriftl. Sachen erledigt. Und das wars!


FAZIT

Es ist mit der Zeit eine sehr anstrengende Arbeit
körperlich beim rein-/ rausheben der Leute aus und ins Bett. Manchmal auch ein Angriff auf die Nerven wegen der Verwirrten aber man wird dagegen irgendwan resistent und fängt auch an wirres Zeug zu erzählen!


Empfehlung an alle die damit um gehen können oder sich mal ganz anders herausfordern möchten.
Mir geht es zumindest so, das ich seit dem ich im Altersheim arbeite, nicht älter als 60J. werden möchte um mir so manches zu ersparen. Man sollte sein eigene Einstellung dazu finden, mir macht es großen Spaß!


*siehe auch unter ciao.com* http://www.ciao.com/opinion_view.php/OpinionId/1293757/SortOrder/0/sortedReverse/0

21 Bewertungen, 1 Kommentar

  • campimo

    29.04.2007, 13:03 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

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