Zivildienst Testbericht

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Erfahrungsbericht von MG2901

Stationspflege+OP=Superinteressant!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich die Musterug mit Tauglichkeitsgrad 7 hinter mich gebracht und erfolgreich den Wehrdienst verweigert hatte gings an auf die Suche nach einer Zivistelle.
Nach langem Überlegen was ich denn letzendlich 11 Monate lang machen wollte habe ich mich für eine Stelle in einem Krankenhaus entschieden wo ich von 7 Uhr bis 11 Uhr auf einer der Stationen als Pfleger geholfen habe und von 11 bis 15 Uhr war ich dann im OP beschäftigt.

Die Arbeit auf der Station war manchmal ziemlich stressig weil wir dort vorallem mit Kindern zu tun hatten. Von den Schwestern kann man übrigens im Umgang mit Menschen so einiges lernen. Meine Aufgaben bestanden darin Frühstück auszuteilen, den Durchgang zu machen (Blutdruck und Puls messen, Betten machen...) und die Kiddies in den OP zu bringen was manchmal gar nicht so leicht war. Dann waren da noch Sachen wie Medikamente einräumen, aufräumen und so weiter. Als einziger Zivi auf der Station und im OP war man bei den Stationschwestern un OP-Schwestern natürlich der sprichwörtliche Hahn im Korb. Das war insofern nicht schlecht als das dann immer wieder die Fragen kamen :"Willst du noch nen Kaffee?" "Will noch jemand Kuchen?". Ja,ja meine Schwestern waren schon spitze. Man konnte vorallem auch mit jedem über irgendwelche Probleme reden oder wenn man mal was nicht wusste wurde einem alles sofort erklärt.

Ab 11 Uhr wurde es dann richtig interessant. Da begann dann meine Zeit im OP (wenn ich da nicht gerade schon morgens gleich gebraucht wurde). Viele denken wahrscheinlich 'wie kann man nur' aber denen sei gesagt: Wenn man nicht allzu empfindlich ist ist die Arbeit dort gar kein Problem. Zum Glück hatte ich von vornherein sowieso keine Probleme mit sowas. Im OP machte ich dann von allem mal etwas, ich half bei der Anästhesie, bei den Chirurgen und in der Zentalsterilisation (Im Klartext heisst das OP-Besteck abspülen, ins Desinfektionsbad geben, abtrocknen, in Siebe packen und in den Dampfsterilisator geben). Aber auch der Umgang mit den Patienten vor der OP war eine Herausforderung einerseits körperlich beim Umlagern auf den OP-Tisch andererseits psychisch weil die meisten Patienten einfach Angst vor Operationen haben und deshalb beruhigt werden müssen und im Zivi einfach immer einen Ansprechpartner sehen. Interessant wurde es dann vorallem immer während den OPs da die meisten Docs einem alles erklärt haben was man wissen wollte. Natürlich durften auch die obligatorischen Scherze der Ärzte im OP nicht fehlen. Viele unserer Docs waren richtig locker drauf und haben sich auch öfter mal Zeit genommen für ein Gespräch mit den Zivis. Unsere Notärzte erzählten dann gerne mal von ihren Einsätzen die sie in der letzten Zeit so gefahren waren. Was ich im Krankenhaus so alles gelernt habe und miterleben durfte bzw. musste (von der Geburt bis zum Tod) werde ich nie wieder vergessen.

Ich hatte das Glück in einem relativ kleinen Krankenhaus zu arbeiten in dem das Arbeitsklima optimal war. Das drückte sich z.B. in gemeinsamen Skiausfahrten oder Radtouren bzw. Weihnachtsfeiern aus.

Ich möchte diese Erfahrung nicht mehr missen und würde jederzeit das selbe wieder tun.

an MG2901 production (2002)

19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • campimo

    29.04.2007, 13:03 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    ☺☺☺H & LG☺☺☺