Schachnovelle (Taschenbuch) / Stefan Zweig Testbericht
ab 3,29 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Erfahrungsbericht von gangster09
Richtig klasse!
Pro:
Handlung, Idee, INtention..
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser!
Heute möchte ich euch ein wenig über Stefan Zweigs „Schachnovelle“ informieren, welche ich vor kurzem im Deutschunterricht vorgestellt habe. Ich dachte, dass meine Ausarbeitungen euch vielleicht interessieren und ihr euch, falls ihr das Buch in der Schule durchnehmt Anregungen holen wollt...
Charaktere
Zunächst möchte ich euch einmal die wichtigsten Charaktere dieser Novelle vorstellen, die auch für die Intention des Werkes eine wichtige Rolle spielen. Ich habe die Bedeutung daher direkt angefügt...
Mirko Czentovic
Bezogen auf die Novelle: Er wird als Sohn eines südslawischen Donauschiffers geboren und wächst nach dem Tod seines Vaters bei einem Pfarrer auf. Er ist nicht gerade gebildet und scheint durch sein teilnahmsloses Verhalten keinen richtigen Bezug zur Gesellschaft zu finden. Mit dem Schachspiel hat er aber eine Leidenschaft gefunden, die er auch die ganze Zeit über in den Vordergrund stellt. Er ist sehr emotionslos, doch gerade das bringt ihm den Erfolg beim Schach.
Bezogen auf die Realität: Seine Person verkörpert in dieser Novelle in gewisser Art und Weise den Nationalsozialismus. Das liegt daran, dass sein Verhalten, also dieses emotionslose und verschlossene, sich auf das Regime zu dieser Zeit übertragen lässt. Die Nationalsozialisten nahmen keine Rücksicht auf die Menschen und kümmerten sich nur um ihre Aufgaben. Genauso beschäftigt Czentovic sich nur mit dem Schachspiel.
Dr. B.
Bezogen auf die Novelle: Er ist eigentlich ein ruhiger und zurückhaltender Mensch, doch dann gerät er in Isolationshaft bei der Gestapo. Er wird vollkommen von allem anderen getrennt, so dass er auf Grund der Abgeschiedenheit eine andere Beschäftigung benötigt um nicht wahnsinnig zu werden. Daher spielt er ihn seinem Kopf virtuelle Schachpartien durch, wobei er mit der Zeit aber einen Nervenzusammenbruch erleidet. Auch nach der Haftentlassung muss er noch darauf achten, dass er keinen Rückfall erleidet, denn diese Krankheit wird er nicht mehr los.
Bezogen auf die Realität: Er wirkt als der genaue Gegenpart von Mirko Czentovic, da er sich seinen Mitmenschen offen gegenüber zeigt und im Gegensatz zu ihm ein höheres Maß an Intelligenz aufweisen kann. Daraus lässt sich erkennen, dass Dr. B. für die Widerstandsbewegungen zur damaligen Zeit im dritten Reich steht. Er scheint seinem Gegner während der Schachpartie schnell überlegen, da er seine Pläne durchschaut, verliert daraufhin aber durch das langsame Vorgehen von Czentovic. Überträgt man das auf das NS-Regime, so wird deutlich, dass die Widerstände zwar den Ernst der Lage frühzeitig erkannten, trotzdem durch die Führung des Reiches ausgeschaltet wurden indem man sie in Konzentrationslager brachte.
Mc Connor
Bezogen auf die Novelle: Er tritt in dieser Novelle als Tiefbauingenieur auf, welcher in Kalifornien nach Öl bohrte und somit zum Reichtum gekommen ist. Er ist ein rücksichtsloser Mensch, der durch seine Gesichtszüge und seinen stämmigen Körper auffällt. Daher tituliert Stefan Zweig ihn auch als einen „Selfmademan“.
Bezogen auf die Realität: Er steht für die Gesellschaft, welche sich ahnungslos hinter das Regime stellt. Sie verschließen die Augen und geben sich den Anweisungen der Nationalsozialisten kampflos hin. Man sieht es daran, da er das Geld für ein Spiel sofort bezahlt und ihm kein Opfer dafür zu Schade wäre.
Die Novelle
Ich möchte euch jetzt hie rnoch einige wichtige Informationen zu der Novelle an sich geben, da diese im UINterricht immer wieder verlangt werden und sie somit interessant sind...
Literarische Richtung: Die Novelle spielt zur Zeit des deutschen Faschismus (1933-45).
Sprache: Überwiegend verwendet der Autor bei dieser Novelle die Form der Ich – Erzählung, wobei man jedoch beachten muss, dass die erzählende Person dabei eine eher beobachtende und somit untergeordnete Rolle übernimmt.
Inhalt: Die Novelle befasst sich mit Dr. Bs Schicksal, welcher vom Naziregime in Einzelhaft gebracht und einer psychischen Foltermethode unterzogen wird. Er rettet seinen geistigen Zustand, indem er sich in imaginäre Schachpartien hineinversetzt und diese durchspielt. Nachdem er aus der Haft entlassen und des Landes verwiesen wurde, befindet er sich auf einer Schifffahrt nach Buenos Aires und tritt dort auf Bitte des Tiefbauingenieurs Mc Conner gegen den Schachweltmeister Mirko Czentovic an. Dabei verfällt er beinahe wieder der sogenannten „Schachvergiftung“.
Interpretation: Stefan Zweig möchte mit dieser Novelle das nationalsozialistische Regime, sowie deren Vorgehensweise anprangern. Er schildert das unmenschliche Verhalten am Beispiel des Dr. B. in über der Hälfte seines Werkes. Das Ende der Novelle soll auf die enormen Folgen des 2. Weltkrieges und somit auf die einer Gewaltherrschaft hinweisen, wodurch er gleichzeitig vor ihr warnt.
Historischer Bezug: Durch die Novelle erkennt man, dass Stefan Zweig ebenfalls unter dem nationalsozialistischem Regime gelitten hat, da man ihn in der Rolle des Dr. B. wiedererkennt. Zweig litt zwar nicht unter einer Isolationshaft, sondern unter der Tatsache, dass er sein geliebtes Heimatland Österreich nicht mehr sehen durfte.
Ich kann euch diese Novelle also nur empfehlen, da sie eine große Aussagekraft besitzt und leicht zu lesen ist... Ich möchte euch jedoch darauf aufmerksam machen, dass es nicht der Sinn der Sache ist, diese Ausarbeitungen von mir einfach zu kopieren und für euch zu verwenden..
Es soll nur einen Anstoss geben, damit ihr euch damit vielleicht einmal beschäftigt!
Heute möchte ich euch ein wenig über Stefan Zweigs „Schachnovelle“ informieren, welche ich vor kurzem im Deutschunterricht vorgestellt habe. Ich dachte, dass meine Ausarbeitungen euch vielleicht interessieren und ihr euch, falls ihr das Buch in der Schule durchnehmt Anregungen holen wollt...
Charaktere
Zunächst möchte ich euch einmal die wichtigsten Charaktere dieser Novelle vorstellen, die auch für die Intention des Werkes eine wichtige Rolle spielen. Ich habe die Bedeutung daher direkt angefügt...
Mirko Czentovic
Bezogen auf die Novelle: Er wird als Sohn eines südslawischen Donauschiffers geboren und wächst nach dem Tod seines Vaters bei einem Pfarrer auf. Er ist nicht gerade gebildet und scheint durch sein teilnahmsloses Verhalten keinen richtigen Bezug zur Gesellschaft zu finden. Mit dem Schachspiel hat er aber eine Leidenschaft gefunden, die er auch die ganze Zeit über in den Vordergrund stellt. Er ist sehr emotionslos, doch gerade das bringt ihm den Erfolg beim Schach.
Bezogen auf die Realität: Seine Person verkörpert in dieser Novelle in gewisser Art und Weise den Nationalsozialismus. Das liegt daran, dass sein Verhalten, also dieses emotionslose und verschlossene, sich auf das Regime zu dieser Zeit übertragen lässt. Die Nationalsozialisten nahmen keine Rücksicht auf die Menschen und kümmerten sich nur um ihre Aufgaben. Genauso beschäftigt Czentovic sich nur mit dem Schachspiel.
Dr. B.
Bezogen auf die Novelle: Er ist eigentlich ein ruhiger und zurückhaltender Mensch, doch dann gerät er in Isolationshaft bei der Gestapo. Er wird vollkommen von allem anderen getrennt, so dass er auf Grund der Abgeschiedenheit eine andere Beschäftigung benötigt um nicht wahnsinnig zu werden. Daher spielt er ihn seinem Kopf virtuelle Schachpartien durch, wobei er mit der Zeit aber einen Nervenzusammenbruch erleidet. Auch nach der Haftentlassung muss er noch darauf achten, dass er keinen Rückfall erleidet, denn diese Krankheit wird er nicht mehr los.
Bezogen auf die Realität: Er wirkt als der genaue Gegenpart von Mirko Czentovic, da er sich seinen Mitmenschen offen gegenüber zeigt und im Gegensatz zu ihm ein höheres Maß an Intelligenz aufweisen kann. Daraus lässt sich erkennen, dass Dr. B. für die Widerstandsbewegungen zur damaligen Zeit im dritten Reich steht. Er scheint seinem Gegner während der Schachpartie schnell überlegen, da er seine Pläne durchschaut, verliert daraufhin aber durch das langsame Vorgehen von Czentovic. Überträgt man das auf das NS-Regime, so wird deutlich, dass die Widerstände zwar den Ernst der Lage frühzeitig erkannten, trotzdem durch die Führung des Reiches ausgeschaltet wurden indem man sie in Konzentrationslager brachte.
Mc Connor
Bezogen auf die Novelle: Er tritt in dieser Novelle als Tiefbauingenieur auf, welcher in Kalifornien nach Öl bohrte und somit zum Reichtum gekommen ist. Er ist ein rücksichtsloser Mensch, der durch seine Gesichtszüge und seinen stämmigen Körper auffällt. Daher tituliert Stefan Zweig ihn auch als einen „Selfmademan“.
Bezogen auf die Realität: Er steht für die Gesellschaft, welche sich ahnungslos hinter das Regime stellt. Sie verschließen die Augen und geben sich den Anweisungen der Nationalsozialisten kampflos hin. Man sieht es daran, da er das Geld für ein Spiel sofort bezahlt und ihm kein Opfer dafür zu Schade wäre.
Die Novelle
Ich möchte euch jetzt hie rnoch einige wichtige Informationen zu der Novelle an sich geben, da diese im UINterricht immer wieder verlangt werden und sie somit interessant sind...
Literarische Richtung: Die Novelle spielt zur Zeit des deutschen Faschismus (1933-45).
Sprache: Überwiegend verwendet der Autor bei dieser Novelle die Form der Ich – Erzählung, wobei man jedoch beachten muss, dass die erzählende Person dabei eine eher beobachtende und somit untergeordnete Rolle übernimmt.
Inhalt: Die Novelle befasst sich mit Dr. Bs Schicksal, welcher vom Naziregime in Einzelhaft gebracht und einer psychischen Foltermethode unterzogen wird. Er rettet seinen geistigen Zustand, indem er sich in imaginäre Schachpartien hineinversetzt und diese durchspielt. Nachdem er aus der Haft entlassen und des Landes verwiesen wurde, befindet er sich auf einer Schifffahrt nach Buenos Aires und tritt dort auf Bitte des Tiefbauingenieurs Mc Conner gegen den Schachweltmeister Mirko Czentovic an. Dabei verfällt er beinahe wieder der sogenannten „Schachvergiftung“.
Interpretation: Stefan Zweig möchte mit dieser Novelle das nationalsozialistische Regime, sowie deren Vorgehensweise anprangern. Er schildert das unmenschliche Verhalten am Beispiel des Dr. B. in über der Hälfte seines Werkes. Das Ende der Novelle soll auf die enormen Folgen des 2. Weltkrieges und somit auf die einer Gewaltherrschaft hinweisen, wodurch er gleichzeitig vor ihr warnt.
Historischer Bezug: Durch die Novelle erkennt man, dass Stefan Zweig ebenfalls unter dem nationalsozialistischem Regime gelitten hat, da man ihn in der Rolle des Dr. B. wiedererkennt. Zweig litt zwar nicht unter einer Isolationshaft, sondern unter der Tatsache, dass er sein geliebtes Heimatland Österreich nicht mehr sehen durfte.
Ich kann euch diese Novelle also nur empfehlen, da sie eine große Aussagekraft besitzt und leicht zu lesen ist... Ich möchte euch jedoch darauf aufmerksam machen, dass es nicht der Sinn der Sache ist, diese Ausarbeitungen von mir einfach zu kopieren und für euch zu verwenden..
Es soll nur einen Anstoss geben, damit ihr euch damit vielleicht einmal beschäftigt!
Bewerten / Kommentar schreiben