Zwinger Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von IvanGrosnij
Der Dresdner Zwinger
Pro:
Meisterwerk des sächsischen Barock
Kontra:
nicht jedermanns geschmack(kulur)
Empfehlung:
Ja
Für mich als Dresdner ist es immer wieder schön, am Zwinger vorbeizufahren. Jedesmal tummeln sich Scharen von Touristen auf dem Theaterplatz und im Zwinger. Verständlicherweise. Denn man bekommt ja nicht jeden Tag barocke Bauwerke zu sehen, die europaweiten Ruhm genießen.
In diesem Bericht möchte ich besonders auf die Geschichte und die Gestaltung des Zwingers eingehen.
Der Zwinger entstand in dem Zeitraum von 1711 bis 1728 und stellt das Hauptwerk Matthäus Daniel Pöppelmanns dar. Die Geschichte des Zwingers beginnt jedoch schon eher, nämlich 1709, als August der Starke den Bau einer Orangerie für seine exotischen Pflanzen anordnet. Schon bald wurden die Baupläne um eine Grotte und ein Bad( Nymphenbad) erweitert. 1711 will August der Starke, dass die Orangerie durch Bogengalerien und zwei Eckpavillons(später Mathematischer und Französischer Pavillon) erweitert wird. Den Anlass für die Erweiterung der Orangerie zum Zwinger(zur Stadtseite hin als spiegelbildliche Erweiterung gedacht) bot die Hochzeit zwischen Kurprinz Friedrich August und der österreichischen Erzherzogin Maria Josepha im Jahre 1719(man wollte eine Verbindung zwischen den Häusern der Habsburger und Wettiner, August der Starke erhoffte sich dadurch die deutsche Kaiserkrone). Der Zwinger sollte als Rahmen für wochenlange Feste, die Planetenfeste, dienen. Nach den Festlichkeiten ruhten vorerst die Arbeiten am Zwinger. Ab 1723 schritten die Bauarbeiten am noch unvollendeten Zwinger fort. Im Jahre 1728 wurde das Bauwerk, dem Pöppelmann seinen Ruhm verdankt, vollendet. Er hatte noch eine Erweiterung des Zwingers bis an die Elbe geplant, die jedoch nie durchgeführt wurde.
Im selben Jahr veröffentlichte Pöppelmann das berühmte Kupferstichwerk über den „Zwingergarthen“. Seit seiner Fertigstellung wurde der Zwinger schon mehrmals restauriert, zuletzt nach dem 2.Wk, in dem er bis auf die Grundmauern ausgebrannt war.
Soviel zur Geschichte des Zwingers.
Der Zwinger ist ein Meisterwerk des höfischen Barock, die Gesamtanlage ist klar und symmetrisch, sie besteht aus einem rechteckigen Hof, dessen Längsseiten von jeweils zwei Pavillons gebildet werden. Zwischen diesen ist der Hof bogenförmig geweitet und von Galerien eingefasst, die zwei weitere Pavillons, den Wallpavillon und den Glockenspielpavillon, einschließen. Im Süden schließt die Langgalerie mit dem Kronentor den Zwingerhof ab, im Norden grenzt die später entstandene Gemäldegalerie an den Zwingerhof. Schön geschwungene Treppen führen zu den Terrassen, die vor den vier Pavillons an den Längsseiten angelegt sind. Der Hof wird durch Brunnenbecken mit Wasserspielen geschmückt. Die Langgalerie mit dem Kronentor befindet sich direkt auf den ehemaligen Festungsmauern Dresdens und noch heute kann man im Zwingerteich und im Zwingergraben die Reste des alten Festungsgrabens erkennen. Das Kronentor(1713)stellt einen überreich gegliederten Triumphbogen dar, über der kupfergedeckten Turmzwiebel tragen vier polnische Adler die polnische Königskrone. Die Figuren der Jahreszeiten in den Außennischen(Frühling fehlt) stammen von Permoser. Auch die faunköpfigen Hermen an den Pfeilerschäften des Wallpavillons schuf er. Überhaupt bildet der Wallpavillon den baukünstlerischen Höhepunkt des Ensembles. Die Figur auf dem Giebel dieses Pavillons stellt August den Starken als Herkules Saxonicus dar. Das Nymphenbad hinter dem Französischen Pavillon ist eine der schönsten barocken Brunnenanlagen in ganz Deutschland.
Der Zwinger trägt die deutlichen Handschriften des Baumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar Permoser. Diese beiden wichtigen Gestalter des Barock in Dresden, jeder ein Meister auf seinem Gebiet, schafften es, dass Architektur und Plastik wie selten zuvor miteinander verschmolzen.
Noch heute beherbergt der Zwinger wichtige Sammlungen, wie z.B. die Porzellansammlung, die Rüstkammer oder die Gemäldegalerie „Alte Meister“ und versetzt jedes Jahr viele Menschen in Erstaunen, egal ob sie aus Dresden oder weit entfernten Städten und Ländern kommen.
Mich beeindruckt der Zwinger noch immer, obwohl ich ihn schon oft besichtigt habe. Er ist auf jeden Fall einen Besuch wert, zumal er nach der Flut wieder hergestellt wurde und nun in altem Glanz erstrahlt.
In diesem Bericht möchte ich besonders auf die Geschichte und die Gestaltung des Zwingers eingehen.
Der Zwinger entstand in dem Zeitraum von 1711 bis 1728 und stellt das Hauptwerk Matthäus Daniel Pöppelmanns dar. Die Geschichte des Zwingers beginnt jedoch schon eher, nämlich 1709, als August der Starke den Bau einer Orangerie für seine exotischen Pflanzen anordnet. Schon bald wurden die Baupläne um eine Grotte und ein Bad( Nymphenbad) erweitert. 1711 will August der Starke, dass die Orangerie durch Bogengalerien und zwei Eckpavillons(später Mathematischer und Französischer Pavillon) erweitert wird. Den Anlass für die Erweiterung der Orangerie zum Zwinger(zur Stadtseite hin als spiegelbildliche Erweiterung gedacht) bot die Hochzeit zwischen Kurprinz Friedrich August und der österreichischen Erzherzogin Maria Josepha im Jahre 1719(man wollte eine Verbindung zwischen den Häusern der Habsburger und Wettiner, August der Starke erhoffte sich dadurch die deutsche Kaiserkrone). Der Zwinger sollte als Rahmen für wochenlange Feste, die Planetenfeste, dienen. Nach den Festlichkeiten ruhten vorerst die Arbeiten am Zwinger. Ab 1723 schritten die Bauarbeiten am noch unvollendeten Zwinger fort. Im Jahre 1728 wurde das Bauwerk, dem Pöppelmann seinen Ruhm verdankt, vollendet. Er hatte noch eine Erweiterung des Zwingers bis an die Elbe geplant, die jedoch nie durchgeführt wurde.
Im selben Jahr veröffentlichte Pöppelmann das berühmte Kupferstichwerk über den „Zwingergarthen“. Seit seiner Fertigstellung wurde der Zwinger schon mehrmals restauriert, zuletzt nach dem 2.Wk, in dem er bis auf die Grundmauern ausgebrannt war.
Soviel zur Geschichte des Zwingers.
Der Zwinger ist ein Meisterwerk des höfischen Barock, die Gesamtanlage ist klar und symmetrisch, sie besteht aus einem rechteckigen Hof, dessen Längsseiten von jeweils zwei Pavillons gebildet werden. Zwischen diesen ist der Hof bogenförmig geweitet und von Galerien eingefasst, die zwei weitere Pavillons, den Wallpavillon und den Glockenspielpavillon, einschließen. Im Süden schließt die Langgalerie mit dem Kronentor den Zwingerhof ab, im Norden grenzt die später entstandene Gemäldegalerie an den Zwingerhof. Schön geschwungene Treppen führen zu den Terrassen, die vor den vier Pavillons an den Längsseiten angelegt sind. Der Hof wird durch Brunnenbecken mit Wasserspielen geschmückt. Die Langgalerie mit dem Kronentor befindet sich direkt auf den ehemaligen Festungsmauern Dresdens und noch heute kann man im Zwingerteich und im Zwingergraben die Reste des alten Festungsgrabens erkennen. Das Kronentor(1713)stellt einen überreich gegliederten Triumphbogen dar, über der kupfergedeckten Turmzwiebel tragen vier polnische Adler die polnische Königskrone. Die Figuren der Jahreszeiten in den Außennischen(Frühling fehlt) stammen von Permoser. Auch die faunköpfigen Hermen an den Pfeilerschäften des Wallpavillons schuf er. Überhaupt bildet der Wallpavillon den baukünstlerischen Höhepunkt des Ensembles. Die Figur auf dem Giebel dieses Pavillons stellt August den Starken als Herkules Saxonicus dar. Das Nymphenbad hinter dem Französischen Pavillon ist eine der schönsten barocken Brunnenanlagen in ganz Deutschland.
Der Zwinger trägt die deutlichen Handschriften des Baumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar Permoser. Diese beiden wichtigen Gestalter des Barock in Dresden, jeder ein Meister auf seinem Gebiet, schafften es, dass Architektur und Plastik wie selten zuvor miteinander verschmolzen.
Noch heute beherbergt der Zwinger wichtige Sammlungen, wie z.B. die Porzellansammlung, die Rüstkammer oder die Gemäldegalerie „Alte Meister“ und versetzt jedes Jahr viele Menschen in Erstaunen, egal ob sie aus Dresden oder weit entfernten Städten und Ländern kommen.
Mich beeindruckt der Zwinger noch immer, obwohl ich ihn schon oft besichtigt habe. Er ist auf jeden Fall einen Besuch wert, zumal er nach der Flut wieder hergestellt wurde und nun in altem Glanz erstrahlt.
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