Zwinger Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von newsboard
Hundezwinger? Bärenzwinger? DRESDNER ZWINGER!
Pro:
einzigartiges Steinernes Gemäuer mit viel grünem Inhalt,
Kontra:
wenig
Empfehlung:
Ja
Die Kunst- und Kulturstadt Dresden, in gleichem Rang mit Paris, Florenz und Prag, - eine richtige Barocke Macht- Pracht- und Residenzstadt, kennen wir doch alle, oder nicht?
Muntere Geschichten von König August dem beim Schwachen Geschlecht so Starken, über den mancher Moritzburger Hengst sich vor lachen gebogen haben soll, - später hieß es dann er hätte den Stuten die Schuhe ausgezogen und verbogen, - für Stuten hatte er eine Schwäche, zugegeben, denen soll er auch all zu oft die Schuhe und alles andere ausgezogen haben, - lebende Zeugen davon soll es ja genug gegeben haben, bzw. z. T. noch heute in Gestalt der Nachfahren geben, - einen lebenden Zeugen dafür, dass er Pferdeschuhe, dass Hufeisen verbogen haben soll, konnte ich hingegen nirgends treffen.
Am ehesten hätte ich einen solchen wohl getroffen an der Brühlschen Terrasse oder im Zwinger direkt, sei es bei den Hunden oder den Bären, oder wieder im erlesenen Getümmel des strahlenden Hofes.
Das des Dresdner Altstadt, d.h. die „alte Stadtmitte“ prachtvoll und besuchenswert ist, wissen wir alle. Zu ihren Highlights gehört neben der im Musikalischen Bereich berühmten Semper-Oper der nur ein paar Schritte weiter gelegene Zwinger. Da er eine offener Gebäudekomplex ist und kein geschlossener gibt es auch erfreulicherweise keinen Eintritt.
August der Starke ließ ihn bauen, Eingangs des 18. Jahrhunderts, als Sachsen und damit das glanzvolle Dresden noch reich und mächtig waren. Was ursprünglich als Orangerie gedacht war entwickelte sich zu einem immer umfangreicher werdenden Barockschloss. Wenn es auch eigentlich nie fertig wurde, ständig gab es neue Einfälle und Erweiterungen, so war es doch bestens geeignet für die glänzenden Feste des Sächsischen Hofes, noch heute fasziniert der schöne Innenhof mit den Rasenflächen und ganz besonders den ausladenden, bezaubernden Springbrunnen, allen voran der mir am besten gefallende „Zauberbrunnen“ mit seinem moosigen künstlichen recht kunstvoll gestalteten Wasserfall, hier wird wirksam das volle, quirlende Leben und den Willen an diesem teil zu haben vermittelt. Hier fühlt sich ein glückliches Pärchen allenfalls von den vielen grazilen Statuetten belauscht. Auch eine Vielzahl einladender Bänke wartet auf die ermüdeten Besucher, die sich hier erholen und den schönen, romantischen Park in Ruhe genießen wollen. Im übrigen erinnert mich das ganze mit seinen verschiedenen verschlungenen Wegen und Durchgängen, mal ein Treppchen rauf, mal ein Treppchen runter, irgendwie an ein vergessenes Labyrinth romantischer Träume, und das eben mitten in der Groß- und Landshauptstadt Dresden.
Wer kennt nicht die DDR-Briefmarken mit dem dekorativen Hauptportal des Zwingers, dem stolzen Kronentor, das mit seinem eindruckvollen zwiebelförmigen vergoldeten Dach das eigentliche Wahrzeichen Dresdens ist.
Vom Wallpavillon hat man einen guten Blick rundum, auch auf den Glockenspielpavillon, der berühmt ist für seine Glocken aus Meissner Porzellan. Besonderheit ist hier, dass das Glockenspiel zur Sommerzeit alle Viertelstunde läutet, also eine wirklich permanente Attraktion darstellt. Manchmal hören wir auch etwas weiter fröhlich und vergnügt musizierende Straßenmusikanten, seit der Wende übrigens fast alle ehemalige jetzt entlassene Soldaten der Roten Armee, die sich hier mit den Münzen der Touristen ihr Auskommen verdienen.
Wer Dresden besucht, der sollte neben Semperoper und Frauenkirche sicherlich auch einige Zeit auf diesen großen Komplex verwenden, - sicherlich wird es ihm dort ähnlich gut gefallen, wie z.B. am Palais Chaillot in Paris, das ich, von der eingebundenen Park- und Gartenlandschaft am ehesten vergleichen würde, denn das ist das wirklich gelungene hier, die Einbindung von Bauwerken und Gärten- bzw. Parkanlagen, sowohl mit Pflanzen, wie auch mit Wasser spielenden Brunnen und den immer dazu gehörenden Figurengruppen.
Du Besucher, falls Du solltest kommen nach Dresden, ruhe Dich auch aus in den Parkanlagen des Zwingers.
Übrigens noch kurz zu dem Begriff Zwinger. Ein Zwinger ist etwas, was etwas zusammenhält, wo man etwas hin zwingt oder unterbringt, - das waren immer schon die Hundezwinger, z.B. ein Wolfszwinger wie noch heute in Moritzburg, siehe diesen Bericht, oder auch der berühmte, wohl einzige seiner Art „Bärenzwinger“ Augusts des Starken, etwas weiter im Rande bzw. im Unterbau der Brühlschen Terrasse, wo früher die Bären des Königs hausten, heute hausen dort, hauptsächlich Nachts, die vergnügungssüchtigen Studenten oder andere Junge Leute, da dieser „Bärenzwinger“ dort heute einen recht beliebten Treffpunkt für vergnügungssüchtige derzeitige Jungbären darstellt.
Sollte der Name des Zwingers nicht von den königlichen Bären abgeleitet sein, so allenfalls davon, dass dies ein Zwinger für hübsche zweibeinige Schönheiten war, die dem unersättlichen kraftstrotzenden König zu willen waren oder gezwungen wurden.
Wie dem auch sei, schaut doch mal vorbei, - vielleicht zwingt auch Euch jemand!
Muntere Geschichten von König August dem beim Schwachen Geschlecht so Starken, über den mancher Moritzburger Hengst sich vor lachen gebogen haben soll, - später hieß es dann er hätte den Stuten die Schuhe ausgezogen und verbogen, - für Stuten hatte er eine Schwäche, zugegeben, denen soll er auch all zu oft die Schuhe und alles andere ausgezogen haben, - lebende Zeugen davon soll es ja genug gegeben haben, bzw. z. T. noch heute in Gestalt der Nachfahren geben, - einen lebenden Zeugen dafür, dass er Pferdeschuhe, dass Hufeisen verbogen haben soll, konnte ich hingegen nirgends treffen.
Am ehesten hätte ich einen solchen wohl getroffen an der Brühlschen Terrasse oder im Zwinger direkt, sei es bei den Hunden oder den Bären, oder wieder im erlesenen Getümmel des strahlenden Hofes.
Das des Dresdner Altstadt, d.h. die „alte Stadtmitte“ prachtvoll und besuchenswert ist, wissen wir alle. Zu ihren Highlights gehört neben der im Musikalischen Bereich berühmten Semper-Oper der nur ein paar Schritte weiter gelegene Zwinger. Da er eine offener Gebäudekomplex ist und kein geschlossener gibt es auch erfreulicherweise keinen Eintritt.
August der Starke ließ ihn bauen, Eingangs des 18. Jahrhunderts, als Sachsen und damit das glanzvolle Dresden noch reich und mächtig waren. Was ursprünglich als Orangerie gedacht war entwickelte sich zu einem immer umfangreicher werdenden Barockschloss. Wenn es auch eigentlich nie fertig wurde, ständig gab es neue Einfälle und Erweiterungen, so war es doch bestens geeignet für die glänzenden Feste des Sächsischen Hofes, noch heute fasziniert der schöne Innenhof mit den Rasenflächen und ganz besonders den ausladenden, bezaubernden Springbrunnen, allen voran der mir am besten gefallende „Zauberbrunnen“ mit seinem moosigen künstlichen recht kunstvoll gestalteten Wasserfall, hier wird wirksam das volle, quirlende Leben und den Willen an diesem teil zu haben vermittelt. Hier fühlt sich ein glückliches Pärchen allenfalls von den vielen grazilen Statuetten belauscht. Auch eine Vielzahl einladender Bänke wartet auf die ermüdeten Besucher, die sich hier erholen und den schönen, romantischen Park in Ruhe genießen wollen. Im übrigen erinnert mich das ganze mit seinen verschiedenen verschlungenen Wegen und Durchgängen, mal ein Treppchen rauf, mal ein Treppchen runter, irgendwie an ein vergessenes Labyrinth romantischer Träume, und das eben mitten in der Groß- und Landshauptstadt Dresden.
Wer kennt nicht die DDR-Briefmarken mit dem dekorativen Hauptportal des Zwingers, dem stolzen Kronentor, das mit seinem eindruckvollen zwiebelförmigen vergoldeten Dach das eigentliche Wahrzeichen Dresdens ist.
Vom Wallpavillon hat man einen guten Blick rundum, auch auf den Glockenspielpavillon, der berühmt ist für seine Glocken aus Meissner Porzellan. Besonderheit ist hier, dass das Glockenspiel zur Sommerzeit alle Viertelstunde läutet, also eine wirklich permanente Attraktion darstellt. Manchmal hören wir auch etwas weiter fröhlich und vergnügt musizierende Straßenmusikanten, seit der Wende übrigens fast alle ehemalige jetzt entlassene Soldaten der Roten Armee, die sich hier mit den Münzen der Touristen ihr Auskommen verdienen.
Wer Dresden besucht, der sollte neben Semperoper und Frauenkirche sicherlich auch einige Zeit auf diesen großen Komplex verwenden, - sicherlich wird es ihm dort ähnlich gut gefallen, wie z.B. am Palais Chaillot in Paris, das ich, von der eingebundenen Park- und Gartenlandschaft am ehesten vergleichen würde, denn das ist das wirklich gelungene hier, die Einbindung von Bauwerken und Gärten- bzw. Parkanlagen, sowohl mit Pflanzen, wie auch mit Wasser spielenden Brunnen und den immer dazu gehörenden Figurengruppen.
Du Besucher, falls Du solltest kommen nach Dresden, ruhe Dich auch aus in den Parkanlagen des Zwingers.
Übrigens noch kurz zu dem Begriff Zwinger. Ein Zwinger ist etwas, was etwas zusammenhält, wo man etwas hin zwingt oder unterbringt, - das waren immer schon die Hundezwinger, z.B. ein Wolfszwinger wie noch heute in Moritzburg, siehe diesen Bericht, oder auch der berühmte, wohl einzige seiner Art „Bärenzwinger“ Augusts des Starken, etwas weiter im Rande bzw. im Unterbau der Brühlschen Terrasse, wo früher die Bären des Königs hausten, heute hausen dort, hauptsächlich Nachts, die vergnügungssüchtigen Studenten oder andere Junge Leute, da dieser „Bärenzwinger“ dort heute einen recht beliebten Treffpunkt für vergnügungssüchtige derzeitige Jungbären darstellt.
Sollte der Name des Zwingers nicht von den königlichen Bären abgeleitet sein, so allenfalls davon, dass dies ein Zwinger für hübsche zweibeinige Schönheiten war, die dem unersättlichen kraftstrotzenden König zu willen waren oder gezwungen wurden.
Wie dem auch sei, schaut doch mal vorbei, - vielleicht zwingt auch Euch jemand!
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