666 - Traue keinem, mit dem du schläfst (VHS) Testbericht

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ab 9,17
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Erfahrungsbericht von Kuschelwuschel

schwuler Mephisto mit Veronas Möpsen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Und schon wieder hatte ich Glück und habe zwei Freikarten für die Preview von der deutschen Komödie „666 - Traue keinem, mit dem du schläfst“ erhalten. Und wieder einmal fand ich mich um 23 Uhr im Kinopolis ein, um mir diesen Film anzusehen. Bis auf einen kurzen Ausschnitt hatte ich von diesem Film vorher nichts weiteres gesehen und so bin ich ohne große Erwartungen ins Kino gegangen um mir diesen Film anzusehen. Am morgigen Donnerstag läuft „666“ in den deutschen Kinos an. Mehr über diesen Film erfahrt ihr (wie immer) in meinem nachfolgenden Bericht.



Allgemeines:

666 - Traue keinem, mit dem du schläfst
Komödie, BRD 2001
ca. 92 Minuten
Start: 21.02.2002
FSK ab 12 Jahre.


Regie: Rainer Matsutani

Darsteller: Jan Josef Liefers, Armin Rhode, Sonsee Ahray Floetmann, Ralf Bauer, Thure Riefenstein, Hanns Zischler, Mariella Ahrens


Drehbuch: Rainer Matsutani
Kamera: Hans-Günther Bücking, Dieter Deventer
Produzenten: Bernd Eichinger
Schnitt: Hana Müllner



Inhalt:

Taxifahrer Frank Faust (Jan Josef Liefers) kommt völlig verdreckt und viel zu spät zu seiner Freundin Jennifer (Sonsee Ahray Floetmann) um mit dieser zum Klassentreffen zu erscheinen. Anscheinend gab es schon länger ein paar Probleme in dieser Beziehung, aber nach dem Jennifer als spontane Reaktion auf eine Ralf Bauer Grußbotschaft rief, sie möchte ein Kind von Ralf, und Frank daraufhin mit einer Klassenkameradin rumknutscht – macht Jennifer Schluß mit Frank. Sie zieht von Baden Baden nach München! Ein Jahr später hat Frank die Trennung von seiner großen Liebe immer noch nicht verwunden und ist mittlerweile ziemlich runter gekommen, aufgrund seines Alkoholkonsums und seiner Unzuverlässigkeit wird er auch noch von seinem Chef gefeuert! Außerdem soll er so schnell wie möglich sein Taxi abgeben.

Als er sich daraufhin das Leben nehmen möchte taucht Mephisto II (Armin Rhode) in Gestalt eines Bernhardiners auf und rettet ihn. Frank Faust und Mephisto II sind die Nachfahren aus Goethes Geschichte und so bietet der „Azubi“-Teufel Mephisto Frank einen Historischen Pakt an, in dem der Teufel verspricht, dass er Frank und Jennifer bis zur Walburgisnacht wieder zusammen bringt. Frank verspricht ihm seine Seele (was auch sonst?).

Um Jennifer zu bewiesen, dass Frank nicht der Looser ist für den sie ihn hält, verwandelt sich Mephisto immer wieder (mit viel Rauch und Gestank) in prominente Zeitgenossen und macht Frank zugleich zu einem Stararchitekten. Nachdem Jennifer – mittlerweile mit Ihrem Kollegen Axel (Thure Riefenstein) zusammen - Frank in Begleitung von Heiner Lauterbach, Bernd Eichinger, Henry Maske, Rudolf Moshammer und Boris Becker sieht, erwacht auch ihr Interesse für ihren Ex-Freund wieder. Um den letzten Zweifel zu zerstören will Mephisto sie jetzt noch eifersüchtig machen und so tanzt und knutscht er in Gestalt von Verona Feldbusch wie wild mit Frank rum. Jennifer ist ganz sprachlos und ihr Interesse wird noch weiter gesteigert.

Nachdem der beschwipste Frank Verona (Mephisto) an die Möpse gepackt hat, entdeckt Mephisto seine wahre Identität. Er ist schwul (und das obwohl angeblich nur Engel schwul sind) und hat sich in Frank verliebt. Frank ahnt davon aber nichts!

Später. Es klopft an Franks Zimmertür, Jennifer steht davor, nach ein paar Worten landen sie zusammen im Bett und haben tollen Sex. Kurz danach klopft es wieder und schon wieder steht Jennifer davor, nun ist die Verwirrung perfekt – welche ist die Echte? Die Echte ist die vor der Tür, denn als er in sein Schlafzimmer stürmt liegt der nackte dicke Mephisto (hat mich ein wenig an ein Hängebauchschwein in dieser Einstellung erinnert) in seinem Bett. Und Frank wird ziemlich übel, als kurz darauf Jennifer ins Schlafzimmer kommt um nachzuschauen was los ist, hat sich Mephisto in Claudia Schiffer verwandelt und gesteht Jennifer die Liebe zu Frank und das sie bald heiraten werden. Daraufhin verschwindet Jennifer wutentbrannt.

Frank ist nun völlig verwirrt und Mephisto gesteht ihm seine Liebe und das er um ihn kämpfen wird. Der Pakt ist ihm dabei scheinbar völlig egal. Fortan versucht Mephisto jegliche Versöhnung zwischen Jennifer und Frank zu verhindern bzw. zu sabotieren.

Dies wiederum verärgert seinen Vater den Fürst der Finsternis (Hanns Zischler), denn sein Ansehen und seine Macht hängen von dem Gelingen des Paktes ab. Und da Frank das Kleingedruckte im Pakt nicht beachtet hat, hat ein Scheitern auch sehr schlimme Folgen für ihn, denn dann kommt er in die Schreckenskammer 6c – in die bisher nur zwei Personen eingeliefert wurden.

Ist noch alles klar? Oder seit ihr nun auch völlig verwirrt? Wie geht es weiter? Gelingt es Frank wieder mit Jennifer zusammen zu kommen? Was unternimmt Mephisto noch für bzw. gegen die Liebe von den beiden? Warum schlägt Frank seine Klassenkameradin k.o.? Was für eine Rolle spielt Ralf Bauer noch? Wie schlagen sich die anderen Prominenten in ihren Kurzauftritten? Was unternimmt der Fürst der Finsternis? Gibt es noch mehr Unglücke und Verwechslungen in diesem Film? Und gibt es Engel wirklich?



Rollen:

Frank Faust (Jan Josef Liefers)
Mephisto II (Armin Rhode)
Jennifer (Sonsee Ahray Floetmann)
Ralf Bauer (Ralf Bauer)
Axel (Thure Riefenstein)
Fürst der Finsternis (Hanns Zischler)


Gast Rollen:

Boris Becker
Claudia Schiffer
Verona Feldbusch
Heiner Lauterbach
Henry Maske
Bernd Eichinger
Iris Berben
Rudolf Moshammer
Hella von Sinnen



In „666 - Traue keinem, mit dem du schläfst“ greift Regisseur Rainer Matsutani („Nur über meine Leiche“) Goethes Faust Thematik auf und überträgt es auf unsere heutige Zeit! Neben Jan Josef Liefers („Knockin' on Heaven's Door“), Ralf Bauer (Serie: „Gegen den Wind“) und Armin Rohde („Der bewegte Mann“) finde ich die mir unbekannte Sonsee Ahray Floetmann („The Last Days of Disco“) eine wirklich gute und gelungene Besetzung für die Rolle der Jennifer! Sie spielt ihr erste Hauptrolle in einem Film wirklich gut, aber auch Jan Josef Liefers passt gut in die Rolle des versoffenen und unrasierten Losers Frank. Armin Rhode fand ich recht witzig in der Rolle des schwulen Teufels, der durch sein Outing einige Probleme herauf beschwört. Außerdem spielt sich Ralf Bauer mit Witz und Ironie ganz gut selbst!

Auch in diesem Film geht es um die Oberflächlichkeit von Menschen und um das Thema „Mehr Schein als Sein“. Denn das Interesse von Jennifer und auch von anderen Personen an Frank beginnt zu wachsen, nachdem er in der Öffentlichkeit mit Prominenten gesehen wird, auch ist er als Stararchitekt gefragt und begehrt, obwohl er sein Talent überhaupt nicht unter Beweis gestellt hat. Im Prinzip hat er sich ja auch überhaupt nicht geändert.

Die Gastauftritte der „Prominenten“ ist ein netter Gag und auch ganz gut gelungen. Claudia Schiffer bringt ja auch schon Leinwanderfahrung („Richie Rich“) mit und die anderen sind ja auch schon durch Fernsehspots aufgefallen.

Störend empfand ich auch bei dieser Vorführung die Tonprobleme im Film (vielleicht lagen die Tonprobleme aber auch am Kino Equipment, obwohl es diesmal ein anderer Saal als beim letzten Mal war).

Als grobe Richtung gilt: wer "Nur über meine Leiche", „Der bewegte Mann“ und "Teuflisch" gut fand, der wird diesen Film bestimmt auch mögen! Vom Erfolg her wird dieser Film sicherlich nicht an die Einspielergebnisse von „Der Schuh des Manitu“ oder „Der bewegte Mann“ ranreichen.

Auf folgender Internetseite: http:// www.666-film.de findet ihr weitere Infos zu dem Film, Trailer, Bilder, ein kleines Gewinnspiel usw.



Kuschelwuschel‘s Fazit:

Eine witzige Komödie, mit verwirrendem Hintergrund, der sich aber beim Anschauen lichtet. Es gibt ein paar nette Überraschungen und Wendungen in diesem Film und auch die Gastauftritte von Boris, Verona und Claudia sind ein netter Gag. Zumal diese sich auch selbst mit Witz und Ironie spielen, gerade auch Ralf Bauer. Als gut Gag fand ich auch, dass Mephisto schwul ist und die dadurch entstehende Situation mit seinem Vater und deren Lösung am Ende des Films. Insgesamt eine durchschnittliche Bewertung für diesen Film, damit liegt dieser zwischen meinen beiden zuletzt gesehenen (und beschriebenen) Filmen „Freche Biester“ (2 Punkte) und „Schwer verliebt“ (4 Punkte). In den etwas mehr als anderthalb Stunden kommt jedenfalls keine Langweile auf.

„666“ ist eine witzige deutsche Komödie, bei der ich oft lachen konnte und die ich für einen Video oder Fernsehabend auf jeden Fall empfehlen kann. Aber auch hier gilt: 6 bis 8 Euro für einen Kinobesuch sind zuviel für diese Komödie, 3 bis 4 Euro sind aber durchaus OK!


Viel Spaß beim Anschauen, wünscht euch Kuschelwuschel! ;)

28 Bewertungen, 5 Kommentare

  • diewicca

    29.08.2002, 19:33 Uhr von diewicca
    Bewertung: sehr hilfreich

    schließe mich Deinem Fazit an... denke genauso darüber

  • bavariangirl

    14.03.2002, 17:38 Uhr von bavariangirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe vor ein paar Wochen die Preview gesehen (gratis) und wir waren ein Gruppe mit 10 Leuten war wirklich eine amüsante Sache......Guter und informativer Beitrag, Susanne

  • wilma

    13.03.2002, 10:31 Uhr von wilma
    Bewertung: sehr hilfreich

    ui, des is ja wieder was zum anschauen - hoffentlich hast du in deinem Bericht nicht zu viel verraten, daß noch ein bißl Spannung bleibt

  • denjuandemarco

    13.03.2002, 10:23 Uhr von denjuandemarco
    Bewertung: sehr hilfreich

    tätärätäää, TOP!!

  • 12351

    13.03.2002, 10:22 Uhr von 12351
    Bewertung: sehr hilfreich

    **********APPLAUS*********** Gruss Manni