8 Frauen (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von T-Shirt
Zwischen Miss Marple und Schubidu
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„8 Frauen“ ist ein bisschen wie eine exotische Speise – bei denen wundert man sich nämlich auch des öfteren über die ungewöhnliche Zusammenstellung der Zutaten. Die Zutaten dieses Films von Regisseur Francois Ozon sind für sich genommen zwar nicht sonderlich ungewöhnlich, aber die Idee, die Genres Kriminalfilm, Komödie und Musical auf ein und dem selben Stück Zelluloid zu bannen, ist ausgesprochen exotisch – und genau das macht den besonderen Reiz dieses Streifens aus. Von der großartigen Besetzung einmal ganz abgesehen ...
Es ist Weihnachten, und der reiche Unternehmer Marcel hat sieben Frauen um sich geschart: seine Gemahlin Gaby, deren Schwester Augustine, die Mutter der beiden, Gabys Töchter Suzon und Catherine sowie die beiden Hausangestellten Chanel und Louise. Um das Oktett komplett zu machen, tritt schließlich auch noch seine Schwester Pierrette auf den Plan, doch zu diesem Zeitpunkt stehen die Weihnachtsgäste bereits unter Schock: Der Hausherr wurde mit einem Messer im Rücken in seinem Bett aufgefunden.
Die Suche nach dem Täter beginnt, und da die Telefonleitung gekappt, das Auto kaputt und das einsame Haus inmitten einer tiefverschneiten Gegend praktisch von der Außenwelt abgeschnitten ist, müssen sich die acht Damen selbst auf die Suche nach dem Täter machen. Jede ist verdächtig, weil jede von ihnen etwas zu verheimlichen hat. Erst nach und nach werden immer mehr dunkle Geheimnisse aufgedeckt - da kommen Seitensprünge, ungewollte Schwangerschaften und vorgetäuschte Krankheiten ans Licht, und mit jeder Enthüllung zerbröselt die scheinbar heile Welt, die zu Beginn des Films mit dem friedlich verschneiten Herrenhaus und einem niedlichen Rehkitz am Fenster so wunderbar kitschig dargestellt wurde ...
Mit der Art und Weise, wie die Mörderin gesucht und der Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten gelockt wird, befindet sich der Film in bester Agatha-Christie-Tradition. Man wartet nur noch darauf, dass als neunte Frau Miss Marple die Szenerie betritt und den Fall aufklärt.
Neben dem kniffligen Rätselraten und der Suche nach Täterin und Tatmotiv überzeugt der Film aber in erster Linie durch seine skurrilen Ansammlung verschiedenster Frauenfiguren. Es treten auf: die neureiche und entsprechend überhebliche Hausherrin Gaby, die zickige alte Jungfer Augustine, die verschlagene und vom Geiz zerfressene Großmutter, die zwielichtige Pierrette, die männermordende Louise, die etwas undurchsichtige Chanel, der arrogante Teenager Suzon und das vorlaute Küken Catherine – Ein Kessel Buntes auf Französisch ... nur viel viel besser: Denn dank einer explosiven Mixtur aus jahrelang gepflegten Eifersüchteleien und Verletztheiten und einem ständig wachsenden, gegenseitigen Misstrauen schaukelt sich dieses infernale Oktett gegenseitig hoch.
All diese großartigen Charakteren würden aber nicht so gut funktionieren, wenn sie nicht von entsprechend großartigen Schauspielerinnen zum Leben erweckt würden. Und so hat Francois Ozon die Creme de la Creme des französischen Kinos um sich versammelt: Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Danielle Darrieux, Fanny Ardant, Firmine Richard und die beiden nicht minder überzeugenden Nachwuchstalente Virgine Ledoyen und Ludivine Sagnier. Diese nie da gewesene Diven-Ansammlung ist mit unermesslicher Spielfreude bei der Sache – besonders Isabelle Huppert ragt hierbei hervor, weil sie die hochneurotische Tante Augustine so herrlich übertrieben spielt, dass es einem fast die Lachtränen in die Augen treibt.
Vor allem bei den immer wieder unvermittelt auftretenden, und genau dadurch besonders lustig wirkenden Gesangseinlagen hat man den Eindruck, das Ensemble habe die Dreharbeiten weniger als Arbeit, sondern viel mehr als großes Ferienlager erlebt. Speziell Catherine Deneuve hat als „Schubidu“-Background-Sängerin sichtlichen Spaß an der ausgelassenen Albernheit – und dieser Spaß überträgt sich eins zu eins auf die Kinoleinwand.
Dass die eine oder andere Gesangseinlage doch etwas deplatziert wirkt und dass der Film zum Ende hin die eine oder andere Länge hat, muss den Zuschauer wenig stören, denn von diesen klitzekleinen Einschränkungen abgesehen, bietet „8 Frauen“ ein fast perfektes Kinoerlebnis. Dass das Publikum diesen Film bereits auf der „Berlinale“ gefeiert hat und die Schauspielerinnen dort mit dem Ensemble-Preis geehrt wurden, kann niemanden überraschen, der dieses Highlight des Kino-Jahres 2002 genossen hat.
Es ist Weihnachten, und der reiche Unternehmer Marcel hat sieben Frauen um sich geschart: seine Gemahlin Gaby, deren Schwester Augustine, die Mutter der beiden, Gabys Töchter Suzon und Catherine sowie die beiden Hausangestellten Chanel und Louise. Um das Oktett komplett zu machen, tritt schließlich auch noch seine Schwester Pierrette auf den Plan, doch zu diesem Zeitpunkt stehen die Weihnachtsgäste bereits unter Schock: Der Hausherr wurde mit einem Messer im Rücken in seinem Bett aufgefunden.
Die Suche nach dem Täter beginnt, und da die Telefonleitung gekappt, das Auto kaputt und das einsame Haus inmitten einer tiefverschneiten Gegend praktisch von der Außenwelt abgeschnitten ist, müssen sich die acht Damen selbst auf die Suche nach dem Täter machen. Jede ist verdächtig, weil jede von ihnen etwas zu verheimlichen hat. Erst nach und nach werden immer mehr dunkle Geheimnisse aufgedeckt - da kommen Seitensprünge, ungewollte Schwangerschaften und vorgetäuschte Krankheiten ans Licht, und mit jeder Enthüllung zerbröselt die scheinbar heile Welt, die zu Beginn des Films mit dem friedlich verschneiten Herrenhaus und einem niedlichen Rehkitz am Fenster so wunderbar kitschig dargestellt wurde ...
Mit der Art und Weise, wie die Mörderin gesucht und der Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten gelockt wird, befindet sich der Film in bester Agatha-Christie-Tradition. Man wartet nur noch darauf, dass als neunte Frau Miss Marple die Szenerie betritt und den Fall aufklärt.
Neben dem kniffligen Rätselraten und der Suche nach Täterin und Tatmotiv überzeugt der Film aber in erster Linie durch seine skurrilen Ansammlung verschiedenster Frauenfiguren. Es treten auf: die neureiche und entsprechend überhebliche Hausherrin Gaby, die zickige alte Jungfer Augustine, die verschlagene und vom Geiz zerfressene Großmutter, die zwielichtige Pierrette, die männermordende Louise, die etwas undurchsichtige Chanel, der arrogante Teenager Suzon und das vorlaute Küken Catherine – Ein Kessel Buntes auf Französisch ... nur viel viel besser: Denn dank einer explosiven Mixtur aus jahrelang gepflegten Eifersüchteleien und Verletztheiten und einem ständig wachsenden, gegenseitigen Misstrauen schaukelt sich dieses infernale Oktett gegenseitig hoch.
All diese großartigen Charakteren würden aber nicht so gut funktionieren, wenn sie nicht von entsprechend großartigen Schauspielerinnen zum Leben erweckt würden. Und so hat Francois Ozon die Creme de la Creme des französischen Kinos um sich versammelt: Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Danielle Darrieux, Fanny Ardant, Firmine Richard und die beiden nicht minder überzeugenden Nachwuchstalente Virgine Ledoyen und Ludivine Sagnier. Diese nie da gewesene Diven-Ansammlung ist mit unermesslicher Spielfreude bei der Sache – besonders Isabelle Huppert ragt hierbei hervor, weil sie die hochneurotische Tante Augustine so herrlich übertrieben spielt, dass es einem fast die Lachtränen in die Augen treibt.
Vor allem bei den immer wieder unvermittelt auftretenden, und genau dadurch besonders lustig wirkenden Gesangseinlagen hat man den Eindruck, das Ensemble habe die Dreharbeiten weniger als Arbeit, sondern viel mehr als großes Ferienlager erlebt. Speziell Catherine Deneuve hat als „Schubidu“-Background-Sängerin sichtlichen Spaß an der ausgelassenen Albernheit – und dieser Spaß überträgt sich eins zu eins auf die Kinoleinwand.
Dass die eine oder andere Gesangseinlage doch etwas deplatziert wirkt und dass der Film zum Ende hin die eine oder andere Länge hat, muss den Zuschauer wenig stören, denn von diesen klitzekleinen Einschränkungen abgesehen, bietet „8 Frauen“ ein fast perfektes Kinoerlebnis. Dass das Publikum diesen Film bereits auf der „Berlinale“ gefeiert hat und die Schauspielerinnen dort mit dem Ensemble-Preis geehrt wurden, kann niemanden überraschen, der dieses Highlight des Kino-Jahres 2002 genossen hat.
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