Erfahrungsbericht von bananajack
künstlich oder Intelligent?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
hi User,
heute möchte ich Mal was über A.I. schreiben. Ich hoffe der Bericht gefällt euch.
Ps: schreibt mal n\' Kommentare
______________________________________________________
Einleitung:
===
Von den Kritikern und der Oscar-Jury geliebt von vielen Kinogängern gehasst – das ist „A.I. – Künstliche Intelligenz“. Nachfolgend meine Einschätzung zum Film und zur von Warner Home Entertainment veröffentlichten Doppel-DVD...
Die Story:
===
In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft arbeitet die Firma Cybertronics in ihren Forschungslaboren an einem Roboter (im Forschungsteam: William Hurt)! Aber nicht an irgend einem Roboter – nein, einer mit Gefühlen soll es sein in einer Welt in der es inzwischen für alles Roboter gibt: für den Haushalt, für die Gartenarbeit, ja sogar fürs Schäferstündchen zu zweit. Doch einen Roboter der lieben kann – so was fehlt noch in der Welt in der Familien auf eine staatliche Genehmigung zur biologischen Fortpflanzung warten müssen!
David (Haley Joel Osment) ein als elfjähriger Junge dargestellter Roboter der mittels einer Reihe von Codewörtern, gesprochen von der Adoptivmutter, zu lieben im Stande sein soll ist das Ergebnis, dass die Familie des Cybertronics-Angestellten Henry Swinton (Brendan Gleeson) testen soll. Seine Frau Monica (Frances O’Connor) ist zunächst entsetzt von der Idee ihren todkranken, bis zur Entwicklung einer Heilmethode in ein künstliches Koma versetzten Sohn durch einen Roboter zu „ersetzen“!
Nach und nach jedoch gewöhnt sie sich an den sehr menschlichen David und beschließt schließlich den sehr sorgsam anzuwendenden Code für die Aktivierung der Liebesfunktion zu sprechen. Einmal in Gang gesetzt kann dieser Prozess nicht mehr rückgängig gemacht werden. Da das Modell David dann auf die Person, die den Code augesprochen hat liebestechnisch fixiert ist kann der Roboter dann nur noch zu Cybertronics zurückgebracht und zerstört werden.
Doch zunächst ist das Leben mit David als liebenden Sohnersatz schön. Erst als man schließlich den biologischen Sohn heilen kann und er wieder zur Familie Swinton zurückkehrt beginnen die Probleme.
Allen voran ist der Sohn überfordert mit dem Nebenbuhler und versucht ihn ein ums andere Mal auszuboten und bei den Swintons schlecht zu machen – auch die Freunde des Sohnes hänseln David immer wieder bis sich Monica eines Tages so überfordert und strapaziert sieht, dass sie David zu Cybertronics zurückbringen will...
Im letzten Moment entscheidet sie David vor dem Labor auszusetzen und ihn seiner Wege gehen zu lassen. David, der diese Entscheidung seiner lieben Mami gar nicht verstehen will macht sich auf die „blaue Fee“ zu finden – jene Fee von der ihm seine Mami beim Märchenvorlesen erzählt hat und die aus mechanischen Wesen (im Märchen Pinocchio) menschliche Wesen machen kann. Er erhofft sich dann zu den Swintons zurückkehren zu können und Monicas Mutterliebe zurückzugewinnen.
Im nächsten Moment ist er aber erst einmal umringt von etlichen flüchtenden, ausgedienten „Mechas“, wie die Roboterwesen von den Menschen genannt werden, die auf dem Schrottplatz nach Ersatzteilen suchen und von den hubschrauberähnlichen Fluggeräten der Firma Cybertronics gejagt werden.
Auf der Flucht lernt er den Liebes-Mecha Gigolo Joe (und einige weitere Mechas) kennen der sich auf perfekte Schäferstündchen mit dem weiblichen Geschlecht versteht und aussieht wie ein „Lackaffe“! Schnell freunden sie sich an und werden gemeinsam (mit anderen Mechas) eingefangen, um auf einem roboterverachtenden „Fleischfest“ in Rouge City vor rasenden Menschenmassen vernichtet zu werden.
Ihnen gelingt natürlich die Flucht und so begeben sie sich gemeinsam auf die Suche nach der „blauen Fee“ und haben dabei noch einige aufregende Abenteuer zu bestehen...
Soweit soll es jetzt gut sein mit dem Inhalt, dass war schon recht ausführlich – die Wendung im Film zu verraten wäre wohl unfair!
Meinung:
===
Dieser Film, der ursprünglich von Stanley Kubrick allein hätte stammen sollen, scheidet die Geister wie kaum ein anderer! Das mag daran liegen, dass Steven Spielberg schon seit den 80ern als Berater in das Projekt involviert war und somit grossen Einfluß auf Thema und Umsetzung hat(te), denn wie schon bei \"E.T.\" oder \"Unheimliche Begegnung der 3. Art\" setzt Spielberg auf eine sehr emotionale Dramaturgie, die den Film szenenweise fast ins kitschige Chaos abgleiten lassen.
Schon in den 90ern wurde entschieden, dass Kubrick den Film lediglich produzieren wollte, da er Spielberg für den geeigneteren Regisseur für diesen Stoff hielt! Und auch der zu früh verstorbene Meister Kubrick sah vor, die Story emotional \"anzuheizen\", so dass man hier also nicht nur Spielberg einen \"Vorwurf\" machen dürfte. Nach dessen Tod brachte Steven Spielberg das Groß-Projekt in Produktion und Regie selbst zu Ende.
Man sollte aber diesen Film deshalb nicht ganz runtermachen, denn die Story als solches ist interessant, wenn auch aus heutiger Sicht etwas \"antiquiert\" (die Drehbuchorlage stammt aus einem Kurzgeschichtenband von Brian Aldiss) und die visuelle Umsetzung kann vollends überzeugen.
Gerade im Visuellen erinnert der Film an eine Mischung aus Kubricks „2001“ und Spielbergs „Unheimliche Begegnung der 3. Art“ und fasziniert dabei vor allem durch viele kleine Details.
Der Film besteht dabei theoretisch aus drei Teilen:
Dem Teil in dem David, seine Adoptivfamilie und die Probleme der Interaktion dieser „Personen“ dargestellt werden (mit einer kurzen Einleitung über den Roboter produzierenden Konzern Cybertronics). Dann dem mittleren Teil in dem quasi der krasse Umgang mit der Robotertechnologie und die geringe Wertschätzung der Menschen ggü. den „Mechas“ dargestellt wird. - im Übrigen auch der einzige Teil der ein wenig Humor beinhaltet durch das „Fleischfest“ und den Liebes-Mecha Gigolo Joe - und dem letzten Teil, der über die Maße sentimental ist, in einer weit entfernten Zukunft spielt (ich glaube in etwa 2000 Jahren) und geradezu eine hanebüchene Wendung im Film darstellt!
Den Bogen überspannt Spielberg dann auch eigentlich erst in jenem nicht enden wollenden letzten Teil/ Finale, wo es mindestens drei Stellen gibt, die für das Ende besser geeignet gewesen wären als die letztendlich ausgewählte! Zwanzig bis dreißig Minuten kürzer wären da wohl besser gewesen!
Ob man wie ich einen Zugang zum Film findet hängt dann wohl auch sehr von den eigenen Sehgewohnheiten ab - wer sagen wir Dramen oder Schnulzen oder nahezu philosophisch angelegte Filme überhaupt nicht ertragen kann, der dürfte Probleme haben am Film und dessen Länge Gefallen zu finden! Die SF-Komponente wird durch die vielen emotionalen und sozialkritischen Momente teils doch schwer in den Hintergrund gerückt davon mal abgesehen, dass der Film schon irgendwie auf ein „Was wäre wenn-Szenario“ abzielt, denn völlig abwegig ist so eine Technologie ja nicht, wenn auch in absehbarer Zeit wohl kaum zu realisieren!
Schauspielerisch überzeugte mich gerade Haley Joel Osment (\"Sixth Sense\", „Das Glücksprinzip“) aufs Neue durch seine sehr intensive Darstellungsweise. Aber auch Jude Law („Duell – Enemy at the Gates“, „Gattaca“) konnte als Gigolo Joe durchaus überzeugen!
Frances O’Connor („Alles über Adam“, „Teuflisch!“) weiß der hysterischen und verwirrten Mutter auch durchaus Leben einzuhauchen allerdings nervte mich ihre Filmfigur etwas! Genre-Darsteller William Hurt („Lost in Space“, „Der Höllentrip“) bleibt als Entwickler von David etwas hinter seinen mimischen Möglichkeiten zurück!
Wertung: 4 von 5 Punkten
Zur DVD:
===
Ein Spielfilm mit Blockbusterformat und unter der Regie von Steven Spielberg auch ausstattungstechnisch gigantisch sollte natürlich eine ebensolche DVD-Produktion nach sich ziehen.
Nun insgesamt ist die vorliegende Doppel-DVD tatsächlich gelungen hat aber auch kleinere Schwächen...
Bild:
Für einen solch neuen Film ist das Gesamtergebnis eher nur befriedigend bis gut. Das liegt vor allem am mehr oder weniger starken Bildrauschen, dass sich durch den gesamten Film zieht und in den (oft) dunkleren Passagen doch etwas deutlicher stört! Auch der Kontrast ist nicht immer glücklich gewählt, was aber wohl doch zu den Stilmitteln zählt, denn die spezielle Ausleuchtung im Film wird in den Featurettes eingehend erklärt. Die Schärfe ist insgesamt gut, aber in der Tiefe fehlen, wohl durch das starke Rauschen, doch ab und an deutlichere Details! Die Farben sind mal kräftig mal eher untersättigt, was aber ebenfalls stilistisch gewollt ist. Die Kompression lässt sich nichts zu schulden kommen, so dass es weder Artefakte gibt noch anderweitige Bildunruhen. Durch die Stilmittel muss man mit veränderten Bildeigenschaften leben, aber das Rauschen, dass wohl auf der Code 1 noch heftiger war, lässt sich nicht von der Hand weisen! Immerhin müssen wir hier nicht auch noch Kubrick-typisch mit einem 4:3-Transfer leben sondern bekommen ein schönes 16:9-Breitbild geboten.
Wertung: 4 von 5 Punkten
Ton:
Der Film ist auf eine sehr ausführliche Charakter- und Storyzeichnung angelegt. Dementsprechend erwartet den Zuhörer in der ersten Stunde ein nahezu spartanischer Ton. Soll heißen, das lediglich die raumfüllende Ambienz und der dynamisch aufs Geschehen abgestimmte Score von Meister John Williams (vertonte u.a. alle „Star Wars“-Filme und fast alle Spielberg-Filme) neben den Dialogen das Klangbild ergeben. Das alles jedoch prima abgestimmt und jederzeit auf der Höhe der Zeit. Danach erwartet einen eine Flut von räumlichen Split-Surrounds und viele Dynamiksprünge, die inklusive dem Sub phasenweise den Boxen alles abverlangen um dann wieder zu ruhigeren Phasen überzugehen. Das alles ist prima anzuhören und entschädigt etwas für das mittelprächtige Bild! Für Besitzer erweiterter Anlagen interessant: der deutsche wie der englische Ton sind in DD 5.1 EX auf der Disc abgelegt! Der englische Ton unterscheidet sich massgeblich nur in der abermals etwas zu leisen, aber direkteren Dialogwiedergabe.
Wertung: 4,5 von 5 Punkten
Ausstattung/ Bonus:
Als entschieden war, dass Warner den Streifen auf DVD veröffentlichen würde durfte man gespannt sein ob der Ausstattung, denn Warner ist bis auf wenige Ausnahmen ja nicht als \"Ausstattungsgigant\" bekannt!
Doch abgesehen von den etwas enttäuschenden Menüs (nur spartaniche Animationen, einige Submenüs sogar ohne Sounduntermalung) muss man hier den Hut ziehen!
Schon die Verpackung ist glücklicherweise, weg vom Snapper-Case, wirklich gelungen, denn hier gibt es ein schönes Digipak mit umliegenden Pappschuber!
Neben dem Hauptfilm befindet sich auf der ersten Disc noch ein ca. 12 minütiges Interview, dass überwiegend mit Spielberg geführt wurde und den Entstehungsprozess bzw. die Vorgeschichte erläutert.
Auf der zweiten Disc finden sich dann etliche kleinere Dokumentationen, die zusammengefügt ein hervorragendes über 90 minütiges Making Of ergeben und wirklich jeden Aspekt des Films beleuchten und in welches Spielberg als Wortgeber stark involviert ist!
Die meisten der unterteilten Features sind von der Überschrift her selbsterklärend daher hier keine genauere Erläuterung des Inhalts (Details siehe am Ende des Berichts)!
Insofern ersetzen diese Featurettes auch einen Audiokommentar den es wohl mit Herrn Spielberg nie geben wird!
Hinzu kommt das \"A.I.-Archiv\", welches neben etlichen Fotos und Storyboards die beiden sehr gelungenen Originaltrailer enthält. Zuguterletzt gibt es noch Filmografien zu etlichen Filmbeteiligten und Darstellern auf blätterbaren Texttafeln.
Die Navigation in den Texttafeln ist manchmal nicht ganz einfach dafür sind die Texttafeln gut lesbar. Im Übrigen sind alle Featurettes auf beiden Discs komplett untertitelbar!
Wertung: 4,5 von 5 Punkten
Fazit:
Diese Doppel-DVD wird dem Film absolut gerecht und wartet mit zwar nur mittelprächtigem Bild, aber dafür hervorragendem Ton und sehr gutem und ausführlichem Bonusmaterial auf und wird somit alle Liebhaber des Films mehr als zufrieden stellen. Hinzu kommt eine schicke Verpackung in Form von einem Digipak mit Pappschuber und ein mit etwa 20 € durchaus attraktiver Preis – zugreifen lohnt sich!
Gesamtwertung: 4 von 5 Punkten (für Film und DVD zusammen)
DVD-Details:
===
Erscheinungsdatum: 04.04.2002
Genre: Science Fiction
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Haley Joel Osment, Frances O\'Connor, Jude Law, William Hurt, Brendan Gleeson, Sam Robards u.v.a.
FSK: 12
Laufzeit: ca. 140 min
Audio:
Deutsch: Dolby Digital 5.1 EX, Englisch: Dolby Digital 5.1 EX, Spanisch: Dolby Digital 5.1 EX
Bildformat: 16:9 (1.85:1) anamorph
DVD-Typ: 2 x Typ-9 (single sided, dual layer)
Regionalcode: 2
Verpackung: Doppel-DVD im Digipak mit Pappschuber
Kapitel: 32 -> genug zum Springen zu den Lieblingsstellen im Film!
Untertitel: Englisch, Deutsch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch
Extras/Ausstattung:
Disc 1:
· Original-Dokumentation \"Die Entstehung von A.I.\"
Disc 2:
· Die Schauspielkunst in A.I.(Porträt von David + Gigolo Joe)
· Das Design (von der Zeichnung zum Set, Die Kostüme)
· Die Beleuchtung
· Special Effects
· Die Roboter
· Spezielle visuelle Effekte und Animation (Überblick von Dennis Muren, Roboter, Miniaturen, Die New York City Sequenz, Animation)
· Ton und Musik
· Abschließende Worte von Steven Spielberg
· 2 Original-Trailer
· Storyboards
· Filmografien zu Cast & Crew
· Fotogallerien:
- Chris Baker Fotos
- Produktionsdesign-Fotos
- ILM Fotos
- Porträtaufnahmen der Darsteller
- Steven Spielberg - Hinter den Kulissen
Fazit:
Eben ein Typischer \"nicht perfekt aber gut\" Film.
Er hat weder besondere Qualitäten noch gravierende Schwächen.
heute möchte ich Mal was über A.I. schreiben. Ich hoffe der Bericht gefällt euch.
Ps: schreibt mal n\' Kommentare
______________________________________________________
Einleitung:
===
Von den Kritikern und der Oscar-Jury geliebt von vielen Kinogängern gehasst – das ist „A.I. – Künstliche Intelligenz“. Nachfolgend meine Einschätzung zum Film und zur von Warner Home Entertainment veröffentlichten Doppel-DVD...
Die Story:
===
In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft arbeitet die Firma Cybertronics in ihren Forschungslaboren an einem Roboter (im Forschungsteam: William Hurt)! Aber nicht an irgend einem Roboter – nein, einer mit Gefühlen soll es sein in einer Welt in der es inzwischen für alles Roboter gibt: für den Haushalt, für die Gartenarbeit, ja sogar fürs Schäferstündchen zu zweit. Doch einen Roboter der lieben kann – so was fehlt noch in der Welt in der Familien auf eine staatliche Genehmigung zur biologischen Fortpflanzung warten müssen!
David (Haley Joel Osment) ein als elfjähriger Junge dargestellter Roboter der mittels einer Reihe von Codewörtern, gesprochen von der Adoptivmutter, zu lieben im Stande sein soll ist das Ergebnis, dass die Familie des Cybertronics-Angestellten Henry Swinton (Brendan Gleeson) testen soll. Seine Frau Monica (Frances O’Connor) ist zunächst entsetzt von der Idee ihren todkranken, bis zur Entwicklung einer Heilmethode in ein künstliches Koma versetzten Sohn durch einen Roboter zu „ersetzen“!
Nach und nach jedoch gewöhnt sie sich an den sehr menschlichen David und beschließt schließlich den sehr sorgsam anzuwendenden Code für die Aktivierung der Liebesfunktion zu sprechen. Einmal in Gang gesetzt kann dieser Prozess nicht mehr rückgängig gemacht werden. Da das Modell David dann auf die Person, die den Code augesprochen hat liebestechnisch fixiert ist kann der Roboter dann nur noch zu Cybertronics zurückgebracht und zerstört werden.
Doch zunächst ist das Leben mit David als liebenden Sohnersatz schön. Erst als man schließlich den biologischen Sohn heilen kann und er wieder zur Familie Swinton zurückkehrt beginnen die Probleme.
Allen voran ist der Sohn überfordert mit dem Nebenbuhler und versucht ihn ein ums andere Mal auszuboten und bei den Swintons schlecht zu machen – auch die Freunde des Sohnes hänseln David immer wieder bis sich Monica eines Tages so überfordert und strapaziert sieht, dass sie David zu Cybertronics zurückbringen will...
Im letzten Moment entscheidet sie David vor dem Labor auszusetzen und ihn seiner Wege gehen zu lassen. David, der diese Entscheidung seiner lieben Mami gar nicht verstehen will macht sich auf die „blaue Fee“ zu finden – jene Fee von der ihm seine Mami beim Märchenvorlesen erzählt hat und die aus mechanischen Wesen (im Märchen Pinocchio) menschliche Wesen machen kann. Er erhofft sich dann zu den Swintons zurückkehren zu können und Monicas Mutterliebe zurückzugewinnen.
Im nächsten Moment ist er aber erst einmal umringt von etlichen flüchtenden, ausgedienten „Mechas“, wie die Roboterwesen von den Menschen genannt werden, die auf dem Schrottplatz nach Ersatzteilen suchen und von den hubschrauberähnlichen Fluggeräten der Firma Cybertronics gejagt werden.
Auf der Flucht lernt er den Liebes-Mecha Gigolo Joe (und einige weitere Mechas) kennen der sich auf perfekte Schäferstündchen mit dem weiblichen Geschlecht versteht und aussieht wie ein „Lackaffe“! Schnell freunden sie sich an und werden gemeinsam (mit anderen Mechas) eingefangen, um auf einem roboterverachtenden „Fleischfest“ in Rouge City vor rasenden Menschenmassen vernichtet zu werden.
Ihnen gelingt natürlich die Flucht und so begeben sie sich gemeinsam auf die Suche nach der „blauen Fee“ und haben dabei noch einige aufregende Abenteuer zu bestehen...
Soweit soll es jetzt gut sein mit dem Inhalt, dass war schon recht ausführlich – die Wendung im Film zu verraten wäre wohl unfair!
Meinung:
===
Dieser Film, der ursprünglich von Stanley Kubrick allein hätte stammen sollen, scheidet die Geister wie kaum ein anderer! Das mag daran liegen, dass Steven Spielberg schon seit den 80ern als Berater in das Projekt involviert war und somit grossen Einfluß auf Thema und Umsetzung hat(te), denn wie schon bei \"E.T.\" oder \"Unheimliche Begegnung der 3. Art\" setzt Spielberg auf eine sehr emotionale Dramaturgie, die den Film szenenweise fast ins kitschige Chaos abgleiten lassen.
Schon in den 90ern wurde entschieden, dass Kubrick den Film lediglich produzieren wollte, da er Spielberg für den geeigneteren Regisseur für diesen Stoff hielt! Und auch der zu früh verstorbene Meister Kubrick sah vor, die Story emotional \"anzuheizen\", so dass man hier also nicht nur Spielberg einen \"Vorwurf\" machen dürfte. Nach dessen Tod brachte Steven Spielberg das Groß-Projekt in Produktion und Regie selbst zu Ende.
Man sollte aber diesen Film deshalb nicht ganz runtermachen, denn die Story als solches ist interessant, wenn auch aus heutiger Sicht etwas \"antiquiert\" (die Drehbuchorlage stammt aus einem Kurzgeschichtenband von Brian Aldiss) und die visuelle Umsetzung kann vollends überzeugen.
Gerade im Visuellen erinnert der Film an eine Mischung aus Kubricks „2001“ und Spielbergs „Unheimliche Begegnung der 3. Art“ und fasziniert dabei vor allem durch viele kleine Details.
Der Film besteht dabei theoretisch aus drei Teilen:
Dem Teil in dem David, seine Adoptivfamilie und die Probleme der Interaktion dieser „Personen“ dargestellt werden (mit einer kurzen Einleitung über den Roboter produzierenden Konzern Cybertronics). Dann dem mittleren Teil in dem quasi der krasse Umgang mit der Robotertechnologie und die geringe Wertschätzung der Menschen ggü. den „Mechas“ dargestellt wird. - im Übrigen auch der einzige Teil der ein wenig Humor beinhaltet durch das „Fleischfest“ und den Liebes-Mecha Gigolo Joe - und dem letzten Teil, der über die Maße sentimental ist, in einer weit entfernten Zukunft spielt (ich glaube in etwa 2000 Jahren) und geradezu eine hanebüchene Wendung im Film darstellt!
Den Bogen überspannt Spielberg dann auch eigentlich erst in jenem nicht enden wollenden letzten Teil/ Finale, wo es mindestens drei Stellen gibt, die für das Ende besser geeignet gewesen wären als die letztendlich ausgewählte! Zwanzig bis dreißig Minuten kürzer wären da wohl besser gewesen!
Ob man wie ich einen Zugang zum Film findet hängt dann wohl auch sehr von den eigenen Sehgewohnheiten ab - wer sagen wir Dramen oder Schnulzen oder nahezu philosophisch angelegte Filme überhaupt nicht ertragen kann, der dürfte Probleme haben am Film und dessen Länge Gefallen zu finden! Die SF-Komponente wird durch die vielen emotionalen und sozialkritischen Momente teils doch schwer in den Hintergrund gerückt davon mal abgesehen, dass der Film schon irgendwie auf ein „Was wäre wenn-Szenario“ abzielt, denn völlig abwegig ist so eine Technologie ja nicht, wenn auch in absehbarer Zeit wohl kaum zu realisieren!
Schauspielerisch überzeugte mich gerade Haley Joel Osment (\"Sixth Sense\", „Das Glücksprinzip“) aufs Neue durch seine sehr intensive Darstellungsweise. Aber auch Jude Law („Duell – Enemy at the Gates“, „Gattaca“) konnte als Gigolo Joe durchaus überzeugen!
Frances O’Connor („Alles über Adam“, „Teuflisch!“) weiß der hysterischen und verwirrten Mutter auch durchaus Leben einzuhauchen allerdings nervte mich ihre Filmfigur etwas! Genre-Darsteller William Hurt („Lost in Space“, „Der Höllentrip“) bleibt als Entwickler von David etwas hinter seinen mimischen Möglichkeiten zurück!
Wertung: 4 von 5 Punkten
Zur DVD:
===
Ein Spielfilm mit Blockbusterformat und unter der Regie von Steven Spielberg auch ausstattungstechnisch gigantisch sollte natürlich eine ebensolche DVD-Produktion nach sich ziehen.
Nun insgesamt ist die vorliegende Doppel-DVD tatsächlich gelungen hat aber auch kleinere Schwächen...
Bild:
Für einen solch neuen Film ist das Gesamtergebnis eher nur befriedigend bis gut. Das liegt vor allem am mehr oder weniger starken Bildrauschen, dass sich durch den gesamten Film zieht und in den (oft) dunkleren Passagen doch etwas deutlicher stört! Auch der Kontrast ist nicht immer glücklich gewählt, was aber wohl doch zu den Stilmitteln zählt, denn die spezielle Ausleuchtung im Film wird in den Featurettes eingehend erklärt. Die Schärfe ist insgesamt gut, aber in der Tiefe fehlen, wohl durch das starke Rauschen, doch ab und an deutlichere Details! Die Farben sind mal kräftig mal eher untersättigt, was aber ebenfalls stilistisch gewollt ist. Die Kompression lässt sich nichts zu schulden kommen, so dass es weder Artefakte gibt noch anderweitige Bildunruhen. Durch die Stilmittel muss man mit veränderten Bildeigenschaften leben, aber das Rauschen, dass wohl auf der Code 1 noch heftiger war, lässt sich nicht von der Hand weisen! Immerhin müssen wir hier nicht auch noch Kubrick-typisch mit einem 4:3-Transfer leben sondern bekommen ein schönes 16:9-Breitbild geboten.
Wertung: 4 von 5 Punkten
Ton:
Der Film ist auf eine sehr ausführliche Charakter- und Storyzeichnung angelegt. Dementsprechend erwartet den Zuhörer in der ersten Stunde ein nahezu spartanischer Ton. Soll heißen, das lediglich die raumfüllende Ambienz und der dynamisch aufs Geschehen abgestimmte Score von Meister John Williams (vertonte u.a. alle „Star Wars“-Filme und fast alle Spielberg-Filme) neben den Dialogen das Klangbild ergeben. Das alles jedoch prima abgestimmt und jederzeit auf der Höhe der Zeit. Danach erwartet einen eine Flut von räumlichen Split-Surrounds und viele Dynamiksprünge, die inklusive dem Sub phasenweise den Boxen alles abverlangen um dann wieder zu ruhigeren Phasen überzugehen. Das alles ist prima anzuhören und entschädigt etwas für das mittelprächtige Bild! Für Besitzer erweiterter Anlagen interessant: der deutsche wie der englische Ton sind in DD 5.1 EX auf der Disc abgelegt! Der englische Ton unterscheidet sich massgeblich nur in der abermals etwas zu leisen, aber direkteren Dialogwiedergabe.
Wertung: 4,5 von 5 Punkten
Ausstattung/ Bonus:
Als entschieden war, dass Warner den Streifen auf DVD veröffentlichen würde durfte man gespannt sein ob der Ausstattung, denn Warner ist bis auf wenige Ausnahmen ja nicht als \"Ausstattungsgigant\" bekannt!
Doch abgesehen von den etwas enttäuschenden Menüs (nur spartaniche Animationen, einige Submenüs sogar ohne Sounduntermalung) muss man hier den Hut ziehen!
Schon die Verpackung ist glücklicherweise, weg vom Snapper-Case, wirklich gelungen, denn hier gibt es ein schönes Digipak mit umliegenden Pappschuber!
Neben dem Hauptfilm befindet sich auf der ersten Disc noch ein ca. 12 minütiges Interview, dass überwiegend mit Spielberg geführt wurde und den Entstehungsprozess bzw. die Vorgeschichte erläutert.
Auf der zweiten Disc finden sich dann etliche kleinere Dokumentationen, die zusammengefügt ein hervorragendes über 90 minütiges Making Of ergeben und wirklich jeden Aspekt des Films beleuchten und in welches Spielberg als Wortgeber stark involviert ist!
Die meisten der unterteilten Features sind von der Überschrift her selbsterklärend daher hier keine genauere Erläuterung des Inhalts (Details siehe am Ende des Berichts)!
Insofern ersetzen diese Featurettes auch einen Audiokommentar den es wohl mit Herrn Spielberg nie geben wird!
Hinzu kommt das \"A.I.-Archiv\", welches neben etlichen Fotos und Storyboards die beiden sehr gelungenen Originaltrailer enthält. Zuguterletzt gibt es noch Filmografien zu etlichen Filmbeteiligten und Darstellern auf blätterbaren Texttafeln.
Die Navigation in den Texttafeln ist manchmal nicht ganz einfach dafür sind die Texttafeln gut lesbar. Im Übrigen sind alle Featurettes auf beiden Discs komplett untertitelbar!
Wertung: 4,5 von 5 Punkten
Fazit:
Diese Doppel-DVD wird dem Film absolut gerecht und wartet mit zwar nur mittelprächtigem Bild, aber dafür hervorragendem Ton und sehr gutem und ausführlichem Bonusmaterial auf und wird somit alle Liebhaber des Films mehr als zufrieden stellen. Hinzu kommt eine schicke Verpackung in Form von einem Digipak mit Pappschuber und ein mit etwa 20 € durchaus attraktiver Preis – zugreifen lohnt sich!
Gesamtwertung: 4 von 5 Punkten (für Film und DVD zusammen)
DVD-Details:
===
Erscheinungsdatum: 04.04.2002
Genre: Science Fiction
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Haley Joel Osment, Frances O\'Connor, Jude Law, William Hurt, Brendan Gleeson, Sam Robards u.v.a.
FSK: 12
Laufzeit: ca. 140 min
Audio:
Deutsch: Dolby Digital 5.1 EX, Englisch: Dolby Digital 5.1 EX, Spanisch: Dolby Digital 5.1 EX
Bildformat: 16:9 (1.85:1) anamorph
DVD-Typ: 2 x Typ-9 (single sided, dual layer)
Regionalcode: 2
Verpackung: Doppel-DVD im Digipak mit Pappschuber
Kapitel: 32 -> genug zum Springen zu den Lieblingsstellen im Film!
Untertitel: Englisch, Deutsch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch
Extras/Ausstattung:
Disc 1:
· Original-Dokumentation \"Die Entstehung von A.I.\"
Disc 2:
· Die Schauspielkunst in A.I.(Porträt von David + Gigolo Joe)
· Das Design (von der Zeichnung zum Set, Die Kostüme)
· Die Beleuchtung
· Special Effects
· Die Roboter
· Spezielle visuelle Effekte und Animation (Überblick von Dennis Muren, Roboter, Miniaturen, Die New York City Sequenz, Animation)
· Ton und Musik
· Abschließende Worte von Steven Spielberg
· 2 Original-Trailer
· Storyboards
· Filmografien zu Cast & Crew
· Fotogallerien:
- Chris Baker Fotos
- Produktionsdesign-Fotos
- ILM Fotos
- Porträtaufnahmen der Darsteller
- Steven Spielberg - Hinter den Kulissen
Fazit:
Eben ein Typischer \"nicht perfekt aber gut\" Film.
Er hat weder besondere Qualitäten noch gravierende Schwächen.
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