A.I. - Künstliche Intelligenz (DVD) Testbericht

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ab 15,13
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Erfahrungsbericht von Itbabe

Guter Anfang – alberner Schluss

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich lang hin und her überlegt habe, ob ich mir den Film \"A.I.- Künstliche Intelligenz\" ansehe, konnte ich mich dann doch dazu durchringen. Normalerweise bürgt der Name Spielberg ja für qualitativ hochwertiges Spielfilmvergnügen. Nachdem ich den Film jedoch gesehen habe, muss ich sagen, dass ich wirklich enttäuscht bin. Warum das so ist? Lest selbst...

Die Story fängt vielversprechend an. Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Die Umweltsünden der vorangegangenen Generationen haben ihren Tribut gefordert. Die Pole sind abgeschmolzen, die Ozeane angestiegen. Städte wie Amsterdam oder New York sind untergegangen.
Da der Platz für die Bevölkerung knapp wird, sind Schwangerschaften genehmigungspflichtig.
Ausserdem ist Nahrung knapp. Deswegen werden mittlerweile Roboter gebaut. Diese sehen echten Menschen zwar fast täuschend ähnlich, verbrauchen aber keine Nahrung. Ausserdem sind sie vielfältig einsetzbar, da sie ja auch niemals müde werden.
Eine Firma namens Cybertronics, die Roboter herstellt, will jedoch noch weiter gehen in der Entwicklung der Roboter. Ein Roboter, genauer gesagt ein Roboter-Kind, das auch lieben kann, soll gebaut werden. Bald gibt es einen Prototypen namens David (gespielt von Haley Joel Osment). Dieser sieht wirklich aus wie ein menschliches Kind. Um zu überprüfen, ob David so funktioniert wie gedacht, wird er getestet.
Für diesen Test hat die Firma Cybertronics den Mitarbeiter Henry ausgewählt, der sich durch eine familiäre Tragödie \"qualifiziert\" hat....

Henry\'s Sohn Martin liegt seit einigen Jahren im Koma. Henry\'s Frau Monica ist deswegen depressiv und scheint nach und nach alle Lust am Leben zu verlieren. Das ändert sich als David auftaucht.
Monica findet Gefallen an David und er wird in die Familie aufgenommen. Es gibt Probleme und viele Freuden des Alltags mit David. Alles scheint normal. Doch plötzlich erwacht Martin aus dem Koma. Dieser kann sich mit David nicht so wirklich anfreunden. Also spielt er ein intrigantes Spiel und sorgt dafür, dass David Dinge tut, die der Aussenwelt merkwürdig bis bösartig erscheinen. Irgendwann ist es soweit. David ist überflüssig. Irritiert durch seine Verhaltensänderung beschliessen Henry und Monica ihn zurückzugeben.... Monica setzt David im Wald aus.

Bis hierher war ich vollkommen begeistert vom Film, da ich doch sehr zum Nachdenken über menschliche Verhaltensmuster angeregt wurde. Ich war gespannt, wie es weitergeht. Ob es eine Co-Existenz von David und Martin geben würde. Vielleicht würde Monica bewusst, dass David wirklich litt, da er ja empfinden konnte. Also lehnte ich mich zurück und verfolgte gespannt und mit grossen Augen den weiteren Film.

Nachdem David ausgesetzt wurde, kippt der Film vollkommen. David ist auf der Suche nach der blauen Fee, da er glaubt, dass diese ihn zu einem echten Jungen aus Fleisch und Blut machen kann.
Auf seiner Suche begegnet er etlichen Gefahren. Jäger sind unterwegs. Jäger, die Roboter jagen...
Die gefangenen Roboter sollen auf dem sogenannten Fleisch-Fest vor den Augen von Schaulustigen zerstückelt werden. Auch David wird gefangen. Der ganze Handlungsstrang gleitet hier Richtung Action-Genre ab. Grelle Bilder mit Hämmernder Rockmusik unterlegt. Ich war etwas irritiert wegen dem totalen Wandel des Films. Insgesamt fand ich diesen Wechsel wenig passend. Aber ich hoffte darauf, dass dieser Teil des Films nur ein Ausrutscher war...

David entkommt dem Gemetzel und such weiter nach der blauen Fee. Seine Suche führt in letztendlich zurück zu Cybertronics nach New York. Er muss erkennen, dass es mehrere David\'s gibt. Bestürzt über diese Erkenntnis lässt sich David in die Tiefen des überfluteten New York\'s fallen. Auf dem Grund angekommen, entdeckt er endlich seine blaue Fee. Hier habe ich schon gedacht, ich fasse es nicht. Eine Handlung, die dermaßen an den Haaren herbeigezogen ist. Irgendwie fand ich den Film hier schon albern. Und eigentlich dachte ich, dass es nicht schlimmer kommen kann. Aber ich hatte mich getäuscht...

David bittet die blaue Fee 2000 Jahre lang darum, aus ihm einen richtigen Jungen zu machen. 2000 Jahre auf dem Grund des Meeres. Mittlerweile herrscht eine Eiszeit auf der Erde. Menschen gibt es nicht mehr. Da wird David aus dem Eis des Meeres befreit. Irgendwelche merkwürdig aussehenden Geschöpfe bevölkern jetzt die Erde. Diese Geschöpfe sagen ihm, dass er der einzige Zeuge der Vergangenheit sei, da er als einziger noch Informationen über Menschen gespeichert hat. Hier endet der Film noch nicht ganz, aber alles will ich auch nicht preisgeben. ;o)

Insgesamt war ich eher enttäuscht von dem Film. Der Anfang hat mich total begeistert. Ich glaubte schon fast, dass der Film in Richtung Gesellschaftskritik geht. Aber nein, dann gibt es auf einmal Action, die völlig fehl am Platz ist. Ich hatte den Eindruck, dass der Film immer alberner wurde, je länger er ging. Einiges fand ich an der Handlung so konstruiert, dass es mir schwerfiel, das als gegeben hinzunehmen. Empfehlen kann ich den Film nicht. Unbedingt gesehen haben muss man ihn nicht.

12 Bewertungen, 1 Kommentar

  • ingoa09

    28.07.2008, 02:06 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Liebe Grüße, Ingo