American Pie 2 (VHS) Testbericht

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ab 8,02
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5 Sterne
(27)
4 Sterne
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Erfahrungsbericht von MLebed

Doppelt hält besser - die Party geht weiter!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der riesige Erfolg von "American Pie" brachte uns dutzende weitere Teenie-Komödien, die alle die Wertung mittelmäßig bis peinlich verdienten und vielen Kinobesuchern sehr schnell auf die Nerven gingen. Es war ähnlich wie bei "Scream", der eine ganze Welle von Teenie-Horrorfilmen auslöste. Genau wie im Falle von "Scream" blieb auch der Auslöser der Komödienwelle der mit Abstand beste Film, alle Ableger gerieten peinlich bis mittelmäßig. "American Pie" ist sicherlich keine innovative, hochbrisante Kinokost, auch ist der Humor sehr geschmacklos und viele Witze sind nicht gerade sonderlich intelligent geraten, aber der Film gibt dem Zuschauer die Chance, sich einfach 90 Minuten lang vor lachen wegzuschmeißen. In meinen Augen stellt "American Pie" die perfekte Komödie für zwischendurch dar und ist ideal für einen Videoabend mit Freunden. Meiner Meinung nach ist der zweite Teil eine der besten Komödien der letzten Jahre und ein Film, den ich mir immer wieder angucken kann. Das fanden auch Millionen andere Zuschauer auf der ganzen Welt und so war der Film einer der erfolgreichsten Filme. Genau wie bei "Scream" ließ auch bei "American Pie" die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten. Wie üblich bei derartigen Erfolgen machten sich die Macher sofort an die Arbeit und arbeiteten ein Skript aus, daß eigentlich auch das des ersten Teils sein könnte, nur an den Strand verlegt. Ich habe "American Pie 2" damals im Kino gesehen und ich habe ihn mir jetzt auf DVD erneut angesehen. Und warum? Ganz einfach, weil ich den Film wirklich witzig finde und über die Scherze, Albereien und Geschmacklosigkeiten auch ein zweites Mal richtig lachen konnte.



~*~STORY~*~


Ein Jahr ist vergangen, seitdem die Freunde Jim, Kevin (Thomas Ian Nicholas), Oz (Chris Klein) und Finch (Eddie Kaye Thomas) ihre Highschool-Zeit mit einem furiosen Finale beendeten und auf unterschiedliche Colleges wechselten. Jetzt wird Wiedersehen gefeiert. Um gemeinsam wieder einmal richtig Spaß zu haben, mieten die vier Freunde zusammen mit Stifler (Seann William Scott) ein Strandhaus am Lake Michigan und verwandeln es in die ultimative Party-Zentrale. Aber so richtig will keine ausgelassene Fetenstimmung aufkommen. Während Normalo Kevin seiner Ex Vicky (Tara Reid) nachtrauert, vermisst Frauenschwarm Oz seine große Liebe Heather (Mena Suvari), die Europa bereist. Schlaukopf Finch bereitet sich derweil tantrisch auf ein weiteres Treffen mit Stiflers Mom (Molly Cheek) vor, und Tollpatsch Jim erwartet schließlich eine ganz besondere Verabredung mit der tschechischen Austauschschülerin Nadia (Shannon Elizabeth).


Doch die Freunde geben so schnell nicht auf. Mit tatkräftiger Unterstützung von Flötenspielerin Michelle (Alyson Hannigan), die den unerfahrenen Jim für die heiße Nacht mit Nadia "trainieren" soll, erwartet jeden Einzelnen am Ende des Sommers die Party der Wahrheit. Und diese Feier hält ein paar peinliche, ein paar romantische und ein paar erregende Überraschungen parat.


Das ist die Handlung des Films, sie ist ähnlich dünn wie die des ersten Teils, doch viele Szenen sind wirklich witzig. Die Story ist ja auch eher als Rahmenhandlung zu betrachten, als Rahmen für viele witzige Szenen und unglaubliche Situationen. Der Film besitzt unheimlich viel Situationskomik und bringt den Zuschauer durch die behämmerten Gesichter und die peinlichen Situationen der fünf Hauptdarsteller immer wieder zum lachen. Da kommt erneut der Vater rein und stört bei einem Quickie (diesmal aber ohne Apfelkuchen!), da bekommt man statt einer Sektdusche ein Ladung Urin ins Gesicht, da werden Musikinstrumente zweckentfremdet und in andere Körperöffnungen gesteckt und da kann es auch schon mal passieren, daß man Gleitgel mit Sekundenkleber verwechselt und seine Hand nicht mehr von seinem "besten Stück" abbekommt. Zu allem Überfluss klebt dann in der anderen Hand auch noch der Pornofilm und man muß über's Dach spazieren, da man nicht in der Lage ist, den Türknauf umzudrehen!
So ziemlich alle Gags gehen tief unter die Gürtellinie und viele werden aus dem ersten Teil geklaut oder leicht verändert einfach "wiederverwertet". Die Ratschläge des Vaters oder Leute wie der "Sherminator" werden einfach erneut auf den Zuschauer losgelassen, aber das Wiedersehen macht Spaß, denn ihre Auftritte sind genauso witzig wie im ersten Teil! Warum soll man auch nicht die Gags aus dem ersten Teil kopieren? Sie müssen nur auch ein zweites Mal funktionieren und das ist bei "American Pie 2" ganz sicher der Fall! Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, daß neben dem Sherminator und Jim's Dad auch alle anderen Darsteller des ersten Teil wieder mit dabei sind. Somit sind die beiden Schauspieler, die mich in "American Pie" so begeistert haben, wieder mit von der Partie. Zum einen ist das der oben erwähnte Eugene Levy als Jim's Dad, der wie immer einige passende Ratschläge parat hat und mit Sätzen wie "Vergiss deine Penis-Salbe nicht, Sohn!" erneut die Lacher auf seiner Seite hat. Zum anderen ist das Seann William Scott als Draufgänger Stiffler, der meiner Meinung nach von den ganzen Teenie-Darstellern am witzigsten ist und am meisten Talent vorweisen kann. Ich kann über den Kerl auf jeden Fall immer herzhaft lachen, egal ob in den "American Pie"-Filmen, in "Evolution" oder in "Road Trip", einem der besten "American Pie"-Ableger.



~*~MEINE MEINUNG~*~

Wer eine tiefsinnige Komödie erwartet, wird bitter enttäuscht sein, wer sich aber einfach nur 90 Minuten köstlich amüsieren will und nichts dagegen hat, wenn 95% aller Gags tief unter die Gürtellinie zielen, der ist bei "American Pie 2" genau richtig. Die Gags sind aufgewärmt, funktionieren aber auch beim zweiten Mal und die Darsteller sind in Bestform. Ob Jason Biggs, Seann William Scott oder Eugene Levy, alle wollten einfach Spaß haben und diesen Spaß auf den Zuschauer übertragen. Meiner Meinung nach ist ihnen das bestens gelungen. So hebt sich auch der zweite Teil postiv aus dem ganzen Teeniekomödien-Einheitsbrei hervor und beweist, daß Teeniekomödien durchaus witzig sein können!
Sicherlich keine Komödie, die mit tollen Dialogen und einer guten Story glänzt, aber kurzweilige, witzige und lustig gespielte Unterhaltung! Nur mit Jim's Entscheidung am Ende, als er mit Nadja allein im Leuchtturm sitzt, komme ich ganz und gar nicht klar! Aber was soll's, die Geschmäcker sind eben nicht nur bei Teeniekomödien, sondern auch bei Frauen ganz unterschiedlich!

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