American Pie 2 (VHS) Testbericht

American-pie-2-vhs-komoedie
ab 8,02
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
(27)
4 Sterne
(13)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Gering

Den Machern war nichts zu peinlich

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nicht gerade niveauvolles Kino erwartet den Gast in einer Kinovorstellung von American Pie 2 – eher im Gegenteil und wer den ersten teil gesehen hat ( was bei mir nicht der Fall ist !!!) wird schon wissen, warum er in diese Fortsetzung des scheinbar überaus erfolgreichen ersten Teiles gegangen ist.
Aufmerksam bin ich auf den Film über ein Kinovorschau.

_________
INHALT
_____________

Grundsätzlich gehört American Pie 2 zur Gattung der College -Komödien, auch wenn die Hand-lung gerade in der schönsten Collegezeit handelt, nämlich den 3 monatigen Ferien. Vier Jungen im spätpubertären Alter von 18 Jahren treffen nach ihrer Zeit auf dem College wieder in der Heimat-stadt ein. Ihre Collegezeit war bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger erfolgreich, wobei es bei dieser Wertung kaum um intellektuelle Großleistungen, denn eher ums ( auf Deutsch und direkt, wie es im Film auch so schön heißt) Flachlegen fachlegungswilliger biologischer Gegenstücke zu eben spätpubertierenden Collegeteenagern.

Grundsätzlich geht es um die in diesem Alter noch ungemein wichtige Frage des ersten, zweiten und dritten sexuellen Erlebnisses, deren mitunter psychotischen Nachwirkungen
Grundsätzlich werden sicher alle möglichen Strategien unter Jugendlichen, sich den ersten Partner zu angeln, in diesem Film dargestellt, wobei jeder der Hauptdarsteller einen Typus wiederspiegelt.

Aber nun mal genauer:

Die fünf wichtigsten Akteure sind Jim (Jason Biggs) , Oz (Chris Klein), Kevin (Thomas Ian Nicho-las )Stifler (Seann William Scott) und Finch (Eddie Kaye. Thomas).
Stifler ist der Frauenjäger der vier, für den vor allem nur das Eine – DAS EINE – zählt. Finch ist eine Tantrajüngling ( wie Sting!) und hatte seine erste Erfahrung mit Stiflers Mama. Oz hat eine Freundin namens Heather (Mena Suvari) und ist grundsätzlich monogam veranlagt, auch wenn er den Hang zum Telefonsex hat – natürlich mit seiner Freundin, die nämlich längere Zeit in Europa verbringt.
Finch selbst ist ein Typ, der innerlich immer wieder über die eigenen Füße stolpert und sich immer noch verzehrt nach der scheinbar göttlichen Mrs. Stifler. Er übt sich in Enthaltsamkeit durch komi-sche Tantra Praktiken.
Kevin hatte auf dem keinen Erfolg, was schlicht daran liegt, dass er immer noch seinen großen Lie-be Vicky hinterher trauert
Die eigentliche Hauptperson ist Jim,. dem so alles wiederfährt, wovon man selbst in den schreck-lichsten Alpträumen nie zu träumen wagt.
Auf der Suche nach der sexuellen Standortbestimmung: Ihn quält immer noch der vorzeitige Sa-menerguss mit einer Bekannten, der peinlicherweise im Internet der gesamten Heimatstadt bekannt gemacht worden ist oder aber sein Erlebnis am Abend des Abschlussballes mit der Flötistin Mi-chelle (Alyson Halligan), die, immer wenn sei gei...., sexuell erregt ist, fies wird – und ihn als Sex-sklaven benutzt hat (alles scheinbar im ersten Teil!).
Auf dem College war ihm ein sexueller Erfolg versagt geblieben, was auch an seinem Aussehen und seinem Verhalten liegen könnte. Allerdings hat er es gerade am letzten tag geschafft, eine Kommilitonin zum Abschlussschäferstündchen zu bringen und zwar vollkommen ohne Verpflich-tungen!!
Freilich: Gerade während Jim sich wieder zu erinnern beginnt, was man bei solchen Situationen als Mann alles machen kann, platzt zunächst sein Vater herein (für alle ein Schock, dann die Mutter ( wieder: für alle ein Schock) und dann auch noch die Eltern der Kommilitonin. na ja, toller Tag halt.
Jims Vater allerdings hat sich geschworen, en cool er Vater zu sein und das schafft er mit anerken-nenswerter Ausgeglichenheit und Ruhe, egal, was seinem Sprössling alles passiert.

Um endlich auch mal Erfolg zu haben, beschließt die Jungengruppe, für einige zeit ein Haus zu mieten und mal so richtig die Sau herauszulassen – natürlich mit Frauen.
Aber bis sich die dann einstellen, erwarten vor allem dem armen Jim noch die eine oder andere Ka-tastrophe


____________
ZUSCHAUER
__________________

Besucht war die Kinovorstellung von Gästen in eben dem Alter, wie es von den vier Hauptdarstel-lern repräsentiert wurde: Zu gleichen Teilen waren Pärchen aber auch erfahrungslustige männliche Probanden im Kinosaal versammelt, die dann auch am lautesten bei diversen Filmszenen gelacht haben.
Da kam man sich mit seinen30 Lenzen leicht komisch vor, trotzdem hat es mir Spaß gemacht.


__________
WIRKUNG
______________

Der Film glänzt weniger durch außergewöhnliche Schauspielleistung noch durch eine wirklich hochwertige Story: Eher im ausgedehnten Sitkomstil werden peinliche Situationen dargestellt, die – jede einzeln für sich genommen – bei mir zum sofortigen Wegzug, zur Gesichtoperation oder ähn-lich individuellen Wiedererkennungswert meine Physiognomie verändert hätte. Aber allein schon bei der Vorstellung, einem selbst könnte ähnliches wiederfahren wie den Hauptdarstellern, erleich-tert ungemein, wenn man sich darüber klar wird, dass man im Kinosessel sitzt. Au ja !!



______
FAZIT
________

Seichte, gelungene Kinounterhaltung im Slapstick – Format, weit entfernt vom großen Kinoerleb-nis, trotzdem unterhaltsam für den, dem diese Art von „bodenständigen“ Humor gefällt.
Ich habe gelacht! Aber nicht jeder könnte das von sich behaupten!

Ein wenig enttäuscht kann man sein, wenn man feststellt, dass die eigentlichen Höhepunkte des Films schon in der Kinovorschau, die vorherigen Filmen beigegeben worden ist, enthalten sind!! na ja.

Ganz nett, der Abend, nicht mehr!

Michael

13 Bewertungen