American Pie - Jetzt wird geheiratet (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von klukklukkluk

Es hat sich ausgelacht – zumindest fast

Pro:

Einige gute Lacher

Kontra:

Viel, was aus dem Text hervorgeht

Empfehlung:

Ja

Dieser Bericht bezieht sich auf die Kino Version



Story :

Es hätte wohl niemand für möglich gehalten, aber Michelle und Jim sind jetzt seit über drei Jahren ein harmonierendes Liebespaar. Da die beiden nun ihr College hinter sich haben, hat Jim seinen ganzen Mut zusammengenommen und seiner Geliebten ein Heiratsangebot gemacht. Die Situation ist zwar äusserst peinlich für die Beteiligten, aber Michelle nimmt den Antrag dankend an.

Jim hat seiner Herzdame versprochen, dass sie eine einmalige und perfekte Hochzeit erleben wird und nun versucht er, mit seinen Freunden Kevin und Finch sein möglichstes. Doch bald ist klar, dass es einen grossen Störfaktor bei der ganzen Angelegenheit gibt, der auf den Namen Stifler hört. Stif ist mittlerweile Trainer einer Footballmannschaft und hat irgendwie mitbekommen, dass Festlichkeiten auf dem Programm stehen. Der Stifmaster denkt gar nicht daran, sich die Party entgehen zu lassen, was die anderen nicht gerade freudig stimmt.

Als Jims zukünftige Schwiegereltern eintreffen, verlieben sich Stif und Finch in deren Tochter, Michelles Schwester. Stif ist nicht wiederzuerkennen, wenn das blonde Mädchen in der Nähe ist, denn er trägt edle Klamotten und hat seine Fäkalsprache gänzlich abgelegt. Finch versucht es mit einer anderen Masche und mutiert plötzlich zum Finchmaster, der ein wenige an den alten Stif erinnert.

Dies ist aber bei weiten nicht das einzige Problem, dass die Hochzeitgesellschaft hat, denn es kommt noch zu anderen, nicht eingeplanten Ereignissen, wie zum Beispiel der Auftritt in einer Schwulenbar, der Junggesellenabschied, ein verlorener Ehering und und und...



Technische Daten zum Film :

Originaltitel : American Wedding

Darsteller : Jason Biggs, Seann William Scott, Alyson Hannigan

Regie : Jesse Dylan

FSK : 12

Drehland und Jahr : USA 2003

Filmlänge : ca. 102 Minuten



Meine Meinung :

Es hat sich ausgelacht – zumindest fast.

Während die beiden Vorgängerteile mit guten Witzen am laufenden Band daherkamen, wird einem, in „American Wedding“, diesbezüglich nur Schonkost geboten. Sicherlich gibt es auch hier ein Paar Brüller, die sind aber an einer Hand abzuzählen.

Storytechnisch gibt es natürlich nicht viel neues, aber das hat ja auch keiner erwartet. Der Freundeskreis wurde im Gegensatz zu den Vorgängern zwar etwas minimiert und mit der, im Mittelpunkt stehenden Hochzeit bekommt man den Eindruck, dass alles etwas erwachsener geworden ist. Bei genauerer Betrachtung merkt man dann aber, dass immer noch der Sex und die damit verbundenen Peinlichkeiten im Vordergrund stehen. Diesmal ist es zwar kein Sekundenkleber, der für Aufregung sorgt, aber man kann zum Beispiel betrachten wie die Überbleibsel einer Intimrasur in einem Lüftungsschacht landen und von dort in den Mündern anderer...

Jim ist immer noch der liebenswerte Trottel, der keine Chance auslässt sich in aller Öffentlichkeit zu blamieren, Stif ist Stif, mit all seinen Sauereien und Gemeinheiten und Finch ist immer noch der kleine Heimscheisser, der unter anderem scharf auf Stiflers Mom ist. Diese drei Charaktere stehen klar im Vordergrund, was der Sache natürlich gut tut. Sind sie es doch, die durch ihre witzigen Aktionen dafür sorgen, dass uns nur selten langweilig. Das sie schauspielerisches Potential haben, haben die drei ja schon mehr als einmal gezeigt und sie präsentieren sich auch in „American Wedding“ von ihrer besten Seite. Der Rollentausch von Stif und Finch unterstreicht dies, denn man nimmt ihnen den intellektuellen Stif und den obszönen Finch wirklich ab.

Leider reichen die schlichte, aber interessante Story und die guten Leistungen der Darsteller nicht für ein gutes Gesamtbild aus, denn, wie gesagt, die Gags sind nicht gewohnt gut. Meist haben sie einen ekelhaften Nachgeschmack und das nicht nur weil Schamhaare oder Hundescheisse verspeist werden. Die Schmerzgrenze wurde ziemlich oft berührt und leider auch übertreten. Das Stifs Mom für diverse Liebesspiele herhalten musste mag ja noch ganz witzig sein, aber bei Jims Oma hört der Spass dann auf. Weniger geschmacklos, aber einschläfernd war dagegen ein Tanzwettbewerb in einer Schwulenbar, der ein wenig zum Aufblähen der Geschichte genutzt wurde. Ebenso aufgebläht wirkten Teile der Hochzeit, aber das ist ja durchaus etwas fürs weibliche Publikum und somit Geschmacksache.

Es scheint ein wenig, als wären den Machern die Ideen ausgegangen und als ob die Trilogie nun ihr Ende erreicht hat, was aufgrund der ersten beiden Teile sicherlich schade ist. „American Wedding“ ist zwar durchaus unterhaltsam, aber von einem „American Pie“ Nachfolger durfte man mehr erwarten.

Gruss Kluk

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