Boat Trip (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kuschelwuschel

I will SURVIVE

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Gestern war ich nach längerer Zeit mal wieder zu einer Preview im Kinopolis Kino in Frankfurt. Zusehen gab es diesmal den Film „Boat Trip“, der neuste Film mit Cuba Gooding junior. Dieser Film startet am Donnerstag (13.02.2003) in den deutschen Kinos.


Allgemeines:

Boat Trip
Komödie, USA 2001
ca. 94 Minuten
Start: 13.02.2003
FSK ab 12 Jahre


Regie: Mort Nathan

Darsteller: Cuba Gooding jr., Horatio Sanz, Roselyn Sanchez, Vivica A. Fox, Maurice Godin, Roger Moore, Victoria Silvstedt


Drehbuch: William Bigelow, Mort Nathan
Kamera: Shawn Maurer
Produzenten: Brad Krevoy, Gerhard Schmidt, Frank Hübner, Andrew Sugerman
Ausführende- / Koproduzenten: Sabine Müller, Adam Richman, Klaus Rettig
Schnitt: John Axness
Musik: Robert Folk


Inhalt:

Jerry (Cuba Gooding jr.) ist gut drauf, heute ist der große Tag. Er fährt mit seiner Freundin Felicia (Vivica A. Fox), an einem schönen Tag raus in die Natur. In einem Heißluftballon macht er ihr, nachdem er sie vollgereiert hat, einen Heiratsantrag. Felicia lehnt ihn ab, da sie einen anderen Liebhaber hat.

Sechs Monate später – Jerry ist immer noch nicht über die Trennung hinweg gekommen.

Sein Freund Nick (Horatio Sanz) möchte ihn wieder aufbauen und so beschließen sie einen Boat Trip auf einen Dampfer mit wesentlich mehr Frauen als Männern, zu machen. Da Nick es sich aber mit dem Reisebüro Angestellten verscherzt hat, werden die Beiden aus Rache kurzerhand auf einem Partydampfer für Schwule einquartiert. Erst nachdem der Dampfer schon unterwegs ist merken die Beiden, dass irgendetwas nicht stimmt. Nun, was tun? Der nächste Stopp des Dampfers ist erst in vier Tagen, also betrinkt sich Jerry und fällt besoffen in den Pool. Daraufhin wird er von Gabriella (Roselyn Sanchez), die Tanzlehrerin auf dem Schiff ist, gerettet. In der Zwischenzeit möchte Nick von Bord des Schiffs flüchten, als er einen vorbei fliegenden Hubschrauber sichtet, möchte er sich mittels Leuchtkugeln bemerkbar machen und schießt diesen prompt ab.

Am nächsten morgen entpuppt sich dies als (scheinbarer) Glücksfall, da an Bord des Hubschraubers lauter schwedische Bikini Models waren. So kann Nick von sich behaupten er wäre schwul und die Mädels ungehindert den ganzen Tag mit Sonnencreme einreiben. Als er sich mit Inga (Victoria Silvstedt) in ihrem Zimmer verabredet, erwartet ihn eine Überraschung, dort liegt auf einmal die maskuline Trainerin des Teams - Sonja (Lin Shaye) - und bei ihr ist auch der sexuelle Notstand ausgebrochen.

Jerry ist derweil bemüht Gabriella näher kennen zulernen, die hat aber eigentlich von den Hetero-Machos die Nase voll und freut sich nicht von den Männern auf dem Schiff belästigt zu werden. So miemt Jerry mit Nachhilfe von Hector (Maurice Godin) den Schwulen und tatsächlich, Gabriella und Jerry kommen sich viel, viel näher.

Nick kommt leider nicht mehr in Ingas Nähe und muss vor der triebhaften Trainerin flüchten, nebenbei bauen sich auch langsam seine Vorurteile gegenüber Homosexuellen ab. Schließlich können die soagr besser Kartenspielen und mehr trinken als er. Nebenbei bekommt er auch noch Gefühlsauflärung von Hector. Außerdem wird Nick auch noch von einem reichen schwulen Engländer namens Lloyd (Roger Moore) verfolgt.

Felicia findet mittlerweile auch keinen gefallen mehr an ihrem Geliebten und begibt sich auf die Suchen nach Jerry um diesen doch zu heiraten.


Wie geht es weiter? Schafft es Jerry mit Gabreilla zusammen zukommen? Oder findet Felicia ihn und beide heiraten? Gelingt es Nick mit Inga zusammen zukommen? Oder wird er sogar schwul und lässt sich mit Loyd oder einem anderen ein?


Rollen:

Jerry - Cuba Gooding jr.
Nick - Horatio Sanz
Gabriella - Roselyn Sanchez
Felicia - Vivica A. Fox
Hector - Maurice Godin
Sonja - Lin Shaye
Inga - Victoria Silvstedt
Tom - Ken Campbell
Lloyd - Roger Moore
Ron - Zen Gesner
Steven - William Bumiller
Perry - Noah York
Malcolm - Richard Roundtree
Kapitän - Bob Gunton
Sheri - Jennifer Gareis
Marshall - Steven M. Porter
Pia - Li Hagman
Larry - Jerry Collins


Ein paar Infos zu den Darstellern und dem Regisseur:

- Cuba Gooding jr. hat mittlerweile schon in vielen Filmen mit gespielt und neben einigen Nominierung (u.a. für den Golden Globe) 1996/1997 den Oscar für die beste Nebenrolle in dem Film „Jerry Maquire – Spiel des Lebens“ erhalten. Roger Moore hat ihn sogar als den nächsten James Bond Darsteller vorgeschlagen. Hier eine kleine Film Auswahl:

„Sing“ (1989), „Eine Frage der Ehre“ (1992), „Outbreak“ (1995), „Jerry Maquire (1996), „Instinct“ (1999), „Men of Honor“ (2000), „Pearl Harbor“ (2001), „Snow Dogs“ (2002).


- Roger Moore dürfte vor allem als James Bond bekannt geworden sein, diese Rolle spielte er insgesamt sechs mal. Aber auch aus der Fernsehserie „Die Zwei“ ist er sicherlich vielen bekannt. Neben diesen beiden Rollen spielte er noch in vielen anderen Filmen mit hier eine kleine Auswahl:

„Damals in Paris“ (1954), „Die Wildgänse kommen“ (1978), „Sprengkommando Atlantik“ (1980), „Das Nackte Gesicht“ (1984), „The Quest“ (1996).

- Horatio Sanz: „Das Wunder von Manhattan“ (1994), „Road Trip“ (2000), „Tomcats“ (2001)

- Roselyn Sanchez: „Captain Ron“ (1992), „Held Up“ (1999), „Rush Hour 2“ (2001)

- Vivica A. Fox: „Geboren am 4. Juli“ (1989), „Independence Day“ (1996), „Batman & Robin“ (1997), „Tötet Mrs. Tingle (1999), „Little Secrets“ (2002)

- Lin Shaye: „Hester Street“ (1975), „Critters“ (1986), „Critters 2“ (1988), „Dumm und Dümmer“ (1994), „Last Man Standing“ (1996), „Ohne Worte“ (2001)

- Victoria Silvstedt: Miss Schweden, Model, Playboy Plamayte of the Year

- Für Mort Nathan (Regie, Drehbuch) ist Boat Trip sein Regiedebüt. Er ist zweifacher Gewinner von Emmy- und Golden Globe Awards und der Drehbuchautor und Produzent von der erfolgreichen fernsehserie „Golden Girls“.


Mehr über den Film, die Schauspieler usw. könnt ihr euch auf der Homepage: http://www.concorde-film.de/ unter „Boat Trip“ ansehen.


Kuschelwuschel\'s Fazit:

„Boat Trip“ ist eine wirklich seichte Komödie und bei genauerer Betrachtung mit dezentem Hinweis darauf, dass Homosexuelle nicht anders sind als Heterosexuelle, und dass man diese genauso tolerieren und respektieren sollte.

Mich wundert, dass Cuba Gooding jr. und Roger Moore sich für diese Rollen interessiert haben und diese auch spielen. Vielleicht liegt es an dem Witz oder der Herausforderung vom altem Image abzuweichen. Roger Moore als James Bond der Inbegriff des Frauenhelden spielt jetzt einen lüsternen alten Homosexuellen. Diese Rolle spielt er sogar recht witzig. Wohingegen mir Cuba Gooding jr. In seiner Rolle irgendwie überhaupt nicht so recht gefallen hat. Jedenfalls dürfte die Auswahl ja nicht aus Geldmangel dieser Schauspieler erfolgt sein.

Am besten hat mir noch Roselyn Sanchez gefallen, nicht nur optisch, nein auch durch ihre Art und die positive Ausstrahlung.

Egal wie, weder diese Schauspieler noch andere (passendere) Schauspieler hätten das Drehbuch retten können.

Die Story ist nicht sonderlich spannend oder überraschend, eher ist dies, einer dieser Baukasten Filme die dann auch so zusammen gesetzt wirken. Die Wendungen und das Ende sind vorhersehbar. Schön war die Wandlung der zwei Freunde gegenüber von Homosexuellen, ein paar Running Gags (z.B. wird ein Homo bei der Schiffs-Quizshow nach dem ungewöhnlichsten Ort an dem er jemals Sex hatte gefragt – Antwort: in einer Frau!) und einige witzige Szenen (die ausgefallenen Kostüme die die „Männer“ auf dem Schiff teilweise anhatten, die Dekoration – Eis Glieder usw.).

Eine Dinge sind mittlerweile durch andere Film schon genug belacht worden – meist Fäkal Witze, z.B. als Jerry seine Freundin vollreihert oder das Ejakulat im Gesicht eines Passagiers landet. Erinnert alles an die Klamauk Komödien der letzten Jahre, wie z.B. „Verrückt nach Mary“ oder „American Pie“. So ein wenig erinnert mich der Film auch an die „Eis am Stiel“ Filme – obwohl es ja keine Teenie Komödie ist.


Klar, der Film ist witzig ich konnte auch lachen, allerdings darf man auch keinerlei Erwartung an den Film haben. Aber dafür 6 bis 9 Euro im Kino bezahlen – NEIN! Es reicht wirklich aus sich diesen Film im TV anzusehen.

Für mich waren die Vorteile des Abends: der Eintritt war kostenlos, Ich konnte Lachen, Roger Moore, Roselyn Sanchez und alle anderen gut aussehenden Frauen in diesem Film.


Gehe ich aber davon aus, dass mich der Besuch unter der Woche etwa 6 Euro gekostet hätte, kann ich den Film lediglich mit maximal 2 Sternen bewerten und von einem Besuch im Kino abraten.

In nächster Zeit kommen jedenfalls viel, viel bessere Filme ins Kino, für die man sein Geld und seine Zeit opfern sollte.


Viel Spaß beim Ansehen (oder eher auch nicht), wünscht euch Kuschelwuschel! ;)

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