Das Haus am Meer - Teil 1 (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2010
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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher
Das Leben ist wie ein Haus, auch wenn ...
Pro:
Film, die Darsteller, sehr berührend, Deleted Scences auf der DVD, Audiokommentar
Kontra:
einfache Geschichte, nur mäßiges Bild auf der DVD und das im falschen Format
Empfehlung:
Ja
...ein Stück Bild fehlt!
„Das Leben ist wie ein Haus“ ist die Botschaft welche George Monroe (Kevin Kline) seinem Sohn Sam (Hayden Christensen) mitgeben will. So heißt der Streifen in dem dies geschehen soll, auch im englischen „Life as a house“, was man in Deutschland unsäglicherweise in „Das Haus am Meer“ übersetzt hat. Einer der wenigen kritischen Punkte, die man zu diesem Streifen finden kann.
George Monroe lebt seit zehn Jahren von seiner Frau Robin (Kristin Scott Thomas) getrennt. Diese hat mittlerweile mit Peter (Jamey Sheridan) einen neuen Mann geheiratet und mit diesem zwei gemeinsame Kinder. Außerdem hat sie das Sorgerecht für Sam, den gemeinsamen Sohn aus der Ehe mit George. Sam, der auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht, ist das Problemkind der Familie. Er nimmt völlig desinteressiert an jeglichem Leben teil, verkriecht sich musikhörend in seinem Zimmer, pierct sich und färbt sich die Haare und nimmt Drogen. Robin weiß nicht mehr weiter.
Als George seine Stelle als Architekt verliert und einen Schlaganfall erleidet, wird bei ihm Krebs diagnostiziert. Er hat nur noch wenige Monate zu Leben. Diese Zeit will er nutzen, um seinen langgehegten Traum zu erfüllen. Er will sein Traumhaus bauen. Und er will diese Zeit nutzen, um wieder eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen und dessen Leben eine Perspektive zu geben.
Gegen Sams Willen muss dieser nun die Sommerferien bei seinem Vater verbringen. Da das Haus, in dem George bisher wohnte, für den Neubau abgerissen werden muss, bedeutet dies, dass die beiden auf engstem Raum in der Garage wohnen müssen. Erste Konflikte sind allein deswegen schon vorprogrammiert.
Langsam taut aber das Verhältnis zwischen Vater und Sohn auf. Dazu bei trägt auch die hübsche Nachbarstochter Alyssa (Jena Malone), die ein Auge auf Sam geworfen hat. Doch deren Freund ist Josh (Ian Somerhalder), der nicht nur Sam mit Drogen versorgt, sondern diesen auch als Strichjungen für sich zu reichen Männern ins Auto schicken will.
Als dann Robin immer öfter auf der Baustelle vorbeischaut und sich immer besser mit George versteht, scheint äußerlich die Idylle wieder hergestellt zu sein, doch innerlich brodelt die Gefahr. Denn noch hat George niemandem von seiner Krankheit erzählt.
M E I N U N G
°°°°°°°°°°°°°°°
“Life as a house” ist wirklich ein wunderbares Drama, das selbst den hartgesottensten Seher mindestens eine Gänsehaut, wenn nicht sogar eine Träne entlockt. Regisseur Irwin Winkler („Das Netz“) hat genau das richtige Erzähltempo für seine Geschichte gefunden.
Für eine Geschichte, die eigentlich gar nicht so neu oder vielschichtig ist. Es geht um die Familie, eigentlich um mehrere Familien, alle zerbrochen. Sam hasst seinen Vater, dieser führt ein tristes Leben, seine Ex-Frau Robin ist ebenfalls unzufrieden mit ihrem neuen Eheleben, alle sind zu Beginn des Films unglücklich, keiner ist zufrieden mit seinem Leben.
Doch mit Fortdauer des Films lernen alle Beteiligten aufeinander zuzugehen und Verständnis für einander zu zeigen. Der scheinbar gefühlstote Sam entwickelt Liebe zu seinem Vater und zu Alyssa, auch Robin sehnt sich zurück nach den wenigen glücklichen Jahren mit George.
Trotz der Einfachheit seiner Geschichte und lauter bekannter Elemente kann „Life as a house“ einfach überzeugen. Warum ist schwer zu sagen, aber die dramatische Geschichte, eingetaucht in teils wunderschöne Bilder aus der Kamera von Vilmos Zsgimond („Der Geist und die Dunkelheit“), rührt den Zuschauer, wie nicht jeder Film des Genres.
Vor allem die Darsteller (bis in die kleinsten Nebenrollen) können vollauf überzeugen. Von Kevin Kline weiß man, dass er ein großartiger Darsteller ist, hier kann man es noch einmal mit eigenen Augen sehen. Hayden Christensen, der nach seiner Leistung als Anakin Skywalker viel Kritik einstecken musste, kann hier zeigen, dass er ein großartiger Darsteller ist. Den verbitterten Sam könnte man kaum besser spielen, als er es macht. Auch die restliche Darstellerriege ist einfach großartig.
So bleibt wenig negatives über. Man kann dem Film nur gegenüber halten, dass er am Ende doch deutlich zu dick aufträgt. Warum Josh, dann noch mit der Mutter seiner Freundin ins Bett steigen muss und dass das gebaute Haus dann für eine Frau gedacht ist, die von Georges Vater zur Waisen und zum Krüppel gemacht wurde, ist dann etwas zu viel des guten. Dazu noch die völlig überzogene Wendung, dass gerade der kritische Nachbar, der das Bauprojekt stoppen will, bei Sams einmaliger Arbeit als Stricherjunge sein Kunde war und aus Angst vor einer Entdeckung seiner homoerotischen Neigungen, dann doch den Hausbau absegnet. Ein paar kitschige Wendungen hätte man beruhigt auslassen können.
Nichtsdestotrotz vermag der Film zu überzeugen, zu gefallen und vor allem emotional zu berühren. Acht von zehn Punkten!
D V D
°°°°°°°°°°°°°°°
Technische Informationen:
Bildformat: 1,85 : 1 (laut Cover)
Tonformat: DD 5.1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras:
- Audiokommentar
- Original-Dokumentation: \"Character Building: Inside Life As A House\" und \"From The Ground Up\"
- Nicht verwendete Szenen
- Stab und Besetzung
- Trailer
Die DVD hat leider einige Schwächen aufzuweisen. Das Bild ist für eine DVD dieses noch recht neuen Alters eine Frechheit. Das Bild ist mehrmals sehr unscharf und gelegentlich trübt auch deutlich sichtbares Rauschen den Genuss. Der Clou des ganzen ist es aber, dass man den Film nicht im Original Bildformat von 2,35 : 1 belassen hat. Bei den Extras kann man das volle Bild bewundern (dort im 2,35 : 1), beim Film fehlt an den Kanten etwas. Ärgerlich und unverständlich. Immerhin ist es nicht ganz so schlimm, wie man laut DVD-Cover annehmen könnte. Lauf OFDB ist das Bildformat 2,10 : 1 und nicht wie auf dem Cover angegeben 1,85 : 1 was auch ungefähr hinkommen müsste.
Der deutsche Ton kann dagegen vollauf überzeugen, doch auch hier glänzt die Medaille nicht komplett. Der deutsche Ton ist zwar in Ordnung, aber der englische ist dafür deutlich schwächer und oftmals sehr dumpf.
Deutlich besser als die technische Umsetzung, sind die Extras der DVD. Hier bietet Warner doch etwas mehr als die übliche Standardkost. Es gibt einen Audiokommentar mit Regisseur und Produzent Irwin Winkler, Produzent Rob Cowan und Drehbuchautor Mark Andrus. Pluspunkte gibt es erst einmal dafür, dass der Audiokommentar deutsch untertitelt ist, aber auch der Inhalt kann Pluspunkte einfahren. Der Audiokommentar gehört sicher nicht zu den besten auf DVD gepressten Audiokommentaren, die drei Erzähler können aber mit einigen Hintergründen zu den Dreharbeiten den interessierten Zuhörer begeistern. Noch interessanter sind aber Hinweise auf subtile Andeutungen in einigen Szenen, die man so beim „normalen“ Filmgenuss zum Großteil sicher nicht sieht. Interessant auch die Tatsache, dass der im Sommer spielende Streifen im kalten Winter gedreht wurde, was bei Aufnahmen mit freiem Oberkörper zu starker physischer Belastung von Kevin Kline und Hayden Christensen führte.
Auf der DVD befinden sich des weiteren zwei Original Dokumentationen. \"Character Building: Inside Life As A House\" ist eigentlich ein Making-Of und vermittelt interessante Eindrücke von den Dreharbeiten, garniert mit Interviews mit den Beteiligten. Erfreulich, dass die gegenseitigen Lobhudeleien noch in einen erträglichen Maß bleiben. \"From The Ground Up\" beschäftigt sich mit dem Bau des Sets. Die ganze noble Wohngegend in der Georges Haus entstehen soll, wurde extra für den Film gebaut und dieses Making-Of beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Bau dieser Umgebung und natürlich mit dem Bau von Georges Haus.
Auf der DVD befinden sich auch vier entfallene Szenen, wobei zwei eigentlich identisch sind. Ein Schauspieler (William Russ) hatte nur einen Unfall und deswegen musste er ausgetauscht werden und diese Szene noch einmal neu mit einem anderen Schauspieler (Scott Bakula) gedreht werden. Die rund vier Minuten lange Szene wurde dann am Ende gestrichen, da sie den Machern des Films zu viel über die Hintergründe der Personen erklärt. Eigentlich schade, da diese Szene ganz gut in den Film gepasst hätte. Nun befindet sie sich zweimal, von den Dialogen nur leicht verändert, einmal mit Russ und einmal mit Bakula bei den entfallenen Szenen auf der DVD. Bei den anderen beiden Szenen (wobei die zweite von diesen sogar eigentlich noch einmal zwei einzelne Szenen sind), haben die Produzenten recht, dass diese Szenen eher unnötig waren. Lobenswert ist es aber bei diesen Deleted Scenes, dass man diese einmal „normal“ anschauen kann und einmal mit dem Audiokommentar von Winkler, Cowan und Andrus.
Etwas enttäuschend ist die Auflistung von Stab und Besetzung, denn Textinfos zu den einzelnen Mitgliedern der Crew sind Fehlanzeige. Stattdessen sieht man einfach nur eine Übersicht über die wichtigsten Mitwirkenden (wobei Ian Somerhalder komischerweise bei der Besetzung nicht aufgeführt ist und unwichtigere Nebenrollen dagegen schon). Nicht fehlen darf natürlich ein Trailer, hier ist es der US-Kinotrailer.
Trotz der recht guten Extras kann die DVD insgesamt aber nicht überzeugen, was an dem schlechten Bildformat und der schlechten Bildqualität liegt
F A Z I T
°°°°°°°°°°°°°°°
„Life as a house“ ist auf jeden Fall ein sehenswerter Streifen, den man sich unbedingt mal ansehen sollte. Im großen und ganzen ist die DVD in Ordnung, das schlechte Bild und die nicht so gute englische Tonspur sollten aber des englisch mächtigen Cineasten auf jeden Fall die Überlegung wert sein, vielleicht doch auf die US-DVD zurückzugreifen.
Film: 8 von 10 Punkten!
DVD: 1,5 von 5 Punkten!
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Gesamt: 6 Punkte auf meiner 10er Skala!
D A T E N
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Titel Deutschland: Das Haus am Meer
Originaltitel: Life as a house
Genre: Drama
USA 2001, FSK 6, Laufzeit: 125 Minuten
Darsteller: Kevin Kline (George Monroe), Kristin Scott Thomas (Robin Kimball), Hayden Christensen (Sam Monroe), Jena Malone (Alyssa Beck), Mary Steenburgen (Colleen Beck), Mike Weinberg (Adam Kimball), Scotty Leavenworth (Ryan Kimball), Ian Somerhalder (Josh), Jamey Sheridan (Peter Kimball), Scott Bakula (Officer Kurt Walker), Sam Robards (David Dokos), John Pankow (Bryan Burke)
Regie: Irwin Winkler
Produzenten: Rob Cowan, Irwin Winkler
Drehbuch: Mark Andrus
Musik: Mark Isham
Kamera: Vilmos Zsigmond
Schnitt: Julie Monroe
W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0264796/
Online Filmdatenbank: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=15217
© Björn Becher 2003
„Das Leben ist wie ein Haus“ ist die Botschaft welche George Monroe (Kevin Kline) seinem Sohn Sam (Hayden Christensen) mitgeben will. So heißt der Streifen in dem dies geschehen soll, auch im englischen „Life as a house“, was man in Deutschland unsäglicherweise in „Das Haus am Meer“ übersetzt hat. Einer der wenigen kritischen Punkte, die man zu diesem Streifen finden kann.
George Monroe lebt seit zehn Jahren von seiner Frau Robin (Kristin Scott Thomas) getrennt. Diese hat mittlerweile mit Peter (Jamey Sheridan) einen neuen Mann geheiratet und mit diesem zwei gemeinsame Kinder. Außerdem hat sie das Sorgerecht für Sam, den gemeinsamen Sohn aus der Ehe mit George. Sam, der auf der Schwelle zum Erwachsenwerden steht, ist das Problemkind der Familie. Er nimmt völlig desinteressiert an jeglichem Leben teil, verkriecht sich musikhörend in seinem Zimmer, pierct sich und färbt sich die Haare und nimmt Drogen. Robin weiß nicht mehr weiter.
Als George seine Stelle als Architekt verliert und einen Schlaganfall erleidet, wird bei ihm Krebs diagnostiziert. Er hat nur noch wenige Monate zu Leben. Diese Zeit will er nutzen, um seinen langgehegten Traum zu erfüllen. Er will sein Traumhaus bauen. Und er will diese Zeit nutzen, um wieder eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen und dessen Leben eine Perspektive zu geben.
Gegen Sams Willen muss dieser nun die Sommerferien bei seinem Vater verbringen. Da das Haus, in dem George bisher wohnte, für den Neubau abgerissen werden muss, bedeutet dies, dass die beiden auf engstem Raum in der Garage wohnen müssen. Erste Konflikte sind allein deswegen schon vorprogrammiert.
Langsam taut aber das Verhältnis zwischen Vater und Sohn auf. Dazu bei trägt auch die hübsche Nachbarstochter Alyssa (Jena Malone), die ein Auge auf Sam geworfen hat. Doch deren Freund ist Josh (Ian Somerhalder), der nicht nur Sam mit Drogen versorgt, sondern diesen auch als Strichjungen für sich zu reichen Männern ins Auto schicken will.
Als dann Robin immer öfter auf der Baustelle vorbeischaut und sich immer besser mit George versteht, scheint äußerlich die Idylle wieder hergestellt zu sein, doch innerlich brodelt die Gefahr. Denn noch hat George niemandem von seiner Krankheit erzählt.
M E I N U N G
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“Life as a house” ist wirklich ein wunderbares Drama, das selbst den hartgesottensten Seher mindestens eine Gänsehaut, wenn nicht sogar eine Träne entlockt. Regisseur Irwin Winkler („Das Netz“) hat genau das richtige Erzähltempo für seine Geschichte gefunden.
Für eine Geschichte, die eigentlich gar nicht so neu oder vielschichtig ist. Es geht um die Familie, eigentlich um mehrere Familien, alle zerbrochen. Sam hasst seinen Vater, dieser führt ein tristes Leben, seine Ex-Frau Robin ist ebenfalls unzufrieden mit ihrem neuen Eheleben, alle sind zu Beginn des Films unglücklich, keiner ist zufrieden mit seinem Leben.
Doch mit Fortdauer des Films lernen alle Beteiligten aufeinander zuzugehen und Verständnis für einander zu zeigen. Der scheinbar gefühlstote Sam entwickelt Liebe zu seinem Vater und zu Alyssa, auch Robin sehnt sich zurück nach den wenigen glücklichen Jahren mit George.
Trotz der Einfachheit seiner Geschichte und lauter bekannter Elemente kann „Life as a house“ einfach überzeugen. Warum ist schwer zu sagen, aber die dramatische Geschichte, eingetaucht in teils wunderschöne Bilder aus der Kamera von Vilmos Zsgimond („Der Geist und die Dunkelheit“), rührt den Zuschauer, wie nicht jeder Film des Genres.
Vor allem die Darsteller (bis in die kleinsten Nebenrollen) können vollauf überzeugen. Von Kevin Kline weiß man, dass er ein großartiger Darsteller ist, hier kann man es noch einmal mit eigenen Augen sehen. Hayden Christensen, der nach seiner Leistung als Anakin Skywalker viel Kritik einstecken musste, kann hier zeigen, dass er ein großartiger Darsteller ist. Den verbitterten Sam könnte man kaum besser spielen, als er es macht. Auch die restliche Darstellerriege ist einfach großartig.
So bleibt wenig negatives über. Man kann dem Film nur gegenüber halten, dass er am Ende doch deutlich zu dick aufträgt. Warum Josh, dann noch mit der Mutter seiner Freundin ins Bett steigen muss und dass das gebaute Haus dann für eine Frau gedacht ist, die von Georges Vater zur Waisen und zum Krüppel gemacht wurde, ist dann etwas zu viel des guten. Dazu noch die völlig überzogene Wendung, dass gerade der kritische Nachbar, der das Bauprojekt stoppen will, bei Sams einmaliger Arbeit als Stricherjunge sein Kunde war und aus Angst vor einer Entdeckung seiner homoerotischen Neigungen, dann doch den Hausbau absegnet. Ein paar kitschige Wendungen hätte man beruhigt auslassen können.
Nichtsdestotrotz vermag der Film zu überzeugen, zu gefallen und vor allem emotional zu berühren. Acht von zehn Punkten!
D V D
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Technische Informationen:
Bildformat: 1,85 : 1 (laut Cover)
Tonformat: DD 5.1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras:
- Audiokommentar
- Original-Dokumentation: \"Character Building: Inside Life As A House\" und \"From The Ground Up\"
- Nicht verwendete Szenen
- Stab und Besetzung
- Trailer
Die DVD hat leider einige Schwächen aufzuweisen. Das Bild ist für eine DVD dieses noch recht neuen Alters eine Frechheit. Das Bild ist mehrmals sehr unscharf und gelegentlich trübt auch deutlich sichtbares Rauschen den Genuss. Der Clou des ganzen ist es aber, dass man den Film nicht im Original Bildformat von 2,35 : 1 belassen hat. Bei den Extras kann man das volle Bild bewundern (dort im 2,35 : 1), beim Film fehlt an den Kanten etwas. Ärgerlich und unverständlich. Immerhin ist es nicht ganz so schlimm, wie man laut DVD-Cover annehmen könnte. Lauf OFDB ist das Bildformat 2,10 : 1 und nicht wie auf dem Cover angegeben 1,85 : 1 was auch ungefähr hinkommen müsste.
Der deutsche Ton kann dagegen vollauf überzeugen, doch auch hier glänzt die Medaille nicht komplett. Der deutsche Ton ist zwar in Ordnung, aber der englische ist dafür deutlich schwächer und oftmals sehr dumpf.
Deutlich besser als die technische Umsetzung, sind die Extras der DVD. Hier bietet Warner doch etwas mehr als die übliche Standardkost. Es gibt einen Audiokommentar mit Regisseur und Produzent Irwin Winkler, Produzent Rob Cowan und Drehbuchautor Mark Andrus. Pluspunkte gibt es erst einmal dafür, dass der Audiokommentar deutsch untertitelt ist, aber auch der Inhalt kann Pluspunkte einfahren. Der Audiokommentar gehört sicher nicht zu den besten auf DVD gepressten Audiokommentaren, die drei Erzähler können aber mit einigen Hintergründen zu den Dreharbeiten den interessierten Zuhörer begeistern. Noch interessanter sind aber Hinweise auf subtile Andeutungen in einigen Szenen, die man so beim „normalen“ Filmgenuss zum Großteil sicher nicht sieht. Interessant auch die Tatsache, dass der im Sommer spielende Streifen im kalten Winter gedreht wurde, was bei Aufnahmen mit freiem Oberkörper zu starker physischer Belastung von Kevin Kline und Hayden Christensen führte.
Auf der DVD befinden sich des weiteren zwei Original Dokumentationen. \"Character Building: Inside Life As A House\" ist eigentlich ein Making-Of und vermittelt interessante Eindrücke von den Dreharbeiten, garniert mit Interviews mit den Beteiligten. Erfreulich, dass die gegenseitigen Lobhudeleien noch in einen erträglichen Maß bleiben. \"From The Ground Up\" beschäftigt sich mit dem Bau des Sets. Die ganze noble Wohngegend in der Georges Haus entstehen soll, wurde extra für den Film gebaut und dieses Making-Of beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Bau dieser Umgebung und natürlich mit dem Bau von Georges Haus.
Auf der DVD befinden sich auch vier entfallene Szenen, wobei zwei eigentlich identisch sind. Ein Schauspieler (William Russ) hatte nur einen Unfall und deswegen musste er ausgetauscht werden und diese Szene noch einmal neu mit einem anderen Schauspieler (Scott Bakula) gedreht werden. Die rund vier Minuten lange Szene wurde dann am Ende gestrichen, da sie den Machern des Films zu viel über die Hintergründe der Personen erklärt. Eigentlich schade, da diese Szene ganz gut in den Film gepasst hätte. Nun befindet sie sich zweimal, von den Dialogen nur leicht verändert, einmal mit Russ und einmal mit Bakula bei den entfallenen Szenen auf der DVD. Bei den anderen beiden Szenen (wobei die zweite von diesen sogar eigentlich noch einmal zwei einzelne Szenen sind), haben die Produzenten recht, dass diese Szenen eher unnötig waren. Lobenswert ist es aber bei diesen Deleted Scenes, dass man diese einmal „normal“ anschauen kann und einmal mit dem Audiokommentar von Winkler, Cowan und Andrus.
Etwas enttäuschend ist die Auflistung von Stab und Besetzung, denn Textinfos zu den einzelnen Mitgliedern der Crew sind Fehlanzeige. Stattdessen sieht man einfach nur eine Übersicht über die wichtigsten Mitwirkenden (wobei Ian Somerhalder komischerweise bei der Besetzung nicht aufgeführt ist und unwichtigere Nebenrollen dagegen schon). Nicht fehlen darf natürlich ein Trailer, hier ist es der US-Kinotrailer.
Trotz der recht guten Extras kann die DVD insgesamt aber nicht überzeugen, was an dem schlechten Bildformat und der schlechten Bildqualität liegt
F A Z I T
°°°°°°°°°°°°°°°
„Life as a house“ ist auf jeden Fall ein sehenswerter Streifen, den man sich unbedingt mal ansehen sollte. Im großen und ganzen ist die DVD in Ordnung, das schlechte Bild und die nicht so gute englische Tonspur sollten aber des englisch mächtigen Cineasten auf jeden Fall die Überlegung wert sein, vielleicht doch auf die US-DVD zurückzugreifen.
Film: 8 von 10 Punkten!
DVD: 1,5 von 5 Punkten!
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Gesamt: 6 Punkte auf meiner 10er Skala!
D A T E N
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Titel Deutschland: Das Haus am Meer
Originaltitel: Life as a house
Genre: Drama
USA 2001, FSK 6, Laufzeit: 125 Minuten
Darsteller: Kevin Kline (George Monroe), Kristin Scott Thomas (Robin Kimball), Hayden Christensen (Sam Monroe), Jena Malone (Alyssa Beck), Mary Steenburgen (Colleen Beck), Mike Weinberg (Adam Kimball), Scotty Leavenworth (Ryan Kimball), Ian Somerhalder (Josh), Jamey Sheridan (Peter Kimball), Scott Bakula (Officer Kurt Walker), Sam Robards (David Dokos), John Pankow (Bryan Burke)
Regie: Irwin Winkler
Produzenten: Rob Cowan, Irwin Winkler
Drehbuch: Mark Andrus
Musik: Mark Isham
Kamera: Vilmos Zsigmond
Schnitt: Julie Monroe
W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0264796/
Online Filmdatenbank: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=15217
© Björn Becher 2003
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