Das schwarze Reptil (DVD) Testbericht

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ab 26,66
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

„Da wo sie alle liegen.“

4
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

Atmosphäre, Darsteller, Story an sich, legt mehr Gewicht auf Charakter statt auf Blutrausch

Kontra:

gewisse Logiklöcher

Empfehlung:

Ja

Publikationen aus dem Jahre 1966, die obendrein in der Reihe der „Hammer Edition“ erscheinen, bestechen kaum ähnlicher Natur, wie es die neumodischen Action-Spektakel zu tun verstehen. Das Grauen, auf welches Regisseur John Gilling setzte, ist vollends ruhigerer Art, während die Spezialeffekte hinsichtlich der heutigen Zeit kaum jene Titulierung verdient hätte. Nichtsdestominder gestaltet sich

ldquo;Das schwarze Reptil&ldquo meiner Meinung nach als beinahe durchgehend spannend ~ wenngleich ich kurioserweise anmerken muss, dass die Spannung stetig fällt, nachdem man die eigentliche Bedrohung einmal zu Gesicht bekommen hat. Ich kann gar nicht sagen, woran genau dies liegt... doch so sehr und zugleich zaghaft auf die Enthüllung hingearbeitet wurde, so sehr erwartet man vermutlich einen großartigen Showdown; der schlicht und ergreifend nur bedingt funktionieren will und sich darüber hinaus zwei grobe Logikpatzer erlaubt.

Bis dahin war ich durchweg gefesselt, kann man hier wunderbar mitgrübeln, warum sämtliche Bewohner von Cornwall so überaus ablehnend Harry Spalding (Ray Barrett gegenüber reagieren. Dieser zieht mitsamt seiner entzückenden Ehefrau Valerie (Jennifer Daniel) in das Haus Oakley Court, welches er von seinem jüngst verstorbenen Bruder geerbt hat.

Einzig und allein der Kneipenbesitzer Tom Bailey (Michael Ripper) scheint den Fremden gegenüber ein wenig aufgeschlossener zu sein, reagiert explizit auf die Fragen nach den mysteriösen Toden diverser Einwohner jedoch ebenso abweisend. Die Geschichte um den sog. „schwarzen Tod“ geht, der scheinbar wahllos wie blitzschnell zuschlägt, erzählt der verschrobene Spinn-Peter (John Laurie) dem Ehepaar, kurz bevor diese gezwungen werden, sämtliche Ausführungen zu glauben.

Um die Atmosphäre noch etwas rätselhafter zu gestalten, legt überdies Dr. Franklyn (Noel Willman) ein überaus seltsames Verhalten an den Tage. Somit liegt auf der Hand, dass Valerie der eindringlichen Bettelei seitens Dr. Franklyns Tochter Anna (Jaqueline Pearce), zum Abendessen zu erscheinen, nachkommen mag.

Dort spitzt sich die beklemmende Stimmung weiterhin zu....

===Die Umsetzung=== bedient diverser Klischees, die man in solchen Filmen zeitgleich nicht vermissen mag. Ein achtsam hervorgebrachtes

„Gehen Sie weg von der Tür!

Zieht genau das nach sich, was der Zuschauer hier erwartet. Bamm-bamm-tot ist der gute Mann, der nicht hören wollte ~ und seitens der Maske entsetzlich (schlecht) geschminkt. Erst dann startet der eigentliche Film, der mich wie bereits erwähnt ad hoc in seinen Bann zog.

Deutlich ist inmitten von „Das schwarze Reptil“ zu spüren, dass es den Machern nicht um eine möglichst häufige Bilderfolge des unvermeidlichen Monsters ging; sondern diese stattdessen auf Charakteraufbau, entsprechendes Ambiente, mysteriöse wie schrullige Personen, denkwürdige Wendungen und vor allem Raffinesse setzte.

Die Story an sich wurde meines Empfindens nach sehr spannend aufgebaut und kommt durch die Bank ohne blutige oder brutale Effekte aus. Immerfort finden sich diverse Andeutungen auf ein dunkles Geheimnis ~ besonders hervorzuheben in diesem Zusammenhang, dass der Zuschauer lange Zeit nicht wirklich sagen kann, von wem genau die Bedrohung ausgehen mag.

Ohne allzu viele Details zu offenbaren, versuche ich trotzdem auszuführen, dass der etwas dicke Fauxpas, sämtliche Figuren, die mit dem „schwarzen Tod“ in Kontakt geraten, binnen weniger Momente dahinsiechen zu lassen und somit im weiteren Verlauf eine etwas zuuuuuuuuuuuu unwahrscheinliche Wendung zu präsentieren, ein wenig den Filmgenuss schmälert. Von Glaubwürdigkeit kann man in der Tat nur bedingt sprechen, sofern der jeweilige Gucker über alles andere als ein bodenständiges Gemüt verfügt.

Weiterhin mag man im Finale, welches das Tempo anzuziehen versucht, gleich zweimal über das Wunder von „Sesam öffne dich“ staunen.... zu meiner persönlichen Freude hingegen wird das Katzerl zu guter Letzt gerettet, so dass ich insgesamt betrachtet nicht so streng mit „Das schwarze Reptil“ sein mag. Macht im Grunde genommen keinen wirklichen Sinn im kritischen Hinblick.... zweifellos lassen sich die Werke von anno dazumal kaum in die gleiche Waagschale legen, wie ich persönlich es bei sonstigen Gruselschockern zu tun gedenke.

===Die DVD selbst=== verfügt über einen kleinen '''Inlayer der sich als durchaus lesenswert erwies. Hier wird unter anderem auf den Umstand der etwas behelfsmäßig angebrachten Maske eingegangen, während der potentiell Interessierte noch weitere Einblicke erhaschen darf.

Das Bonusmaterial an sich klingt umfangreich, dauert alles zusammengenommen indes gerade mal eine halbe Stunde. Die '''trailer''' und '''TV-Spots''' sind meines Erachtens nach einen Blick wert, während ich auf die '''Bildergalerie''' komplett verzichtet habe. Die sog. '''Dokumentation World of Hammer''' bietet einen ca. 25minütigen Zusammenschnitt diverser Produktions-Werke und versetzt den Zuschauer in eine nahezu nostalgische Stimmung.

Hinsichtlich '''Bild und Ton''' muss man naturgemäß kleine Abstriche machen, was die Bildqualität anbelangt, kann meiner Ansicht nach allerdings nicht ernsthaft meckern wollen. Durch einen Blick auf den trailer ist zudem erkennbar, dass die Beschaffenheit zweifellos überarbeitet wurde.

Die '''FSK16 Freigabe''' der mir vorliegenden DVD ist meiner Vermutung nach sicherlich inzwischen strittig; dennoch halte ich es für nahezu unvorstellbar, dass jüngere Zuschauer überhaupt Gefallen an dieser Art Filmkunst finden würden. So traurig dies fürwahr auch sein mag.

===Summa summarum=== stellt „Das schwarze Reptil“ kein absolutes Highlight dar, welches ein jeder unbedingt einmal gesehen haben muss. Auffällig dennoch, wie sorgsam in diesem Fall die Darsteller ausgewählt wurden, während es bei viel zu vielen neueren Werken den Anschein erweckt, dass die sog. Schauspieler bereits mitwirken durften, sobald sie einen Text ablesen durften.
Inmitten von „Das schwarze Reptil“ überzeugt jeder noch so kleine Auftritt, so dass die Atmosphäre insgesamt sehr stimmig und glaubhaft rüberkommt.

Die „Auflösung“ mag nicht jedermanns Fall sein, erscheint auch mir ein wenig zu nebensächlich hervorgebracht; hinterlässt andererseits zugleich den Eindruck, dass es genauso sein musste, um dem Szenario nicht die entstehende Stimmung zu schmälern.

Daran, wie flott seinerzeit der Abspann, der im Grunde genommen nicht einmal einer ist (statt der heutigen ellenlangen herunterlaufenden Liste gibt’s hier nur ein eingeblendetes Textfeld über der Schlussaufnahme), sodann erfolgt, muss auch ich mich noch gewöhnen ~ der langsame Ausklang ist somit genauso verloren wie die filmische Notwendigkeit eines Schlüssels, um diverse Türen zu öffnen.

Dank der vorgenannten Kritikpunkte reicht es somit lediglich für 4 Sternchen nebst einer Neutralitätsempfehlung für entsprechende Genre-Fans.

15 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    11.04.2013, 15:03 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Prima vorgestellt. Würde mich freuen, wenn du auch bei mir mal vorbei schaust. GLG =)

  • bella.17@live.de

    11.04.2013, 13:13 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle.

  • mausi1972

    11.04.2013, 12:58 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße Marion