Der Herr der Ringe - Die zwei Türme (VHS) Testbericht
ab 22,48 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Erfahrungsbericht von magnifico
Tolkien würde sich auch diesen Film ansehen
Pro:
gelungene Umsetzung, Spannung bleibt ununterbrochen erhalten
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Dass Trilogien sich auch für die Kinoleinwand eignen, ist spätestens sei „Star Wars“, Episode I und II, hinreichend bekannt. Dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass gerade der zweite Teil, das „Mittelstück“, in derartiger Qualität, inhaltlicher wie auch darstellerischer, präsentiert wird, wie es bei „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ der Fall gewesen ist. Hier haben sich die Produzenten wie auch das Regieteam einmal mehr ein Denkmal gesetzt, das zudem in keiner Weise im Schatten des ersten Denkmals zu dem Film „Die Gefährten“ steht.
Der Inhalt des Films entspricht, grob umrissen, dem zweiten Teilband der Tolkien-Saga. Während Frodo und Sam mit Smeagel im Anhang bzw. im Schlepptau desselben nach Mordor unterwegs sind und Gandalf, der ehemals als „der Graue“ im Kampf gegen den Balrog in den Minen von Moria gefallen und als „der Weiße“ zurückgekehrt ist, in Rodan, der Heimat der Pferdeherren, für Ordnung sorgt, bereitet Saruman als Oberer des Ordens der Istaii, einen riesigen Feldzug gegen Rodan vor, angetrieben von Sauron selbst, dem er durch einen der „sehenden Steine“, der Palatriel, zu Gehorsam verfallen ist.
Der Film ist eine Faszination in verschiedener Hinsicht, da nicht nur die Atmosphäre, die Tolkien zwischen die Zeilen seines Romans gewebt hat, auch im Kinosaal bzw. zu Hause über dem Fernsehsessel sich ausbreitet, sondern auch dieses Mal der Ernst der Auseinandersetzung zwischen „Licht“ und „Schatten“ unmittelbar neben Situationskomik und Humoristik agieren. Auf der einen Seite sind es Pippin und Merry, die beiden Hoppits, die, ausgezogen aus dem Auenland im Gefolge der Gefährten, von Orks ergriffen und verschleppt werden und um deren (Über)Leben der Zuschauer bangt, zum andere amüsiert, eingeschoben durch entsprechende Szenenwechsel, das ständige Grummeln von Gimli, dem Zwerg, der sich über so gut wie alles beschwert, was Legolas, der Elf, vorschlägt oder umsetzt.
Doch auch Dramatik und Dramaturgie kommen längst nicht zu kurz, so etwa die unerwartete Konfrontation der drei verbliebenen Gefährten, Aragorn, Legolas und Gimli, im Wald von Fangorn mit dem „weißen Zauberer“, in dem die drei zunächst ihren Feind Saruman zu erkennen glauben, bis ihnen überraschend Gandalf gegenüber tritt. Ebenso in Rodan bzw. Helms Klamm, wohin sich König und Volk von Rodan vor den aufmarschierenden Orktruppen verschanzen und in dem König Theodil mit dem Schicksal hadert.
Beeindruckend ist dabei unter anderem der unerwartete Einmarsch der Elfen, die, als in Helms Klamm die Hoffnung längst geschwunden ist und der alles vernichtende Angriff von Sarumans Orks erwartet wird, aufmarschieren, um, wie Galadriel es ausdrückt, „(...) ein Bündnis, das vor langer Zeit geschlossen worden ist, zu erneuern (...)“. Die Szene hat durchaus etwas Ergreifendes, da auch die Musik, die passend hierzu gespielt wird, einem kalte Schauer über den Rücken jagt.
An Spezialeffekten, etwa bei den Ents, den Baumhirten, wurde auch dieses Mal nicht gegeizt, wobei der Film seine Qualität glücklicherweise nicht nur dem oppulenten Einsatz derselben verdankt. Vielmehr sind es auch die schauspielerischen Talente von Frodo, Sam oder Smeagel, die auch aus diesem Teil-Epos ein Werk machen, das man sich gerne mehrfach ansieht. Zwar gibt es den ein oder anderen Bruch, inhaltlicher Art wie auch gegenüber der Romanvorlage, doch ist das längst kein Abbruch hinsichtlich des Filmgenusses selbst.
Ob es erforderlich ist, den Roman vor dem Filmgenuss zu lesen – dann sollte man sich besser auf eine längere Verschiebung nach hinten einstellen, denn obgleich Tolkien keineswegs in kafkaesken Ausführungen seine Saga ausgebreitet hat, bereitet bei der literarischen Darbietung der häufige Handlungs- und Szenenwechsel doch einige Probleme – kann ich insoweit nicht abschließend beurteilen, als ich den Roman zweimal, allerdings Jahre vor Teil I, gelesen habe. Ich denke, man kann allerdings durchaus auch ohne Kenntnis des Romans in den Film „einsteigen“, nur sollte man auf jeden Fall Teil I, „Die Gefährten“, nicht erst nach „Die zwei Türme“, Teil II, ansehen, da anderenfalls nicht nur der inhaltliche Zusammenhang und die Spannung verloren gehen, sondern auch die wahre Komplexität von Tolkiens Werk schwindet.
Der Inhalt des Films entspricht, grob umrissen, dem zweiten Teilband der Tolkien-Saga. Während Frodo und Sam mit Smeagel im Anhang bzw. im Schlepptau desselben nach Mordor unterwegs sind und Gandalf, der ehemals als „der Graue“ im Kampf gegen den Balrog in den Minen von Moria gefallen und als „der Weiße“ zurückgekehrt ist, in Rodan, der Heimat der Pferdeherren, für Ordnung sorgt, bereitet Saruman als Oberer des Ordens der Istaii, einen riesigen Feldzug gegen Rodan vor, angetrieben von Sauron selbst, dem er durch einen der „sehenden Steine“, der Palatriel, zu Gehorsam verfallen ist.
Der Film ist eine Faszination in verschiedener Hinsicht, da nicht nur die Atmosphäre, die Tolkien zwischen die Zeilen seines Romans gewebt hat, auch im Kinosaal bzw. zu Hause über dem Fernsehsessel sich ausbreitet, sondern auch dieses Mal der Ernst der Auseinandersetzung zwischen „Licht“ und „Schatten“ unmittelbar neben Situationskomik und Humoristik agieren. Auf der einen Seite sind es Pippin und Merry, die beiden Hoppits, die, ausgezogen aus dem Auenland im Gefolge der Gefährten, von Orks ergriffen und verschleppt werden und um deren (Über)Leben der Zuschauer bangt, zum andere amüsiert, eingeschoben durch entsprechende Szenenwechsel, das ständige Grummeln von Gimli, dem Zwerg, der sich über so gut wie alles beschwert, was Legolas, der Elf, vorschlägt oder umsetzt.
Doch auch Dramatik und Dramaturgie kommen längst nicht zu kurz, so etwa die unerwartete Konfrontation der drei verbliebenen Gefährten, Aragorn, Legolas und Gimli, im Wald von Fangorn mit dem „weißen Zauberer“, in dem die drei zunächst ihren Feind Saruman zu erkennen glauben, bis ihnen überraschend Gandalf gegenüber tritt. Ebenso in Rodan bzw. Helms Klamm, wohin sich König und Volk von Rodan vor den aufmarschierenden Orktruppen verschanzen und in dem König Theodil mit dem Schicksal hadert.
Beeindruckend ist dabei unter anderem der unerwartete Einmarsch der Elfen, die, als in Helms Klamm die Hoffnung längst geschwunden ist und der alles vernichtende Angriff von Sarumans Orks erwartet wird, aufmarschieren, um, wie Galadriel es ausdrückt, „(...) ein Bündnis, das vor langer Zeit geschlossen worden ist, zu erneuern (...)“. Die Szene hat durchaus etwas Ergreifendes, da auch die Musik, die passend hierzu gespielt wird, einem kalte Schauer über den Rücken jagt.
An Spezialeffekten, etwa bei den Ents, den Baumhirten, wurde auch dieses Mal nicht gegeizt, wobei der Film seine Qualität glücklicherweise nicht nur dem oppulenten Einsatz derselben verdankt. Vielmehr sind es auch die schauspielerischen Talente von Frodo, Sam oder Smeagel, die auch aus diesem Teil-Epos ein Werk machen, das man sich gerne mehrfach ansieht. Zwar gibt es den ein oder anderen Bruch, inhaltlicher Art wie auch gegenüber der Romanvorlage, doch ist das längst kein Abbruch hinsichtlich des Filmgenusses selbst.
Ob es erforderlich ist, den Roman vor dem Filmgenuss zu lesen – dann sollte man sich besser auf eine längere Verschiebung nach hinten einstellen, denn obgleich Tolkien keineswegs in kafkaesken Ausführungen seine Saga ausgebreitet hat, bereitet bei der literarischen Darbietung der häufige Handlungs- und Szenenwechsel doch einige Probleme – kann ich insoweit nicht abschließend beurteilen, als ich den Roman zweimal, allerdings Jahre vor Teil I, gelesen habe. Ich denke, man kann allerdings durchaus auch ohne Kenntnis des Romans in den Film „einsteigen“, nur sollte man auf jeden Fall Teil I, „Die Gefährten“, nicht erst nach „Die zwei Türme“, Teil II, ansehen, da anderenfalls nicht nur der inhaltliche Zusammenhang und die Spannung verloren gehen, sondern auch die wahre Komplexität von Tolkiens Werk schwindet.
Bewerten / Kommentar schreiben