Erfahrungsbericht von SVoigt3000
Ich war mir einen wixxen - mit 4 Freunden...
Pro:
Gute Schauspieler, sehr lustiger Film...
Kontra:
Nach mehrmaligem Sehen wird der Film schnell langweilig
Empfehlung:
Ja
Okay, die Überschrift ist vielleicht etwas zweideutig. Der Kinofilm, den ich gesehen habe heisst nämlich „Der Wixxer“. Klingt nach Klamauk – ist es auch. Aber manchmal will man ja auch komplett Abschalten und sich einfach unterhalten lassen.
-----STORY:-----
Zwei ostdeutsche Touristen – Doris und Dieter Dubinski (Anke Engelke und Olli Dietrich) – verirren sich in einem Wald bei London und stehen urplötzlich vor BlackWhite-Castle. Dort werden sie von einem mysteriösen „Mönch mit der Peitsche“ bedroht der aber, kurz bevor er die Touristen umbringen kann, selbst getötet wird. Kurz danach wird dann auch noch Doris Dubinski entführt und schnell wird es klar: Der WiXXer hat wieder zugeschlagen...
Scotland Yard setzt die beiden Polizisten Even Longer (Oliver Kalkofe) und Very Long (Bastian Pastewka) auf den Fall an. Alle Spuren führen nach BlackWhite-Castle, wo der Earl of Cockwood (Thomas Fritsch) eine Mopszucht betreibt. Aber das ist nur die legale Fassade: In Wirklichkeit schmuggelt der Earl Girl Groups und verdient damit gutes Geld. Ob die beiden Scotland Yard-Polizisten hinter sein Geheimnis kommen?
-----KOMMENTAR:-----
Oliver Kalkofe wird vielen von „Kalkofes Mattscheibe“ bekannt sein. Das ist seine TV-Sendung, in der er – früher bei Premiere und jetzt bei Pro7 – andere Fernsehsendungen durch den Kakao zieht und dafür unter anderem den Grimme Preis gewonnen hat. Als ich hörte, dass er einen Kinofilm – und dann noch eine Persiflage auf Edgar Wallace-Filme – gedreht hat, war ich sofort begeistert. Und Kalkofe war nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Drehbuchautor (zusammen mit Bastian Pastewka und Oliver Welke) und ausführender Produzent an dem Projekt beteiligt. Herausgekommen ist nun also „Der WiXXer“ in Anlehnung an den Wallace-Film „Der Hexer“.
Und was erwartet den Kinobesucher nun? Eine Mischung aus dem schrägen Humor von „Der Schuh des Manitu“ und einer Persiflage von verschiedensten Filmen, ähnlich wie bei der „Scary Movie“-Reihe. Schön ist, dass hier zwar an vielen Stellen der in Deutschland leider zu beliebte Humor vorkommt, der unter der Gürtellinie anzusiedeln ist, aber eben auch dieser trashige Humor, mit dem andere Filme auf die Schippe genommen werden. Da wären also zum Beispiel auf der einen Seite die Namen der Figuren des Filmes, die in vielen Fällen irgendwie mit dem männlichen Geschlechtsteil zu tun haben: „Very Long“, „Even Longer“, Earl of Cockwood“ um nur einige Beispiele zu nennen. Auf der anderen Seite sind dann wieder Szenen zu finden, die einfach nur Fehler, Charakteristika und Macken anderer Filme beleuchten und aufzeigen. Da wäre Even Longer, der am Anfang des Filmes total versifft und betrunken in seinem Wagen liegt und schläft. Das gepaart mit seiner schmutzigen beigefarbenen Jacke lässt kaum übersehen, dass hier auf „Schimanski“, den Tatort-Rüpel, gespielt von Götz George, angespielt wird.
Schauspielerisch kann man hier eigentlich auch nur viel Lob zollen. Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Olli Dietrich und Anke Engelke spielen ihre Rollen genau so schräg, wie es der Film verlangt. Es ist einfach köstlich, den Schauspielern zuzuschauen. Großer Lob geht aber auch an Tanja Wenzel, die eine junge und hübsche Frau in Cockwoods Villa spielt. Die Schauspielerin wird vielen vielleicht aus der Daily Soap „Verbotene Liebe“ bekannt sein. Sie kann aber scheinbar mehr, als zwischen Laiendarstellern täglich irgendeine Rolle zu spielen. Ich wäre nicht überrascht, sie weiterhin auf der großen Leinwand zu sehen. Zu Schauspielern wie Thomas Fritsch und Wolfgang Völz muss man ja nicht mehr viel sagen. Sie sind aus Film und Fernsehen bekannt und spielen auch die Rollen in „Der Wixxer“ sehr gut, überzeugend und – was auch sonst? - total schräg. Da fällt besonders Wolfgang Völz als Butler Hatler, der sehr stark an Adolf Hitler erinnert, auf, der mit selten offenen Anspielungen auf das dritte Reich und den zweiten Weltkrieg („Sie sehen aus, als wären Sie von einem russischen Späh-Panzer überrollt worden.“) für die meisten und lautesten Lacher sorgt.
Und auch das macht „Der Wixxer“ so sehenswert. Wir deutschen können wohl doch offen und vor allem mit viel Humor mit den dunklen Kapiteln unserer Geschichte umgehen. Und im Kinosaal hat sich niemand geschämt, bei diversen Hitler-Witzen lauthals zu lachen. Oder liegt das nur daran, dass es im Kino dunkel ist und niemand genau weiss, wer da nun lacht? Ich glaube nicht. Gerade diese Hatler-Figur hat es mir angetan und ist saukomisch.
Trotz all dieser Lobeshymnen vergebe ich nicht die Topbewertung. Warum das? Der Film hat leider auch einige Schwächen. Da wär zum Beispiel die Handlung, die sehr flach ist, falls man sie überhaupt finden kann. Der Film wirkt nicht ganz so sehr wie eine lose Aneinanderreihung von lustigen Szenen wie es bei „Scary Movie“ immer der Fall ist, aber trotzdem ist die Handlung mehr als dürftig. Aber das allein wäre ja noch nicht so wild. In einer Slapstick-Komödie wie dieser erwartet ja schließlich niemand tiefgreifende Handlungen und Dialoge. Schlimmer ist allerdings, dass der Abnutzungseffekt solcher Filme sehr stark ist. Einmal ansehen ist sehr lustig, zweimal auch, aber danach werden solche Filme langweilig. So ist es mit „Der Wixxer“ sicher auch, denn wenn man erstmal die Pointen kennt, ist der Reiz des Filmes dahin. Und viele Pointen kann man auch schon beim ersten Anschauen erraten, da die Art und Weise der Witze einfach sehr vorhersehbar ist.
-----FAZIT:-----
Ein absolut lustiger Film, den man sich ansehen muss, wenn man mal ordentlich lachen möchte. Wer „Scary Movie“ mag, wird „Der Wixxer“ mögen und wer für alle, die Edgar Wallace-Filme kennen, ist der Kinobesuch sowieso Pflicht.
-----STORY:-----
Zwei ostdeutsche Touristen – Doris und Dieter Dubinski (Anke Engelke und Olli Dietrich) – verirren sich in einem Wald bei London und stehen urplötzlich vor BlackWhite-Castle. Dort werden sie von einem mysteriösen „Mönch mit der Peitsche“ bedroht der aber, kurz bevor er die Touristen umbringen kann, selbst getötet wird. Kurz danach wird dann auch noch Doris Dubinski entführt und schnell wird es klar: Der WiXXer hat wieder zugeschlagen...
Scotland Yard setzt die beiden Polizisten Even Longer (Oliver Kalkofe) und Very Long (Bastian Pastewka) auf den Fall an. Alle Spuren führen nach BlackWhite-Castle, wo der Earl of Cockwood (Thomas Fritsch) eine Mopszucht betreibt. Aber das ist nur die legale Fassade: In Wirklichkeit schmuggelt der Earl Girl Groups und verdient damit gutes Geld. Ob die beiden Scotland Yard-Polizisten hinter sein Geheimnis kommen?
-----KOMMENTAR:-----
Oliver Kalkofe wird vielen von „Kalkofes Mattscheibe“ bekannt sein. Das ist seine TV-Sendung, in der er – früher bei Premiere und jetzt bei Pro7 – andere Fernsehsendungen durch den Kakao zieht und dafür unter anderem den Grimme Preis gewonnen hat. Als ich hörte, dass er einen Kinofilm – und dann noch eine Persiflage auf Edgar Wallace-Filme – gedreht hat, war ich sofort begeistert. Und Kalkofe war nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Drehbuchautor (zusammen mit Bastian Pastewka und Oliver Welke) und ausführender Produzent an dem Projekt beteiligt. Herausgekommen ist nun also „Der WiXXer“ in Anlehnung an den Wallace-Film „Der Hexer“.
Und was erwartet den Kinobesucher nun? Eine Mischung aus dem schrägen Humor von „Der Schuh des Manitu“ und einer Persiflage von verschiedensten Filmen, ähnlich wie bei der „Scary Movie“-Reihe. Schön ist, dass hier zwar an vielen Stellen der in Deutschland leider zu beliebte Humor vorkommt, der unter der Gürtellinie anzusiedeln ist, aber eben auch dieser trashige Humor, mit dem andere Filme auf die Schippe genommen werden. Da wären also zum Beispiel auf der einen Seite die Namen der Figuren des Filmes, die in vielen Fällen irgendwie mit dem männlichen Geschlechtsteil zu tun haben: „Very Long“, „Even Longer“, Earl of Cockwood“ um nur einige Beispiele zu nennen. Auf der anderen Seite sind dann wieder Szenen zu finden, die einfach nur Fehler, Charakteristika und Macken anderer Filme beleuchten und aufzeigen. Da wäre Even Longer, der am Anfang des Filmes total versifft und betrunken in seinem Wagen liegt und schläft. Das gepaart mit seiner schmutzigen beigefarbenen Jacke lässt kaum übersehen, dass hier auf „Schimanski“, den Tatort-Rüpel, gespielt von Götz George, angespielt wird.
Schauspielerisch kann man hier eigentlich auch nur viel Lob zollen. Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Olli Dietrich und Anke Engelke spielen ihre Rollen genau so schräg, wie es der Film verlangt. Es ist einfach köstlich, den Schauspielern zuzuschauen. Großer Lob geht aber auch an Tanja Wenzel, die eine junge und hübsche Frau in Cockwoods Villa spielt. Die Schauspielerin wird vielen vielleicht aus der Daily Soap „Verbotene Liebe“ bekannt sein. Sie kann aber scheinbar mehr, als zwischen Laiendarstellern täglich irgendeine Rolle zu spielen. Ich wäre nicht überrascht, sie weiterhin auf der großen Leinwand zu sehen. Zu Schauspielern wie Thomas Fritsch und Wolfgang Völz muss man ja nicht mehr viel sagen. Sie sind aus Film und Fernsehen bekannt und spielen auch die Rollen in „Der Wixxer“ sehr gut, überzeugend und – was auch sonst? - total schräg. Da fällt besonders Wolfgang Völz als Butler Hatler, der sehr stark an Adolf Hitler erinnert, auf, der mit selten offenen Anspielungen auf das dritte Reich und den zweiten Weltkrieg („Sie sehen aus, als wären Sie von einem russischen Späh-Panzer überrollt worden.“) für die meisten und lautesten Lacher sorgt.
Und auch das macht „Der Wixxer“ so sehenswert. Wir deutschen können wohl doch offen und vor allem mit viel Humor mit den dunklen Kapiteln unserer Geschichte umgehen. Und im Kinosaal hat sich niemand geschämt, bei diversen Hitler-Witzen lauthals zu lachen. Oder liegt das nur daran, dass es im Kino dunkel ist und niemand genau weiss, wer da nun lacht? Ich glaube nicht. Gerade diese Hatler-Figur hat es mir angetan und ist saukomisch.
Trotz all dieser Lobeshymnen vergebe ich nicht die Topbewertung. Warum das? Der Film hat leider auch einige Schwächen. Da wär zum Beispiel die Handlung, die sehr flach ist, falls man sie überhaupt finden kann. Der Film wirkt nicht ganz so sehr wie eine lose Aneinanderreihung von lustigen Szenen wie es bei „Scary Movie“ immer der Fall ist, aber trotzdem ist die Handlung mehr als dürftig. Aber das allein wäre ja noch nicht so wild. In einer Slapstick-Komödie wie dieser erwartet ja schließlich niemand tiefgreifende Handlungen und Dialoge. Schlimmer ist allerdings, dass der Abnutzungseffekt solcher Filme sehr stark ist. Einmal ansehen ist sehr lustig, zweimal auch, aber danach werden solche Filme langweilig. So ist es mit „Der Wixxer“ sicher auch, denn wenn man erstmal die Pointen kennt, ist der Reiz des Filmes dahin. Und viele Pointen kann man auch schon beim ersten Anschauen erraten, da die Art und Weise der Witze einfach sehr vorhersehbar ist.
-----FAZIT:-----
Ein absolut lustiger Film, den man sich ansehen muss, wenn man mal ordentlich lachen möchte. Wer „Scary Movie“ mag, wird „Der Wixxer“ mögen und wer für alle, die Edgar Wallace-Filme kennen, ist der Kinobesuch sowieso Pflicht.
26 Bewertungen, 2 Kommentare
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22.05.2004, 13:18 Uhr von Salivan
Bewertung: sehr hilfreichIch habe schon viel Werbung über diesen Film gesehen und Dein Bericht ist wirklich klasse, doch ansehen werde ich mir den nicht, der geht nicht ganz in meine Richtung die ich mag. Gruß Salivan
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20.05.2004, 18:59 Uhr von Prisca
Bewertung: sehr hilfreichich werde mir den auf jeden Fall mal ansehen - habe früher die EW Filme mit Begeisterung verschlungen - und da ich mit solchen "Veräppelungen" sehr gut leben kann, wird das bestimmt ein Riesenspaß. P.
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