Die Farbe Lila (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2008
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Erfahrungsbericht von yerusha
"Wir singen, tanzen und schrein... weil wir geliebt sein wollen."
Pro:
tolles Epos
Kontra:
nix
Empfehlung:
Ja
Anmerkung: Mein Bericht bezieht sich lediglich auf die Video-Version des Films, aber leider hab ich nur diesen einen Eintrag bei Yopi gefunden. Ich kann aber nichts zum Extra-Material der DVD sagen, weil ich die DVD nicht kenne. Bitte berücksichtigt das bei Eurer Bewertung. Danke!
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Titel Deutschland: Die Farbe Lila
Titel USA: The Color Purple
Genre: Drama
Farbe, USA, 1985, FSK
Kino Deutschland:
Laufzeit Kino: 154 Minuten
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Darsteller:
Danny Glover .... Albert
Whoopi Goldberg .... Celie
Margaret Avery .... Shug Avery
Oprah Winfrey .... Sofia
Willard E. Pugh .... Harpo (as Willard Pugh)
Akosua Busia .... Nettie
Desreta Jackson .... Young Celie
Adolph Caesar .... Old Mister
Rae Dawn Chong .... Squeak
Dana Ivey .... Miss Millie
Leonard Jackson .... Pa
Bennet Guillory .... Grady
John Patton Jr. .... Preacher
Carl Anderson .... Reverend Samuel
Susan Beaubian .... Corrine
Regie: Steven Spielberg
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"Lieber Gott. Ich bin 14 Jahre alt. Ich bin immer ein gutes Mädchen gewesen. Vielleicht kannst du mir ein Zeichen geben. Lass mich wissen, was mit mir passiert. Eines Tages kommt unser Daddy zu mir und sagt: 'Du musst tun, was deine Mama nicht tun will' Und jetzt hab ich 2 Kinder von meinem Daddy gekriegt. Einen kleinen Jungen, der heisst Adam. Er hat ihn mir weggenommen, als ich geschlafen hab. Und kleines Mädchen die Olivia heisst. Die hat er mir aus den Armen gerissen."
Mit diesen Worten beginnt ein bewegendes, gefühlvolles Südstaatendrama um das Leben von Celie, einer jungen Schwarzen. Anfang des 20. Jahrhunderts wächst sie in einer Welt von Gewalt und Unterdrückung auf. Ihr Stiefvater mißbraucht sie, sie bekommt zwei Kinder von ihm, die er ihr entreißt und verkauft, um seine Taten zu verheimlichen.
Celie und ihre jüngere Schwester Nettie sind unzertrennlich. Eines Tages kommt der Farmer Albert Johnson zu Celies Stiefvater und möchte Nettie heiraten. Doch stattdessen verschachert dieser die ältere Celie an den gewalttätigen Mann. Da dieser ohnehin nur eine Mutter für seine Kinder und eine Putzfrau sucht, heiratet er Celie.
Von einer Gewaltbeziehung landet sie in der nächsten. Sie darf ihren Ehemann nur mit "Mister" anreden, wird wieder unterdrückt und gedemütigt.
"Celie! Mein Hunger braucht sein Essen, die Küche muss geputzt, die Kuh muss gemolken, mein Hemd muss geflickt werden. Meine Hose muss gestopft, meine Schuhe poliert und meine Kinder müssen gefüttert werden. Und bist du müde genug, steig ich auf dich drauf und verrichte mein Geschäft, noch bevor du Amen sagen kannst."
Weil Celie aus dem Haus ist, macht der Stiefvater sich nun über Nettie her, doch diese flieht zu ihrer Schwester. Doch als sie sich gegen einen sexuellen Übergriff durch "Mister" wehrt, prügelt dieser sie aus dem Haus. Von nun an steht Celie völlig allein da. Die Briefe ihrer Schwester Nettie werden von "Mister" abgefangen und vor ihr versteckt.
Jahre später bringt "Mister" auch noch seine langjährige Geliebte, Sängerin Shug Avery, ins Haus und verlangt von Celie, auch diese zu bekochen und zu versorgen. Doch Celie freundet sich mit Shug an. Durch sie lernt sie, sich selbst zu achten und sich gegen die Brutalität zur Wehr zu setzen. Sie verliebt sich in Shug und beginnt, sich von ihrem brutalen Ehemann zu emanzipieren.
Als Shug Jahre später ihre Koffer packt, um mit ihrer Band nach Chicago zu gehen, möchte Celie mitgehen, traut sich aber doch nicht ihren brutalen Ehemann zu verlassen.
Mitte der 30'er Jahre kehrt Shug, inzwischen verheiratet, zurück. Durch Zufall entdeckt sie einen Brief von Nettie, die über die ganzen Jahre hinweg nicht aufgegeben hat, ihrer Schwester Celie zu schreiben. Als Shug und Celie in einem Versteck die alten Briefe von Nettie entdecken, lodert Celies Haß richtig auf und sie überlegt, ihren Mann umzubringen. Shug kann sie noch davon abhalten; kurze Zeit später verläßt Celie nach all den Jahren der Peinigung endlich ihren Mann.
Als ihr Stiefvater stirbt, kann sie mit der Erbschaft ein neues Leben aufbauen. Als dann noch ihre Schwester Nettie, die mittlerweile verheiratet ist und Celies Kinder Adam und Olivia adoptiert hat, aus Afrika zu Besuch kommt, ist sie glücklich, ihre Familie wiedergefunden zu haben.
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Die Story ist so umfangreich, daß es schwer ist hier alles aufzuschreiben ohne den Rahmen zu sprengen. So habe ich jetzt zum Beispiel die ganze Geschicht um Sofia und Harpo komplett ausgelassen, ebenso wie weitere "Nebenkriegsschauplätze".
Dieser Film ist eine wirklich gelungene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Alice Walker. Eine komplexe Geschichte um Unterdrückung und Befreiung, eine Emanzipationsgeschichte, aber auch eine Geschichte um Rassenhaß und letztlich die Lebensgeschichte einer immer stärker werdenden Frau.
Zentral natürlich vor allem Whoopie Goldberg, die die erwachsene Celie spielt. Sie kann hier ihr ganzes Potential ausschöpfen und tut dieses auch auf beeindruckende Weise. Nicht umsonst hat sie für diesen Film, der glaube ich sogar ihr allererster war, eine Oscar-Nominierung erhalten.
Eine gute, solide Leistung liefert auch Danny Glover als gewaltbereiter "Mister" ab, der zwar hier absolut kein Sympathieträger ist, aber seine Rolle sehr überzeugend verkörpert. Herausragend finde ich auch die Darstellung der Sofia durch Oprah Winfrey.
Bei diesem Film kann man alles - Lachen, Weinen, wütend werden, sprachlos sein. Und er macht nachdenklich und wirkt noch einige Tage später nach - jedenfalls ging es mir so, jedesmal wenn ich ihn gesehen habe.
Was mich an der Regie von Steven Spielberg ein wenig stört, ist daß er die Liebesgeschichte zwischen Shug und Celie, die im Buch eine größere Bedeutung hat für die Entwicklung Celies, auf ein Minimum reduziert, aber das ist vermutlich das hollywoodtypische Problem mit homosexuellen Themen. Davon abgesehen ist die literarische Vorlage ausgezeichnet umgesetzt, was nicht zuletzt auch daran liegen dürfte, daß Alice Walker selbst bei den Dreharbeiten mitgewirkt hat.
Mein Fazit: diesen Film sollte jeder einmal gesehen haben. Er macht betroffen, wütend, aber es gibt auch immer wieder humorvolle Szenen und letztlich ist es ein Film, der Hoffnung ausstrahlt.
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Titel Deutschland: Die Farbe Lila
Titel USA: The Color Purple
Genre: Drama
Farbe, USA, 1985, FSK
Kino Deutschland:
Laufzeit Kino: 154 Minuten
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Darsteller:
Danny Glover .... Albert
Whoopi Goldberg .... Celie
Margaret Avery .... Shug Avery
Oprah Winfrey .... Sofia
Willard E. Pugh .... Harpo (as Willard Pugh)
Akosua Busia .... Nettie
Desreta Jackson .... Young Celie
Adolph Caesar .... Old Mister
Rae Dawn Chong .... Squeak
Dana Ivey .... Miss Millie
Leonard Jackson .... Pa
Bennet Guillory .... Grady
John Patton Jr. .... Preacher
Carl Anderson .... Reverend Samuel
Susan Beaubian .... Corrine
Regie: Steven Spielberg
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"Lieber Gott. Ich bin 14 Jahre alt. Ich bin immer ein gutes Mädchen gewesen. Vielleicht kannst du mir ein Zeichen geben. Lass mich wissen, was mit mir passiert. Eines Tages kommt unser Daddy zu mir und sagt: 'Du musst tun, was deine Mama nicht tun will' Und jetzt hab ich 2 Kinder von meinem Daddy gekriegt. Einen kleinen Jungen, der heisst Adam. Er hat ihn mir weggenommen, als ich geschlafen hab. Und kleines Mädchen die Olivia heisst. Die hat er mir aus den Armen gerissen."
Mit diesen Worten beginnt ein bewegendes, gefühlvolles Südstaatendrama um das Leben von Celie, einer jungen Schwarzen. Anfang des 20. Jahrhunderts wächst sie in einer Welt von Gewalt und Unterdrückung auf. Ihr Stiefvater mißbraucht sie, sie bekommt zwei Kinder von ihm, die er ihr entreißt und verkauft, um seine Taten zu verheimlichen.
Celie und ihre jüngere Schwester Nettie sind unzertrennlich. Eines Tages kommt der Farmer Albert Johnson zu Celies Stiefvater und möchte Nettie heiraten. Doch stattdessen verschachert dieser die ältere Celie an den gewalttätigen Mann. Da dieser ohnehin nur eine Mutter für seine Kinder und eine Putzfrau sucht, heiratet er Celie.
Von einer Gewaltbeziehung landet sie in der nächsten. Sie darf ihren Ehemann nur mit "Mister" anreden, wird wieder unterdrückt und gedemütigt.
"Celie! Mein Hunger braucht sein Essen, die Küche muss geputzt, die Kuh muss gemolken, mein Hemd muss geflickt werden. Meine Hose muss gestopft, meine Schuhe poliert und meine Kinder müssen gefüttert werden. Und bist du müde genug, steig ich auf dich drauf und verrichte mein Geschäft, noch bevor du Amen sagen kannst."
Weil Celie aus dem Haus ist, macht der Stiefvater sich nun über Nettie her, doch diese flieht zu ihrer Schwester. Doch als sie sich gegen einen sexuellen Übergriff durch "Mister" wehrt, prügelt dieser sie aus dem Haus. Von nun an steht Celie völlig allein da. Die Briefe ihrer Schwester Nettie werden von "Mister" abgefangen und vor ihr versteckt.
Jahre später bringt "Mister" auch noch seine langjährige Geliebte, Sängerin Shug Avery, ins Haus und verlangt von Celie, auch diese zu bekochen und zu versorgen. Doch Celie freundet sich mit Shug an. Durch sie lernt sie, sich selbst zu achten und sich gegen die Brutalität zur Wehr zu setzen. Sie verliebt sich in Shug und beginnt, sich von ihrem brutalen Ehemann zu emanzipieren.
Als Shug Jahre später ihre Koffer packt, um mit ihrer Band nach Chicago zu gehen, möchte Celie mitgehen, traut sich aber doch nicht ihren brutalen Ehemann zu verlassen.
Mitte der 30'er Jahre kehrt Shug, inzwischen verheiratet, zurück. Durch Zufall entdeckt sie einen Brief von Nettie, die über die ganzen Jahre hinweg nicht aufgegeben hat, ihrer Schwester Celie zu schreiben. Als Shug und Celie in einem Versteck die alten Briefe von Nettie entdecken, lodert Celies Haß richtig auf und sie überlegt, ihren Mann umzubringen. Shug kann sie noch davon abhalten; kurze Zeit später verläßt Celie nach all den Jahren der Peinigung endlich ihren Mann.
Als ihr Stiefvater stirbt, kann sie mit der Erbschaft ein neues Leben aufbauen. Als dann noch ihre Schwester Nettie, die mittlerweile verheiratet ist und Celies Kinder Adam und Olivia adoptiert hat, aus Afrika zu Besuch kommt, ist sie glücklich, ihre Familie wiedergefunden zu haben.
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Die Story ist so umfangreich, daß es schwer ist hier alles aufzuschreiben ohne den Rahmen zu sprengen. So habe ich jetzt zum Beispiel die ganze Geschicht um Sofia und Harpo komplett ausgelassen, ebenso wie weitere "Nebenkriegsschauplätze".
Dieser Film ist eine wirklich gelungene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Alice Walker. Eine komplexe Geschichte um Unterdrückung und Befreiung, eine Emanzipationsgeschichte, aber auch eine Geschichte um Rassenhaß und letztlich die Lebensgeschichte einer immer stärker werdenden Frau.
Zentral natürlich vor allem Whoopie Goldberg, die die erwachsene Celie spielt. Sie kann hier ihr ganzes Potential ausschöpfen und tut dieses auch auf beeindruckende Weise. Nicht umsonst hat sie für diesen Film, der glaube ich sogar ihr allererster war, eine Oscar-Nominierung erhalten.
Eine gute, solide Leistung liefert auch Danny Glover als gewaltbereiter "Mister" ab, der zwar hier absolut kein Sympathieträger ist, aber seine Rolle sehr überzeugend verkörpert. Herausragend finde ich auch die Darstellung der Sofia durch Oprah Winfrey.
Bei diesem Film kann man alles - Lachen, Weinen, wütend werden, sprachlos sein. Und er macht nachdenklich und wirkt noch einige Tage später nach - jedenfalls ging es mir so, jedesmal wenn ich ihn gesehen habe.
Was mich an der Regie von Steven Spielberg ein wenig stört, ist daß er die Liebesgeschichte zwischen Shug und Celie, die im Buch eine größere Bedeutung hat für die Entwicklung Celies, auf ein Minimum reduziert, aber das ist vermutlich das hollywoodtypische Problem mit homosexuellen Themen. Davon abgesehen ist die literarische Vorlage ausgezeichnet umgesetzt, was nicht zuletzt auch daran liegen dürfte, daß Alice Walker selbst bei den Dreharbeiten mitgewirkt hat.
Mein Fazit: diesen Film sollte jeder einmal gesehen haben. Er macht betroffen, wütend, aber es gibt auch immer wieder humorvolle Szenen und letztlich ist es ein Film, der Hoffnung ausstrahlt.
22 Bewertungen, 1 Kommentar
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30.10.2005, 19:31 Uhr von marina71
Bewertung: sehr hilfreichJa, ein ausgezeichneter, wunderbarer Film. lg
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