Die Verurteilten (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Nietzsche
Menschliche Grausamkeiten mit Happy End
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
An Feiertagen lassen sich unsere Fersehsender nicht lumpen und buhlen mit Spielfilmen der Extraklasse um die Gunst der Zuschauer. So auch am letzten Tag der deutschen Einheit. An jenem Tag fiel meine Wahl auf den Film „Die Verurteilten“.
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Die Story:
°°°°°°°°°
Amerika in den 40er Jahren. Der Bank-Vizepräsident Andy Dufrense (Tim Robbins) wird zu zwei mal lebenslänglicher Haft verurteilt, da er in Verdacht steht seine Frau und ihren Liebhaber erschossen zu haben. Trotz Andys Beteuerungen unschuldig zu sein und mit dem Mord nichts zu tun zu haben, wandert er in den Knast.
Dort verbringt er seine Zeit zunächst zurückgezogen, freundet sich dann jedoch mit „Red“ (Morgan Freeman) an, der in dem Gefängnis bekannt dafür ist, daß er alles besorgen kann, was die Häftlinge sich wünschen.
Andy muß in den nächsten Jahren viel erleiden und erdulden, wird er doch von einigen Häftlingen regelmäßig zusammengeschlagen und mißbraucht. Trotz aller Versuche vermag er sich nicht dagegen zu wehren.
Das Blatt ändert sich erst, als er einem der Wärter per Zufall einen Tipp in Sachen Steuerersparnis geben kann. Jener nimmt sich Andys Peinigern nicht minder brutal, als es diese zuvor mit Andy getan haben, an. Doch von nun an geschieht Andy nichts mehr.
Bald wird auch der Direktor auf seine Qualitäten aufmerksam und läßt ihn – wie alle anderen Angestellten des Gefängnisses auch – seine Steuerklärung machen. Bald darauf läßt er Andy dann sogar sein Geld waschen und die Betrügereien vertuschen.
Doch dann taucht ein neuer Häftling auf, der behauptet in einem anderen Gefängnis jemanden kennen gelernt zu haben, der ihm den Mord an Andys Frau und Liebhaber gestanden hat. Andy verlangt vom Direktor, daß sein Fall erneut vor Gericht kommt, doch dessen Antwort darauf ist: Ein Monat Einzelhaft! Den Häftling, der für Andy aussagen könnte, läßt er kurzerhand erschießen.
Andy scheint gebrochen nach den jüngsten Ereignissen und sein Freun Red macht sich Sorgen darüber, daß er sich das Leben nehmen würde, hat er doch nach einem Strick verlangt. Dann am nächsten Morgen, als die Zellen geöffnet werden, tritt Andy nicht vor seine Zellentür. Als die Wärter in der Zelle nachsehen ist er verschwunden... .
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Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°
Der Film basiert auf einem Buch von Steven King, durch das mal wieder bewiesen wird, daß King durchaus in der Lage ist Geschichten zu erzählen, die weit ab von jeglichem Horror sind – zumindest von übersinnlichem Horror, denn an menschlichem Horror wird in der Story nicht gespart. Die Szenen, in denen sich die Häftlinge gegenseitig verprügeln oder aber von den Wärtern brutal zusammengeschlagen werden sind nur schwer zu ertragen.
Auch an psychischer Spannung wird nicht gespart, ist doch das Verhalten des Gefängnisdirektors mit all seiner Ungerechtigkeit schwer auszuhalten.
Der Film ist trotz seiner Länge von über zwei Stunden spannend und kurzweilig erzählt. Man fiebert quasi mit Andy und den anderen Gefangenen mit und hofft, daß sie am Ende doch noch Gerechtigkeit erfahren werden, bzw. endlich aus dem Gefängnis entlassen werden.
Die Spannung bleibt auch erhalten, weil der Film immer wieder überraschende Wendungen und neue Handlungsstränge bietet, die vorher nicht abzusehen waren. Auch als Andy verschwunden ist, weiß man zunächst nicht wirklich, was passiert ist.
Der Film wirft daneben jedoch auch Fragen danach auf, wie sinnvoll es ist Menschen ihr halbes Leben in einem Gefängnis „aufzubewahren“ und dann wieder ins normale Leben zu schubsen. Der Film zeigt die Probleme, die einige dabei haben wieder in Freiheit zu sein, haben sie doch ihre Freunde mittlerweile im Knast gefunden und ist doch die Welt da draußen mittlerweile eine völlig andere geworden.
Damit möchte ich nicht sagen, daß hier klar Stellung bezogen wird gegen eine Bestrafung nach Straftaten, denn diese muß sicher sein, doch vielleicht sollte ein Auge darauf geworfen werden, wie man die Menschen nach ihrer Haft wieder in das Leben eingliedern könnte. Heute wird darauf aber sicherlich mehr geachtet, als zu der Zeit, in der der Film spielte.
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Fazit:
°°°°°
Ich kann den Film jedem empfehlen, der einen spannenden Kinoabend erleben möchte mit einem Film, bei dem man auch emotional mitgehen kann. Langeweile wird sicher nicht aufkommen, doch vielleicht der Wusch nach einem Happy End, daß all die Leiden der zwei Stunden aufwiegt und nicht völlig Sinnlos erscheinen läßt!
(Und dabei mag ich sonst kein Happy End!)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
USA 1994
Länge: 142 Minuten
Darsteller:
Tim Robbins (Andy Dufresne), Morgan Freeman (Ellis Boyd "Red" Redding), Bob Gunton (Gefängnisdirektor Norton), William Sadler (Heywood), Clancy Brown (Captain Hedley), Gil Bellows (Tommy Williams), Mark Rolston (Bogs Diamond), James Whitmore (Brooks Hatlen), Jeffrey de Munn (Staatsanwalt 1946), Larry Brandenburg (Skeet), Neil Giuntoli (Jigger), Brian Libby (Floyd), David Proval (Snooze), Joseph Ragno (Ernie)
Regie: Frank Darabont
Stab:
Produzenten: Niki Marvin für Castle Rock Entertainment
Drehbuch: Frank Darabont
Vorlage: Novelle "Die Verurteilten / Frühlingserwachen - Pin Up" von Stephen King
Musik: Thomas Newman
Kamera: Roger Deakins
Ausstattung: Terence Marsh, Michael Sierton
Schnitt: Richard Francis-Bruce
Kostüme: Elizabeth McBride
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Die Story:
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Amerika in den 40er Jahren. Der Bank-Vizepräsident Andy Dufrense (Tim Robbins) wird zu zwei mal lebenslänglicher Haft verurteilt, da er in Verdacht steht seine Frau und ihren Liebhaber erschossen zu haben. Trotz Andys Beteuerungen unschuldig zu sein und mit dem Mord nichts zu tun zu haben, wandert er in den Knast.
Dort verbringt er seine Zeit zunächst zurückgezogen, freundet sich dann jedoch mit „Red“ (Morgan Freeman) an, der in dem Gefängnis bekannt dafür ist, daß er alles besorgen kann, was die Häftlinge sich wünschen.
Andy muß in den nächsten Jahren viel erleiden und erdulden, wird er doch von einigen Häftlingen regelmäßig zusammengeschlagen und mißbraucht. Trotz aller Versuche vermag er sich nicht dagegen zu wehren.
Das Blatt ändert sich erst, als er einem der Wärter per Zufall einen Tipp in Sachen Steuerersparnis geben kann. Jener nimmt sich Andys Peinigern nicht minder brutal, als es diese zuvor mit Andy getan haben, an. Doch von nun an geschieht Andy nichts mehr.
Bald wird auch der Direktor auf seine Qualitäten aufmerksam und läßt ihn – wie alle anderen Angestellten des Gefängnisses auch – seine Steuerklärung machen. Bald darauf läßt er Andy dann sogar sein Geld waschen und die Betrügereien vertuschen.
Doch dann taucht ein neuer Häftling auf, der behauptet in einem anderen Gefängnis jemanden kennen gelernt zu haben, der ihm den Mord an Andys Frau und Liebhaber gestanden hat. Andy verlangt vom Direktor, daß sein Fall erneut vor Gericht kommt, doch dessen Antwort darauf ist: Ein Monat Einzelhaft! Den Häftling, der für Andy aussagen könnte, läßt er kurzerhand erschießen.
Andy scheint gebrochen nach den jüngsten Ereignissen und sein Freun Red macht sich Sorgen darüber, daß er sich das Leben nehmen würde, hat er doch nach einem Strick verlangt. Dann am nächsten Morgen, als die Zellen geöffnet werden, tritt Andy nicht vor seine Zellentür. Als die Wärter in der Zelle nachsehen ist er verschwunden... .
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Meine Meinung:
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Der Film basiert auf einem Buch von Steven King, durch das mal wieder bewiesen wird, daß King durchaus in der Lage ist Geschichten zu erzählen, die weit ab von jeglichem Horror sind – zumindest von übersinnlichem Horror, denn an menschlichem Horror wird in der Story nicht gespart. Die Szenen, in denen sich die Häftlinge gegenseitig verprügeln oder aber von den Wärtern brutal zusammengeschlagen werden sind nur schwer zu ertragen.
Auch an psychischer Spannung wird nicht gespart, ist doch das Verhalten des Gefängnisdirektors mit all seiner Ungerechtigkeit schwer auszuhalten.
Der Film ist trotz seiner Länge von über zwei Stunden spannend und kurzweilig erzählt. Man fiebert quasi mit Andy und den anderen Gefangenen mit und hofft, daß sie am Ende doch noch Gerechtigkeit erfahren werden, bzw. endlich aus dem Gefängnis entlassen werden.
Die Spannung bleibt auch erhalten, weil der Film immer wieder überraschende Wendungen und neue Handlungsstränge bietet, die vorher nicht abzusehen waren. Auch als Andy verschwunden ist, weiß man zunächst nicht wirklich, was passiert ist.
Der Film wirft daneben jedoch auch Fragen danach auf, wie sinnvoll es ist Menschen ihr halbes Leben in einem Gefängnis „aufzubewahren“ und dann wieder ins normale Leben zu schubsen. Der Film zeigt die Probleme, die einige dabei haben wieder in Freiheit zu sein, haben sie doch ihre Freunde mittlerweile im Knast gefunden und ist doch die Welt da draußen mittlerweile eine völlig andere geworden.
Damit möchte ich nicht sagen, daß hier klar Stellung bezogen wird gegen eine Bestrafung nach Straftaten, denn diese muß sicher sein, doch vielleicht sollte ein Auge darauf geworfen werden, wie man die Menschen nach ihrer Haft wieder in das Leben eingliedern könnte. Heute wird darauf aber sicherlich mehr geachtet, als zu der Zeit, in der der Film spielte.
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Fazit:
°°°°°
Ich kann den Film jedem empfehlen, der einen spannenden Kinoabend erleben möchte mit einem Film, bei dem man auch emotional mitgehen kann. Langeweile wird sicher nicht aufkommen, doch vielleicht der Wusch nach einem Happy End, daß all die Leiden der zwei Stunden aufwiegt und nicht völlig Sinnlos erscheinen läßt!
(Und dabei mag ich sonst kein Happy End!)
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USA 1994
Länge: 142 Minuten
Darsteller:
Tim Robbins (Andy Dufresne), Morgan Freeman (Ellis Boyd "Red" Redding), Bob Gunton (Gefängnisdirektor Norton), William Sadler (Heywood), Clancy Brown (Captain Hedley), Gil Bellows (Tommy Williams), Mark Rolston (Bogs Diamond), James Whitmore (Brooks Hatlen), Jeffrey de Munn (Staatsanwalt 1946), Larry Brandenburg (Skeet), Neil Giuntoli (Jigger), Brian Libby (Floyd), David Proval (Snooze), Joseph Ragno (Ernie)
Regie: Frank Darabont
Stab:
Produzenten: Niki Marvin für Castle Rock Entertainment
Drehbuch: Frank Darabont
Vorlage: Novelle "Die Verurteilten / Frühlingserwachen - Pin Up" von Stephen King
Musik: Thomas Newman
Kamera: Roger Deakins
Ausstattung: Terence Marsh, Michael Sierton
Schnitt: Richard Francis-Bruce
Kostüme: Elizabeth McBride
12 Bewertungen, 1 Kommentar
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28.02.2002, 22:55 Uhr von DrDuke
Bewertung: sehr hilfreichSehr schön gegliedert. Sieht ganz nach ner Ciao Meinung aus *g*
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