Die Verurteilten (VHS) Testbericht

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ab 10,89
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Erfahrungsbericht von PeteBen

Langeweile? - Nicht hier!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Story

Andy Dufresne, der Vizepräsident einer großen Bank, steht auf der Anklagebank. Er wird des zweifachen Mordes an seiner Frau und dessen Liebhaber angeklagt.
Aber er war es nicht. Er war es wirklich nicht.
Trotzdem , weil alles gegen ihn spricht, bekommt er 2mal lebenslänglich. Das heißt, für ihn ist alles vorbei. Er wird den rest seines Lebens im Knast verbringen.

Als Andy in das Gefängnis zusammen mit einigen anderen Verbrechern eingeliefert wird, bekommt er gleich in der ersten Nacht die Autorität der Wärter zu spüren: einer seiner Mitgefangenen , auch ein "Frischling", wird von einem der Wärter totgeprügelt, weil er nachts nicht ruhig war.
Das ist genug Grund für Andy, sich den Wärtern gegenüber anständig zu verhalten.

Andy schließt hinter Gittern Freundschaft mit "Red", der schon 10 Jahre im Gefängnis sitzt. Er ist der , der alles besorgen kann. Andy wendet sich an ihn, mit der Bitte, ihm einen Steinhammer zu besorgen. Red tut dies.

Im Gefängis, vor allem beim Direktor, genießt Andy ein hohes Ansehen. Andy wird von der Wäscherei in die Bücherei versetzt, und er setzt alles daran, diese zu vergrößern und mehr Bücher zu beschaffen.
Später wird Andy sogar zum Finanzberater des Direktors, denn er kennt sich mit so etwas aus, er war schließlich ein erfolgreicher Bänker.

Nach langen zwanzig Jahren ist Andy eines Morgens auf einmal aus seiner Zelle verschwunden.Der Direktor wird richtig wütend, denn Andy könnte seine miesen Geldgeschäfte auffliegen lasse,von denen er als Finanzberater Wind bekommen hat.
Andy hat es Tatsächlich geschafft, aus dem Hochsicherheitsgefängnis zu fliehen: Er hat sich mit seinem kleinen Steinhämmerchen (ca 10-15cm groß) einen Tunnel in die Freiheit gegraben, der immer von einem Lebensgroßen Poster in seiner Zelle überdeckt war. 20 Jahre Arbeit, die sich gelohnt haben.Andy fliegt unter falschem Namen nach Mexico und eröffnet dort ein kleines Strandhotel.

Horror?

Mich wunderte, das die Vorlage dieses Filmes von Stephen King stammte. Normalerweise schreibt King Horrorromane; nicht so in diesem Fall. "Die Verurteilten" ist ein durchaus gelungener und spannender Film, der aber mit Horror nichts am Hut hat.
Er schildert ungemein gut, wie sich ein unschuldig Verurteilter in einem amerik. Gefängnis fühlen muss. Andy kämpft im Gefängnis FÜR die Gefangenen, er verliert nie den Lebensmut, auch wenn andere das denken mögen.

Darsteller

Tim Robbins (Andy Dufresne)
Morgan Freeman (Ellis Boyd "Red" Redding)
Bob Gunton (Gefängnisdirektor Norton)
William Sadler (Heywood)
Clancy Brown (Captain Hedley)
Gil Bellows (Tommy Williams)
Mark Rolston (Bogs Diamond)
James Whitmore (Brooks Hatlen)
Jeffrey de Munn (Staatsanwalt 1946)
Larry Brandenburg (Skeet)
Neil Giuntoli (Jigger)
Brian Libby (Floyd)
David Proval (Snooze)
Joseph Ragno (Ernie)

Regie: Frank Darabont

Meine Meinung

Der Film basiert auf einem Buch von Steven King, durch das mal wieder bewiesen wird, daß King durchaus in der Lage ist Geschichten zu erzählen, die weit ab von jeglichem Horror sind – zumindest von übersinnlichem Horror, denn an menschlichem Horror wird in der Story nicht gespart. Die Szenen, in denen sich die Häftlinge gegenseitig verprügeln oder aber von den Wärtern brutal zusammengeschlagen werden sind nur schwer zu ertragen.
Auch an psychischer Spannung wird nicht gespart, ist doch das Verhalten des Gefängnisdirektors mit all seiner Ungerechtigkeit schwer auszuhalten.

Der Film ist trotz seiner Länge von über zwei Stunden spannend und kurzweilig erzählt. Man fiebert quasi mit Andy und den anderen Gefangenen mit und hofft, daß sie am Ende doch noch Gerechtigkeit erfahren werden, bzw. endlich aus dem Gefängnis entlassen werden.
Die Spannung bleibt auch erhalten, weil der Film immer wieder überraschende Wendungen und neue Handlungsstränge bietet, die vorher nicht abzusehen waren. Auch als Andy verschwunden ist, weiß man zunächst nicht wirklich, was passiert ist.

Der Film wirft daneben jedoch auch Fragen danach auf, wie sinnvoll es ist Menschen ihr halbes Leben in einem Gefängnis „aufzubewahren“ und dann wieder ins normale Leben zu schubsen. Der Film zeigt die Probleme, die einige dabei haben wieder in Freiheit zu sein, haben sie doch ihre Freunde mittlerweile im Knast gefunden und ist doch die Welt da draußen mittlerweile eine völlig andere geworden.
Damit möchte ich nicht sagen, daß hier klar Stellung bezogen wird gegen eine Bestrafung nach Straftaten, denn diese muß sicher sein, doch vielleicht sollte ein Auge darauf geworfen werden, wie man die Menschen nach ihrer Haft wieder in das Leben eingliedern könnte. Heute wird darauf aber sicherlich mehr geachtet, als zu der Zeit, in der der Film spielte.

Produzenten: Niki Marvin für Castle Rock Entertainment

Drehbuch: Frank Darabont

Vorlage: Novelle "Die Verurteilten / Frühlingserwachen - Pin Up" von Stephen King

Musik: Thomas Newman

Kamera: Roger Deakins

Ausstattung: Terence Marsh, Michael Sierton

Schnitt: Richard Francis-Bruce

Kostüme: Elizabeth McBride

30 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Hexchen69

    15.03.2002, 17:09 Uhr von Hexchen69
    Bewertung: sehr hilfreich

    ne tolle Beurteilung zu nem tollen Film Gruß Nadine

  • Priester

    20.02.2002, 17:59 Uhr von Priester
    Bewertung: sehr hilfreich

    einer meiner absoluten Lieblingsfilme

  • ronaldo86

    15.02.2002, 18:23 Uhr von ronaldo86
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr guter Bericht

  • 2nd_Starlight

    15.02.2002, 15:55 Uhr von 2nd_Starlight
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein wahrhaft genialer Film...