Die fabelhafte Welt der Amélie (DVD) Testbericht




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Erfahrungsbericht von DolphinSunshine
Warmherzig, liebenswert und verträumt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Da ich eine gute Kritik im Fernsehen über den Film gesehen und auch von Freunden nur gutes über den Film "Die fabelhafte Welt der Amelie" gehört hatte, mußte ich mir diesen Film auch ansehen. Und ich habe es nicht bereut!!!
Story:
*******
Zunächst wird uns Amelies Lebensgeschichte in groben Zügen erzählt. Sie ist als kleines Mädchen in einem Elternhaus ohne viel körperliche Zuwendung aufgewachsen und ihre Eltern haben angenommen, daß sie einen Herzfehler hat, da ihr Herz bei der monatlichen Gesundheitsuntersuchung durch ihren Vater immer sehr schnell geschlagen hat (weil sie die körperliche Berührung nicht gewohnt war). Sie wird wegen dem Herzfehler von ihren Eltern auch nicht zur Schule geschickt, sondern zu Hause unterrichtet, weshalb sie keinen bzw. kaum Kontakt zu anderen Kindern hat. Amelie wächst also recht einsam ohne viel Kontakt zur Außenwelt auf, bis sie alt genug ist, um zu Hause auszuziehen und in Paris zu arbeiten.
Dort fängt die eigentliche Geschichte des Films an.
Amelie lebt ziemlich zurückgezogen in Paris und arbeitet als Kellnerin in einem kleinen Café. Amelie hat keine Beziehung zu einem Mann, da sie eher eine Träumerin ist und die Realität einer Beziehung bei ihren „ersten Versuchen“ nicht ihren Erwartungen entsprochen hat. Eigentlich hat sie wenig Kontakt allgemein zu anderen Menschen und geht ihnen auch eher aus dem Weg, bis eines Tages durch einen Zufall in einer kleinen Nische in ihrem Badezimmer hinter einer Fliese versteckt ein kleines Kästchen findet, daß einmal einem kleinen Jungen gehört hat. Er hat in diesem Kästchen seine kindlichen Schätze, wie ein kleines Spielzeugauto, ein Foto und ähnliche Dinge, aufbewahrt und Amelie beschließt nun, den ursprünglichen Besitzer zu suchen. Sie beschließt ihm das Kästchen wieder zugeben und schließt mit sich einen Deal ab, daß wenn der Besitzer gerührt ist von diesen Erinnerungen, dann will sie sich in Zukunft mehr mit anderen Menschen beschäftigen, um ihnen etwas Freude zu bringen. Sollte er mit Ablehnung reagieren, so wird sie sich nicht mehr mit ihren Mitmenschen beschäftigen.
Wie nicht anders zu erwarten war, ist der Mann sehr gerührt und überwältigt von seinen Erinnerungen und beschließt selbst wieder offener für seine Umwelt und seine Familie zu sein und Amelie fängt nun an sich in das Leben ihrer Mitmenschen einzumischen, um deren Glück etwas auf die Sprünge zu helfen. Dies geschieht zum Teil auf sehr einfache Art und Weise und zum Teil sind ihre Ideen ziemlich skuril. So entdeckt sie in der Zeitung einen Artikel, der davon handelt, daß ein vor Jahren abgestürztes Flugzeug in den Bergen gefunden wurde, welches als Ladung unter anderem einen Postsack enthielt und daß die Post nun mit vielen Jahren Verspätung ausgeliefert wurde, was eine Frau sehr gerührt hat.
Amelie beschließt einer Nachbarin einen Brief von ihrem Ehemann zukommen zu lassen, in dem er ihr sagt, wie sehr er sie liebt, da die Frau ihrem Ehemann immer noch nachtrauert. (Ich bin mir nicht sicher, ob der Mann sie verlassen hat oder ob er gestorben ist, auf jeden Fall hängt diese Frau auch nach vielen Jahren immer noch sehr an ihm.) Nachdem auch diese Aktion einen weiteren Menschen glücklich gemacht hat, fängt Amelie Feuer und stellt immer mehr Leben auf den Kopf, wobei ihre „Opfer“ durch viele zum Teil sehr wunderliche Taten beglückt werden.
Eines Tages sieht Amelie einen jungen Mann, der an einem Paßbild-Automaten auf dem Boden herumkriecht, um alte weggeworfene Bilder aufzusammeln. Sie findet das ziemlich merkwürdig, aber gleichzeitig ist ihr der Mann auch sehr sympathisch. Im Laufe der Tage sieht sie ihn immer wieder. Eines Tages trifft sie ihn wieder und sieht wie er hinter einem Mann herläuft, um diesem seine Paßfotos zu geben. Irgendetwas bewegt Amelie dazu auch hinter den beiden herzulaufen. Bei der Verfolgungsjagd verliert der junge Mann eine Tasche, die Amelie aufhebt und an sich nimmt. In der Tasche findet sie ein Fotoalbum, in dem der Mann die weggeworfenen Paßfotos gesammelt und mit Liebe eingeklebt hat.
Der junge Mann beginnt nach seinem Album zu suchen und verteilt in der ganzen Stadt Flugblätter, um sein Fotoalbum wiederzubekommen. Seine Suche nach dem Album und der Frau, die es gefunden hat und Amelie’s Bemühen, dem Mann einerseits näherzukommen und ihm andererseits aus dem Weg zu gehen, sind der Hintergrund für die Liebesgeschichte in diesem Film, welche letztendlich nur durch die Mithilfe von Amelie’s Opfern eine Chance hat, da diese nun wiederum Amelie’s Glück auf die Sprünge helfen ... .
Die Schauspieler:
***************
Insgesamt habe ich noch nie etwas von den Darstellern in diesem Film gehört, was mit daran liegen mag, daß ich normalerweise nicht gerne französische Film sehe. Die Darsteller in diesem Film haben aber alle etwas natürliches und liebenswertes an sich, daß den Film zu etwas ganz besonderem werden läßt. Amelie wird von Audrey Tautou gespielt, einer auf einfache ungekünstelte Art sehr schönen jungen Frau, die das verträumte der Amelie sehr gut darstellt. Sie ist einfach eine sympathische junge Frau, die auch die kleinen Dinge liebt und bemerkt, die das Leben erst lebenswert machen.
Der junge Mann, der Amelie interessiert, wird von Mathieu Kassovitz gespielt. Er ist kein Schönling im Sinne von Hollywood, hat aber ein sehr überzeugendes, interessantes Wesen und stellt den verspielt, verrückten jungen Mann, der skurile Sammelleidenschaften hat, überzeugend dar. Er hat einfach die Gabe, die verträumte Amelie aus ihrem Kokon herauszuholen und sie davon zu überzeugen, daß das Leben auch für sie mehr zu bieten hat als nur Arbeit und das Einmischen in das Leben anderer Leute.
Auch die anderen Charaktere des Films werden von normalen Leuten dargestellt, die ihre Rollen gut ausfüllen. Sei es der recht unsympathische Gemüsehändler Collignons (Urbain Cancellier), der seinen Angestellten schikaniert und vor der Kundschaft bloßstellt bis Amelie dazu übergeht ihm zum Teil makabere Streiche zu spielen. Oder der Angestellte Lucien (Jamel Debbouze), welcher leicht zurückgeblieben wirkt, aber durch seine Lebensfreude alle Menschen mit dieser positiven Einstellung ansteckt. Auch der alte Maler Raymond Dufayel (Serge Merlin), der an der Glasknochenkrankheit leidet und das Leben eigentlich schon aufgegeben hat, bis Amelie ihm zeigt, wie man das Leben anderer doch positiv beeinflussen kann (was er dann mit Amelies Leben tut). Sie alle sind etwas besonderes und verleihen dem Film seinen Esprit und Charme.
Mein Eindruck:
***************
Der Film ist sehr unterhaltsam und humorvoll. Alleine der Anfang des Films, bei dem einige Personen vorgestellt werden und der Erzähler ihre Vorlieben und Abneigungen erzählt (welche auch in Bildern umgesetzt werden) veranlassen einen zum Schmunzeln und Lachen. Es sind zum Teil sehr banale Dinge, wie z.B. Amelie’s Vorliebe auf einem Staudamm Steine springen zu lassen oder sich stundenlang auf dem Dach mit Blick über die Stadt aufzuhalten und über seltsame Fragen nachzudenken. Alle diese Dinge zeigen mit welcher Liebe zum Detail die Geschichte der Amelie erzählt wird. Zum Teil sind die Schilderungen allerdings auch sehr makaber, wie die Darstellung des Todes ihrer Mutter, die vor Notre Dame von einer Selbstmörderin, die von einem der Türme herunterspringt erschlagen wird.
Eine Liebe zum Detail hat auch Amelie selber, weshalb während der Geschichte immer wieder kleine alltägliche Dinge in den Vordergrund gehoben werden, welche man normalerweise selber gar nicht beachtet. Witzig fand ich z.B. eine Szene, wo Amelie am Bahnhof auf dem Weg zu ihrem Zug ist und einem Landstreicher, der dort auf dem Boden sitzt etwas Geld geben möchte. Er kommentiert diese Geste nur mit den Worten, daß er das Geld nicht wolle, da er Sonntags nie arbeitet! ;-)
Auch der Einfall einen Gartenzwerg auf Reisen zu schicken, um ihren Vater dazu zu bewegen selbst endlich eine Reise, die er immer schon machen wollte, endlich anzutreten, ist sehr witzig, vor allem, da es im Film für den Vater so aussieht, als würde der Gartenzwerg ihm von den verschiedensten Orten auf der Welt Reisegrüße schicken! Ein weiterer witziger Effekt des Filmes ist, Fotos, Bilder und Gegenstände (wie eine Lampe) zum Leben zu erwecken und durch Computeranimation zu liebevoll skurilen Lebewesen werden zu lassen. Es sind solche schrulligen Einfälle und Gegebenheit gepaart mit z.T. schwarzen Humor und sympathischen Darstellern, die den Film aus der Masse der Veröffentlichungen herausstechen lassen.
Fazit:
********
Ich fand den Film wunderbar und sehr lustig. Er ist etwas erfrischen anderes, als die Filme, die normalerweise aus Hollywood zu uns herüberschwappen. Normalerweise mag ich französische Filme nicht, da sie oft sehr schwermütig sind und sehr komplizierte Beziehungsgeschichten beschreiben. Zwar ist auch hier die Beziehungsgeschichte nicht einfach, aber der ganze Film sprüht vor Charme und Witz. Wer also selbst eher ein Träumer ist, dem wird der Film sehr gefallen. Auch wer ein Faible für skurile Situationen und Komik hat, wird bei der „Fabelhaften Welt der Amelie“ voll auf seine Kosten kommen. Für Realisten und Action-Fans ist der Film allerdings nicht zu empfehlen. Ich denke mit dem Film wird es wohl so sein, daß der Zuschauer ihn entweder liebt oder aber ihn haßt und gar nichts damit anfangen kann. Dazwischen dürfte nicht viel liegen. Ich bin eine der Personen, die den Film liebt und werde ihn auch allen meinen Freunden sofort weiterempfehlen.
Story:
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Zunächst wird uns Amelies Lebensgeschichte in groben Zügen erzählt. Sie ist als kleines Mädchen in einem Elternhaus ohne viel körperliche Zuwendung aufgewachsen und ihre Eltern haben angenommen, daß sie einen Herzfehler hat, da ihr Herz bei der monatlichen Gesundheitsuntersuchung durch ihren Vater immer sehr schnell geschlagen hat (weil sie die körperliche Berührung nicht gewohnt war). Sie wird wegen dem Herzfehler von ihren Eltern auch nicht zur Schule geschickt, sondern zu Hause unterrichtet, weshalb sie keinen bzw. kaum Kontakt zu anderen Kindern hat. Amelie wächst also recht einsam ohne viel Kontakt zur Außenwelt auf, bis sie alt genug ist, um zu Hause auszuziehen und in Paris zu arbeiten.
Dort fängt die eigentliche Geschichte des Films an.
Amelie lebt ziemlich zurückgezogen in Paris und arbeitet als Kellnerin in einem kleinen Café. Amelie hat keine Beziehung zu einem Mann, da sie eher eine Träumerin ist und die Realität einer Beziehung bei ihren „ersten Versuchen“ nicht ihren Erwartungen entsprochen hat. Eigentlich hat sie wenig Kontakt allgemein zu anderen Menschen und geht ihnen auch eher aus dem Weg, bis eines Tages durch einen Zufall in einer kleinen Nische in ihrem Badezimmer hinter einer Fliese versteckt ein kleines Kästchen findet, daß einmal einem kleinen Jungen gehört hat. Er hat in diesem Kästchen seine kindlichen Schätze, wie ein kleines Spielzeugauto, ein Foto und ähnliche Dinge, aufbewahrt und Amelie beschließt nun, den ursprünglichen Besitzer zu suchen. Sie beschließt ihm das Kästchen wieder zugeben und schließt mit sich einen Deal ab, daß wenn der Besitzer gerührt ist von diesen Erinnerungen, dann will sie sich in Zukunft mehr mit anderen Menschen beschäftigen, um ihnen etwas Freude zu bringen. Sollte er mit Ablehnung reagieren, so wird sie sich nicht mehr mit ihren Mitmenschen beschäftigen.
Wie nicht anders zu erwarten war, ist der Mann sehr gerührt und überwältigt von seinen Erinnerungen und beschließt selbst wieder offener für seine Umwelt und seine Familie zu sein und Amelie fängt nun an sich in das Leben ihrer Mitmenschen einzumischen, um deren Glück etwas auf die Sprünge zu helfen. Dies geschieht zum Teil auf sehr einfache Art und Weise und zum Teil sind ihre Ideen ziemlich skuril. So entdeckt sie in der Zeitung einen Artikel, der davon handelt, daß ein vor Jahren abgestürztes Flugzeug in den Bergen gefunden wurde, welches als Ladung unter anderem einen Postsack enthielt und daß die Post nun mit vielen Jahren Verspätung ausgeliefert wurde, was eine Frau sehr gerührt hat.
Amelie beschließt einer Nachbarin einen Brief von ihrem Ehemann zukommen zu lassen, in dem er ihr sagt, wie sehr er sie liebt, da die Frau ihrem Ehemann immer noch nachtrauert. (Ich bin mir nicht sicher, ob der Mann sie verlassen hat oder ob er gestorben ist, auf jeden Fall hängt diese Frau auch nach vielen Jahren immer noch sehr an ihm.) Nachdem auch diese Aktion einen weiteren Menschen glücklich gemacht hat, fängt Amelie Feuer und stellt immer mehr Leben auf den Kopf, wobei ihre „Opfer“ durch viele zum Teil sehr wunderliche Taten beglückt werden.
Eines Tages sieht Amelie einen jungen Mann, der an einem Paßbild-Automaten auf dem Boden herumkriecht, um alte weggeworfene Bilder aufzusammeln. Sie findet das ziemlich merkwürdig, aber gleichzeitig ist ihr der Mann auch sehr sympathisch. Im Laufe der Tage sieht sie ihn immer wieder. Eines Tages trifft sie ihn wieder und sieht wie er hinter einem Mann herläuft, um diesem seine Paßfotos zu geben. Irgendetwas bewegt Amelie dazu auch hinter den beiden herzulaufen. Bei der Verfolgungsjagd verliert der junge Mann eine Tasche, die Amelie aufhebt und an sich nimmt. In der Tasche findet sie ein Fotoalbum, in dem der Mann die weggeworfenen Paßfotos gesammelt und mit Liebe eingeklebt hat.
Der junge Mann beginnt nach seinem Album zu suchen und verteilt in der ganzen Stadt Flugblätter, um sein Fotoalbum wiederzubekommen. Seine Suche nach dem Album und der Frau, die es gefunden hat und Amelie’s Bemühen, dem Mann einerseits näherzukommen und ihm andererseits aus dem Weg zu gehen, sind der Hintergrund für die Liebesgeschichte in diesem Film, welche letztendlich nur durch die Mithilfe von Amelie’s Opfern eine Chance hat, da diese nun wiederum Amelie’s Glück auf die Sprünge helfen ... .
Die Schauspieler:
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Insgesamt habe ich noch nie etwas von den Darstellern in diesem Film gehört, was mit daran liegen mag, daß ich normalerweise nicht gerne französische Film sehe. Die Darsteller in diesem Film haben aber alle etwas natürliches und liebenswertes an sich, daß den Film zu etwas ganz besonderem werden läßt. Amelie wird von Audrey Tautou gespielt, einer auf einfache ungekünstelte Art sehr schönen jungen Frau, die das verträumte der Amelie sehr gut darstellt. Sie ist einfach eine sympathische junge Frau, die auch die kleinen Dinge liebt und bemerkt, die das Leben erst lebenswert machen.
Der junge Mann, der Amelie interessiert, wird von Mathieu Kassovitz gespielt. Er ist kein Schönling im Sinne von Hollywood, hat aber ein sehr überzeugendes, interessantes Wesen und stellt den verspielt, verrückten jungen Mann, der skurile Sammelleidenschaften hat, überzeugend dar. Er hat einfach die Gabe, die verträumte Amelie aus ihrem Kokon herauszuholen und sie davon zu überzeugen, daß das Leben auch für sie mehr zu bieten hat als nur Arbeit und das Einmischen in das Leben anderer Leute.
Auch die anderen Charaktere des Films werden von normalen Leuten dargestellt, die ihre Rollen gut ausfüllen. Sei es der recht unsympathische Gemüsehändler Collignons (Urbain Cancellier), der seinen Angestellten schikaniert und vor der Kundschaft bloßstellt bis Amelie dazu übergeht ihm zum Teil makabere Streiche zu spielen. Oder der Angestellte Lucien (Jamel Debbouze), welcher leicht zurückgeblieben wirkt, aber durch seine Lebensfreude alle Menschen mit dieser positiven Einstellung ansteckt. Auch der alte Maler Raymond Dufayel (Serge Merlin), der an der Glasknochenkrankheit leidet und das Leben eigentlich schon aufgegeben hat, bis Amelie ihm zeigt, wie man das Leben anderer doch positiv beeinflussen kann (was er dann mit Amelies Leben tut). Sie alle sind etwas besonderes und verleihen dem Film seinen Esprit und Charme.
Mein Eindruck:
***************
Der Film ist sehr unterhaltsam und humorvoll. Alleine der Anfang des Films, bei dem einige Personen vorgestellt werden und der Erzähler ihre Vorlieben und Abneigungen erzählt (welche auch in Bildern umgesetzt werden) veranlassen einen zum Schmunzeln und Lachen. Es sind zum Teil sehr banale Dinge, wie z.B. Amelie’s Vorliebe auf einem Staudamm Steine springen zu lassen oder sich stundenlang auf dem Dach mit Blick über die Stadt aufzuhalten und über seltsame Fragen nachzudenken. Alle diese Dinge zeigen mit welcher Liebe zum Detail die Geschichte der Amelie erzählt wird. Zum Teil sind die Schilderungen allerdings auch sehr makaber, wie die Darstellung des Todes ihrer Mutter, die vor Notre Dame von einer Selbstmörderin, die von einem der Türme herunterspringt erschlagen wird.
Eine Liebe zum Detail hat auch Amelie selber, weshalb während der Geschichte immer wieder kleine alltägliche Dinge in den Vordergrund gehoben werden, welche man normalerweise selber gar nicht beachtet. Witzig fand ich z.B. eine Szene, wo Amelie am Bahnhof auf dem Weg zu ihrem Zug ist und einem Landstreicher, der dort auf dem Boden sitzt etwas Geld geben möchte. Er kommentiert diese Geste nur mit den Worten, daß er das Geld nicht wolle, da er Sonntags nie arbeitet! ;-)
Auch der Einfall einen Gartenzwerg auf Reisen zu schicken, um ihren Vater dazu zu bewegen selbst endlich eine Reise, die er immer schon machen wollte, endlich anzutreten, ist sehr witzig, vor allem, da es im Film für den Vater so aussieht, als würde der Gartenzwerg ihm von den verschiedensten Orten auf der Welt Reisegrüße schicken! Ein weiterer witziger Effekt des Filmes ist, Fotos, Bilder und Gegenstände (wie eine Lampe) zum Leben zu erwecken und durch Computeranimation zu liebevoll skurilen Lebewesen werden zu lassen. Es sind solche schrulligen Einfälle und Gegebenheit gepaart mit z.T. schwarzen Humor und sympathischen Darstellern, die den Film aus der Masse der Veröffentlichungen herausstechen lassen.
Fazit:
********
Ich fand den Film wunderbar und sehr lustig. Er ist etwas erfrischen anderes, als die Filme, die normalerweise aus Hollywood zu uns herüberschwappen. Normalerweise mag ich französische Filme nicht, da sie oft sehr schwermütig sind und sehr komplizierte Beziehungsgeschichten beschreiben. Zwar ist auch hier die Beziehungsgeschichte nicht einfach, aber der ganze Film sprüht vor Charme und Witz. Wer also selbst eher ein Träumer ist, dem wird der Film sehr gefallen. Auch wer ein Faible für skurile Situationen und Komik hat, wird bei der „Fabelhaften Welt der Amelie“ voll auf seine Kosten kommen. Für Realisten und Action-Fans ist der Film allerdings nicht zu empfehlen. Ich denke mit dem Film wird es wohl so sein, daß der Zuschauer ihn entweder liebt oder aber ihn haßt und gar nichts damit anfangen kann. Dazwischen dürfte nicht viel liegen. Ich bin eine der Personen, die den Film liebt und werde ihn auch allen meinen Freunden sofort weiterempfehlen.
22 Bewertungen, 1 Kommentar
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29.04.2002, 19:15 Uhr von DirkWG
Bewertung: sehr hilfreichJa, für diesen Film braucht man schon eine gewisse Art von Humor. Wir haben ihn genossen! :-)
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