Die fabelhafte Welt der Amélie (DVD) Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 03/2012
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Erfahrungsbericht von Nietzsche
Märchenhaftes Meisterwerk
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Da habe ich es also doch noch geschafft vor meinem Urlaub ins Kino zu kommen und mir einen Film anzusehen, der durch Presse aber auch Freunde hoch gelobt wird: Die fabelhafte Welt der Amélie.
Neugierig war ich auch, da hier Jean-Pierre Jeunet seinen neuen Film präsentiert, der mir schon durch „Delikatessen“ und „Alien 4“ bekannt war. Ein Regisseur, der scheinbar immer ganz andere Filme dreht... .
------------------------------------------------------
Die Story:
°°°°°°°°°
Eine Erzählstimme führt den Betrachter in das Leben der Amélie ein. Sie wuchs behütet und ohne größeren Kontakt zur Außenwelt auf, da ihr Vater, der Arzt ist, meinte bei ihr einen Herzfehler festgestellt zu haben. Doch Amélie ist kerngesund – hüpfte ihr Herz doch nur vor Aufregung, da ihr Vater ansonsten jeden Körperkontakt zu ihr vermied... .
Ihre Mutter verunglückt früh und tragisch und Amélie wächst von nun an allein bei ihrem Vater auf.
Aufgrund der Isolation baut sich die kleine Amélie eine Traumwelt auf, in der sie von nun an lebt, jedoch nicht ohne den Kontakt zum Boden zu verlieren. Sie verläßt, als sie alt genug ist, das väterliche Haus, bezieht eine eigene, kleine Wohnung und arbeitet in einem Café als Kellnerin.
Eines Tages entdeckt sie per Zufall in ihrer Wohnung eine Blechdose, die mit kleinen „Schätzen“ gefüllt ist – zumindest müssen dies einmal Schätze für ein kleines Kind gewesen seien. Sie beschließt sich in das Leben anderer einzumischen.
Fortan spielt sie die Samariterin, die anderen zum Liebesglück verhilft, läßt einen Blinden mit ihren Augen sehen, setzt sich für den leicht zurückgebliebenen Angestellten eines Gemüseladens ein und spielt „böser Geist“, indem sie stetig Kleinigkeiten in einer Wohnung verändert.
Doch dann trifft Amélie auf Nino, der es sich zur Aufgabe gemacht hat weggeworfene Paßfotos zu sammeln und in ein Buch zu kleben. Für sie ist es Liebe auf den ersten Blick, doch wie soll sie in seine Nähe kommen? Der Weg dorthin ist fantasievoll, läßt sie sich doch allerhand einfallen. Dies jedoch auch, weil sie es zunächst nicht schafft ihrer Fantasiewelt in die Realität zu entkommen... .
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Die Machart:
°°°°°°°°°°°
Der Film weißt eine Fülle von visuellen Effekten und Einfällen auf. Dadurch entstehen immer wieder Überraschungsmomente und skurile Eindrücke. Da sprechen schon mal Paßbilder oder Bilder an der Wand oder da zerfließt Amélie schon mal zu Wasser... .
Solcherlei Ideen gibt es viele im Film, die ihn visuell sehr beeindruckend machen und erfreulich creativ erscheinen lassen.
------------------------------------------------------
Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°
Obwohl die Geschichte der Amélie wie ein Drama wirkt, ist dieser Film durchaus nicht dramatisch. Dies mag vielleicht auch daran liegen, daß der Film aus Amélies fantasievoller Perspektive geschildert wird und nicht objektiv von außen. Amélie mag in gewisser Weise den Bezug zur Außenwelt teilweise verlieren und in ihrer eigenen Welt leben, doch zeigt sich dabei subjektiv keinerlei Leiden, bis vielleicht auf die Schwierigkeit zwischenmenschliches aufzubauen.
Der Film wirkt wie ein modernes Märchen – zumindest hat er viel märchenhaftes. Dies wird vielleicht auch durch die glänzende Darstellung der Audrey Tautou, die die Amélie spielt, unterstützt.
Obwohl der Film wahr sein könnte, ist er dennoch irgendwie zu schön, um wahr zu sein. Er wirkt auf seine Weise unrealistisch, surreal und dadurch halt irgendwie märchenhaft.
Viele äußerst witzige Momente im Film runden das Bild ab und verleihen dem Film auch eine humoristische Note, die ebenfalls sehr gut gelungen ist. (Ich sage nur: Gartenzwerg!) ; )
Ich habe den Film genossen und konnte bei diesem Film seit langem mal wieder völlig in der Handlung abtauchen, so daß ich das Kino nicht mehr wahrnahm. Mich so in den Bann zu ziehen hat seit langem kein Film mehr vermocht!
Amélie ist ein wunderschöner Film, der bisweilen zu Herzen geht, doch von dem man sich gern berühren lassen möchte!
Mit diesem Bericht verabschiede ich mich vorübergehend, da ich nun erst mal in den Urlaub und somit ins Meer abtauche!
Bis bald und viel Spaß mit Amélie!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Frankreich: 2001
Länge: 120 Minuten
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller:
Audrey Tautou (Amélie), Mathieu Kassovitz (Nino Quincampoix), Rufus (Raphael Poulain), Yolande Moreau (Madeleine Wallace), Artus De Penguern (Hipolito), Urbain Cancelier (Collignon), Dominique Pinon (Joseph), Maurice Benichou (Bretodeau), Claude Perron (Eva), Michel Robin (Vater Collignon)
Stab:
Produzenten: Claudie Ossard
Drehbuch: Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurant
Musik: Yann Tiersen
Kamera: Bruno Delbonnel
Spezialeffekte: Yves Domenjoud, Jes Versaillais Ausstattung: Aline Bonetto
Schnitt: Céline Kelepikis
Kostüme: Emma Lebail
Make Up: John Nollet
Ton: Jean Umansky
P.S. Der Film heißt natürlich eigentlich: "Die fabelhafte Welt der Amélie"!
Neugierig war ich auch, da hier Jean-Pierre Jeunet seinen neuen Film präsentiert, der mir schon durch „Delikatessen“ und „Alien 4“ bekannt war. Ein Regisseur, der scheinbar immer ganz andere Filme dreht... .
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Die Story:
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Eine Erzählstimme führt den Betrachter in das Leben der Amélie ein. Sie wuchs behütet und ohne größeren Kontakt zur Außenwelt auf, da ihr Vater, der Arzt ist, meinte bei ihr einen Herzfehler festgestellt zu haben. Doch Amélie ist kerngesund – hüpfte ihr Herz doch nur vor Aufregung, da ihr Vater ansonsten jeden Körperkontakt zu ihr vermied... .
Ihre Mutter verunglückt früh und tragisch und Amélie wächst von nun an allein bei ihrem Vater auf.
Aufgrund der Isolation baut sich die kleine Amélie eine Traumwelt auf, in der sie von nun an lebt, jedoch nicht ohne den Kontakt zum Boden zu verlieren. Sie verläßt, als sie alt genug ist, das väterliche Haus, bezieht eine eigene, kleine Wohnung und arbeitet in einem Café als Kellnerin.
Eines Tages entdeckt sie per Zufall in ihrer Wohnung eine Blechdose, die mit kleinen „Schätzen“ gefüllt ist – zumindest müssen dies einmal Schätze für ein kleines Kind gewesen seien. Sie beschließt sich in das Leben anderer einzumischen.
Fortan spielt sie die Samariterin, die anderen zum Liebesglück verhilft, läßt einen Blinden mit ihren Augen sehen, setzt sich für den leicht zurückgebliebenen Angestellten eines Gemüseladens ein und spielt „böser Geist“, indem sie stetig Kleinigkeiten in einer Wohnung verändert.
Doch dann trifft Amélie auf Nino, der es sich zur Aufgabe gemacht hat weggeworfene Paßfotos zu sammeln und in ein Buch zu kleben. Für sie ist es Liebe auf den ersten Blick, doch wie soll sie in seine Nähe kommen? Der Weg dorthin ist fantasievoll, läßt sie sich doch allerhand einfallen. Dies jedoch auch, weil sie es zunächst nicht schafft ihrer Fantasiewelt in die Realität zu entkommen... .
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Die Machart:
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Der Film weißt eine Fülle von visuellen Effekten und Einfällen auf. Dadurch entstehen immer wieder Überraschungsmomente und skurile Eindrücke. Da sprechen schon mal Paßbilder oder Bilder an der Wand oder da zerfließt Amélie schon mal zu Wasser... .
Solcherlei Ideen gibt es viele im Film, die ihn visuell sehr beeindruckend machen und erfreulich creativ erscheinen lassen.
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Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°
Obwohl die Geschichte der Amélie wie ein Drama wirkt, ist dieser Film durchaus nicht dramatisch. Dies mag vielleicht auch daran liegen, daß der Film aus Amélies fantasievoller Perspektive geschildert wird und nicht objektiv von außen. Amélie mag in gewisser Weise den Bezug zur Außenwelt teilweise verlieren und in ihrer eigenen Welt leben, doch zeigt sich dabei subjektiv keinerlei Leiden, bis vielleicht auf die Schwierigkeit zwischenmenschliches aufzubauen.
Der Film wirkt wie ein modernes Märchen – zumindest hat er viel märchenhaftes. Dies wird vielleicht auch durch die glänzende Darstellung der Audrey Tautou, die die Amélie spielt, unterstützt.
Obwohl der Film wahr sein könnte, ist er dennoch irgendwie zu schön, um wahr zu sein. Er wirkt auf seine Weise unrealistisch, surreal und dadurch halt irgendwie märchenhaft.
Viele äußerst witzige Momente im Film runden das Bild ab und verleihen dem Film auch eine humoristische Note, die ebenfalls sehr gut gelungen ist. (Ich sage nur: Gartenzwerg!) ; )
Ich habe den Film genossen und konnte bei diesem Film seit langem mal wieder völlig in der Handlung abtauchen, so daß ich das Kino nicht mehr wahrnahm. Mich so in den Bann zu ziehen hat seit langem kein Film mehr vermocht!
Amélie ist ein wunderschöner Film, der bisweilen zu Herzen geht, doch von dem man sich gern berühren lassen möchte!
Mit diesem Bericht verabschiede ich mich vorübergehend, da ich nun erst mal in den Urlaub und somit ins Meer abtauche!
Bis bald und viel Spaß mit Amélie!
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Frankreich: 2001
Länge: 120 Minuten
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller:
Audrey Tautou (Amélie), Mathieu Kassovitz (Nino Quincampoix), Rufus (Raphael Poulain), Yolande Moreau (Madeleine Wallace), Artus De Penguern (Hipolito), Urbain Cancelier (Collignon), Dominique Pinon (Joseph), Maurice Benichou (Bretodeau), Claude Perron (Eva), Michel Robin (Vater Collignon)
Stab:
Produzenten: Claudie Ossard
Drehbuch: Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurant
Musik: Yann Tiersen
Kamera: Bruno Delbonnel
Spezialeffekte: Yves Domenjoud, Jes Versaillais Ausstattung: Aline Bonetto
Schnitt: Céline Kelepikis
Kostüme: Emma Lebail
Make Up: John Nollet
Ton: Jean Umansky
P.S. Der Film heißt natürlich eigentlich: "Die fabelhafte Welt der Amélie"!
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