Donnie Darko (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von filmorama.de
Der Hase und das Ende der Welt...
Pro:
Darsteller, Kamera, Musik, Drehbuch, Effekte,...
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
= STORY =
Im Oktober 1988, in einer Nacht schlafwandelt der Teenager Donnie aus seinem Haus. Ihm erscheint ein Hase namens Frank, der ihm sagt, dass in 28 Tagen die Welt untergeht. Seine Klassenkameradin und Seelenverwandte Gretchen ist an seiner Seite als Donnie (Jake Gyllenhaal) beginnt sein Leben durch eben diese Visionen vorauszusehen; und Frank Donnie schließlich veranlasst, Vandalismus und noch weit schlimmere Dinge zu treiben...
= KRITIK =
Was kann man von einem amerikanischen Independent-Streifen erwarten, der es nicht in die deutschen Kinos geschafft hat?
Wenn man kein Filmfan ist, der sich per Internet oder Zeitschriften auf dem Laufenden hält mit Sicherheit nicht viel – ich bezweifle auch, dass die Mehrheit jemals etwas von DONNIE DARKO gehört haben. „Denn Filme, die nicht in den Kinos laufen können nur schlecht sein...“
Da sag ich nur: Ganz falsches Denken!
Ich persönlich kann keinen großen Gefallen mehr an naiven, oberflächlichen und stupiden Sachen finden, was im Moment zu Hauf in den Kinos läuft. Alles Sachen, die kurzfristig vielleicht gut unterhalten können, aber nach dem Abspann im Gedächtnis keinerlei nennenswerten Erinnerungen hinterlassen – geschweige denn zum Nachdenken anregen. DONNIE DARKO weist im Gegensatz dazu wirklich innovative Neuerungen auf und genau diese Innovativität erwarte ich von einem genialen Film. DER SCHMALE GRAT, BLADE RUNNER, BRAZIL, MAGNOLIA. Im Grunde alles Filme, die sich doch stark voneinander unterscheiden, aber von ihrer Machart her Einzigartig sind und bleiben. Genau in diese Liste reiht sich DONNIE DARKO gnadenlos ein.
Was Regisseur Richard Kelly mit dem sehr geringen Budget von knapp 4,5 Millionen US-Dollar vollbracht hat ist nicht nur lobenswert, sondern auch bemerkenswert.
Natürlich sind die Effekte teils nicht perfekt gelungen, aber schadet das dem Film und seiner Klasse nicht im geringsten. Ich würde sogar behaupten, dass der Grossteil der Special-Effects exzellent gelungen ist. Jedoch hält sich die Anzahl in Grenzen, was heutzutage einen weiteren Pluspunkt für mich darstellt.
Weitere große Pluspunkte gibt es für die hervorragenden Leistungen der Darsteller, die, wenn man mal von Drew Barrymore (die übrigens auf einen großen Teil ihrer Gage verzichtete, um in diesem Projekt mitzuwirken) und Patrick Swayze absieht, hauptsächlich Newcomer und unbekanntere Gesichter sind. Besonders Jake Gyllenhaal der den vermeintlichen Helden Donnie Darko spielt, glänzt in seiner Rolle als geisteskranker Jugendlicher, der teils böse und unberechenbar wirkt, aber teils auch mitfühlend und sensibel. Ein Gesicht also, dass man sich gut einprägen sollte, denn wird man noch so einige Filme mit ihm sehen können.
Das Selbige kann man auch zu Richard Kelly sagen, der wohl kaum mit seinen darstellerischen Leistungen Erfolg haben wird, sondern eher mit seinem Film- und Erzählstil. Nicht selten benutzt er Zeitraffer und Zeitlupen, die den Eindruck der späten 80er Jahre vermitteln sollen – denn diese Elemente wurden häufiger zu der Zeit verwendet. Außerdem sind seine gewählten Kamerafahrten zugleich interessant und einfallsreich. Daher freue ich mich schon ganz besonders auf seinen kommenden Science-Fiction Streifen KNOWING, der dieses Jahr noch abgedreht werden soll.
Jedoch finde ich, dass man DONNIE DARKO kaum in die Schublade Science-Fiction legen kann. Vielmehr behandelt er mehrere Genres wie Fantasy, Science-Fiction, Mystery und einen Hauch von Drama und Thriller. Eine vielversprechende, Genre-übergreifende Mischung, die in KNOWING hoffentlich seine ebenso geniale Fortsetzung finden wird.
= FAZIT =
Ein Film der glücklicherweise aus der Reihe tanzt und genau deswegen so richtig meinen Geschmack trifft. DONNIE DARKO ist ein Streifen, der es sogar schafft, dass gestandene Filmjunkies über die Interpretation diskutieren. Und ich muss sagen, nach dem ersten Mal schauen bringt er die grauen Hirnzellen richtig in Wallung.
Mal abgesehen davon, dass er einen leichten Touch von Depressivität bei mir hinterließ und hart kritisiert, was falsch in dieser Welt läuft, fiel mir positiv auf, dass er dennoch die Seelenverwandtschaft und Zuneigung zu anderen Menschen in das rechte Licht rückt.
Wer schon in den Genuss von DONNIE DARKO kommen durfte wird mein abschließendes Zitat verstehen, dass meine eigene Komposition darstellt und meiner Meinung nach den Film sehr gut auf dem Punkt bringt:
„Auch wenn es so scheint, als ob die Welt um dich herum zerbricht, wird es immer einen Menschen geben der an dich denkt – dich retten wird.
Jedoch vielleicht auch ohne zu wissen, dass dieser Mensch existiert...“
= FILMDATEN =
Regisseur: Richard Kelly
Laufzeit: 113 Minuten
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Maggie Gyllenhaal, Holmes Osborne, James Duval, Patrick Swayze, Drew Barrymore
Weitere Infos zum Film gibt es hier:
http://www.moviemaniaxx.de/start.php?seitenid=19&filmid=50
Im Oktober 1988, in einer Nacht schlafwandelt der Teenager Donnie aus seinem Haus. Ihm erscheint ein Hase namens Frank, der ihm sagt, dass in 28 Tagen die Welt untergeht. Seine Klassenkameradin und Seelenverwandte Gretchen ist an seiner Seite als Donnie (Jake Gyllenhaal) beginnt sein Leben durch eben diese Visionen vorauszusehen; und Frank Donnie schließlich veranlasst, Vandalismus und noch weit schlimmere Dinge zu treiben...
= KRITIK =
Was kann man von einem amerikanischen Independent-Streifen erwarten, der es nicht in die deutschen Kinos geschafft hat?
Wenn man kein Filmfan ist, der sich per Internet oder Zeitschriften auf dem Laufenden hält mit Sicherheit nicht viel – ich bezweifle auch, dass die Mehrheit jemals etwas von DONNIE DARKO gehört haben. „Denn Filme, die nicht in den Kinos laufen können nur schlecht sein...“
Da sag ich nur: Ganz falsches Denken!
Ich persönlich kann keinen großen Gefallen mehr an naiven, oberflächlichen und stupiden Sachen finden, was im Moment zu Hauf in den Kinos läuft. Alles Sachen, die kurzfristig vielleicht gut unterhalten können, aber nach dem Abspann im Gedächtnis keinerlei nennenswerten Erinnerungen hinterlassen – geschweige denn zum Nachdenken anregen. DONNIE DARKO weist im Gegensatz dazu wirklich innovative Neuerungen auf und genau diese Innovativität erwarte ich von einem genialen Film. DER SCHMALE GRAT, BLADE RUNNER, BRAZIL, MAGNOLIA. Im Grunde alles Filme, die sich doch stark voneinander unterscheiden, aber von ihrer Machart her Einzigartig sind und bleiben. Genau in diese Liste reiht sich DONNIE DARKO gnadenlos ein.
Was Regisseur Richard Kelly mit dem sehr geringen Budget von knapp 4,5 Millionen US-Dollar vollbracht hat ist nicht nur lobenswert, sondern auch bemerkenswert.
Natürlich sind die Effekte teils nicht perfekt gelungen, aber schadet das dem Film und seiner Klasse nicht im geringsten. Ich würde sogar behaupten, dass der Grossteil der Special-Effects exzellent gelungen ist. Jedoch hält sich die Anzahl in Grenzen, was heutzutage einen weiteren Pluspunkt für mich darstellt.
Weitere große Pluspunkte gibt es für die hervorragenden Leistungen der Darsteller, die, wenn man mal von Drew Barrymore (die übrigens auf einen großen Teil ihrer Gage verzichtete, um in diesem Projekt mitzuwirken) und Patrick Swayze absieht, hauptsächlich Newcomer und unbekanntere Gesichter sind. Besonders Jake Gyllenhaal der den vermeintlichen Helden Donnie Darko spielt, glänzt in seiner Rolle als geisteskranker Jugendlicher, der teils böse und unberechenbar wirkt, aber teils auch mitfühlend und sensibel. Ein Gesicht also, dass man sich gut einprägen sollte, denn wird man noch so einige Filme mit ihm sehen können.
Das Selbige kann man auch zu Richard Kelly sagen, der wohl kaum mit seinen darstellerischen Leistungen Erfolg haben wird, sondern eher mit seinem Film- und Erzählstil. Nicht selten benutzt er Zeitraffer und Zeitlupen, die den Eindruck der späten 80er Jahre vermitteln sollen – denn diese Elemente wurden häufiger zu der Zeit verwendet. Außerdem sind seine gewählten Kamerafahrten zugleich interessant und einfallsreich. Daher freue ich mich schon ganz besonders auf seinen kommenden Science-Fiction Streifen KNOWING, der dieses Jahr noch abgedreht werden soll.
Jedoch finde ich, dass man DONNIE DARKO kaum in die Schublade Science-Fiction legen kann. Vielmehr behandelt er mehrere Genres wie Fantasy, Science-Fiction, Mystery und einen Hauch von Drama und Thriller. Eine vielversprechende, Genre-übergreifende Mischung, die in KNOWING hoffentlich seine ebenso geniale Fortsetzung finden wird.
= FAZIT =
Ein Film der glücklicherweise aus der Reihe tanzt und genau deswegen so richtig meinen Geschmack trifft. DONNIE DARKO ist ein Streifen, der es sogar schafft, dass gestandene Filmjunkies über die Interpretation diskutieren. Und ich muss sagen, nach dem ersten Mal schauen bringt er die grauen Hirnzellen richtig in Wallung.
Mal abgesehen davon, dass er einen leichten Touch von Depressivität bei mir hinterließ und hart kritisiert, was falsch in dieser Welt läuft, fiel mir positiv auf, dass er dennoch die Seelenverwandtschaft und Zuneigung zu anderen Menschen in das rechte Licht rückt.
Wer schon in den Genuss von DONNIE DARKO kommen durfte wird mein abschließendes Zitat verstehen, dass meine eigene Komposition darstellt und meiner Meinung nach den Film sehr gut auf dem Punkt bringt:
„Auch wenn es so scheint, als ob die Welt um dich herum zerbricht, wird es immer einen Menschen geben der an dich denkt – dich retten wird.
Jedoch vielleicht auch ohne zu wissen, dass dieser Mensch existiert...“
= FILMDATEN =
Regisseur: Richard Kelly
Laufzeit: 113 Minuten
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Maggie Gyllenhaal, Holmes Osborne, James Duval, Patrick Swayze, Drew Barrymore
Weitere Infos zum Film gibt es hier:
http://www.moviemaniaxx.de/start.php?seitenid=19&filmid=50
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