Extreme Ops (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von NoSoul
Extrem Ops- unglaublich schlecht, ein extremes Ups!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Extreme Ops
Über diesen Film kann man eigentlich nicht viel schreiben. Es ist eine europäische Koproduktion, die mal wieder versucht dem amerikanischen Action-Kino Paroli zu bieten. Leider ohne Erfolg!
Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Filmteam um den Regisseur Ian (Rufus Sewell) will in Österreich, nahe der jugoslawischen Grenze einen rasanten Werbefilm drehen, in dem vier Snowboarder bzw. Skifahrer vor einer Lawine flüchten sollen. Das Team besteht aus den üblichen Charakteren: dem selbstsicheren Chef(der Regisseur), einem draufgängerischem Snowboard-Fahrer, einem intelligentem Techniker(Heino Ferch), einer professionellen Skifahrerin, die übermütig glaubt auch Stunts hinzubekommen... Aus allen diesen platten und formlosen Typen ergibt sich dann eine voraussehbare Beziehungsentwicklung. Zum Anfang haben einige natürlich Probleme miteinander, aber am Ende sind sie selbstverständlich unzertrennliche Freunde geworden, die mitten in der Stadt auf einem fahrenden Zug mal eben so einen Gruppenstunt vollführen. Aber bis dahin müssen sie erst mal den Werbefilm gedreht haben. Dazu ziehen sie in ein noch nicht fertiggestelltes Luxushotel auf dem Gipfel eines Berges, in dem rein zufällig gerade ein entflohener serbischer Kriegsverbrecher mit seinen Anhängern Unterschlupf gesucht hat. Zufällig wird dieser von der Kamera unserer Helden eingefangen, ohne das diese das überhaupt merken. Schließlich kommt es zu einer actiongeladenen Jagd auf das Filmteam, das voller Glück von keiner der Hunderten MG-Kugeln, die auf es gefeuert werden, zum Opfer fällt. Nebenbei wird dann der Werbefilm auch noch zu Ende gedreht, da durch die Jagd glücklicherweise auch noch eine Lawine ausgelöst wird.
Der Film ist ein kläglicher Versuch ein europäischen Actionfilm zu etablieren. Die Handlung ist idiotisch und unlogisch. Die Figuren haben keine ausgewogenen Eigenschaften, sondern sind einfach nur schlecht kopierte Typen aus amerikanischen, drittklassigen Filmen dieses Genres. So spielt einer der Serben sadistische Spiele mit dem überraschten Filmteam als er die Kassette aus der Kamera haben will. Das Klischee des bösen Serben, der sogar dann noch anderen Leid zufügen will, obwohl er in seiner momentanen Situation doch andere Probleme lösen sollte.
Kurz: alles Handlung ist nur darauf aus den Film mit Actionszenen vollzupacken. Solche Filme kann ich persönlich an sich schon nicht leiden. Doch einige Actionfilm-Fans könnten das vielleicht noch verzeihen, wenn diese Actionszenen ihr Eintrittsgeld wert wären. Doch leider sind sie dies weder in Quantität noch Qualität. Bis auf wenige Snowboard-Stunts vor der atemberaubenden Kulisse des Films bietet der Film wenig großartiges. Nichts was man nicht schon vor Jahren in Hollywood-Actionfilmen gesehen hat oder in den Best-off-Videos diverser Snowboard-Veranstaltungen. Dabei ist das Finale besonders traurig. Der Film endet nämlich mit einer recht unspektakulären Explosion, die den Bösewicht umbringt. Hierbei wurde der übliche Spannungsbogen eines Actionfilmes, wahrscheinlich einfach aus Ideenlosigkeit, frühzeitig durchbrochen. Denn als Zuschauer denkt man kurz vor dieser Explosion noch, jetzt geht es erst richtig los. Doch auf einmal ist alles vorbei. Das ist wohl das größte Manko des Filmes, vergleicht man ihn mit anderen Actionfilmen. Der Hauptteil des Filmes besteht nur aus der Vorgeschichte, wie der Serbe in das Hotel kommt, wie das Filmteam dahinkommt, wie der Serbe zufällig aufgenommen wird. Erst im letzten Drittel kommt es zur eigentlichen Jagd. Und bevor sie richtig beginnt ist alles auch schon vorbei. Ich bin kein Actionfilm-Fan, aber wenn man schon einen dreht, sollte man es schon richtig machen!
Diese Kritik hier heißt nicht, dass die Actionszenen völlig missraten sind. Sie sind solide und schön gemacht. Die passende Musik sorgt noch für die notwendige Beschleunigung des Pulses. Die Kulisse der Berggipfel bringt das zusätzliche Gefühl der Höhe mit ein. Doch das alles ist auf einem üblichen TV-Produktions-Niveau und kann mit Hollywood nicht mithalten.
Der Film ist für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass Europa nicht versuchen sollte Hollywood Paroli zu bieten. Man sollte das wenige Geld das im Vergleich zu Amerika hier in den Film gesteckt wird nicht in aufwendig teure, drittklassige Actionfilme stecken. Die handwerkliche Präzision in diesem Genre Amerikas werden die Europäer nie erreichen. Warum sollen wir es auch versuchen? Wollen wir nicht lieber versuchen ein intelligentes und abwechslungsreiches europäisches Kino etablieren? Warum wird ständig versucht ein Genre zu kopieren, dass nur aus Gewalt, Stunts und platten Klischees besteht? Da der europäischen Filmindustrie das (zum Glück) doch nie gelingen wird, sollte das Geld nicht weiter für vorprogrammierte Flops ausgegeben werden, jedenfalls nicht für solche platten filmischen Verwehlungen.
Fazit: Den Film sollte man meiden, es sei denn man mag Actionszenen im Schnee und eine Handlung interessiert einen sowieso nicht.
(Extreme Ops, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg 2002)
Darsteller: Klaus Löwitsch, Jana Pallaske, Rufus Sewell
Regie: Christian Duguay
FSK: ab 12
Genre: Action
Über diesen Film kann man eigentlich nicht viel schreiben. Es ist eine europäische Koproduktion, die mal wieder versucht dem amerikanischen Action-Kino Paroli zu bieten. Leider ohne Erfolg!
Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Filmteam um den Regisseur Ian (Rufus Sewell) will in Österreich, nahe der jugoslawischen Grenze einen rasanten Werbefilm drehen, in dem vier Snowboarder bzw. Skifahrer vor einer Lawine flüchten sollen. Das Team besteht aus den üblichen Charakteren: dem selbstsicheren Chef(der Regisseur), einem draufgängerischem Snowboard-Fahrer, einem intelligentem Techniker(Heino Ferch), einer professionellen Skifahrerin, die übermütig glaubt auch Stunts hinzubekommen... Aus allen diesen platten und formlosen Typen ergibt sich dann eine voraussehbare Beziehungsentwicklung. Zum Anfang haben einige natürlich Probleme miteinander, aber am Ende sind sie selbstverständlich unzertrennliche Freunde geworden, die mitten in der Stadt auf einem fahrenden Zug mal eben so einen Gruppenstunt vollführen. Aber bis dahin müssen sie erst mal den Werbefilm gedreht haben. Dazu ziehen sie in ein noch nicht fertiggestelltes Luxushotel auf dem Gipfel eines Berges, in dem rein zufällig gerade ein entflohener serbischer Kriegsverbrecher mit seinen Anhängern Unterschlupf gesucht hat. Zufällig wird dieser von der Kamera unserer Helden eingefangen, ohne das diese das überhaupt merken. Schließlich kommt es zu einer actiongeladenen Jagd auf das Filmteam, das voller Glück von keiner der Hunderten MG-Kugeln, die auf es gefeuert werden, zum Opfer fällt. Nebenbei wird dann der Werbefilm auch noch zu Ende gedreht, da durch die Jagd glücklicherweise auch noch eine Lawine ausgelöst wird.
Der Film ist ein kläglicher Versuch ein europäischen Actionfilm zu etablieren. Die Handlung ist idiotisch und unlogisch. Die Figuren haben keine ausgewogenen Eigenschaften, sondern sind einfach nur schlecht kopierte Typen aus amerikanischen, drittklassigen Filmen dieses Genres. So spielt einer der Serben sadistische Spiele mit dem überraschten Filmteam als er die Kassette aus der Kamera haben will. Das Klischee des bösen Serben, der sogar dann noch anderen Leid zufügen will, obwohl er in seiner momentanen Situation doch andere Probleme lösen sollte.
Kurz: alles Handlung ist nur darauf aus den Film mit Actionszenen vollzupacken. Solche Filme kann ich persönlich an sich schon nicht leiden. Doch einige Actionfilm-Fans könnten das vielleicht noch verzeihen, wenn diese Actionszenen ihr Eintrittsgeld wert wären. Doch leider sind sie dies weder in Quantität noch Qualität. Bis auf wenige Snowboard-Stunts vor der atemberaubenden Kulisse des Films bietet der Film wenig großartiges. Nichts was man nicht schon vor Jahren in Hollywood-Actionfilmen gesehen hat oder in den Best-off-Videos diverser Snowboard-Veranstaltungen. Dabei ist das Finale besonders traurig. Der Film endet nämlich mit einer recht unspektakulären Explosion, die den Bösewicht umbringt. Hierbei wurde der übliche Spannungsbogen eines Actionfilmes, wahrscheinlich einfach aus Ideenlosigkeit, frühzeitig durchbrochen. Denn als Zuschauer denkt man kurz vor dieser Explosion noch, jetzt geht es erst richtig los. Doch auf einmal ist alles vorbei. Das ist wohl das größte Manko des Filmes, vergleicht man ihn mit anderen Actionfilmen. Der Hauptteil des Filmes besteht nur aus der Vorgeschichte, wie der Serbe in das Hotel kommt, wie das Filmteam dahinkommt, wie der Serbe zufällig aufgenommen wird. Erst im letzten Drittel kommt es zur eigentlichen Jagd. Und bevor sie richtig beginnt ist alles auch schon vorbei. Ich bin kein Actionfilm-Fan, aber wenn man schon einen dreht, sollte man es schon richtig machen!
Diese Kritik hier heißt nicht, dass die Actionszenen völlig missraten sind. Sie sind solide und schön gemacht. Die passende Musik sorgt noch für die notwendige Beschleunigung des Pulses. Die Kulisse der Berggipfel bringt das zusätzliche Gefühl der Höhe mit ein. Doch das alles ist auf einem üblichen TV-Produktions-Niveau und kann mit Hollywood nicht mithalten.
Der Film ist für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass Europa nicht versuchen sollte Hollywood Paroli zu bieten. Man sollte das wenige Geld das im Vergleich zu Amerika hier in den Film gesteckt wird nicht in aufwendig teure, drittklassige Actionfilme stecken. Die handwerkliche Präzision in diesem Genre Amerikas werden die Europäer nie erreichen. Warum sollen wir es auch versuchen? Wollen wir nicht lieber versuchen ein intelligentes und abwechslungsreiches europäisches Kino etablieren? Warum wird ständig versucht ein Genre zu kopieren, dass nur aus Gewalt, Stunts und platten Klischees besteht? Da der europäischen Filmindustrie das (zum Glück) doch nie gelingen wird, sollte das Geld nicht weiter für vorprogrammierte Flops ausgegeben werden, jedenfalls nicht für solche platten filmischen Verwehlungen.
Fazit: Den Film sollte man meiden, es sei denn man mag Actionszenen im Schnee und eine Handlung interessiert einen sowieso nicht.
(Extreme Ops, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg 2002)
Darsteller: Klaus Löwitsch, Jana Pallaske, Rufus Sewell
Regie: Christian Duguay
FSK: ab 12
Genre: Action
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