Jackass: The Movie (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von e_keule

***Schon mal ein Auto im Hinterteil gehabt??;)***

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da ich ja bekanntlich immer mehr zum Kinogänger mutiere, wird auch der folgende Bericht von einem Film handeln, nämlich den umstrittenen „Jackass – the movie“. Aber ob man diesen Streifen überhaupt als *Film* bezeichnen kann, wird sich in den nächsten Zeilen erst noch herausstellen. ;-) Mit ein paar Kumpels ging es gestern Abend also ins Kino, wo wir in den folgenden 80 Minuten den ein oder anderen Lachkrampf überwinden mussten. *hehe*

Was ist Jackass überhaupt und von was handelt das Ganze? Übersetzt man Jackass vom Englischen ins Deutsche gewinnt man schon den ersten Eindruck von dem Film, denn laut Wörterbuch heißt Jackass [männlicher!!] Esel oder auch Dummkopf. Genau 9 solcher Exemplare sind die Hauptprotagonisten des Filmes, der in den USA zum Megaerfolg wurde und Millionen in die Kinokassen spülte. Berühmt wurden die 9 verrückten Typen um Frontmann Johnny Knoxwille aber erst durch die gleichnamige Serie Jackass, die insgesamt 3 Staffeln umfaßt[e] und ab und zu im Abendprogramm von MTV „zu bewundern“ ist. Wer sich eine Folge davon schon einmal angeschaut hat, wird wissen, was einen im Film erwartet, denn großartige Unterschiede gibt es eigentlich nicht. Höchstens, dass der Film um einiges länger ist und keine Werbepause beinhaltet und dass die Kameraführung ein bisschen professioneller ist – aber wirklich nur ein bisschen!;) Wie vorhin schon gesagt, haben sich ein paar Stuntmen zusammengetan, die durch verrückte Aktionen ihrem Körper allerlei Schaden zufügen oder durch perverse Dinge den Brechreiz des Kinobesuchers herausfordern. ;o) Die Aktionen werden größtenteils mit HomeCams selbst gefilmt, was den Streifen auch irgendwie zu etwas besonderem macht – außerdem sind die einzelnen Szenen einfach wahllos aneinander gefügt worden, eine richtige Story gibt es also nicht!

Die Schauspieler – wenn man sich überhaupt so bezeichnen kann, da sie ja nicht wirklich schauspielern – vermitteln den ganzen Streifen lang gute Laune und sind auch immer am Abfeiern über die peinlichen Aktionen ihrer Kumpanen. Im Übrigen gibt es auch den ein oder anderen Gastauftritt, wobei der Skater Tony Hawk wohl am berühmtesten sein sollte. Die einzelnen Filme kriegen von den Machern immer besondere Titel verpasst, die am Beginn jeder Szene eingeblendet werden, z.B. „the bungie wedgie“ [Bungiejumping nackt und mittels eines Schlüpfers!] oder „paper cuts“ [erklärt sich eigentlich von selbst...aber für alle die kein Englisch können: mit scharfen Papierkanten in die Haut schneiden *autsch*]. Der Beginn von „Jackass – the movie“ ist sehr eigenartig...die Chaoten der Jackass Crew befinden sich in einem großen, fahrenden Einkaufswagen – der von der Seite mit Bauschutt beschossen wird. Das ganze wirkt – vor allem auch durch die eingespielte Musik – wie der Einzug der Gladiatoren im alten Rom. *grins* Im nächsten Abschnitt nun aber zum eigentlichen Inhalt des Films. ;o)

Natürlich will ich euch anhand einiger Beispiele eine kleine Vorstellung verleihen, was das denn für Stunts bzw. Mutproben sind und wie diese ablaufen! Ich persönliche unterteile die einzelnen Szenen von Jackass in 3 Hauptkategorien, nämlich „kranke Stunts“, „perverse Sachen“ und „lustige Sachen“ – für jede Kategorie werde ich euch jetzt 2 meines Erachtens besonders kranke/perverse/lustige Beispiele liefern. ;o)

***Fangen wir gemäßigt mit den„lustigen“ Sachen an. ***
(1.) Sehr witzig fand ich hier als sich Knoxville mit zwei seiner Kumpels in einem Busch auf einem Golfplatz versteckte und immer in dem Moment als ein Golfspieler den Ball abschlagen wollte, mit einer sehr lauten Hupe ein fieses Geräusch erzeugte. Somit ist die Konzentration beim Golfspieler natürlich dahin und der Shoot misslingt! Am Ende dieser Szene wirft dann ein wütender Spieler den Schläger nach Knoxville & Co. und schießt sogar mit Golfbällen auf die drei! *loooool* (2.) Dann die Szene mit dem Opa [Verwandlung mittels Seniorenmasken!], der mit seinem Elektrorollstuhl einen abschüssigen Bürgersteig hinabfährt und dabei ruft „Ahh, my breaks!!“ und dabei natürlich für Aufsehen bei Passanten sorgt. Als er dann unten heil ankommt und ein Passant ihn fragt, ob alles in Ordnung sei, fragt der Opa nur, ob der Passant ihn noch einmal den Berg hinaufschieben könnte...

***Wir steigern uns langsam mit den „kranken Stunts“.***
Neben ein paar gewöhnlichen Skateboardtricks, bei denen relativ wenig passiert, muss der Kinobesucher schon die ein oder andere harte Sache wegstecken. (1.) Dazu zähle ich den „riot control test“ als Johnny Knoxville sich von einem Profi mit einem Gewehr beschießen lässt [die Kugel fliegt „250 feet per second“ schnell!], wenigstens hat er sich noch dazu überwunden eine kugelsichere Weste überzuziehen. ;-) Jedenfalls trägt er durch diesen Stunt eine schöne Fleischwunde mit sich, die aber erst nach 2 Tagen so richtig ausgereift war! *iiihhh* (2.) Die Szene mit dem Krokodil darf natürlich auch nicht fehlen. Hierbei hangelt sich Stev-o – nur mit einer Unterhose bekleidet, in der sich große Fleischstücken befinden – über einen Tümpel, in dem sich mehrere Alligatoren befinden, die ständig nach dem Fleisch in seiner Hose schnappen. Als ihn die Kraft nach einiger Zeit verlässt, fliegt er in den Tümpel...

***Der Höhepunkt [oder eher der Tiefpunkt??]: „die perversen Sachen“***
Das meiner Meinung nach wirklich Abstoßendste bekommt man relativ am Ende des Streifens zu sehen. (1.) Hier uriniert einer der Chaotentruppe [ist es Dave England?!] auf eine zusammengepappte Schnellkugel und schleckt diese dann mehr oder weniger genüsslich auf. Wenige Sekunden später ist wieder einmal die Leerung des Magens angesagt... (2.) Pervers, abstoßend, aber auch irgendwie lustig ist die Szene mit dem Matchboxauto! Dieses schiebt sich einer der Protagonisten mittels Kondom und Gleitcreme in sein Hinterteil. Ziemlich eklig, oder? Aber spätestens als der „Betroffene“ dann zum Arzt geht und Röntgenbilder machen lässt, kann man sich das lachen nicht verkneifen! :D

Guckt euch den Film auf jeden Fall in der Original Version an! Auch wenn ihr in der englischen Version nicht alles verstehen solltet [so viel gibt’s ja eh nicht zu verstehen!;)], schaut euch auf keinen Fall die deutsche Fassung an, denn die schlechte Übersetzung macht den Film kaputt. Um das festzustellen, reichte schon das Betrachten eines kurzen Ausschnittes bei TV Total in der letzten Woche. In jedem größeren Kino sollte auch die OV zur Wahl stehen!;) Nun mein zweiter Tipp: geht nicht mit eurer Freundin, euren Eltern oder gar alleine in den Film! Das kommt wirklich nur halb so gut – wenn überhaupt! ;o) Geht mit ein paar Kumpels rein, dann lacht man mindestens doppelt so viel, glaubt mir...*gg* Des weiteren solltet ihr schon wissen, worauf ihr euch einlasst, denn wenn euch solche Dinge nicht zum Lachen bringen, seid ihr eher Fehl am Platze. Zur Probe könnt ihr ja mal eine Sendung auf MTV anschauen, jeden Freitag um 22:00 wird eine Folge ausgestrahlt!

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, jede Woche würde ich mir so etwas zwar nicht angucken, aber ab und zu tut das schon mal ganz gut. Geil dann auch, wenn sich nahezu jeder Besucher im Kinosaal vor Lachen krümmt, in dieser extremen Form wie bei „Jackass“ habe ich das noch nie erlebt! Und wenn Knoxville & Co. dann noch die ganze Zeit selber Lachen – ob nun als Schmerzbewältigung oder aus Belustigung – steckt das einfach jeden an, der solchem Humor nicht abgeneigt ist! *lach* Die verschiedenen Aktionen sind meiner Meinung nach auch relativ abwechslungsreich, das könnt ihr ja auch an den oben aufgeführten Beispielen erkennen. Die Zeit ging so schnell vorbei wie bei einem Zock und ich hat hatte kaum noch Kraft zum Lachen...*freudentränevergieß* ;o) Etwas negativ kann man die derben Szenen betrachten, die teilweise wirklich abstoßend sind. Na ja, wenn man sich den Streifen ansieht, sollte man aber damit rechnen und notfalls eine K-Tüte mitnehmen. ;-)

Leider darf man sich „Jackass – the movie“ erst angucken, wenn man volljährig ist [öhm ja...mein Alter bitte ignorieren! *grins*] – wie viele Millionen Einnahmen gehen da wohl verloren?;) Meiner Meinung nach hätte man den Film aber auch ab 16 freigeben können...aber gut, es besteht immer die Gefahr, dass irgendwelche Spinner die kranken Aktionen nachmachen.

Hier zur Vollständigkeit halber noch ein paar Daten des Films:

- Name: „Jackass – the movie“
- Produktion: David Gale, John Miller und Trip Taylor
- Regie: Jeff Tremaine
- Länge: ca. 80 Minuten
- FSK: ab 18 Jahren
- Website: http://www.jackassthemovie.com
- Schauspieler: Johnny Knoxville, Bam Margera, Chris Pontius, Steve-O, Ryan Dunn, Jason „Wee Man“ Acuna, Preston Lacy, Dave England und Ehren McGhehey

Abschließend kann ich den Film „Jackass – the movie“ eigentlich nur empfehlen, jedenfalls allen den Leuten, die solchem Humor nicht abgeneigt sind und mal keine Lust auf einen *anspruchsvollen* Film haben. Die Inszenierung ist gut gelungen, vor allem die lässige Kameraführung verleiht dem Ganzen ein besonderes Flair. Ansonsten sind die gezeigten Szenen meiner Meinung nach sehr abwechslungsreich, so dass die Zeit seeeehr schnell vergeht!;) Insgesamt vergebe ich eine „Empfehlung“ für alle die mal einen niveaulosen Kinostreifen sehen wollen und ein knappes „gut“!

Greetz keule

PS: Danke für’s Zeit nehmen, Lesen, Durchsrollen, Bewerten und eure waghalsigen Kommentare! ;o)

PSS: Bericht auch bei ciao!;)

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