Luther (DVD) Testbericht




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Erfahrungsbericht von dakota104
95 Thesen die die welt veränderten !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auch ich möchte mich heute mit dem Film „Luther“ beschäftigen. Erwartungen hatte ich im Vorfeld sehr sehr große, denn würde es einfach so gelingen das Leben des Mannes der die Welt veränderte zu beschreiben?
Zum Film:
Die Menschheit schreibt gerade das Jahr 1505.
Joseph Fiennes als der junge Martin Luther gerät in ein sehr schlimmes Unwetter. Er ängstigt sich zu Tode nachdem ihn mehrere Blitze nur um Haaresbreite verfehlen.
Durch dieses Erlebnis geschockt gibt er sein Studium der Rechte auf und wird Mönch im Augustiner Kloster zu Erfurt.
Später, wir schreiben schon das Jahr 1510, fährt der Mönch Martin Luther ins Heilige Rom.
Hier muss er ansehen wie schamlos die Kirche die Gottesfurcht der Menschen ausbeutet. Gegen Geld kann man sich hier von allen Sünden freikaufen und sogar schon tote Verwandte aus der Hölle freikaufen.
Ebenso bemerkt Martin Luther dass auch kirchliche Würdenträger sich nicht unbedingt an vorgegebenen Ritualien halten und ebenfalls Sünden begehen.
Kurzum, Luther erlebt Rom als schmutzige und sehr schmierige Stadt.
Als er wieder in Erfurt ankommt erzählt er seinen Pater von diesen widerlichen Erlebnissen in Rom.
Der Pater nun aufmerksam geworden auf die Fähigkeiten Martin Luther schickt diesen zum Studium der Theologie nach Wittenberg.
In Wittenberg angekommen trifft der junge Martin Luther auch auf die Gottesfurcht der Menschen.
Hier sieht er wie die Menschen sogar manchmal auf den Beistand eines Paters verzichten weil sie wissen sie müssen ihm dafür Geld zahlen.
Ebenso zürnt es Martin Luther dass sich Kinder aus Gottesfurcht erhängen und Eltern ihre verkrüppelten Kinder verstecken.
Eines Tages kommt so auch ein sehr berühmter Ablasshändler nach Wittenberge und bittet in einer aufwendigen Show um den Kauf von Ablassbriefen.
Was in Film wie lustig aussieht , war aber damals bittere Realität, denn im Jahre 1517 beschließt Papst Leo X , den Neubau des Peterdoms in Rom durch den Verkauf von Ablassbriefe zu finanzieren. Ablassbriefe wurden damals im Namen des Papstes ausgestellt und dienten als Bescheinigung für eine durch Geldleistung erworbene Vergebung der Sünden. Die Ablassbriefe berechtigen einmal im Leben und dann wieder in der Todesstunde zum Nachlass von allen Sünden und sicherten den Gläubigen durch den Kauf von Ablassbriefen einen Platz im Himmel zu.
Martin Luther muss nun mit ansehen wie die Mutter eines verkrüppelten Kindes nun mit einem Ablassbrief einen Platz im Himmel für das Kind kauft.
Martin Luther der nach dem Doktortitel nun auch den Professortitel erreicht weiß dass es für die Handlungen der Kirche keine Textstellen in der Bibel gibt. Er sieht das Handeln des Papstes als reine Geldgewinnung an.
Nach Meinung Luthers soll die Kirche den Menschen helfen und sie nicht ausbeuten.
In Folge dessen schlägt Martin Luther im Jahre 1517 seine weltberühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.
Luther, ein Mann der neben seinen Glauben auch den festen Entschluss hat der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen legt sich nun mit den Großen der Welt an.
Papst Leo X (gespielt von Uwe Ochsenknecht) verfolgt argwöhnisch das Treiben und fordert im Jahre 1518 den Widerruf der Thesen.
Hier bleibt Luther jetzt standhaft und der Glaubenskrieg beginnt.
Im Jahre 1521 wird Luther vor dem Reichstag zu Worms zitiert. Dort erkennt er vor dem deutschen Kaiser , Karl den Fünften, gespielt von Thorben Liebrecht, an, dass es nur eine Autorität, nämlich die Bibel gibt.
Luther wird nun zum Ketzer erklärt. Er ist quasi Vogelfrei, denn der Papst hat ihn aus der Kirche exkommuniziert und der deutsche Kaiser ächtet Luther aus Angst vor der Kirche.
Wie wir alle aus der Geschichte wissen wird nun Luther von Gefolgsleuten des Friedrich den Weisen, hervorragend gespielt von Sir Peter Ustinov, auf die Wartburg entführt.
Hier übersetzt Luther fanatisch, in nur 11 Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.
Luther ist zwar erst einmal aus dem Wege, aber der Kampf um die Reformation hat gerade erst begonnen …...und schliesslich findet der Film später sogar noch ein etwas geschichtlich eher unbekanntes Happy End.
Doch schaut selbst !
Die Schauspieler in dieser internationalen Filmproduktion sind sehr gut ausgewählt.
Etwas merkwürdig kommt hier eigentlich nur die Besetzung des Papstes Leo X mit Uwe Ochsenknecht daher.
Uwe Ochsenknecht spielt hier zwar den Papst Leo X glaubwürdig, bei dem deutschen Publikum merkt man aber etwas Verwunderung über diese Besetzung.
In Deutschland ist ja Uwe Ochsenknecht mehr mit lockeren bis lustigen Filmrollen bekannt. Den knallharten und sehr konservativen Papst Leo X nimmt man Uwe Ochsenknecht nicht so ab.
Luther, besetzt mit Joseph Fliennes ist sehr sehr gut gewählt.
Joseph Fliennes, geboren am 27 Mai 1970 in Salisbury machte sich als Schauspieler schon vor dem Film Luther einen großen Namen.
Hier erinnern wir uns alle an den Film „Shakespeare in Love“.
Im Film „Luther“ spielt Joseph Fliennes sehr überzeugt einen Mann der der eigentlich gar nicht die Kirche verändern wollte. Er hatte ja viel zu viel mit seinen Selbstzweifeln zu tuen. Erst später platzt bei ihm der Kragen als er eine moralisierende Kirche sieht die die Menschen unmoralisch ausnutzt.
Friedrich der Weise, gespielt von Sir Peter Ustinov. Diese Rolle ist am Besten besetzt. Geschickt schützt Peter Ustinov Luther vor der Kirche.
Hier zeigt sich die Cleverness und Witzigkeit eines alten Mannes. Hervorragend gespielt von Sir Peter Ustinov.
Insgesamt hat mir der Film „Luther“ sehr gut gefallen.
Man hat sich Mühe gegeben die Lebensgeschichte von Martin Luther aufzuarbeiten.
Manchmal wirkt tatsächlich alles eine Spur zu bunt und eben viel zu einfach für das Mittelalter, da ja eher nicht so bunt für die Menschen sehr hart war.
Manchmal wirkt eben alles zu locker und zu schön, man könnte beinahe Verbindungen zu Hollywoodproduktionen sehen.
Insgesamt also eine gute bis sehr gute Geschichtsaufarbeitung und endlich auch wieder einmal ein schön historisch wahres Thema.
Trotz der Ärgernis, das man bei mir für diesen Film einen Überzeitzuschlag verlangte, gebe ich den Film „Luther“ knappe 5 Sterne !
Zum Film:
Die Menschheit schreibt gerade das Jahr 1505.
Joseph Fiennes als der junge Martin Luther gerät in ein sehr schlimmes Unwetter. Er ängstigt sich zu Tode nachdem ihn mehrere Blitze nur um Haaresbreite verfehlen.
Durch dieses Erlebnis geschockt gibt er sein Studium der Rechte auf und wird Mönch im Augustiner Kloster zu Erfurt.
Später, wir schreiben schon das Jahr 1510, fährt der Mönch Martin Luther ins Heilige Rom.
Hier muss er ansehen wie schamlos die Kirche die Gottesfurcht der Menschen ausbeutet. Gegen Geld kann man sich hier von allen Sünden freikaufen und sogar schon tote Verwandte aus der Hölle freikaufen.
Ebenso bemerkt Martin Luther dass auch kirchliche Würdenträger sich nicht unbedingt an vorgegebenen Ritualien halten und ebenfalls Sünden begehen.
Kurzum, Luther erlebt Rom als schmutzige und sehr schmierige Stadt.
Als er wieder in Erfurt ankommt erzählt er seinen Pater von diesen widerlichen Erlebnissen in Rom.
Der Pater nun aufmerksam geworden auf die Fähigkeiten Martin Luther schickt diesen zum Studium der Theologie nach Wittenberg.
In Wittenberg angekommen trifft der junge Martin Luther auch auf die Gottesfurcht der Menschen.
Hier sieht er wie die Menschen sogar manchmal auf den Beistand eines Paters verzichten weil sie wissen sie müssen ihm dafür Geld zahlen.
Ebenso zürnt es Martin Luther dass sich Kinder aus Gottesfurcht erhängen und Eltern ihre verkrüppelten Kinder verstecken.
Eines Tages kommt so auch ein sehr berühmter Ablasshändler nach Wittenberge und bittet in einer aufwendigen Show um den Kauf von Ablassbriefen.
Was in Film wie lustig aussieht , war aber damals bittere Realität, denn im Jahre 1517 beschließt Papst Leo X , den Neubau des Peterdoms in Rom durch den Verkauf von Ablassbriefe zu finanzieren. Ablassbriefe wurden damals im Namen des Papstes ausgestellt und dienten als Bescheinigung für eine durch Geldleistung erworbene Vergebung der Sünden. Die Ablassbriefe berechtigen einmal im Leben und dann wieder in der Todesstunde zum Nachlass von allen Sünden und sicherten den Gläubigen durch den Kauf von Ablassbriefen einen Platz im Himmel zu.
Martin Luther muss nun mit ansehen wie die Mutter eines verkrüppelten Kindes nun mit einem Ablassbrief einen Platz im Himmel für das Kind kauft.
Martin Luther der nach dem Doktortitel nun auch den Professortitel erreicht weiß dass es für die Handlungen der Kirche keine Textstellen in der Bibel gibt. Er sieht das Handeln des Papstes als reine Geldgewinnung an.
Nach Meinung Luthers soll die Kirche den Menschen helfen und sie nicht ausbeuten.
In Folge dessen schlägt Martin Luther im Jahre 1517 seine weltberühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg.
Luther, ein Mann der neben seinen Glauben auch den festen Entschluss hat der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen legt sich nun mit den Großen der Welt an.
Papst Leo X (gespielt von Uwe Ochsenknecht) verfolgt argwöhnisch das Treiben und fordert im Jahre 1518 den Widerruf der Thesen.
Hier bleibt Luther jetzt standhaft und der Glaubenskrieg beginnt.
Im Jahre 1521 wird Luther vor dem Reichstag zu Worms zitiert. Dort erkennt er vor dem deutschen Kaiser , Karl den Fünften, gespielt von Thorben Liebrecht, an, dass es nur eine Autorität, nämlich die Bibel gibt.
Luther wird nun zum Ketzer erklärt. Er ist quasi Vogelfrei, denn der Papst hat ihn aus der Kirche exkommuniziert und der deutsche Kaiser ächtet Luther aus Angst vor der Kirche.
Wie wir alle aus der Geschichte wissen wird nun Luther von Gefolgsleuten des Friedrich den Weisen, hervorragend gespielt von Sir Peter Ustinov, auf die Wartburg entführt.
Hier übersetzt Luther fanatisch, in nur 11 Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.
Luther ist zwar erst einmal aus dem Wege, aber der Kampf um die Reformation hat gerade erst begonnen …...und schliesslich findet der Film später sogar noch ein etwas geschichtlich eher unbekanntes Happy End.
Doch schaut selbst !
Die Schauspieler in dieser internationalen Filmproduktion sind sehr gut ausgewählt.
Etwas merkwürdig kommt hier eigentlich nur die Besetzung des Papstes Leo X mit Uwe Ochsenknecht daher.
Uwe Ochsenknecht spielt hier zwar den Papst Leo X glaubwürdig, bei dem deutschen Publikum merkt man aber etwas Verwunderung über diese Besetzung.
In Deutschland ist ja Uwe Ochsenknecht mehr mit lockeren bis lustigen Filmrollen bekannt. Den knallharten und sehr konservativen Papst Leo X nimmt man Uwe Ochsenknecht nicht so ab.
Luther, besetzt mit Joseph Fliennes ist sehr sehr gut gewählt.
Joseph Fliennes, geboren am 27 Mai 1970 in Salisbury machte sich als Schauspieler schon vor dem Film Luther einen großen Namen.
Hier erinnern wir uns alle an den Film „Shakespeare in Love“.
Im Film „Luther“ spielt Joseph Fliennes sehr überzeugt einen Mann der der eigentlich gar nicht die Kirche verändern wollte. Er hatte ja viel zu viel mit seinen Selbstzweifeln zu tuen. Erst später platzt bei ihm der Kragen als er eine moralisierende Kirche sieht die die Menschen unmoralisch ausnutzt.
Friedrich der Weise, gespielt von Sir Peter Ustinov. Diese Rolle ist am Besten besetzt. Geschickt schützt Peter Ustinov Luther vor der Kirche.
Hier zeigt sich die Cleverness und Witzigkeit eines alten Mannes. Hervorragend gespielt von Sir Peter Ustinov.
Insgesamt hat mir der Film „Luther“ sehr gut gefallen.
Man hat sich Mühe gegeben die Lebensgeschichte von Martin Luther aufzuarbeiten.
Manchmal wirkt tatsächlich alles eine Spur zu bunt und eben viel zu einfach für das Mittelalter, da ja eher nicht so bunt für die Menschen sehr hart war.
Manchmal wirkt eben alles zu locker und zu schön, man könnte beinahe Verbindungen zu Hollywoodproduktionen sehen.
Insgesamt also eine gute bis sehr gute Geschichtsaufarbeitung und endlich auch wieder einmal ein schön historisch wahres Thema.
Trotz der Ärgernis, das man bei mir für diesen Film einen Überzeitzuschlag verlangte, gebe ich den Film „Luther“ knappe 5 Sterne !
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