Mulholland Drive - Straße der Finsternis (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von der_dominator
der_dominator ist verwirrt...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich muss zugeben ich kannte weder David Lynch noch eines seiner Werke als ich mir gestern, trotz des Protestes meiner Freundin, „Mullholland Drive - Straße der Finsternis“ in der Videothek auslieh. So wusste ich nicht, und dies ist für mich recht ungewöhnlich denn in der Regel informiere ich mich bevor ich mir einen Film anschaue,
was mich denn in den 146 folgenden Minuten erwarten würde.
# Vorgeplänkel
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[Wer ist David Lynch?]
Sollte euch David Lynch kein Begriff sein, so kann ich das durchaus verstehen, denn, wie gesagt, auch mir war keines der Werke Lynchs ein bekannt. Dieser gewisse Herr Lynch ist verantwortlich für Werke, wie „der Elefantenmensch“ oder „Lost Highway“ wobei auch diese, bzw. deren Inhalt sich meiner Kenntnis erzieht. Lediglich die US Serie „Twin Peaks“, für die er sich ebenfalls verantwortlich zeigt, und „Dune“ waren mir ein Begriff, wenn auch nur vom hören sagen.
Bekannt wurde der 1946 geborene Regisseur durch einen Experimentalfilm namens „the alphabet“ für den er ein Stipendium erhielt und einige Zeit später schuf er den Low-Cost Streifen „Erazerhead“. Der letztendliche Durchbruch gelang ihm aber mit „the Elephant Man“, einen Film über einen körperlich deformierten Menschen im 19. Jahrhundert der immerhin für acht Oskars nominiert wurde. Lynchs Werke zeichnen sich durch ihre unkonventionelle Weise aus mit der sie Versuchen die Menschlichen Abgründe darzustellen.
[Cast & Crew]
Wirklich bekannte Gesichter findet man in Mullholland Drive nicht wieder, was aber nicht weiter schlimm ist. Für seinen Streifen verpflichtete Lynch u.a. Naomi Watts, Ann Miller und Elena Harring. Während sich Lynch selbst für Buch und Regie verantwortlich zeigt, stand ihm bei der Kamera Peter Deming zur Seite, während Aneglo Badalamenti den Soundtrack zum Film beisteuerte.
[Schwierigkeiten beim Dreh]
Ursprünglich war Mullholland Drive, ebenso wie Twin Peaks als Serie für das amerikanische Fernsehen geplant, doch der Verantwortliche Sender wollte inhaltliche Änderungen im schon abgedrehten Piloten. Lynch war mit diesen nicht einverstanden und so stand das Projekt vor dem aus, ehe sich ein französisches Produzenten Team für Lynchs Werk begeistern konnte…
# Na dann mal los…
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[Handlung]
Die Geschichte, die in Mullholland Drive erzählt wird, wiederzugeben ist wahrlich eine Meisterleistung denn um es vorweg zu nehmen, Lynchs Werk über Hollywood und seine Methoden ist recht schwer und ein wenig verworren.
Die Mullholland Drive, oder müsste es „der“ heißen, ist eine Straße ein wenig abseits von LA gelegen. Hier beginnt der Streifen und der aufmerksame Zuschauer kommt ein erstes Mal in Kontakt mit einer elegant gekleideten Frau die, in einer Limousine chauffiert, auf eben dieser Straße unterwegs ist. Als die Limousine hält, denkt man zunächst nichts schlimmes, muss aber erschrocken feststellen, das Fahrer wie auch Mitfahrer wohl nicht nur den Auftrag haben die junge Dame zu eskortieren, denn als der Wagen hält, zückt einer der beiden seine Waffe. Just in diesem Augenblick kommt es jedoch zu einem Unfall und während von den Verursacher, die meisten von ihnen Jugendliche die ein Rennen auf dieser Straße austragen, keine Spur zu finden ist, torkelt die eben noch bedrohte Miss, deutlich benommen aus dem Auto. Sichtlich verwirrt, sucht sie sich ihren Weg durch einen nahe gelegenen Wald ehe sie, noch in der gleichen Nacht ein Haus in LA erreicht wo, die an der Stirn verletzte, Frau müde zusammenbricht.
Am nächsten Morgen erreicht Betty, die in Los Angeles Fuß als Schauspielerin fassen möchte, LA, gemeinsam mit einem älteren Ehepaar, die sie vermutlich auf dem Flug kennen gelernt hat, verlässt sie den Flughafen um sich dann zu verabschieden und in ein Taxi zu steigen welches sie zu ihrer zukünftigen Heimat, dem Appartement ihrer verreisten Tante, chauffiert.
Etwa zur gleichen Zeit findet, die uns immer noch unbekannte ihr Bewusstsein wieder und schleicht sich in das Appartement von Bettys Tante. Ein aufeinander treffen der beiden lässt sich kaum vermeiden und so stellt sich heraus das unsere brünette Unbekannte beim Unfall ihr Gedächtnis verloren hat und sich von diesem Moment an Rita nennt. Gemeinsam beschließen die beiden, die einander recht schnell Sympathien für einander entwickeln, herauszufinden wer Rita wirklich ist.
Damit aber noch nicht genug, denn unterdessen treffen sich zwei Männer zum Frühstück in einem örtlichen Imbiss. Einer der beiden wird von einem Traum geplagt in dem auch die zweite Person vorkommt. Nachdem er diese darüber unterrichtet hat, beschließen die beiden herauszufinden ob das Ende des Traumes, eine fürchterlicher Mann warte hinter dem Lokal auf ihn, auch in der Realität zutrifft. Und so suchen die beiden die Rückseite des Lokals auf, wo genau diese, auf das seltsame Gespann wartet. Daraufhin bricht der Träumer zusammen.
Unterdessen, immer noch am gleichen Morgen, treffen sich zwei Männer, beide etwa Mitte Zwanzig, und reden über den Unfall des letzten Abends. Beide lachen und scheinen, zumindest gut, befreundet und so kommt es recht unerwartet, das einer der beiden eine Waffe zieht und den anderen per Kopfschuss erledigt. Leider trift der Schuss noch eine wohlgenährte Frau im Nachbarraum, die als Zeugin ebenfalls, wie auch der Hausmeister, den Tod findet. Mit einem schwarzen Adressbuch verschwindet der Täter.
Ein ähnliches Schicksal sollte auch Regisseur Adam drohen, sollte er sich nicht für Camilla Rhodes als Hauptdarstellerin in seinem nächsten Film entscheiden. Zunächst weigert sich der begehrte Jungregisseur, dessen Frau ihn unterdessen im eigenen Appartement betrügt, doch ebenso schnell wie sein Leben danach in Gefahr und sein Bankkonto leer ist, ändert er seine Meinung wieder. Den Ausschlag hierfür gibt ein Treffen mit einem Cowboy an der Mullholland Drive. Unmissverständlich macht dieser ihm deutlich, dass die Filmbranche interessiert an Camillas Mitwirken im Film ist und dieses Interesse, wie auch immer, durchsetzen wird. Und so entscheidet sich Adam beim Casting für Camilla.
Unterdessen gehen Rita und Betty auf der Suche nach Ritas wahrer Identität und finden dabei neben einem mysteriösen blauen Schlüssel und einer toten Frau, die Rita zunächst für eine mögliche Freundin hält. Die beiden, durch die Suche und das auftauchen seltsamer Männer aneinandergeschweißt, verbringen eine Nacht miteinander und brechen mitten in der Nacht auf um ein sehr skurriles Theater aufzusuchen. Hier wird eine der möglichen Erzählabsichten Lynchs deutlich. Oftmals sind Ton und Bild nur Illusion und das was man sieht ist selten das was auch ist. Nach eben diesem Muster löst sich der Film nun auch auf, denn die beiden finden den zum Schlüssel passenden Würfel die Geschichte fügt sich zueinander…
# Meine Meinung
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[kein Film für zwischendurch]
Eins möchte ich an dieser Stelle ganz deutlich hervorheben, „Mullholland Drive“ ist definitiv kein einfacher Film. Wer auf der Suche nach Popcornkino durch die Videotheken schlendert sollte um diesen Streifen einen großen Bogen machen denn Lynchs Werk ist vor allem eins: ungewöhnlich und schwer verdaulich.
Die Gefahr bei Mullholland Drive ist die Aufmerksamkeit des Zuschauers, denn nur wenn er sich auf das skurrile Werk einlässt, findet er Lösungen in dem recht kritischen Hollywoodstreifen der so gar nichts von Hollywoods Glitzerwelt hat. Von der ersten Minute an besticht der unkonventionelle Streifen durch eine packende, sehr dichte Atmosphäre die, unterstützt durch den atemberaubenden und durch die Bank weg Angst einflößenden Hintergrundmelodien den Zuschauer nicht mehr loszulassen droht. Und so ist man gewillt überall nach einem Sinn zu suchen, den man aber nur schwer finden kann. Und so ist Lynchs Finale gleichsam beängstigend wie auch unbefriedigend, denn es scheinen Teile der Handlung zu fehlen, die sich der aufmerksame Zuschauer selbst zusammensuchen muss. Ein durchaus schweres Unterfangen das mir auch gut zwei Stunden nach dem Ende nicht auf Anhieb gelang.
Auf der Haben Seite verbucht Mullholland Drive, neben die packenden, gleichwohl wie bedrohlichen Atmosphäre und dem schon erwähnten, überragenden Soundtrack, wirklich geniale Kamerafahrten und recht eigenwillige Handlungsträger die spannend gestaltet sind und sehr gelungen gespielt werden. An dieser Stelle gebührt das Lob vor allem den, zumindest mir, recht unbekannten Schauspielern.
[Empfehlung ?]
Auch an dieser Stelle ist mir noch nicht alles klar und immer noch macht sich in mir ein Gefühl von Hilflosigkeit breit, soll ich erklären worin es ihn Mullholland Drive geht. Sicherlich werde ich ihn noch einmal gucken müssen um alles zu verstehen, empfehlen kann ich den Film, der im Sommer 2001 in die Kinos kam, nur bedingt. Für die Zartbesaiteten unter uns ist der Film sicherlich nicht gedacht. Denn es sind nicht etwa explizite Gewaltdarstellungen die diese hier verschrecken könnte sondern die niederschmetternde Botschaft die Lynch in seinem Film unterschwellig an den interessierten Zuschauer sendet. Nichts ist so wie man denkt, oft ist alles Illusion…
Lynchs Film macht mir ein wenig Angst sind seine Figuren an manchen Stellen übertrieben künstlich so erkennt man immer wieder in den abstrusesten Figuren reale Momente oder Ereignisse und so setzt Lynch mit Mullholland Drive jedem seinen eigenen Spiegel vor. Es bleibt jedem freigestellt hinein zu blicken, oder ihn eben wieder zurück ins Regal zu stellen und ihn durch „spider man“ zu ersetzen…
© der_dominator / Anfang Januar 2003 - Kommentare erwünscht
was mich denn in den 146 folgenden Minuten erwarten würde.
# Vorgeplänkel
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[Wer ist David Lynch?]
Sollte euch David Lynch kein Begriff sein, so kann ich das durchaus verstehen, denn, wie gesagt, auch mir war keines der Werke Lynchs ein bekannt. Dieser gewisse Herr Lynch ist verantwortlich für Werke, wie „der Elefantenmensch“ oder „Lost Highway“ wobei auch diese, bzw. deren Inhalt sich meiner Kenntnis erzieht. Lediglich die US Serie „Twin Peaks“, für die er sich ebenfalls verantwortlich zeigt, und „Dune“ waren mir ein Begriff, wenn auch nur vom hören sagen.
Bekannt wurde der 1946 geborene Regisseur durch einen Experimentalfilm namens „the alphabet“ für den er ein Stipendium erhielt und einige Zeit später schuf er den Low-Cost Streifen „Erazerhead“. Der letztendliche Durchbruch gelang ihm aber mit „the Elephant Man“, einen Film über einen körperlich deformierten Menschen im 19. Jahrhundert der immerhin für acht Oskars nominiert wurde. Lynchs Werke zeichnen sich durch ihre unkonventionelle Weise aus mit der sie Versuchen die Menschlichen Abgründe darzustellen.
[Cast & Crew]
Wirklich bekannte Gesichter findet man in Mullholland Drive nicht wieder, was aber nicht weiter schlimm ist. Für seinen Streifen verpflichtete Lynch u.a. Naomi Watts, Ann Miller und Elena Harring. Während sich Lynch selbst für Buch und Regie verantwortlich zeigt, stand ihm bei der Kamera Peter Deming zur Seite, während Aneglo Badalamenti den Soundtrack zum Film beisteuerte.
[Schwierigkeiten beim Dreh]
Ursprünglich war Mullholland Drive, ebenso wie Twin Peaks als Serie für das amerikanische Fernsehen geplant, doch der Verantwortliche Sender wollte inhaltliche Änderungen im schon abgedrehten Piloten. Lynch war mit diesen nicht einverstanden und so stand das Projekt vor dem aus, ehe sich ein französisches Produzenten Team für Lynchs Werk begeistern konnte…
# Na dann mal los…
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[Handlung]
Die Geschichte, die in Mullholland Drive erzählt wird, wiederzugeben ist wahrlich eine Meisterleistung denn um es vorweg zu nehmen, Lynchs Werk über Hollywood und seine Methoden ist recht schwer und ein wenig verworren.
Die Mullholland Drive, oder müsste es „der“ heißen, ist eine Straße ein wenig abseits von LA gelegen. Hier beginnt der Streifen und der aufmerksame Zuschauer kommt ein erstes Mal in Kontakt mit einer elegant gekleideten Frau die, in einer Limousine chauffiert, auf eben dieser Straße unterwegs ist. Als die Limousine hält, denkt man zunächst nichts schlimmes, muss aber erschrocken feststellen, das Fahrer wie auch Mitfahrer wohl nicht nur den Auftrag haben die junge Dame zu eskortieren, denn als der Wagen hält, zückt einer der beiden seine Waffe. Just in diesem Augenblick kommt es jedoch zu einem Unfall und während von den Verursacher, die meisten von ihnen Jugendliche die ein Rennen auf dieser Straße austragen, keine Spur zu finden ist, torkelt die eben noch bedrohte Miss, deutlich benommen aus dem Auto. Sichtlich verwirrt, sucht sie sich ihren Weg durch einen nahe gelegenen Wald ehe sie, noch in der gleichen Nacht ein Haus in LA erreicht wo, die an der Stirn verletzte, Frau müde zusammenbricht.
Am nächsten Morgen erreicht Betty, die in Los Angeles Fuß als Schauspielerin fassen möchte, LA, gemeinsam mit einem älteren Ehepaar, die sie vermutlich auf dem Flug kennen gelernt hat, verlässt sie den Flughafen um sich dann zu verabschieden und in ein Taxi zu steigen welches sie zu ihrer zukünftigen Heimat, dem Appartement ihrer verreisten Tante, chauffiert.
Etwa zur gleichen Zeit findet, die uns immer noch unbekannte ihr Bewusstsein wieder und schleicht sich in das Appartement von Bettys Tante. Ein aufeinander treffen der beiden lässt sich kaum vermeiden und so stellt sich heraus das unsere brünette Unbekannte beim Unfall ihr Gedächtnis verloren hat und sich von diesem Moment an Rita nennt. Gemeinsam beschließen die beiden, die einander recht schnell Sympathien für einander entwickeln, herauszufinden wer Rita wirklich ist.
Damit aber noch nicht genug, denn unterdessen treffen sich zwei Männer zum Frühstück in einem örtlichen Imbiss. Einer der beiden wird von einem Traum geplagt in dem auch die zweite Person vorkommt. Nachdem er diese darüber unterrichtet hat, beschließen die beiden herauszufinden ob das Ende des Traumes, eine fürchterlicher Mann warte hinter dem Lokal auf ihn, auch in der Realität zutrifft. Und so suchen die beiden die Rückseite des Lokals auf, wo genau diese, auf das seltsame Gespann wartet. Daraufhin bricht der Träumer zusammen.
Unterdessen, immer noch am gleichen Morgen, treffen sich zwei Männer, beide etwa Mitte Zwanzig, und reden über den Unfall des letzten Abends. Beide lachen und scheinen, zumindest gut, befreundet und so kommt es recht unerwartet, das einer der beiden eine Waffe zieht und den anderen per Kopfschuss erledigt. Leider trift der Schuss noch eine wohlgenährte Frau im Nachbarraum, die als Zeugin ebenfalls, wie auch der Hausmeister, den Tod findet. Mit einem schwarzen Adressbuch verschwindet der Täter.
Ein ähnliches Schicksal sollte auch Regisseur Adam drohen, sollte er sich nicht für Camilla Rhodes als Hauptdarstellerin in seinem nächsten Film entscheiden. Zunächst weigert sich der begehrte Jungregisseur, dessen Frau ihn unterdessen im eigenen Appartement betrügt, doch ebenso schnell wie sein Leben danach in Gefahr und sein Bankkonto leer ist, ändert er seine Meinung wieder. Den Ausschlag hierfür gibt ein Treffen mit einem Cowboy an der Mullholland Drive. Unmissverständlich macht dieser ihm deutlich, dass die Filmbranche interessiert an Camillas Mitwirken im Film ist und dieses Interesse, wie auch immer, durchsetzen wird. Und so entscheidet sich Adam beim Casting für Camilla.
Unterdessen gehen Rita und Betty auf der Suche nach Ritas wahrer Identität und finden dabei neben einem mysteriösen blauen Schlüssel und einer toten Frau, die Rita zunächst für eine mögliche Freundin hält. Die beiden, durch die Suche und das auftauchen seltsamer Männer aneinandergeschweißt, verbringen eine Nacht miteinander und brechen mitten in der Nacht auf um ein sehr skurriles Theater aufzusuchen. Hier wird eine der möglichen Erzählabsichten Lynchs deutlich. Oftmals sind Ton und Bild nur Illusion und das was man sieht ist selten das was auch ist. Nach eben diesem Muster löst sich der Film nun auch auf, denn die beiden finden den zum Schlüssel passenden Würfel die Geschichte fügt sich zueinander…
# Meine Meinung
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[kein Film für zwischendurch]
Eins möchte ich an dieser Stelle ganz deutlich hervorheben, „Mullholland Drive“ ist definitiv kein einfacher Film. Wer auf der Suche nach Popcornkino durch die Videotheken schlendert sollte um diesen Streifen einen großen Bogen machen denn Lynchs Werk ist vor allem eins: ungewöhnlich und schwer verdaulich.
Die Gefahr bei Mullholland Drive ist die Aufmerksamkeit des Zuschauers, denn nur wenn er sich auf das skurrile Werk einlässt, findet er Lösungen in dem recht kritischen Hollywoodstreifen der so gar nichts von Hollywoods Glitzerwelt hat. Von der ersten Minute an besticht der unkonventionelle Streifen durch eine packende, sehr dichte Atmosphäre die, unterstützt durch den atemberaubenden und durch die Bank weg Angst einflößenden Hintergrundmelodien den Zuschauer nicht mehr loszulassen droht. Und so ist man gewillt überall nach einem Sinn zu suchen, den man aber nur schwer finden kann. Und so ist Lynchs Finale gleichsam beängstigend wie auch unbefriedigend, denn es scheinen Teile der Handlung zu fehlen, die sich der aufmerksame Zuschauer selbst zusammensuchen muss. Ein durchaus schweres Unterfangen das mir auch gut zwei Stunden nach dem Ende nicht auf Anhieb gelang.
Auf der Haben Seite verbucht Mullholland Drive, neben die packenden, gleichwohl wie bedrohlichen Atmosphäre und dem schon erwähnten, überragenden Soundtrack, wirklich geniale Kamerafahrten und recht eigenwillige Handlungsträger die spannend gestaltet sind und sehr gelungen gespielt werden. An dieser Stelle gebührt das Lob vor allem den, zumindest mir, recht unbekannten Schauspielern.
[Empfehlung ?]
Auch an dieser Stelle ist mir noch nicht alles klar und immer noch macht sich in mir ein Gefühl von Hilflosigkeit breit, soll ich erklären worin es ihn Mullholland Drive geht. Sicherlich werde ich ihn noch einmal gucken müssen um alles zu verstehen, empfehlen kann ich den Film, der im Sommer 2001 in die Kinos kam, nur bedingt. Für die Zartbesaiteten unter uns ist der Film sicherlich nicht gedacht. Denn es sind nicht etwa explizite Gewaltdarstellungen die diese hier verschrecken könnte sondern die niederschmetternde Botschaft die Lynch in seinem Film unterschwellig an den interessierten Zuschauer sendet. Nichts ist so wie man denkt, oft ist alles Illusion…
Lynchs Film macht mir ein wenig Angst sind seine Figuren an manchen Stellen übertrieben künstlich so erkennt man immer wieder in den abstrusesten Figuren reale Momente oder Ereignisse und so setzt Lynch mit Mullholland Drive jedem seinen eigenen Spiegel vor. Es bleibt jedem freigestellt hinein zu blicken, oder ihn eben wieder zurück ins Regal zu stellen und ihn durch „spider man“ zu ersetzen…
© der_dominator / Anfang Januar 2003 - Kommentare erwünscht
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