Postman (DVD) Testbericht

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ab 3,17
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Erfahrungsbericht von dreamweb

Spannender Film um einen Helden wider Willen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Film Postman mit Kevin Kostner gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Ich habe diesen Film vor Jahren schon im Kino gesehen und nie verstanden, wieso er so von den Kritikern zerrissen wurde. Hier meine Meinung zur DVD Postman.

INHALT

Nach einem verheerenden atomaren Krieg im Jahre 2013 ist die Welt in absolute Gesetzlosigkeit gefallen. Jetzt herrschen die, die Waffen haben. Im Nordwesten der USA wird die Gegend von dem Tyrannnen General Bethlehem (Will Patton) unterdrückt. Er sucht die Dörfer auf und fordert von ihnen Tribut. Das können Lebensmittel, Schmuck aber auch Männer sein. Denn die nimmt er sich mit, wenn ihm der Tribut der Einwohner nicht ausreicht.

Eines Tages erscheint in einer dieser isolierten Siedungen eine geheimnisvoller Fremder. Er nennt sich nur Postman und behauptet, im Auftrag der neu eingesetzten Regierung unterwegs zu sein. Und er habe den Auftrag, das Postwesen wieder ans Laufen zu bringen. Mit sich bringt er einen Sack mit Briefen, die noch vor dem Krieg geschrieben worden sind. Denn es gilt, die alten Briefe auszuliefern und auch neue Briefe mitzunehmen.

Die Dorfbewohner sind nicht ohne Grund misstrauisch, aber nachdem der Postman Briefe dabei hat, die tatsächlich an Bewohner des Ortes gerichtet werden, kommt Hoffnung und Freude auf. Nur einer bleibt bis zum Ende misstrauisch, das ist der Sheriff der Stadt. Denn er glaubt, dass der Fremde nur irgendwo die Post gefunden hat und sich Essen und Trinken damit ergaunern will. Auf der anderen Seite befürchtet er aber auch, dass jetzt grundlos Hoffnung entsteht. Was der Sheriff nicht ahnt, ist dass er die Wahrheit vermutet.

Der Postman bekommt nicht nur viele Briefe und Päckchen der Dorfbewohner sondern auch eine verheiratete Dorfschönheit erbittet einen ungewöhnlichen Dienst von ihm. Sie möchte ein Kind von ihm, da ihr Ehemann unfruchtbar ist und es mit einem Mann im Dorf Probleme geben könnte. Und so macht der Postman auch die Bekanntschaft der mutigen Abby. Er ist zudem überrascht über das Vertrauen, das die Leute zu ihm haben und die Hoffnung, die sie ihn stecken. Ein junger Mann bittet den Postman zudem, ihn auch zum Postman auszubilden bzw. zu vereidigen. Und so hat auch dieser Ort einen Postman, nachdem der Fremde ihn wieder verlässt. Eine Idee ist entstanden, die Kreise macht.

Kurz nach dem Besuch gerät die schöne Abby in die Fänge des brutalen General Bethlehem. Diesem passt es gar nicht, dass ein Postman den Leuten Hoffnung macht und von einer neuen Regierung spricht. Denn er hält sich für die neue Regierung und Macht. Und somit macht General Bethlehem Jagd auf den Postman, einem Mann, der eigentlich nur zwei Dinge wollte, seine Ruhe und Überleben. Für die einen ist er jetzt Hoffnungsträger, denn der Postman reist tatsächlich mit seiner Post weiter und macht auch anderen Mut. Für die anderen ist er eine Bedrohung, denn nur mit Angst kann General Bethlehem seine Macht behalten.

Während der Postman versucht, seines und Abbys Leben zu retten und sich am liebsten nur einen stillen Ort suchen würde, da finden immer mehr junge Leute den Mut, es ihrem neuen Helden gleichzutun. Und so entsteht schon in kurzer Zeit eine nicht zu unterschätzende Organisation, die den Postman nicht nur verehrt, sondern auch als Postman unterwegs sind und so dafür sorgen, dass die Dörfer nicht mehr so isoliert sind. Ein neues Ärgernis für Bethlehem ist entstanden. Für ihn trägt dafür nur einer die Verantwortung, das ist der Mann, der sich Postman nennt....



MEINUNG ZUM FILM

Postman ist ein sehr spannender Endzeitfilm, also ein Film, der nach dem Holocaust spielt. Vieles wirkt hier sehr realistisch, denn es wird auch immer wieder der Bezug zur Zeit vor dem Atomkrieg gezeigt. Postman ist ein sehr düsterer Film, der aber auch Hoffnung zeigt. Hier geht es eigentlich um einen normalen Mann, der gar kein Held ist oder sein will. Denn der Postman will nur seine Ruhe. Und als er die Idee hat, die alte Post auszutragen, da möchte er nur zu Essen und bestimmt kein Held werden. Und das macht den Film meiner Ansicht nach zu etwas Besonderem, er wirkt glaubhaft.

Mit Postman habe ich hier einen Science Fiction, der auch ein schöner Liebesfilm ein spannender Abenteuerfilm und ein Film, der zeigt, wie sich ein Atomkrieg auswirken könnte. Auch wenn Postman über 170 Minuten läuft, ist er keine Minute langweilig. Man lauert förmlich darauf, wie es hier weitergeht.

Nicht zu vernachlässigen ist hier aber auch der im Film gezeigte Rassismus, der mich an einige Ideen der Nazionalsozialisten im Dritten Reich erinnerte. So fordert General Bethlehem für seine \"Armee\" bespielsweise immer nur hundert prozent reine Menschen. Menschen negriden oder asiatischen Ursprungs gelten als unrein und zumindestens in Bethlehems Armee als Menschen zweiter Klasse.

Interessant und gut fand ich auch die Person des General Bethlehem, so unsympatisch er auch war. Amüsiert hat mich beispielsweise, dass derjenige, der hier für den Tod vieler Menschen verantwortlich ist und sich in allen Dingen als erbarmungslos herausstellt, vor dem Krieg ein Vertreter für Kopierer war und keinerlei militärische Erfahrung hatte. Und gerade so ein \"harmloser\" Vertreter entpuppt sich als bösartiger Machtmensch und Tyrann.

Aber besonders faszinierend ist für mich der Postman, also der Mann, der Anfangs nur als Shakespeare bekannt war und später eben der Postman wurde. Kevin Kostner spielt hier diesen Mann, von dem man zwar weiß, dass er nur seine Ruhe will, der aber immer geheimnisvoll bleibt. Und durch den die Dinge eine Wendung nehmen, die niemand vorher glauben oder ahnen würde.

Die Idee mit dem Austragen der Post ist so einfach und doch wieder bedeutend. Ich habe mir nach Sehen des Filmes schon oft Gedanken darüber gemacht. Was beeinflusst wohl ein kleiner Brief, der vom Absender zum Empfänger kommt? Besonders wenn nur über das Wetter oder Geburten geredet wird? Im erstten Moment möchte man sagen, gar nichts. Es sind belanglose Sachen und keine Aufrührereien? Warum also deswegen Panik bekommen oder Hoffnung? Aber wenn man genauer derüber nachdenkt, dann bedeutet es doch viel. Jedenfalls in einer Zeit, in der Menschen nur über andere herrschen, weil sich diese gar nicht ihrer Macht bewusst sind. Ihre Macht durch die Hoffnung einer besseren Zukunft. Und wenn man plötzlich hört, dass regelmässig wieder so etwas wie ein Postdienst stattfindet, dann ist das Hoffnung. Und wohl der erste Schritt in eine geordnete Zivilisation. Und natürlich ist es eine Gefährdung für denjenigen, der nur dadurch existieren kann, weil Chaos herrscht. Und so ist auch verständlich, warum die Idee, Briefe auszutragen, so etwas wie in dem Film Postman bewirken kann.

Besonders gut hat mir aber hier auch die Idee gefallen, dass bestimmte Menschen, eben die jüngere Generation, hier so beeindruckt von dem Postman und dessen Tätigkeit waren, dass sie es ihm nachmachten. Wie ein Schneeballsystem funktioniert das hier in Postman. Ich finde es sehr schön, dass hier nicht eine Einzelperson hier für Rettung sorgt. Sondern dass hier junge Menschen einen Sinn darin sehen, die Hoffnung weiter zu verbreiten und das Kommunikationssystem wieder aufrecht zu stellen. Ich kann mir das so richtig vorstellen. Denn diese jungen Leute, einige würde ich noch als Kinder bezeichnen, wachsen in einer Welt voller Gewalt und Unterdrückung auf. Und so ist es sogar nachvollziehen, warum sie den Postman als Helden verehren und auch ihr Leben riskieren, nur um Briefe auszutragen.

Neben dieser Geschichte beeindruckt mich Postman aber auch durch die Komik, die oft durch das Treffen auf die Vergangeheit in Form von Überbleibseln der Technik, entstanden ist. Einiges wirkt doch sehr ironisch auf mich. Denn oft sind es hier Dinge, die für uns heute sehr wichtig sind, die hier angesprochen werden.

Aber in Postman sind auch herrliche Landschaftsaufnahmen zu sehen. Und so etwas liebe ich persönlich sehr. Schön ist für mich natürlich auch die Liebesgeschichte zwischen Abby und dem Postman. Die junge Frau ist ziemlich intelligent und durchschaut unseren \"Held\" so sehr schnell. Sie ist auch das, was ich als taff bzw. sehr mutig bezeichnen würde. Der Postman selbst ist eher ein Mensch, der wegrennt. Aber wenn zwei solche Menschen zusammen kommen, dann kann sich vieles entwickeln oder ändern. Und so wird auch der Postman durch Abby beeinflusst.

Schauspieler, Musik und Filminhalt haben mir hier sehr gut gefallen. Postman habe ich jetzt schon mehrmals gesehen und persönlich bin ich sehr froh, mir den Film für 14,90 Euro auch auf DVD gekauft zu haben.


MEINUNG ZUR DVD

Was kann man heute von einer DVD für 14,90 erwarten? Normalerweise bekommt man da ältere Filme, die die wenigsten interessieren. Oder man bekommt Filme aber dabei eben keine Specials. Bei Postman ist das seltsamerweise nicht der Fall. Hier stimmt das Preis- und Leistungsverhältnis.

Ansehen kann man sich Postman auf DVD im 16:9 Bildformat und natürlich auch in PAL. Die Bildqualität ist hervorragend, alles ist hier immer klar und ohne jedwelche Störungen. Auf Wunsch kann man sich Postman in Englisch oder in Deutsch ansehen. Beides natürlich in Dolby-Digital, das hier sehr gut verwirklicht wurde.

Die Specials bieten hier sehr umfangreiche Informationen zum Film, zu den Hintergründen und auch zum Thema Apocalypse-Filme. Das meiste sieht man sich allerdings auf Tafeln an, bei denen man dann mit dem Cursor weiter blättern muss. Sehr gut gefällt mir auch das interaktive Menü, durch das man sich leicht durchschalten kann, um in die Bereiche zu kommen, die einen gerade interessieren.

Die CGI-Route des Postman dagegen zeigt etwas zur Entstehung des Filmes. Hier wird allles in englischer Sprache erklärt, teilweise sieht man einige Filmszenen. Leider gibt es keine Untertitelfunktion in diesem Bereich. Aber wenn man etwas aufpasst, bekommt man hier noch herrliche Informationen zum Film und den Effekten. Dieser Punkt hat mich besonders gefreut, denn solche Informationen wünsche ich mir zu einem Film. Und oft bekommt man selbst bei teuren Filmen diese Dinge heute nicht immer mit auf DVD.



DATEN

Titel: Postman
Originaltitel: The Postman
Land: USA
Jahr: 1997
Genre: Science Fiction, Endzeitfilm
Spielzeit: 170
Regie: Kevin Costner

Darsteller: Kevin Costner, Will Patton, Tom Petty, Giovanni Ribisi, Larenz Tate, Olivia Williams
Drehbuch: Brian Helgeland, Eric Roth
Lit.Vorlage: David Brin
Produzent: Kevin Costner, Steve Tisch, Jim Wilson
Musik: James Newton Howard
Kamera: Stephen F. Windon

Bildformat: Widescreen 2,35:1 (anamorph)

Tonformat: Englisch, Deutsch in Dolby Digital 5.1 / Spanisch Dolby Surround

Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Türkisch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Deutsch für Hörgeschädigte und Englisch für Hörgeschädigte.

Booklet: nein
Verpackung: Snapper Box
Kapitel: 44 Kapitel
Laufzeit: 170 Min. Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Duale Layer
Anbieter: Warner Home Video

Specials:
Filmtipps
Zusatzinformationen zum Film
USA-Kinotrailer
Special Effects: Die CGI Route des Postmans“
Bildformat: 16:9 (geeignet für alle Bildschirmformate)


FAZIT

Postman ist ein sehr spannender und realistisch wirkender Film mit Kevin Kostner, in dem man eine Welt nach der atomaren Katastrophe kennenlernt. Die DVD Postman bietet über 170 Minuten voll Action, Spannung und Lovestory und zudem noch reichlich Hintergrundinformationen.


Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara

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