Praetorians (PC Strategiespiel) Testbericht

Praetorians-pc-strategiespiel
ab 13,69
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5 Sterne
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4 Sterne
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Erfahrungsbericht von DerTrottel

Für den Senat und das römische Volk

Pro:

Bedienung, Spielprinzip

Kontra:

dieses feld ist absichtlich leer

Empfehlung:

Ja

Die Prätorianer (engl. Praetorians) waren seinerzeit die Leibwache des römischen Kaisers und stellten somit die besten Legionäre ganz Roms dar. Sie waren der ganze Stolz des römischen Imperiums. Doch ob es das Spiel \"Praetorians\" geschafft hat, zu den besten Stragiespielen zu gehören und ob die Entwickler stolz auf diesen Titel sein können erfahrt ihr in diesem Test.
_________Story_________
Zur Zeiten des großen Imperators Julius Cäsar erlebst du seine Geschichte um Macht, Kriege und Intrigen. Vom Aufstieg bis zum tiefen Fall in sein eigen Blut.
Der Spieler erlebt die Geschichte als Feldherr neben dem Julius. Cäsar hat ja schließlich seine Erfolge nicht allein gemeistert, sondern nur durch tapfere Zenturios wie du einer bist, konnte er seine Siege festhalten.
Jedoch begnügt sich der Hersteller nicht immer den historischen Begebenheiten, sondern erzählt eine Mischung aus fiktiven und realen Schlachten und Ereignissen:
Der anfangs kleine Stadtstaat Rom hat in den Jahrhunderten vor und nach Christus zunächst die umliegenden Stämme erobert. Es folgt Süditalien, dann Gallien und schließlich fast die gesamte bekannte Welt, von Nordafrika bis Britannien, von Spanien bis Palästina.
Die wärme verwöhnten kleinen Männchen aus Rom eroberten die Ländereien durch ihre Moral, Disziplin und natürlich die genialen Strategien, über die ihr als Feldherr natürlich verfügt.
Sollen meine Legionäre dem Feind als Schildkröte entgegentreten? Oder doch lieber stupide drauflosrennen? Naja eine Schildkröte auf die Feinde loszulassen ist wohl so gefährlich wie eine Pizza als Wurfgeschoss. Die Römer entwickelten eine Taktik, die als Schildkrötenformation bekannt ist (oft zu sehen in \"Asterix & Obelix\" *g*). Die tapferen Recken sind so rundherum vor Pfeilen und Angriffen geschützt. Diese interessante Strategie und viele andere können in \"Praetorians\" genutzt werden.
___________Aufbau-, Echtzeit- oder Runden-Stragiespiel?_______
\"Praetorians\" ist ein reines Echtzeit-Stragegiespiel, das ohne Ressourcenabbau oder klassischen Basenaufbau auskommt. Auf der Karte sind jedoch zahlreiche Dörfer, an denen man Besitzansprüche durch Garnisonenbau bekommt.
Nachdem der Zenturio in das leere Dorf geritten ist, kann man neue Truppen rekrutieren. Beim ausheben einfacher Truppen ist hier die Bewohneranzahl des Dorfes entscheidend, die erst langsam wieder steigt. Außerdem können noch sogenannte \"Spezialtruppen\" wie die Prätorianer oder Gladiatoren rekrutiert werden, was aber Ehrenpunkte voraussetzt, die erst in Kämpfen gewonnen werden. Die Infanterie ist die schwächste Einheit, die jedoch für angehende Feldherren von bedeutender Größe sind. Denn nur die können Garnisonen, Wachtürme und Katapulte errichten. Sie können für eine Belagerung Rammen, Belagerungstürme und Leitern bauen und auch noch (vom Gegner?) zerstörte Brücken reparieren. Also ziemlich fleißige Handwerker! Was aber nun, wenn die kampfschwachen Infanteristen alle tot sind und du nun ein Dorf erobert hast, du nun keine Garnison bauen kannst und kein Dorf \"kontrollierst\"? Hier muss der General eine seiner starken Truppen zu Infanteristen (gnadenlos) degradieren. Aber welcher Einheit tut er das an? Hierin besteht unter anderem der strategische Reiz des Spiels.
Zudem lassen sich noch Wachtürme bauen, in denen Bogenschützen Platz nehmen können und so eine gute Verteidigung darstellen.
Bei diesem Spiel kommt es auf die richtige Taktik bei Schlachten an: Wenn man seine gut formierten Truppen blindlings in die Arme des Gegners rennen lässt, obwohl man in Überzahl ist, dann würden die kleinen Pixelhelden nicht lange überleben. Hier helfen viele verschiedene Formationen. Auch die Truppengattung, sowie die Landschaften sind entscheidend. Eure Mannen können sich zum Beispiel in Wäldern, vom Feind unerkannt, verstecken und so einen Hinterhalt legen. Genauso verstecken die sich in hohem Gras. Durch zwei Späherarten können die jedoch gefunden werden, und so wird der Hinterhältige zum \"gearschten\" *g*.
Es gibt noch viele strategische Möglichkeiten wie z.B. Truppen teilen, aber das sollte jeder selber ausprobieren. ;)
_________________ So spielt sich Praetorians________________
1.) Bedienung
2.) Missionen
3.) Die Gegner
_______Bedienung______
In Praetorians steuern sie nie einzelne Männchen sondern immer nur Truppenverbände (außer Zenturios, Heiler und Späher). Was zwar nicht gerade realistisch ist, die Bedienung aber unglaublich erleichtert. Sowieso ist die Bedienung einfach gehalten. Ein Knopfdruck mit der Maus und schon ändert sich die Formation und die Soldaten gehorchen deinen Befehlen meistens. Das Spiel lässt sich nur mit der Maus steuern, erleichtert wird die Steuerung aber mit der Tastatur um z.B. einzelne Truppen anzuwählen.
_______Missionen________
Die Missionen sind ebenfalls gut gelungen. Der Spieler erlebt größtenteils abwechslungsreiche und landschaftlich verschiedene Missionen die zudem genug strategischen Reiz aufzubieten haben. Zum Beispiel müssen sie mal eine Burg verteidigen, sowie mal eine andere erobern.
Eine richtige fortlaufende Story gibt es eigentlich weniger, aber man erlebt die Erfolge des römischen Imperiums hautnah mit.
Vor jeder Mission findet ein kurzes \"Briefing\" mit den wichtigsten Informationen zur Mission statt. Das Spiel beginnt mit vier Übungsszenarien, die den Spieler in die harte Welt der Kriege einweisen sollen und ihn wunderbar ins Spiel bringen.
_________Die Gegner_______
Vor jeder Mission lässt sich der Schwierigkeitsgrad einstellen: Leicht, Mittel und Schwierig. Dementsprechend agieren die Gegner. Auch wenn die ruhmreichen Römer in einen planlosen Haufen von Barbaren rennen, gewinnen sie nicht immer sondern werden größtenteils sogar abgeschlachtet. Hier muss sich der Stratege überlegen: Wie kann ich die Landschaften zu meinen Nutzen machen? Wie soll ich das Vordringen der feindlichen Pferde verhindern ohne dem Pfeilhagel des Feindes ausgesetzt zu sein?
Die Gegner legen auch überaus gerne Hinterhalte, in die ich Trottel natürlich häufiger gestolpert bin. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ich an den Gegnern manchmal immer an derselben Stelle zwar verzweifelt bin, aber nach drei Versuchen voller experimentieren die Schlacht fast ohne Verluste überstanden habe.
Erfreulich ist auch, dass die Gegner-KI laut Hersteller diesmal nicht schummelt. Das heißt sie kennt nicht wie in anderen Spielen des Genres die komplette Karte, sondern muss sich auch durch Späher schlau machen.
Ich habe es nicht kontrollieren können aber ich glaube das einfach mal :).
________________________Fazit____________________
1.) Sound
2.) Grafik
3.) Mehrspieler
4.) Hardwarevoraussetzungen
5.) Eigene Meinung
____Sound____
****/*****
Der Sound ist grundlegend gelungen. Die Musik vermittelt Atmosphäre, die Synchronsprecher sind in Ordnung und die Hintergrundgeräusche, sei es ein Vogel oder das klirren der Schwerter sind ganz nett. Leider ist der Sound jedoch nichts besonderes also hier nur 4 Sterne.
____Grafik_____
****/*****
Die Grafik ist ähnlich wie der Sound: Gut aber nicht überragend. Gegen den Genrekönig \"Warcraft 3\" kommt \"Praetorians\" einfach nicht heran.
_______Mehrspieler_______
*****/*****
Der Mehrspieler ist einfach klasse. Es macht einfach Spaß, seine Freunde mit den (hoffentlich) gut überlegten Strategien zu überlisten. Abzüglich muss jedoch gesagt werden, dass die zahlreichen Karten sich zwar unterschiedlich spielen, aber perfekt wäre noch ein \"Burgenbelagerungsmodus\" zur Abwechslung gewesen.
_______Systemvorraussetzungen_____
Auf meinem doch sehr alten Testrechner läuft das Spiel mit allen Details und höchster Auflösung flüssig. Sehr lobenswert!!
Mein Rechner: 750 MHZ, 256 MB RAM, GeForce 2 GTS, 500 MB Speicherplatz,
Maus und Tastatur *g*
_________Eigene Meinung________
*****/*****
Das Spiel ist wirklich seine 5 Sterne wert. Ich war beim Spielen nur den Tränen nahe: Den Freudentränen für gelungene Taktiken und den anderen Tränen, da es doch sehr frustrierend ist, mehrere Male gegen einen Haufen verrückter Barbaren zu verlieren.
Aber meiner Meinung nach kommt es nicht ganz an \"Warcraft 3\" und \"Age of Mythology\" heran, da diese Titel mir einfach mehr Spaß gemacht hatten. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Der Titel ist auf jeden Fall für die Strategen unter euch sehr empfehlenswert. Aber für sehr geduldige.
Wohlan. Lasset die Spiele beginnen.

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