Silent Hill (PS1 Spiel) Testbericht

Silent-hill-ps1-spiel
ab 18,21
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5 Sterne
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Erfahrungsbericht von brian_lion

Das grauen hat einen Namen: ''Silent Hill''

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie ein trashiger Horrofilm kommt auch ''silent Hill'' sofort zur Sache:
Kurz vor Spielbeginn schrottet dein Held Harry Mason seinen Wagen, verliert das Bewußtsein und seine Tochter.
Vor dem Crash saß sie noch brav auf ihrem Sitz, doch im Wrack ist von ihr nichts mehr zu entdecken.
Überhaupt ist die Sicht begrenzt in ''Silent Hill'':
Nebel hängt in den Strassen, in denen Harry mit unsicheren Schritten nach Hilfe sucht. Ein Schatten taucht auf - ist es die kleine Cheril? Harry folgt ihr von der Haupt strasse in eine Gasse. Dort herrscht statt Nebel plötzlich Dunkelheit. Was geht hier vor? Harry zückt ein Streichholz, sieht Blut und rostige Gitter, blitzende Klingen, dann wird es Nacht.
Harter Tobak für ein en Action - Adventure - Einstieg! zum Glück werden die nächsten zehn Minuten ruhiger:
Harry kommt in einem Cafe zu sich. Er erfährt , dass ausser der Polizistin Cybil Bennett kein Mensch mehr in ''Silent Hill'' lebt. Cybil überreicht Harry ihren Revolver und verspricht ihm, schon bald mit Verstärkung zurückzukommen. Die Schwingtür des Cafes klappt hinter ihr zu - jetzt ist dein Held wirklich allein.

Die ''Silent Hill'' - Spielmechanik erinnert ein wenig an ''Metal Gear Solid'' und noch stärker an''Resident Evil''.
Du steuerst als Harry durch Strassen und Gebäude, verfällst per Knopfdruck in den Spurt und kannst jeden Gegenstand und jeden Winkel untersuchen.
Abhängig von der Situation beobachtet die Kamera den Helden von oben, aus der Entfernung oder steht ihm bedrohlich im Rücken. Die fiesen Perspektiven sind vorgegeben, über den rechten Taster kannst du die Kamera jedoch auch in einen festen Winkel justieren und ohne schockende Schwenks hinter Harry herführen . Soviel Sichtfreiheit bietet ''Resident Evil'' nicht!
Dein Held sucht seine verschwundene Tochter weiter. Auch im Schulgebäude rührt sich kein menschliches Wesen, öde erstrecken sich die weiten Flure zwischen verlassenen Klassenzimmern. Durchbrochen wird die Stille lediglich vom gelegentlichen Pfeifen deines Radiogeräts - es meldet die nähe eines Geistes oder Untoten!
Neben Kämpfen gegen diese Wesen erwarten dich hier auch erstmals vollwertige Rätsel, aus hingekritzelten Schulversen versucht Harry, das Geheimnis von''Silent Hill'' zu ergründen.
Ungewollt öffnet er dabei das Tor in eine grauenhafte Parallelwelt:
Jeder Platz in der Stadt - neben der Schule auch Krankenhaus und Vergnügungspark - besitzt eine Dimension, die sich durch Rätselknacken offenbart:
Aus der gewohnten Umgebung wird dann ein tiefschwarzer Alptraum. Wände verwandeln sich in blutbeschmierte Gitter, Möbel in rostiges Folterwerkzeug. Gleichzeitig tauchen neue Hinweise und Gegenstände auf. Erst wenn der Level- Wächter aufgespürt und im harten Zweikampf besiegt wurde, verwandelt sich die Umgebung wieder zurück, und du dirigierst Harry . um ein paar Erfahrungen reicher - zum nächsten Schauplatz.

Wer viel herumkommt, trifft auch auf die letzten Überlebenden des Spuks. Insgesamt agieren in''Silent Hill'' sechs Personen, die in kurzen Filmeinspielungen vorgestellt werden.
Welche Rolle die Polizistin Cybil, die alte Dahila oder der Arzt Dr. Kaufmann aber wirklich spielen, erfährst du erst zum Schluss.
Ist Konamis Gruselspiel besser oder schlechter als das beliebte ''Resident Evil''?
Das kommt ganz darauf an, welche Seiten man an einem Action - Adventure schätzt.
Optisch ist ''Silent Hill'' etwas flexibler als Capcoms Schocker. Es fängt trist und farblos an, steigert sich aber zu einer Orgie der gruseligen (wenngleich nicht fehlerfreien) Texturen wie Rost, Schimmel und blutigen Fliesen.
Technisch aufwendig ist die Grafik nicht, aber Konami vbeweist Gespür beim Einsatz von Licht und Schatten, Farben und Formen.
Und wer auf amerikanische Comic - Thriller oder Horrorfilme steht, wird die regelmäßigen Ausflüge in die höllische Parallelwelt von ''Silent Hill'' genießen.
Noch besser ist der Sound:
Die Akustik fängt ebenfalls unauffällig an, gewinnt aber mit jedem Schritt. Klopfen, Knarzen und Heulen verdichten sich zu einer unheimlichen Hintergrundkulisse, in der dir jede Tonschwankung einen Schauer über den Rückenjagt.
Drei Schwierigkeitsgrade verändern zwar Monster - Frequenz, aber nicht den Rätselgehalt von ''Silent Hill''. So bleibt die grundsätzliche Crux moderner 3D Adventure:
Jeder Spieler , egal, ob geübt oder noch grün hinter den Ohren, muss die Rätsel lösen können. Deshalb dreht sich auch hier alles um verschlossene Türen, versteckte Schlüssel, komische Rätselsprüche und teils aufgesetzt wirkende Logikspielereien.

ciao

Pro und Kontra: (was es ja hier nicht gibt)

Gute Stimmung, gelungene Schockmomente, schöner Einsatz von Licht und Schatten

Anfangs nerven die langen Fußmärche, später der kleine IQ der Feinde

7 Bewertungen