Spiel mir das Lied vom Tod (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von dreamweb
Sehenswert: Mein Lieblingswestern - jetzt auf DVD
Pro:
Sehr guter Film, viele gute Extras, Sehr gute Bildqualität, sehr gute Aufmachung
Kontra:
Deutsch nur Mono!
Empfehlung:
Ja
Heute stelle ich einen meiner Lieblingsfilme vor, den es seit Neuestem auch auf DVD gibt. Es handelt sich um "Spiel mir das Lied vom Tod" von Sergio Leone: Einen der Western, die mich bisher am meisten beeindruckt haben.
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INHALT
Der Farmer McBain wird zusammen mit seinen zwei Kindern erbarmungslos umgebracht. Als die ehemalige Hure Jill, die McBain kurz zuvor geheiratet hat, am gleichen Tag zur Farm kommt um ihre neue Familie aufzusuchen, findet sie nur noch drei Leichen. Alle raten ihr dazu, die leere Farm zu verlassen, ab er Jill entscheidet sich dafür, dazubleiben.
Am gleichen Tag erscheint auch ein geheimnisvoller Fremder, der sehr wenig redet, dafür excellent schießt und Mundharmonika spielt. Er gerät direkt mit der Bande des Gangsters Frank in Konflikt und so hat Franks Bande mit "Mundharmonikas" Ankunft direkt drei Mitglieder weniger.
In Verdacht für den grausamen Mord gerät allerdings nicht Frank, sondern der bekannte Cheyenne und seine Bande.
Während sich alle wegen des Familienmordes auf Cheyenne konzentrieren, beginnt dieser sich für Jill zu interessieren. Denn sie bzw. die Farm scheinen der Schlüssel für den Mord zu sein. Aber auch Frank, der konkrete Ziele mit der McBain Farm hat, beginnt Jill zu bedrängen. Und immer wieder taucht der geheimnisvolle Fremde auf, der nur "Mundharmonika" genannt wird. Denn dieser hat noch eine sehr alte Rechnung zu begleichen....
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MEINUNG ZUM FILM
Schon als ich "Spiel mir das Lied vom Tod" als Jugendliche zum ersten Mal gesehen habe, hat mich dieser äußerst spannend und geheimnisumwitterte Film in den Bann gezogen. Ich glaube, seit dieser Zeit ist Charles Bronson einer meiner Lieblingsschauspieler, einer der Besten, gewesen. Denn leider ist Bronson ja vor kurzer Zeit verstorben. Auch das war einer der Gründe dafür, mir direkt nach Erscheinen diese nicht ganz günstige DVD zu kaufen.
Was an "Spiel mir das Lied vom Tod" am meisten beeindruckt, das ist die generelle Machart des Filmes. So bleibt der Film bis kurz vor Ende doch geheimnisvoll. Und wieso "Mundharmonika" gespielt von Charles Bronson hier überhaupt auftaucht, das erfährt man eben auch kurz vor dem Finale des Filmes.
Grausam und faszinierend zugleich ist die Machart. Denn wie schon der Titel des Filmes andeutet, handelt der Film vom Tod. Leone stellt die Personen, auch die am Anfang ermodete irische Farmerfamilie so menschlich und verständnisvoll dar, dass man förmlich mitleidet, wenn Frank mit Bande erscheint und Menschen abknallt, als wären sie ein Jagdwild. Besonder schlimm und verblüffend ist es, wenn man bedenkt, dass Frank "gespielt von Henry Fonda" sonst eher die guten spielt und hier kalbblütig lächelnd einen kleinen Jungen erschießt, der ihm in die Augen schaut, nur weil dieser seinen Namen erfahren hat.
Insgesamt lebt "Spiel mir das Lied vom Tod" aber auch von der Gestaltung mit dem Ton und damit meine ich nicht nur die hervorragende Filmmusik, die die Wirkung der Szenen verstärkt. Auch auf die Mimiken der Menschen wird hier sehr genau eingegangen.
Nie wird dieser immerhin fast 160 Minuten lange Film langweilig. Vor "Spiel mir das Lied vom Tod" hätte ich mir nicht träumen lassen, dass eine Filmszene mit einem gelangweilt wartenden Gangster und eine Fliege faszinierend und interessant ist. Aber auch diese Meinung hat Sergio Leone bei mir geändert.
Aber "Spiel mir das Lied vom Tod" überzeugt auch durch seine hervorragenden Schauspieler. Charles Bronson als der geheimnisvolle mundharmonikaspieldene Rächer habe ich ja schon erwähnt. Aber auch Henry Fonda als der kaltblütige Frank ist sehenswert. Und mein Herz hat im Film Jason Robards als der schon eher liebenswerte Bandit Cheyenne gewonnen.
Etwas ganz Besonderes ist aber auch die schauspielerische Leistung von Claudia Cardinale, die die ehemalige Hure Jill spielt. Sie zeigt hier sehr deutlich etwas, das Sergio Leones Anliegen an diesen Film war. Denn "Spiel mir das Lied vom Tod" ist nicht irgend ein Western. Es ist ein Film, der in der Zeit spielt, als eine Area zu Ende ging. Die Zeit, in der der eigentliche "Wilde Westen" so langsam ging. Es ging ihm um die Darstellung der rauhen Zeit, in der nur langsam die Frauen doch langsam an Macht gewannen und der die "richtigen Kerle" so langsam ausstarben.
Jetzt aber doch noch ein paar Worte zur Musik. Die Filmmusik ist weltberühmt geworden und viele der traurig wirkenden Melodien kennt man auch ohne den Film jemals gesehen zu haben. Mir selbst ging es beim neueren Ansehen so, dass ich bei vielen Melodien dachte - ach daher stammt diese Musik, die du so magst.
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MEINUNG ZUR DVD
1. Bild und Ton
Insgesamt bin ich der Meinung, dass "Spiel mir das Lied vom Tod" auf DVD sehr gelungen ist. Allerdings bin ich auch etwas enttäuscht, dass man die wunderschönen Töne, die die Wirkung ausmacht, nur so richtig genießen kann, wenn man sich den Film auf Englisch ansieht. Denn die Macher haben sich hier für Deutsch kaum Mühe gemacht und so wird "Spiel mir das Lied vom Tod" auf DVD auf Deutsch nur in Mono präsentiert. Und selbst in der englischen Version ist das Dolby 5.1 kaum der Rede Wert. Denn man hat hier gerade einige wenige der bekannten Filmmelodien raumerfassend umgesetzt, der Rest klingt auch in Englisch sehr nach Mono.
Hervorragend dagegen ist die Bildumsetzung des Filmes. Keinerlei Rauschen und Flackern. Und die Schärfe hält auch mit den neuesten Filmproduktionen ohne Probleme mit. Das ist Genuss pur. Auch die animierten Menüs sowohl der Film-DVD als auch der Extra-DVD haben mir sehr gut gefallen. Hier steckt einiges an Arbeit drin.
2. Gestaltung
Auf das Layout wurde hier sehr viel Wert gelegt. So erhält man zwei DVDs in einem exklusiv aussehenden Digipack, der sich in einer Pappschachtel befindet. Sowohl alle vier Hauptdarsteller als auch andere bedeutende Filmmotive sind hier sehr passend in Großformat abgebildet. Denn wenn man die DVD-Schachtel aufklappt, hat man hier acht 20 mal 25 cm große Bildflächen, Beim Bild des Cheyenne befindt sich zudem noch eine Lasche mit einem hervorragenden Booklet.
Bei vielen DVDs bekommt man heute kein Booklet oder gerade noch ein dünnes Zettelchen mit den Kapiteln mit. Bei "Spiel mir das Lied vom Tod" erfreut sich der DVD Besitzer aber direkt an einem 16seitigem sehr gut aufgemachten Booklet mit vielen Hintergrundinformationen zum Film. Es macht Spaß, darin zu blättern, die Bilder anzusehen und die Informationen zu lesen.
3. Extras
Erwähnenswert sind bei "Spiel mir das Lied vom Tod" auch die vielen Extras, die sich auf einer seperaten DVD befinden.
Auch bei der Zusatz-DVD kann man zwischen sämtlichen weiter unten angegebenen Sprachen wählen, sich die Informationen somit auch in Deutsch ansehen.
Neben den eigentlichen Extras gibt es auch einen Audiokommentar zum Film. Es handelt sich hierbei um einen Zusammengeschnitten mit Betrachtungen von John Carpenter, John Milius, Bernardo Bertolucci, Alex Cox, Sir Christopher Freyling (Filmhistoriker), Dr. Sheldon Hall (Filmhistorikerin), Claudia Cardinale und weiteren Leuten aus dem Filmbusiness. Dieser Zusammenschnitt hat den Vorteil, dass Langeweile ausbleibt und man viele gute Informationen erhält. Für den Audiokommentar gibt es deutsche, englische, französische und spanische Untertitel. Ich selbst konnte mir somit diese Kommentare anhören und auch in Deutsch übersetzen lassen.
Eine Oper der Gewalt: Eine 29 Minuten Dokumentation zum Thema "Sergio Leon". Hier erfährt man einiges aus den Augen Anderer über Sergio Leone und natürlich auch noch etwas über Leones andere Filme.
Der Preis der Sünde: Die zweite Dokumentation beschäftigt sich mit dem Film "Spiel mir das Lied vom Tod" selbst. Darsteller und am Film beteiligte Crewmitglieder blicken zurück und erzählen von ihren Eindrücken und Erfahrungen der Dreharbeiten. Aufgefallen ist mir hier die sehr intensive Dolby Vertonung. - natürlich auch mit deutschen Untertiteln
Dem Tode nahe: Hier geht es um den Soundtrack des Filmes und auch um den Director´s Cut und die zusätzlichen Szenen eingegangen (auf der DVD befindet sich nur die Kinofassung).
Die Eisenbahn - Revolution des Westens:
In knapp sechs Minuten wird hier hier etwas zur Geschichte der Eisenbahn und ihre Entwicklung im "wilden Westen" eingegangen.Aber man geht auch auf den Film selbst und die wirtschaftlichen Gründe ein.
Fotogalerie: Damals-Heute Vergleich der Drehorte
Fotogalerie: Bildergalerie mit Produktionsfotos.
Cast & Crew Biografien
Kinotrailer
Insgesamt halte ich die Extras zum Film für sehr gelungen und informativ. Es wird viel erzählt aber man kommt auch in den Genuss einiger Filmszenen.
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HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Sergio Leone als hatte es bei "Spiel mir das Lied vom Tod" nicht sehr leicht. Denn damals war es ein hartes Stück Arbeit, dass amerikanische Schauspieler überhaupt bereit waren, einem italienischem Regisseur zu vertrauen. Zudem wurde das Drehbuch damals so schlecht in Englisch übersetzt, dass es die Wirkung verfehlte. Henry Fonda, den Leone unbedingt dabei haben wollte, lehnte daher die Rolle auch direkt ab. Leone mußte hier große Überzeugungsarbeit leisten, denn ihm war es wichtig, den bisher nur als "Guten" bekannten Henry Fonda in der Rolle des Bösewichtes zu bekommen. Und das Angebot, also mal den Bösen zu spielen, das reizte dann Henry Fonda doch, dass er die Rolle annahm, mit der zweitbesten Gage.
Die höchste Gage erhielt Claudia Cardinale, die sich im Film von der Hure zur Heiligen wandelt. Aber auch Jason Robarts wollte am Anfang nicht mitmachen, denn er hatte eigentlich eine Bühnenkarriere gemacht. Und wie man sieht, hat Sergeo auch ihn überzeugen können.
In Amerika war "Spiel mir das Lied vom Tod" ein Flop, während er in Europa und Japan relativ erfolgreich lief. Am größten waren die Erfolge in Frankreich. Dort ist er heute immer noch einer der zehn erfolgreichsten Filme. Vier Jahre lang lief er in den Kinos und die langen Staubmäntel lösten sogar eine kleine Modewelle aus - den Sergio-Leone-Style. Mehr als ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis man in Amerika erkannte, was für ein großartiges Werk Leone hier geschaffen hatte.
=====
DATEN
Deutscher Titel: Spiel mir das Lied vom Tod
Originaltitel: Once Upon A Time In The West
Land / Jahr: I 1968
Regie: Sergio Leone
Darsteller:
Henry Fonda , Claudia Cardinale , Charles Bronson , Jason Robards , Frank Wolff , Gabriele Ferzetti , Paolo Stoppa , Jack Elam , Woody Strode , Lionel Stander , Keenan Wynn , Livio Andronico , Salvatore Basile , Aldo Berti , Frank Braña , Marilù Carteny , Luigi Ciavarro , Spartaco Conversi , Bruno Corazzari , Paolo Figlia
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (letterboxed)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono), Französisch (Dolby Digital 2.0 mono), Spanisch (Dolby Digital 2.0 mono), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Holländisch, Isländisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Menü: animiertes Menü
Booklet: mit ausführlichen Informationen zum Film und Kapitelübersicht
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 33
Laufzeit: 158 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
Preis: 19,90 Euro im Karstadt
=====
FAZIT
Wer düstere, spannende und geheimnisvolle Western mag, dem kann ich "Spiel mir das Lied vom Tod" ohne Einschränkungen empfehlen. Spiel mir das Lied vom Tod auf DVD ist auf jeden Fall sehr gelungen. Sowohl die Filmqualität, die Gestaltung und auch die Extras sind vom Feinsten. Dafür, dass man in Deutsch nur "Mono" erhält, gibt es von mir allerdings einen Abzug.
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INHALT
Der Farmer McBain wird zusammen mit seinen zwei Kindern erbarmungslos umgebracht. Als die ehemalige Hure Jill, die McBain kurz zuvor geheiratet hat, am gleichen Tag zur Farm kommt um ihre neue Familie aufzusuchen, findet sie nur noch drei Leichen. Alle raten ihr dazu, die leere Farm zu verlassen, ab er Jill entscheidet sich dafür, dazubleiben.
Am gleichen Tag erscheint auch ein geheimnisvoller Fremder, der sehr wenig redet, dafür excellent schießt und Mundharmonika spielt. Er gerät direkt mit der Bande des Gangsters Frank in Konflikt und so hat Franks Bande mit "Mundharmonikas" Ankunft direkt drei Mitglieder weniger.
In Verdacht für den grausamen Mord gerät allerdings nicht Frank, sondern der bekannte Cheyenne und seine Bande.
Während sich alle wegen des Familienmordes auf Cheyenne konzentrieren, beginnt dieser sich für Jill zu interessieren. Denn sie bzw. die Farm scheinen der Schlüssel für den Mord zu sein. Aber auch Frank, der konkrete Ziele mit der McBain Farm hat, beginnt Jill zu bedrängen. Und immer wieder taucht der geheimnisvolle Fremde auf, der nur "Mundharmonika" genannt wird. Denn dieser hat noch eine sehr alte Rechnung zu begleichen....
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MEINUNG ZUM FILM
Schon als ich "Spiel mir das Lied vom Tod" als Jugendliche zum ersten Mal gesehen habe, hat mich dieser äußerst spannend und geheimnisumwitterte Film in den Bann gezogen. Ich glaube, seit dieser Zeit ist Charles Bronson einer meiner Lieblingsschauspieler, einer der Besten, gewesen. Denn leider ist Bronson ja vor kurzer Zeit verstorben. Auch das war einer der Gründe dafür, mir direkt nach Erscheinen diese nicht ganz günstige DVD zu kaufen.
Was an "Spiel mir das Lied vom Tod" am meisten beeindruckt, das ist die generelle Machart des Filmes. So bleibt der Film bis kurz vor Ende doch geheimnisvoll. Und wieso "Mundharmonika" gespielt von Charles Bronson hier überhaupt auftaucht, das erfährt man eben auch kurz vor dem Finale des Filmes.
Grausam und faszinierend zugleich ist die Machart. Denn wie schon der Titel des Filmes andeutet, handelt der Film vom Tod. Leone stellt die Personen, auch die am Anfang ermodete irische Farmerfamilie so menschlich und verständnisvoll dar, dass man förmlich mitleidet, wenn Frank mit Bande erscheint und Menschen abknallt, als wären sie ein Jagdwild. Besonder schlimm und verblüffend ist es, wenn man bedenkt, dass Frank "gespielt von Henry Fonda" sonst eher die guten spielt und hier kalbblütig lächelnd einen kleinen Jungen erschießt, der ihm in die Augen schaut, nur weil dieser seinen Namen erfahren hat.
Insgesamt lebt "Spiel mir das Lied vom Tod" aber auch von der Gestaltung mit dem Ton und damit meine ich nicht nur die hervorragende Filmmusik, die die Wirkung der Szenen verstärkt. Auch auf die Mimiken der Menschen wird hier sehr genau eingegangen.
Nie wird dieser immerhin fast 160 Minuten lange Film langweilig. Vor "Spiel mir das Lied vom Tod" hätte ich mir nicht träumen lassen, dass eine Filmszene mit einem gelangweilt wartenden Gangster und eine Fliege faszinierend und interessant ist. Aber auch diese Meinung hat Sergio Leone bei mir geändert.
Aber "Spiel mir das Lied vom Tod" überzeugt auch durch seine hervorragenden Schauspieler. Charles Bronson als der geheimnisvolle mundharmonikaspieldene Rächer habe ich ja schon erwähnt. Aber auch Henry Fonda als der kaltblütige Frank ist sehenswert. Und mein Herz hat im Film Jason Robards als der schon eher liebenswerte Bandit Cheyenne gewonnen.
Etwas ganz Besonderes ist aber auch die schauspielerische Leistung von Claudia Cardinale, die die ehemalige Hure Jill spielt. Sie zeigt hier sehr deutlich etwas, das Sergio Leones Anliegen an diesen Film war. Denn "Spiel mir das Lied vom Tod" ist nicht irgend ein Western. Es ist ein Film, der in der Zeit spielt, als eine Area zu Ende ging. Die Zeit, in der der eigentliche "Wilde Westen" so langsam ging. Es ging ihm um die Darstellung der rauhen Zeit, in der nur langsam die Frauen doch langsam an Macht gewannen und der die "richtigen Kerle" so langsam ausstarben.
Jetzt aber doch noch ein paar Worte zur Musik. Die Filmmusik ist weltberühmt geworden und viele der traurig wirkenden Melodien kennt man auch ohne den Film jemals gesehen zu haben. Mir selbst ging es beim neueren Ansehen so, dass ich bei vielen Melodien dachte - ach daher stammt diese Musik, die du so magst.
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MEINUNG ZUR DVD
1. Bild und Ton
Insgesamt bin ich der Meinung, dass "Spiel mir das Lied vom Tod" auf DVD sehr gelungen ist. Allerdings bin ich auch etwas enttäuscht, dass man die wunderschönen Töne, die die Wirkung ausmacht, nur so richtig genießen kann, wenn man sich den Film auf Englisch ansieht. Denn die Macher haben sich hier für Deutsch kaum Mühe gemacht und so wird "Spiel mir das Lied vom Tod" auf DVD auf Deutsch nur in Mono präsentiert. Und selbst in der englischen Version ist das Dolby 5.1 kaum der Rede Wert. Denn man hat hier gerade einige wenige der bekannten Filmmelodien raumerfassend umgesetzt, der Rest klingt auch in Englisch sehr nach Mono.
Hervorragend dagegen ist die Bildumsetzung des Filmes. Keinerlei Rauschen und Flackern. Und die Schärfe hält auch mit den neuesten Filmproduktionen ohne Probleme mit. Das ist Genuss pur. Auch die animierten Menüs sowohl der Film-DVD als auch der Extra-DVD haben mir sehr gut gefallen. Hier steckt einiges an Arbeit drin.
2. Gestaltung
Auf das Layout wurde hier sehr viel Wert gelegt. So erhält man zwei DVDs in einem exklusiv aussehenden Digipack, der sich in einer Pappschachtel befindet. Sowohl alle vier Hauptdarsteller als auch andere bedeutende Filmmotive sind hier sehr passend in Großformat abgebildet. Denn wenn man die DVD-Schachtel aufklappt, hat man hier acht 20 mal 25 cm große Bildflächen, Beim Bild des Cheyenne befindt sich zudem noch eine Lasche mit einem hervorragenden Booklet.
Bei vielen DVDs bekommt man heute kein Booklet oder gerade noch ein dünnes Zettelchen mit den Kapiteln mit. Bei "Spiel mir das Lied vom Tod" erfreut sich der DVD Besitzer aber direkt an einem 16seitigem sehr gut aufgemachten Booklet mit vielen Hintergrundinformationen zum Film. Es macht Spaß, darin zu blättern, die Bilder anzusehen und die Informationen zu lesen.
3. Extras
Erwähnenswert sind bei "Spiel mir das Lied vom Tod" auch die vielen Extras, die sich auf einer seperaten DVD befinden.
Auch bei der Zusatz-DVD kann man zwischen sämtlichen weiter unten angegebenen Sprachen wählen, sich die Informationen somit auch in Deutsch ansehen.
Neben den eigentlichen Extras gibt es auch einen Audiokommentar zum Film. Es handelt sich hierbei um einen Zusammengeschnitten mit Betrachtungen von John Carpenter, John Milius, Bernardo Bertolucci, Alex Cox, Sir Christopher Freyling (Filmhistoriker), Dr. Sheldon Hall (Filmhistorikerin), Claudia Cardinale und weiteren Leuten aus dem Filmbusiness. Dieser Zusammenschnitt hat den Vorteil, dass Langeweile ausbleibt und man viele gute Informationen erhält. Für den Audiokommentar gibt es deutsche, englische, französische und spanische Untertitel. Ich selbst konnte mir somit diese Kommentare anhören und auch in Deutsch übersetzen lassen.
Eine Oper der Gewalt: Eine 29 Minuten Dokumentation zum Thema "Sergio Leon". Hier erfährt man einiges aus den Augen Anderer über Sergio Leone und natürlich auch noch etwas über Leones andere Filme.
Der Preis der Sünde: Die zweite Dokumentation beschäftigt sich mit dem Film "Spiel mir das Lied vom Tod" selbst. Darsteller und am Film beteiligte Crewmitglieder blicken zurück und erzählen von ihren Eindrücken und Erfahrungen der Dreharbeiten. Aufgefallen ist mir hier die sehr intensive Dolby Vertonung. - natürlich auch mit deutschen Untertiteln
Dem Tode nahe: Hier geht es um den Soundtrack des Filmes und auch um den Director´s Cut und die zusätzlichen Szenen eingegangen (auf der DVD befindet sich nur die Kinofassung).
Die Eisenbahn - Revolution des Westens:
In knapp sechs Minuten wird hier hier etwas zur Geschichte der Eisenbahn und ihre Entwicklung im "wilden Westen" eingegangen.Aber man geht auch auf den Film selbst und die wirtschaftlichen Gründe ein.
Fotogalerie: Damals-Heute Vergleich der Drehorte
Fotogalerie: Bildergalerie mit Produktionsfotos.
Cast & Crew Biografien
Kinotrailer
Insgesamt halte ich die Extras zum Film für sehr gelungen und informativ. Es wird viel erzählt aber man kommt auch in den Genuss einiger Filmszenen.
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HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Sergio Leone als hatte es bei "Spiel mir das Lied vom Tod" nicht sehr leicht. Denn damals war es ein hartes Stück Arbeit, dass amerikanische Schauspieler überhaupt bereit waren, einem italienischem Regisseur zu vertrauen. Zudem wurde das Drehbuch damals so schlecht in Englisch übersetzt, dass es die Wirkung verfehlte. Henry Fonda, den Leone unbedingt dabei haben wollte, lehnte daher die Rolle auch direkt ab. Leone mußte hier große Überzeugungsarbeit leisten, denn ihm war es wichtig, den bisher nur als "Guten" bekannten Henry Fonda in der Rolle des Bösewichtes zu bekommen. Und das Angebot, also mal den Bösen zu spielen, das reizte dann Henry Fonda doch, dass er die Rolle annahm, mit der zweitbesten Gage.
Die höchste Gage erhielt Claudia Cardinale, die sich im Film von der Hure zur Heiligen wandelt. Aber auch Jason Robarts wollte am Anfang nicht mitmachen, denn er hatte eigentlich eine Bühnenkarriere gemacht. Und wie man sieht, hat Sergeo auch ihn überzeugen können.
In Amerika war "Spiel mir das Lied vom Tod" ein Flop, während er in Europa und Japan relativ erfolgreich lief. Am größten waren die Erfolge in Frankreich. Dort ist er heute immer noch einer der zehn erfolgreichsten Filme. Vier Jahre lang lief er in den Kinos und die langen Staubmäntel lösten sogar eine kleine Modewelle aus - den Sergio-Leone-Style. Mehr als ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis man in Amerika erkannte, was für ein großartiges Werk Leone hier geschaffen hatte.
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DATEN
Deutscher Titel: Spiel mir das Lied vom Tod
Originaltitel: Once Upon A Time In The West
Land / Jahr: I 1968
Regie: Sergio Leone
Darsteller:
Henry Fonda , Claudia Cardinale , Charles Bronson , Jason Robards , Frank Wolff , Gabriele Ferzetti , Paolo Stoppa , Jack Elam , Woody Strode , Lionel Stander , Keenan Wynn , Livio Andronico , Salvatore Basile , Aldo Berti , Frank Braña , Marilù Carteny , Luigi Ciavarro , Spartaco Conversi , Bruno Corazzari , Paolo Figlia
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (letterboxed)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono), Französisch (Dolby Digital 2.0 mono), Spanisch (Dolby Digital 2.0 mono), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Holländisch, Isländisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Menü: animiertes Menü
Booklet: mit ausführlichen Informationen zum Film und Kapitelübersicht
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 33
Laufzeit: 158 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
Preis: 19,90 Euro im Karstadt
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FAZIT
Wer düstere, spannende und geheimnisvolle Western mag, dem kann ich "Spiel mir das Lied vom Tod" ohne Einschränkungen empfehlen. Spiel mir das Lied vom Tod auf DVD ist auf jeden Fall sehr gelungen. Sowohl die Filmqualität, die Gestaltung und auch die Extras sind vom Feinsten. Dafür, dass man in Deutsch nur "Mono" erhält, gibt es von mir allerdings einen Abzug.
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