Star Trek: Nemesis (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von dreamweb

Die Romulaner auf dem Vormarsch..

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Soeben komme ich aus dem Kino. Als Trekkie bzw. Star Trek Fan musste ich mir doch so bald wie möglich den neuen Star Trek Kinofilm ansehen. Hier meine Meinung zu Star Trek X - Nemesis.

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INHALT

Für die Crew der Enterprise beginnt sehr harmonisch und gut. Denn Counselor Deanna Troi und Will Riker, der Erste Offizier der Enterprise, haben sich das Ja-Wort gegeben. Zum Leidwesen von Captain Jean-Luc Picard bedeutet das aber, dass beide die Enterprise verlassen werden, denn Riker bekommt ein eigenes Kommando. Aber noch ist es nicht soweit, denn erst geht es zum Planeten Betazed, dem Heimatplaneten von Counselor Troi. Dort soll die Hochzeit auch noch nach alten Betazed-Sitten durchgeführt werden und auch viele der Enterprise Crew sollen daran teilnehmen.

Kurz zuvor fand allerdings auf Romulus ein Putsch statt. Im System der Romulaner ist das zwar schon fast normal, aber diesmal fand es abartig und äußerst grausam statt. Alle Mitglieder des Senats wurden auf unmenschliche Weise getötet und so kam eine noch nicht bekannte Unterart der Romulaner an die Macht, die als äußerst grausam gilt und bisher von den Romulanern nur als Sklaven behandelt und verachtet wurden.

Auf dem Flug nach Betazed erhält die Enterprise ein merkwürdiges Signal, das nur von Androiden abgestrahlt wird. Data kann es nicht sein, denn der befindet sich an Bord der Enterprise. Neugierig geworden beschließt Captain Picard den Planet aufzusuchen, von dem das Signal abgestrahlt wird. Dort findet das Außenteam auch diverse Einzelteile eines Androiden, der sich als Vorgängermodell von Data herausstellt und den Namen \"Bevor\" von Dr. Soong, seinem Erschaffer, erhalten hat. Nachdem man das Vorgängermodell wieder hergestellt hat, erhält die Enterprise den Befehl nach Romulus zu fliegen. Denn dort wünscht man Gespräche mit der Föderation und die Enterprise ist das nächste Schiff in Reichweite.

Bei ihrer Ankunft auf Romulus wird die Enterprise allerdings mit etwas sehr ungewöhnlichem konfrontiert. Denn der neue Regent von Romulus, der sich Shinzun nennt, ist ein Mensch. Und nicht nur ein Mensch, sondern ein jüngerer Jean-Luc Picard - ein Klon. Und schnell stellt sich heraus, dass der von ihm offiziell gewünschte Frieden nur eine Finte ist. Denn Shinzun hat ganz besondere Pläne, sowohl mit seinem Original Jean-Luc als auch mit der Erde. Und diese Pläne haben ganz und gar nichts mit Frieden zu tun....


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MEINUNG

Ich habe vor dem Ansehen des Filmes schon oft gehört, dass Nemesis in Amerika fast ein Flop war und auch in Deutschland die Besucherzahlen nicht so hoch sein sollen wie erwartet, das zeigte sich wohl schon in der Vorpremiere am gestrigen Tag. Das bedeutet für mich aber lange nicht, dass ein Film deswegen schlecht sein muss. Verglichen mit den letzten beiden Kinofilmen wurde sogar relativ wenig Reklame für diesen Kinofilm gemacht. Mich stört das ganz und gar nicht, denn so sieht man mehr Star Trek Fans in diesem Film als in den Filmen zuvor. Ich bin nun einmal Star Trek Fan, für mich ist Star Trek etwas Besonderes und auch Kult und daher fand ich es nicht toll, wenn Star Trek zu einem Halbhorror werden sollte.

Star Trek Nemesis fängt sehr spannend mit dem Putsch auf Romulus an. Dabei erfährt man auch gleich, welche Wirkung eine bestimmte Waffe hat, um die es im Film auch weiterhin geht. Für Nicht Star-Trek Fans wird vielleicht die nächste Zeit dann etwas uninteressant. Denn es geht hier bei der Crew erst einmal um Rikers und Trois Hochzeit und auch um die Sitten auf Betazed. Wer Star Trek kennt und liebt, weiss schon wieso Worf nicht an dieser Hochzeit teilnehmen möchte, denn auf Betazed geht nun einmal alles anders zu. Und ein ehrenhafter Klingone will nun nicht unbedingt nackt auf einer Hochzeit erscheinen. Für mich als Fan war es schade zu hören, dass Riker die Enterprise verlässt. Denn William T. Riker gehört zur Enterprise als Erster Offizier. Da aber sowieso im Gespräch ist, dass dieses der letzte Star Trek Film um die Crew Picards sein soll, passte das auch wieder.

Spannend und interessant ging es dann aber weiter mit der Suche nach dem Androidensignal. Denn die Bewohner des Planeten waren Picard und seinen Leuten nicht sehr wohlgesonnen und so erlebt man dann auch alsbald die ersten Actionszenen der Enterprise-Crew.

Etwas schade fand ich, dass man überall in der Vorankündigung davon gesprochen hatte, dass Data auf Lore trifft. Das ist der Android vor ihm gewesen, der aber charakterlich das Gegenteil des guten und loyalen Data war. Stattdessen findet man noch ein Vorgängermodell, dass dann auch noch den sinnigen Namen \"Bevor\" hat und nicht sonderlich intelligent scheint.

Kurz darauf kommt es ja zu der ersten Begegnung mit Shinzun. Und dieser stellt sich als bösartig, machtbesessen und rachedürstig heraus. Und so haben wir hier wenigstens mal das Gegenstück zu Picard. Denn obwohl in beiden Menschen das gleiche Blut fliesst und auch die DNS identisch ist, so will Picard friedlich forschen während Shinzun die Macht über die Romulaner will und so nebenbei vorhat die Erde zu vernichten und somit auch der Föderation ein Ende zu setzen. Interessant ist aber, dass hier sowohl Data als auch Picard hier ein \"Gegenstück\" haben, das ihnen zwar äußerlich ähnelt, aber ansonsten in fast allem unterscheidet.

Wie auch in den letzten Filmen ist hier Jean-Luc Picard derjenige, der kämpft und sein Leben für das Wohl der Erde und sein Schiff aufs Spiel setzt. Nichts mehr ist zu erkennen von dem besonnen Captain aus der Serie, der eher seinem Ersten Offizier diese Kämpfe überliess. Aber wenigstens darf auch Riker in einigen Szenen zeigen, was er leisten kann. Ansonsten geht es hier um den Kampf zwischen Jean-Luc und Shinzon, bei dem auch Data sehr oft einschreitet. Auch Deanna Troi ist wieder eine der Personen, die hier aktiv ist. Ansonsten spielen die anderen der Hauptcrew hier eine sehr untergeordnete Rolle.

Ich selbst liebe übrigens die Folgen, in denen Romulaner vorkommen. Wahrscheinlich hat mir daher auch Star Trek Nemesis so gut gefallen. Die Romulaner sind ein Volk, das gleichzeitig ehrhaft sein kann als auch listig und jeden Vorteil ausnutzend. Neu waren mir die Gestalten dieses Untervolkes der Romulaner, sie sahen nicht sehr romulanerähnlich aus. Gut fand ich aber, dass auch die mir bekannten Romulaner eine große Rolle gespielt haben. Und auch sie dazu beitragen, dass nicht immer alles im Sinne des rachedürstigen Shinzon verläuft. Denn auch unter Romulanern gibt es gute und schlechte Personen, das wird hier im Film auch fairerweise sehr gut gezeigt.

Wenngleich Star Trek Nemesis nach dem Putsch auf Romulus doch erst mal ruhig anläuft, so kommt es doch sehr schnell zu spannenden und actionreichen Szenen, bei denen man sich dann sehr über den Dolby DTS bzw. Dolby Digital Sound freuen konnte - je nach Kino. Ich selbst war in einem DTS Kino und konnte so ein sehr gutes Mitten-Drin Gefühl erleben. Gerade bei Star Trek legt man immer sehr großen Wert auf die Töne, Geräusche und Musik und so war es auch wieder in Nemesis.

Trotz der Rachethematik und dem Kampf mit einem der Enterprise überlegenen Schiff ist es aber auch hier wieder gelungen, Star Trek Philosophie und auch den gewohnten Humor mit einzubauen. Es ist kein Film zum Lachen aber es gibt immer wieder schöne und humorvolle Stellen und natürlich viele Kämpfe und neuartige Technologien.

Ich habe die 110 Minuten genossen keinen Moment Langeweile gehabt. Denn für mich zählen in einem guten Star Trek Film nicht nur Kämpfe sondern auch die Menschen, die zur Crew gehören und wie sie miteinander umgehen.

Schön war es auch die Schauspieler zu sehen, die man nicht immer in Star Trek zu sehen bekommt. So ist Whoopi Goldberg ebenso kurz zu sehen wie auch Kate Mulgrew als Admiral Janeway. Diese Idee hat mir übrigens sehr gut gefallen.

Natürlich sah man Brent Spiner trotz der Maske sein Alter an. Das ist zwar natürlich aber sehr schade, denn nicht umsonst wollte man Data daher schon beim letzten Film \"sterben\" lassen. Denn ein Android kann ja nicht altern. Mich persönlich hat es nicht gestört, Fältchen um die Augen zu bemerken. Vielleicht könnte man Androiden ja extra so menschlich konstruieren. (Da kommt wieder der Trekkie durch...)

Die Musik zum Film war wieder hervorragend, wie meistens in den Star Trek Filmen gibt es Musik, die diese gewissen Star-Trek-Töne hat und auch Melodien, die ganz neu klingen. Alles war hier hervorragend auf den Film abgepasst. Ich überlege derzeit, mir auch den Soundtrack zum Film noch zuzulegen.

Vielleicht noch etwas zum Ende des Filmes. Da ich niemanden die Spannung verleiden möchte, kann ich hier nur anmerken, dass es zwar ein \"Happy End\" gibt, aber kein Hundertprozentiges. Denn einer der Hauptdarsteller opfert sich.

Nemesis bedeutet übrigens ausgleichende bzw. strafende Gerechtigkeit und daher ist es schon ein sehr passender Titel für die Handlung dieses Star Trek Filmes.

Freigegeben ist Star Trek Nemesis übrigens für Kinder ab 12 Jahre. Trotz einiger Szenen finde ich diese Freigabe gerechtfertigt.


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DATEN

Titel Deutschland: Star Trek: Nemesis
Titel USA: Star Trek: Nemesis
Genre: Science Fiction
Farbe, USA, 2001
Kino Deutschland: 16.01.2003 (Vorpremiere 15.01.2003)
Kino USA: November 2002
Laufzeit Kino: 110 Minuten
Ton: DTS, Dolby Digital
FSK: Freigegeben ab 12 Jahre

Darsteller & Stab
Darsteller:
Patrick Stewart (Captain Jean-Luc Picard)
Jonathan Frakes (Commander Thomas Riker)
Brent Spiner (Lt. Commander Data)
LeVar Burton (Lt. Commander Geordi La Forge)
Michael Dorn (Lt. Commander Worf)
Gates McFadden (Dr. Beverly Crusher)
Marina Sirtis (Commander Deanna Troi)
Tom Hardy (Romulan Star Empire Praetor Shinzon)
Whoopi Goldberg (Guinan)
Kate Mulgrew (Admiral Kathryn Janeway)
Dina Meyer (Romulan Star Empire Commander Donatra)

Regie: Stuart Baird
Produzenten: Rick Berman
Drehbuch: John Logan, Rick Berman, Brent Spiner
Vorlage: Gene Roddenberry
Filmmusik: Jerry Goldsmith
Kamera: Jeffrey L. Kimball


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FAZIT

Star Trek Nemesis ist ein sehr gelungener Film um die Crew von Jean-Luc Picard, der mir sehr gut gefallen hat. Spannung, Humor und Menschlichkeit stimmte hier und ich hatte 110 sehr schöne Minuten im Kino. Von mir bekommt der Film Bestnote.

Ich hoffe, dass ich hier Star Trek Nemesis näher bringen konnte.

Liebe Grüße - Miara

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