Tattoo (VHS) Testbericht

Tattoo-vhs-thriller
ab 6,52
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Erfahrungsbericht von Marc12

Da fällt mir die Haut ab

Pro:

Story

Kontra:

Darsteller und Umsetzung

Empfehlung:

Nein

- - - Z u m F i l m - - -

Eine scheinbar verwirrte und orientierungslose Frau hastet über eine menschenleere Straße. Sie hat eine entsetzliche Rückenverletzung, die nur sehr schemenhaft zu sehen ist. Ein Omnibus erscheint und macht dem Leben der Frau ein jähes Ende.
Frisch von der Polizeischule kommt Marc Schrader zum eigenwilligen Hauptkommissar Minks. Sie werden Partner und haben gleich einen schrecklichen Fall zu klären Eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche bringt die beiden Ermittler auf die Spur weiterer Mordfälle. Eins haben alle Opfer gemeinsam; sie wurden Verstümmelt. Ihnen fehlt allen ein großes Stück Haut. Minks und Schrader kommen auf die Spur von Tattoo – Sammlern. Bei den Sammlern sind Tattoos eines vor kurzem verstorbenen Künstlers ganz hoch im Rennen. Maya Kroner, die mit diesem Künstler zusammen war, erzählt Marc, daß von diesen Hautkünstwerken 12 Stück existieren.
Minks hat nicht nur diesen Fall vor der Brust. Das Leben war in letzter Zeit nicht gütig mit ihm. Seine Frau ist gestorben und seine Tochter ist abgehauen. Marc findet sie, doch verspricht er, ihrem Vater nichts zu erzählen. Dies soll sich später als tragisches Fehlverhalten heraus stellen.

- - - D a r s t e l l e r - - -

August Diehl – Marc Schrader
Christian Redl – Minks
Nadeshda Brennicke – Maya Kroner
Johan Leysen – Frank Schoubya
Monica Bleibtreu – Oberkommissarin Roth

- - - F i l m s t a b - - -

Regie: Robert Schwentke
Produzenten: Jan Hinter, Roman Kuhn
Drehbuch: Robert Schwentke
Musik: Martin Todsharow

- - - w e i t e r e I n f o s - - -

Genre: Psychothriller
Land: Deutschland
Jahr: 2002
Länge: 108 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Anbieter: Tobis Studio Canal

- - - M e i n e M e i n u n g - - -

Gern werden ja gute Psychothriller wie „Das Schweigen der Lämmer“ einfach nur Kopiert. Gerade in Deutschland ist es sehr beliebt amerikanische Vorbilder einfach neu aufzunehmen. „Tattoo“ ist da wohl eine Ausnahme. Alles beginnt wie ein ganz normaler TV-Krimi alla „Tatort“. Doch schnell kommt das ganze in fahrt und eine tief schwarze Achterbahnfahrt kann beginnen.
Bei der Story kann man wirklich nicht meckern, daß uns da wieder was altes aufgewärmt auf den Bildschirm geliefert wird. Hautdiebe ist mal was ganz anders. Die ganze Geschichte ist sehr logisch aufgebaut. Es wird zwar sehr auf der brutalen Schiene gefahren, doch muß dies meiner Meinung nach sein, um so einen Film richtig ins Bild zu setzen.
Das waren dann aber auch schon die positiven Dinge dieses Films. Die Hauptfiguren sind in diesem Film absolut verloren gegangen. Minks soll ein altes, verbittertes Polizeipferd sein, doch kommt er mir viel zu jung vor. Christian Redl soll einen knallharten Hund spielen, der den neuen bei der Polizei richtig einführt. Erstens wird dieser Zweig der Geschichte sehr oberflächlich und nur so nebenbei mitgetragen und zweitens kann Christian dieser Rolle einfach nicht gerecht werden. Viel zu schnell wird er vom gemeinen Hund zum zahmen Lamm. August Diehl spielt einen Frischling bei den Cops. Seine Rolle kann man nun gar nicht verstehen. Mal ekelt er sich vor Leichen, dann versucht er wieder ein stürmischer Hitzkopf zu sein. Man soll ihn lieb gewinnen und dann betrügt er seine Freundin. Er ist ein Charakter in diesem Film, der einem einfach nicht gefallen kann. Ich weiß nicht, ob Christian einfach nur ein schlechter Schauspieler ist, oder der Regiseur einen absolut schlechten Job gemacht hat. Vielleicht stimmt aber auch beides. Nadeshda Brennicke hat eine große Nebenrolle in diesem Film bekommen. Sie macht ihre Sache zwar nicht schlecht, doch wirklich großes Talent scheint sie auch nicht zu besitzen. Sie hat eine sehr zweigeteilte Persönlichkeit in diesem Film bekommen, der sie einfach nicht gerecht werden kann. Jeder Soap Star hätte diese Rolle besser ausfüllen können.
Mir ist wirklich schleierhaft, wie ein so gutes Drehbuch, auf der Leinwand so schlecht dargestellt werden kann. Die Story ist wirklich 1A, doch was man aus ihr gemacht hat, ist nun wirklich nichts für Freunde der guten Psycho Unterhaltung. Diesem Film hätten ein paar Deutsche Stars sicher richtig gut getan. Wir haben doch einige gute Darsteller. Moritz Bleibtreu, Till Schweiger, Heike Makatsch und wie sich nicht alle heißen. Warum war es nicht möglich wenigstes einen guten und erfolgreichen Schauspieler in diesen Film zu bekommen. So hat man leider eine sehr gute Idee, total in den Sand gesetzt.

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